• Windows Vista Service Pack 1 Walkthrough.

    Ich habe dann doch nicht die Finger davon lassen können und habe das Service Pack 1 für Windows Vista doch einmal testweise auf meinem PC zu Hause installiert. Wir können über das MSDN bereits jetzt das Service Pack zu Testzwecken herunterladen und etwas anderes habe ich ja auch nicht gemacht.

    Für mein installiertes Vista Ultimate x64 ist das Service Pack auch so ziemlich das größte, das herunterzuladen geht – schlappe 726 Megabyte quetschen sich da in die ausführbare Datei. Ein Service Pack, dass damit nicht mehr auf eine CD passt, sondern auf DVD daherkommen muss. (Das gilt nicht für die Service-Pack-Versionen, die per Windows Update später verteilt werden, die werden, je nach Windows-Edition, teilweise deutlich kleiner sein.)

    Gestartet ist das Service Pack schnell, ein Doppelklick auf die ausführbare Datei und los geht es. Nach der obligatorischen Lizenzannahme geht es dann auch schon los. Immerhin warnt der Installer, dass es durchaus länger als eine Stunde dauern kann und der Rechner mehrfach neu gestartet werden könnte, dem möge man doch bitte zustimmen. Danach wird ungefähr 20 Minuten auf der DVD und auf der Festplatte herumgesägt, bevor es zum Herunterfahren und zum Neustart kommt.

    Nach dem Neustart wandert Windows nicht sofort zum Anmeldefenster, sondern beginnt mit dem eigentlichen Update, der in drei Abschnitten daherkommt und die alle drei mit einer Fortschrittsanzeige in Prozent versehen sind. Das ist niedlich anzuschauen und sicherlich auch für eine eventuelle Fehleranalyse ganz wichtig, allerdings sehr langweilig. Außer – im ersten Abschnitt bleibt das Update verdächtig lange bei 12 % stehen, setzt aber nach ca. 5 Minuten doch wacker weiter. Solche Fortschrittsanzeigen liebe ich.. 🙁

    Interessanterweise ist nach Abschnitt 3 und nach relativ genau einer Stunde alles auch schon wieder vorbei. Es gibt keinen weiteren Neustart, sondern es erscheint unmittelbar danach die Anmeldemaske. Nach dieser Anmeldung gibt es dann auch den Hinweis, dass das Service Pack nun installiert wäre. Sehr schmerzloses Service Pack.

    Richtig viel hat sich augenscheinlich nicht verändert, die allermeisten Veränderungen werden sich vermutlich unter der Haube finden. Das Kopieren von Dateien geht allerdings tatsächlich deutlich flotter.

  • Unbrennbare DVD-Rohlinge.

    Meinen Chef mal kapitulierend vor Computer und EDV zu sehen, ist selten. Deshalb erstaunte es mich umso mehr, als er vor einiger Zeit mit einem Paket DVD-Rohlinge von Sony daherkam, das geöffnete Paket auf den Tisch legt und uns bat, uns doch mal an den Dingern zu probieren. Er schaffe es partout nicht, eine DVD daraus zu brennen.

    Ich habe das soeben auch getestet, mit zwei DVD-Laufwerken, mit denen ich problemlos andere DVD-Rohlinge gebrannt bekomme: Nichts. Sony DVD-R 120 min./4,7 GB sind nicht brennbar. Auf dem Innenring steht noch aufgedruckt „DVD-R Ver. 2.1/1x-16x“, was mir aber auch nicht sonderlich viel sagen will. Es tut einfach nicht.

    Will ich etwas darauf brennen, beginnt das Brennprogramm, lässt kurz das Laufwerk blinken, danach ist Feierabend. Den Rohling bekomme ich nur nach einem Windows-Neustart wieder heraus und ist danach unlesbar.

    Sehr merkwürdige Geschichte.

  • Pforzheimer Zeitung goes extreme multimedial.

    Unser konservatives Kampfblatt Die Pforzheimer Zeitung ist laut ihren Angaben nun auch in der Web-2.0-Welt angekommen. Seit Anfang der Woche kommt die Homepage deutlich schicker daher. Es gibt nun endlich RSS-Feeds zu den verschiedenen Themenbereichen, die Artikelseiten sind etwas schmal, aber immerhin lesbar und die Pforzheimer Zeitung lässt sich nun auch online abonnieren und lesen. Als eigenständiges Abo mit 15 Euro im Monat erträglich, wieso allerdings Abonnenten der Printausgabe nochmal 3 Euro extra löhnen sollen, mag schwer verständlich sein.

    Wie dem auch sei, man hätte es dabei belassen können und man hätte zumindest nicht unzufrieden mit dem Relaunch sein müssen. Auch die Audiokommentare hätte man mit etwas Toleranz ertragen können, auch wenn es durchaus Sinn machen würde, Texte vor der Aufnahme einmal durchzulesen. Dann würde ggf. die Betonung des Firmennamens von Continental tatsächlich auf „tal“ landen und nicht auf „tinen“. Kann man einer lokal kolorierten Zeitung wirklich nachsehen.

    Aber man wollte es offenbar hart und ohne Kompromisse. Sehr hart. Wir müssen alle jetzt sehr, sehr tapfer sein und zusammenrücken.

    Ich habe dich gewarnt!

    Exorbitant gruselig ist nämlich das, was nun das Printorgan – die Multimediatechnik macht es möglich, dass Videokameras erschwinglich sind – an Videomaterial als „PZNews-TV“ ins Netz stellt: Idyllische Impressionen vom Wildpark, ein tontechnisch ziemlich misslungener Versuch, der Eisbärengeburtsmania etwas entgegenzusetzen, Frühstücksbesuche eines Redakteurs, eine relativ peinliche Definition des Internets von Günther Oettinger, einen Marco und noch vieles mehr.

    Das erinnert alles fatal schwer an den Katastrophenfernsehsender namens „TV-Baden“, der vor über zehn Jahren den Äther unsicher gemacht hat und via Satellit europaweit die kommunalpolitischen Gedanken so manchen Dorfbürgermeisters unters Volk brachte, badische Mundart inklusive. Die wackeren Jungs hatten damals gar nicht gemerkt, dass ihr vierstündiges Programm, das in einer Schleife den ganzen Tag gezeigt wurde, mit Nachrichten nur peripher zu tun hatte, sondern allerfeinste Satire war. Das hohe Engagement, das liebevolle Experimentieren und das hübsch verzierte Mikrofon bei „PZNews-TV“ lässt befürchten, dass es nun einen würdigen Nachfolger gibt. Wirklich das erste Mal bin ich froh, dass in eine klassische Tageszeitung (noch) kein Video integriert werden kann.

    Was bleibt zu sagen in der Sprachlosigkeit gegenüber diesen fernsehjournalistischen Juwelen? Sollte man klassischen Zeitungsredakteuren das Fernsehmachen ohne Waffenschein verbieten? Sollte die Verpflichtung zur Prüfung der Jugendschutzes nicht auch auf Fernsehambitionen klassischer Zeitungshäuser erweitert werden? Gibt es als Startgeschenk für das Online-Abo wenigstens ein komfortables Gummiband zum Befestigen der Kinnlade, damit diese vor Staunen gegenüber der Entsetzlichkeit nicht ständig aufklappt?

    Ich weiß es nicht, sondern belasse es mit einem Einsteigertipp von mir Kameramannveteran an den „PZNews-TV“-Kameramann: Wenn man einen Camcorder mit elektronischem Verwackelungsschutz auf ein Stativ schnallt, schaltet man den Verwackelungsschutz ab.

  • Facebook – Das soll es sein?

    Seit einigen Wochen habe ich spaßeshalber einen Facebook-Zugang. Ich bin ja bekanntlicherweise niemand, der an vorderster Front hippe Worte schreit und auf jeder noch so tollen Welle surft, aber gelegentlich muss der Sprung ins Wasser sein. Und das war dann schon sehr kalt und ist es jetzt immer noch.

    Erster Eindruck: Es ist unübersichtlich. Sehr unübersichtlich. Offenkundig ist es so, dass ich, wenn ich jemanden als Kontakt nehme bzw. bestätige, diverse Dinge von ihm gleich mit abonniere. So sehe ich dann neue Blog- und Forum-Einträge, die mich alle ungefähr so interessieren, wie ein defektes Waffeleisen. Ich habe eine Weile nach einem Vergleich gesucht, inzwischen habe ich es gefunden: Ein neuer Facebook-Zugang ist für Erwachsene in etwa so überwältigend, wie ein völlig unaufgeräumtes Kinderzimmer, inklusive integrierter Lebensmittelreste und Schmutzwäsche.

    Was bitteschön ist eigentlich „Today’s Gift“, also die Idee, einen fiktiven Gegenstand wie beispielsweise für ein Blödsinn oder die Albernheiten, jemanden anderen für eine fiktive Summe zu „kaufen“, um seine Sympathie damit zu bekunden? Spieltrieb und Kreativität hin oder her, aber sieht da jemand irgendeinen technischen oder sozialkompetitiven Zweck? Der Albernheitsfaktor erinnert mich stellenweise an das wirklich katastrophale Orkut, der wahren Mutter in Sachen perfekte Imitation einer leicht nach Schweiß riechenden Highschool-Lobby.

    Überhaupt erscheint mir die ganze Veranstaltung gewaltig durchsetzt mit chronischer Hyperventilation. Es warten nicht weniger als tausende so genannter Widgets darauf, eingesetzt zu werden, die mit den in Facebook hinterlegten Informationen und gebildeten Netzwerken allerlei seltsame Dinge fabrizieren oder einfach nur altbackene Anwendungen wie einbindbare Witzbilder, Karikaturen, Online-Kartendienste oder Visualisierungen sind. Das mag alles vielleicht dazu dienen, den Langeweilefaktor weiter herauszuschieben, aber genau das übermannt mich nach den ersten zwei Stunden Facebook gewaltig: Gähnende Langeweile. Mein Facebook-Netzwerk besteht aus den üblichen Verdächtigen, deren Blogs ich eh schon seit langem lese und die ich größtenteils schon aus der Vor-Web-2.0-Welt kenne und bei denen ich nicht wirklich wissen muss, was sie in den Augen anderer in fiktiven US-Dollar wert sind.

    Sieht einer den Sinn des ganzen Dings?

  • Kleiner Tip zum Konsum.

    Wer mit dem Gedanken spielt, sich so langsam einen vernünftigen Fernseher zu kaufen: Nun scheint die ideale Zeit gekommen. Es ist deutlich nach Weihnachten, die Konsumbereitschaft in Deutschland stagniert, obwohl es wirtschaftlich nicht wirklich schlecht läuft, viele Hersteller von Fernsehern bereiten Modellwechsel vor und die größeren Geräte gehen generell schlechter, als die kleineren – in vielen Haushalten ist halt oftmals die Wohnzimmerschrankgarnitur das begrenzende Maß.

    Das Ergebnis ist unter anderem dann, dass es bei Amazon.de einen 42-Zoll-LCD-Fernseher von Toshiba in Full HD (!) mit DVB-T-Tuner (Toshiba 42 X 3030) für rund 1.040 Euro inklusive Versand per Spedition gibt. Reiner Zufall, dass ich darauf gestoßen bin, bei Otto kostet die Kiste noch mehr als 1.200 Euro und das ist schon recht annehmbar.

    Da ist gerade ein richtiger Drive drin. Also überlegen, ob der Aktienfond dank stagnierender Börse vielleicht angeknackt werden sollte oder nicht. 😉

  • Lebenszeichen von Sony Home.

    Im „XBOX-PS3-Watch Blog“ von CHIP Online ist gestern wieder etwas von Sony Home eingesickert, dem Second-Life-Verschnitt Vaporware-Anwärter immer noch nett anzuschauenden 3D-Community-Projekt, das im Playstation Network implantiert werden und für die PS3 und die PSP begehbar sein soll.

    Seit drei Jahren macht man nun an diesem Konzept herum. Und nun kommt man mit Äußerungen daher, dass man sich vorstelle, Sony Home in Spiele zu implantieren. In einem Kriegsspiel soll es einen War Room geben (Warhawk), Rollenspiele sollen außerhalb des Spielgeschehens in aller Ruhe begehbar sein (Resistance). Das ist schön. Und im Herbst diesen Jahres soll nun der weltweite Start sein. Da ist dann die PS3 auch schon seit zwei Jahren auf dem Markt.

  • Impressumswahn.

    Eigentlich richtiggehend schlimm, zu was ein Impressum inzwischen verkommen ist. Vor zehn Jahren war das netplanet-Impressum kaum mehr als eine Seite, die meine Adresse enthielt. Heute ist das ein 15-Kilobyte-Textungetüm mit einem Disclaimer nach dem anderen. Heute neu hinzugekommen sind Hinweise darauf, dass Google AdSense Cookies nutzt. Das ist eine neue Programmrichtlinie, der alle AdSense-Partner innerhalb der nächsten Tage zustimmen müssen.

    Und immer noch stellt sich beispielsweise die grauzönliche Frage, ob man tatsächlich eine echte E-Mail-Adresse in einem Impressum hinterlegen muss oder ob ein Verweis auf das zentrale Feedback-Formular reicht. Das Argument, die E-Mail-Adresse sei universeller, lasse ich nicht gelten, denn Eingaben aus dem Feedback-Formular sind eher zuverlässiger, weil ich sie nicht durch den Spamfilter leite.

    Muss ich da noch erwähnen, dass ich bis jetzt noch keine Versicherung gefunden habe, die meine Online-Publishing-Aktivitäten für eine annehmbare Prämie rechtsschutzversichern will? Das konkreteste, was ich bekommen konnte, war eine Pi-mal-Daumen-Berechnung eines befreundeten Versicherungsmenschen (ja, sowas gibt es) – das war eine fünfstellige Jahresprämie. Arbeiter auf Bohrinseln und Stuntmants bekommen ihre Hintern in Sachen Berufsunfähigkeitsversicherung weit billiger versichert.

  • TiddlyWiki-Updateanleitung.

    ToDo: Neuer Upgrade-Pfad für TiddlyWiki beschreiben. DONE!

    Ich muss eingestehen, das Importieren von Tiddler aus alten TiddlyWiki-Dateien ist wirklich clever, einfach und stabil. Ich habe die Importfunktion aus dem Backstage-Bereich tatsächlich bisher noch nie verwendet, sondern immer noch auf die klassische Weise meine TiddlyWiki-Dateien aktualisiert.

    Das ist nun ab sofort verboten, ich habe die Update-Anleitung aktualisiert und idiotengesichert.

  • "Schicke diese Mail…"

    „Schicke diese Mail an 15 Leute in den nächsten 143 min, wenn du fertig bist drücke F6 und die Person, die in dich verliebt ist, erscheint auf dem Bildschirm in Buchstaben! Es ist erschreckend weil es wirklich funtioniert! Wenn du die Kette unterbrichst,wirst du Probleme in Beziehungen haben für die nächsten 5 Jahre“

    Aus der Windows-Hilfe in Sachen Tastenkombinationen:

    F6 – Umschalten zwischen Bildschirmelementen in einem Fenster oder auf dem Desktop

    Ich glaube, ich bin einfach zu alt für solche Spiele. Früher hätten wir anstelle von F6 aber eher Alt+F4 genommen.

  • Victory!

    Es war absehbar, dass das Bundesverfassungsgericht die Bremsen von Wolfgangs Schäubles Rollstuhl anzieht und ihm einen Satz verbale Backpfeifenver verpassen würde. Dass das Urteil dann doch so elementar begründet wurde und auch gleich ein wichtiger und zentraler Merksatz dabei herausspringt, das ist umso erstaunlicher. Und erfreulicher.

    Grundsatz ist nun, dass der private Computer nicht einfach nur eine Kiste ist, auf dem jeder Schlapphut von der Ferne tun und lassen kann, was er will, sondern dass der heimische Computer de facto auf der gleichen Stufe steht, wie die eigene Wohnung: Meine Welt. Und diese Welt steht unter besonderem Schutz, die nur bei außergewöhnlichen und berechtigten Umständen durch den Staat betreten, observiert und auseinandergenommen werden kann. Das wirklich Historische dabei ist, dass dies nicht nur für den heimischen PC zu Hause gilt, sondern auch für das eigene Laptop, den iPod, den eigenen USB-Stick. Dinge, die nicht unbedingt ständig in den behüteten, eigenen vier Wänden sind, die den Claim abstecken.

    Nach dieser grundlegenden Definition des Rechts auf „Gewährleistung der Vertraulichkeit und Integrität informationstechnischer Systeme“ ist es nicht mehr weit zu den Hürden, die das Bundesverfassungsgericht der Online-Durchsuchung montiert hat. Es muss „tatsächliche Anhaltspunkte“ für „konkrete Gefahren“ geben und es muss, ähnlich wie bei „klassischen“ Hausdurchsuchungen eine dritte Instanz geben, die die Rechtmäßigkeit der Online-Durchsuchung überprüft.

    Deshalb: Victory! Auf allen Ebenen. Dieses wirkliche Machtwort aus Karlsruhe krempelt in vielen Bereichen der Computerwelt die bisherigen Maßstäbe fundamental um und ist als sehr deutliches Zeichen zu werten, dass auch hyperaktive Innenminister mit Paranoiawahn und gewissen Sachkundemängeln nicht alles durchgepaukt bekommen können, was ihnen morgens als Idee kommt. Aus der Warte betrachtet bin ich sehr gespannt, was aus der Verfassungsbeschwerde gegen die Vorratsdatenhaltung wird.

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