• Stromschlag.

    Echt. Wirklich einen bekommen und das mit an sich modernen Gerätschaften. In diesem Fall ist es ein Reiseladegerät von Hama für mein altes SonyEricsson T610, da ich vorübergehend das originale Ladegerät verbummelt hatte.

    Wenn dieses Reiseladegerät nämlich vom Stromnetz abgezogen wird, entlädt es seine Restströme offenbar nicht. Fasst man dann die beiden Zapfen versehentlich an, bekommt man diese Restströme als freundliche und zwickende Empfehlung des Gerätes. Das ist jetzt zwar vielleicht nicht unbedingt weltbewegend viel Strom, aber dennoch ist das für ein angeblich TÜV-geprüftes Gerät irgendwie nicht sonderlich überzeugend.

    Naja, ich habe mal sicherheitshalber Hama angeschrieben, mal schauen, wie die Folks reagieren.

  • SEO-Unsinn.

    Schon erstaunlich, mit was für Sprüchen so manch „SEO“ – Abkürzung für den Berufszweig der Search Engine Optimizers – im Nahkampf wirbt. Letztens ruft der Systemadministrator eines Kunden an, dessen Chef von einem „SEO“ angerufen wurde. Mit seinem nur 200 Euro pro Monat teuren Programm (das auch noch eine Vertragslaufzeit von einem Jahr hat), so der „SEO“, könne er das Unternehmen in die Lage versetzen, dass es jeden Besucher in der Form authentifizieren können, so dass sofort ein Vertriebler den Besucher anrufen und ihm ein passendes Angebot unterbreiten könne.

    Der Systemadministrator hat den Sprüchen schon mal richtigerweise nicht so recht geglaubt, denn selbstverständlich ist das weitgehend Kappes. Anhand einer IP-Adresse lässt sich zwar immer feststellen, wem die IP-Adresse gehört, in vielen Fällen ist das aber ein Internet Service Provider, der diese IP-Adresse beispielsweise in einem Pool für Einwählverbindungen organisiert hat und aus dem per Zufall und zeitgebunden jeweils eine IP-Adresse für einen Zugang genutzt wird. Und ein ISP findet es unter Umständen nur bedingt witzig, wenn windige Leute anrufen und Dinge verkaufen wollen, nur weil die windigen Leute glauben, die Deutsche Telekom hätte ihre Website besucht.

    Ich vermute relativ stark, dass der „SEO“ da in seinem „Instant-Paket“ vermutlich ein Tracking a la Google Analytics oder eTracker mit eingebaut hat. Sicherlich nette Sachen, allerdings eben sicherlich keine Werkzeuge, mit denen ich nun bei jedem Besucher sofort weiß, welche Schuhgröße er trägt. Viel interessanter finde ich, mit welchen lockeren Sprüchen sich so manch „SEO“ ziemlich weit aus dem Fenster des Geschwafels herauslehnt und sich möglicherweise nicht bewusst sein mag, dass er seinen Singsang vertragsrechtlich in großen Strecken auch einhalten muss.

  • Daherspinnende Gedanken.

    Eigentlich reizt es mich sehr, es mit der „netplanet-Idee“ nochmal zu probieren und etwas neues auszubrüten. Schon seit einer Weile (die gestandenen BesimBlog-Leser werden informiert sein) drücke ich mich mit dem Gedanken, ein Lexikon über fernsehtechnische Themen und insbesondere über Digitales Fernsehen zu beginnen. Ein solides Hintergrundwissen ist ja durchaus vorhanden und da ich heute recht vergeblich nach gescheiter Literatur im Netz gesucht habe, reizt es mich um so mehr.

    Mal schauen, ich will mal weiter mit der Idee etwas Ping-Pong spielen.

  • Google zu Besuch.

    Neulich, im Forum eines SEO:

    „Der Bot von google kommt bei mir nicht oft. Heute bisher 4 mal. Und nur am morgen (zw. 6 und 9 uhr) . Der MSNBOT kam allerdings schon 26 mal. der Inktomi Slurp schon 42 mal. Ist das normal?“

    „Nein, das ist total nicht normal. Bei mir bleibt er immer zum Mittag, vielleicht kommt er dann bei Dir zum Kaffee.“

  • “GeoTLD”

    Da ich ja nun berufsbedingt nicht gerade wenig mit gängigen und eher nicht so gängigen Top-Level-Domains zu tun habe und mich es inzwischen auch nicht überraschen würde, wenn der Betreiber einer exotischen Top-Level-Domain im Laufe einer Domainregistrierung darauf besteht, persönlich im jeweiligen Land vorbeizukommen und die Schuhe des Betreiberchefs sauberzulecken, kam ich doch kurz ins Stocken, als ich den Begriff „GeoTLD“ las. Ich kenne ja nun „gTLD“ für „generische Top-Level-Domains“ wie .com und .net, „ccTLD“ für „Country-coded TLD“ wie .de oder .uk und seit einiger Zeit auch „sTLD“ für „sponsored TLD“ wie .museum oder .aero.

    „GeoTLD“, so haben wir zu lernen, stehen für „geografische“ TLD, also beispielsweise das in den Startlöchern befindliche .asia. GeoTLD unterscheiden sich also wohl damit definitiv von offiziellen, nationalen Domains und sind für geografische Regionen gedacht, wie auch immer man die definieren mag.

    Sinnigerweise gibt es auch hier keine Regel ohne Ausnahme, denn die EU ist eigentlich ja kein souveränes Land, hat aber dennoch keine GeoTLD, sondern eine richtige ccTLD, was letztendlich dadurch erkannt werden kann, dass ccTLD grundsätzlich immer nur zwei Buchstaben lang sein dürfen, ccTLD, sTLD, GeoTLD und was weiß ich noch alles mindestens drei – wenn nicht irgendjemand auch hier noch Ausnahmen montiert. Fürwahr ist das wohl auch nicht mehr unbedingt außer Reichweite, da ein Feldversuch mit Umlauten in Top-Level-Domains (die auch hier mit dem Punycode-Verfahren in einfache ASCII-Zeichen kodiert werden), der in den letzten Wochen geführt wurde, positiv verlaufen ist.

    Der Gelddruckmaschinerie ist also weiterhin keine natürliche Grenze gesetzt und erhöht gleichzeitig im Quadrat den Verwirrungsgrad des Normalbenutzers. Aber das scheint inzwischen auch niemanden mehr wirklich zu stören.

  • Jupiter verliert seine Farbe.

    Zugegeben, als ich das in unserem Lokalblatt gelesen hatte, dachte ich eigentlich zuerst daran, dass es doch tatsächlich einen Redakteur hier gibt, der das Kultbuch 2010 von Arthur C. Clarke kennt, in dem unter anderem genau das passiert. Dabei haben wir doch erst 2007. Tatsächlich passieren auf dem Jupiter derart seltsame Dinge, so dass in den letzten Wochen einige verschiedenfarbige Wolkenbänder miteinander zusammengelaufen sind.

    Im Buch gibt es dafür eine einfache Erklärung: Durch eine Mutation der Monolithen (kann man hier nicht erklären, bitte die Bücher 2001, 2010, 2061 und 3001 lesen, lohnt sich auf jeden Fall) wird der Jupiter quasi verschluckt und endet nach einer urknallähnlichen Implosion als zweite Sonne, die fortan der Erdbevölkerung zeigen soll, dass sie eine zweite Chance bekommen hat, aus welchem Grund auch immer.

    Die Monolithen hat anscheinend noch niemand gefunden, deshalb wird die Implosion und die Geburt der zweiten Sonne wohl vorerst nicht stattfinden. Eigentlich auch irgendwie schade, im Film sah das eigentlich recht nett aus.

  • Das “ungesunde” Ökosystem.

    Aus dem Konferenzbericht der Technology Review von der „Supernova„-Konferenz, die vom 20. bis 22. Juni in San Francisco stattfand, ist mir ein bedeutender Absatz aufgefallen, den ich an dieser Stelle einmal zitieren möchte:

    David Weinberger, IT-Vordenker und Autor des „Cluetrain Manifests“, gab zu bedenken, dass eine Mitarbeiterin zwar Hunderte von Blog-Einträgen, Wiki-Kommentaren oder kurzen Twitter-Texten verfasst haben mag, aber laut Organigramm nirgendwo als Expertin auftaucht. Solche inoffiziellen Fachleute, die ihre Kollegen beständig auf gute Informationen verweisen, müssen sich im Gegenteil oft die Frage gefallen lassen, wieso sie ständig mit allen sprechen, aber angeblich nichts tun.

    Weinberger glaubt, dass sich Reputation und Autorität in Zukunft mehr aus dem Verweis auf Informationsquellen als aus reinem Expertenwissen speisen werden – eine These, die er in seinem neuesten Buch „Everything is Miscellaneous“ ausführlich darlegt.

    Das finde ich eine hochinteressante These, die sehr schön zum allgemeinen Tenor der Supernova-Konferenz passt, in dem der Web-2.0-Bewegung an sich schon wieder der Hype abgesprochen werden soll, da beispielsweise die „Blogosphäre“ sich allein schon aus der Zahl der Blogs zu einem ungesunden „Ökosystem“ entwickelt habe.

    Das mag man als Wissenschaftler ja gern sehen, wie man möchte, David Weinberger kommt der Sache meiner Meinung nach aber sehr nahe, weil eben nicht jeder, der Experte ist, sich dem eigentlich bewusst ist, ganz zu schweigen seinem Chef. Genau genommen ist das aber auch nichts wirklich Neues, denn trotz überregionaler und täglich erscheinenden Zeitungen hat beispielsweise jede Schülerzeitung an ihrer Schule trotzdem eine verhältnismäßig hohe Auflage.

    Und selbst wenn tatsächlich meinetwegen 99 % der „Blogosphäre“ nur aus verwaisten Blogs bestehen würden, wären demzufolge 1 % aktive Blogs und die werden regelmäßig bestückt und von der Besucherschaft verlinkt. Die Nachfrage regelt auch hier, wie in vielen anderen Bereichen des Internet, das Angebot. Dass das einigen Leuten als ganz neue Entwicklung erscheint, wundert mich doch immer wieder.

  • aiwaitPhone.

    Na also ich bin ja mal gespannt, was das iPhone wird. Geht es nach dem berühmt-berüchtigen Apple-Marketing, wird das iPhone nicht weniger als die Weltrevolution sein, allerdings glaube ich da eher nicht daran. Dagegen sprechen zig Gründe:

    • Der Markt der Mobilfunkgeräte ist so ziemlich der härteste, den die moderne Unterhaltungsindustrie als Kampfplatz anzubieten hat. Sage und schreibe über 1 Milliarde Mobiltelefone werden weltweit jährlich jährlich verkauft und allein Nokia besitzt einen Marktanteil von über 30 Prozent.
    • Der Produktzyklus bei Mobilfunktelefonen ist erheblich kürzer und vermutlich einer der kürzesten in der Unterhaltungsbranche überhaupt. Im Durchschnitt ist alle zwei Jahre ein kompletter Modellwechsel notwendig, was vor allem daran liegt, dass ein neuer Mobilfunkvertrag auch mit einer neuen Gerätesubvention einhergeht.
    • Genügend kleinere Hersteller sind enthusiastisch im Markt der Mobilfunkgeräte aufgekommen und auch wieder unsanft gelandet – der Markt schreit nur bedingt nach absolut hippen und teuren Geräten, sondern Diversifikation und Bedienung von möglichst vielen Zielgruppen ist gefragt, um überhaupt Entwicklungs- und Produktionskosten hereinzuholen.
    • Nichtsdestotrotz wollen wir nicht vergessen, dass Apple seit einem Jahr Mobiltelefone baut, beispielsweise Nokia allerdings schon seit 20. Während Apple seine Verkaufsstrategie wie üblich auf das Ego-Verhalten seiner Konsumenten setzt, können sich so Firmen wie Nokia, oder SonyEricsson bequem zurücklehnen und darauf verweisen, dass sie neben Mobiltelefonen auch das ganze Netz vieler Mobilfunkanbieter liefern.

    Warten wir es einmal ab, was das wird und ob Apple es tatsächlich schafft, signifikante Marktanteile mit einem völlig überteuerten Mobiltelefon und einer seltsamen Vermarktungspolitik mit nur einem Mobilfunkanbieter pro Land zu gewinnen.

  • ICANN-Meetings und neue Top-Level-Domains.

    Drei Mal im Jahr ist in Sachen DNS die Zeit der Spekulanten – nämlich immer dann, wenn im Februar, Juni und November die ICANN-Meetings stattfinden. In Wirklichkeit dürfte die immer noch fehlende Strategie für die Auswahl von neuen Top-Level-Domains und die Sorge vor dem Echo der Netcommunity der Hauptgrund für das fast schon legendäre Zögern der ICANN sein, wenn es darum geht, weshalb eigentlich nichts geht.

    Viele gesponserte Top-Level-Domains sind schlicht zu exotisch, um den Verwaltungs- und Technikapparat einigermaßen rentabel zu halten. Während ICANN recht anspruchsvolle Anforderungen an das Hosting einer Top-Level-Domain stellt, stehen dem bei gesponserten Top-Level-Domains nur recht eng begrenzte Nutzungsmöglichkeiten von Domains und oft sehr hohe Anforderungen an Domainbesteller. Beispielsweise dürfen .museum-Domains weitgehend nur von Museen (immerhin dürfen das auch „virtuelle“ Museen im Internet sein) registriert werden, die dementsprechend ihren Museum-Status auch nachweisen müssen. Da bei weitem nicht jedes Museum auf der Welt die Notwendigkeit sieht, sich relativ teuer mit einer .museum-Domain eindecken zu müssen und die vielleicht überwältigend größere Zahl an Museen .museum als Top-Level-Domain gar nicht kennt, ist der Markt dementsprechend klein. Ähnliches Schicksal erleben beispielsweise .coop für „Kooperativen und Genossenschaften“, .pro für „Professionals“ (Ärzte, Rechtsanwälte etc.) oder .aero für Unternehmen aus der Luftfahrtbranche. Sie habe noch nie von diesen Top-Level-Domains gehört? Das ist der beste Beweis für ihre Reichweite.

    Ein anderer Punkt ist, dass die Domain-Branche überlaufen ist mit Lobbyisten und Geschäftemachern. Das Domain-Geschäft ist ein Milliardengeschäft mit einer höchst einfach zu produzierenden Ware und wenn Sie sich die Domain-Szene anschauen, verdienen hunderttausende Menschen daran. Niemand verkauft Domains zum Einkaufspreis und wenn ein Kunde am Ende eine Geldsumme für eine Domain an seinen Provider bezahlt, sind in diesem Preis Hostingkosten und Gewinnspannen für Registrar, Zwischenhändler und Provider inbegriffen. Nicht selten ist ein monatlicher Domain-Preis das, was eine Domain für zwei Jahre im Einkauf kostet.

    Warum bitteschön braucht die Welt die Top-Level-Domain .berlin? Nur weil nach Aussage von DotBerlin die Welt eine Top-Level-Domain braucht, „die den Namensraum im Internet um einen klaren lokalen Fokus erweitert“? Wenn interessiert ab einer Entfernung von 100 Kilometern die Stadt Berlin im Internet? ICANN hat bei solchen lokalen Top-Level-Domains freilich eine ganz andere Sorge: Was passiert, wenn sie .berlin als Top-Level-Domain anerkennt? Hat dann nicht auch die Stadt Otjiwarongo in Namibia nicht automatisch auch ein Anrecht auf ein .otjiwarongo im DNS? Und welches Berlin ist eigentlich das richtige Berlin, immerhin haben die USA eine ganze Phalanx von Städtchen, die ebenfalls Berlin heißen?

    Die Vergangenheit hat vor allem gezeigt, dass neue Top-Level-Domains zuallererst gewaltiges Chaos auslösen. Mit „Sunrise-“ und „Landrush-Perioden“ wird zumindest guter Wille gegenüber Inhabern von Markenrechten gezeigt, dennoch ist kein Markenrechtsinhaber glücklich darüber, dass er mit jeder neuen Top-Level-Domain einen neuen Namensraum auf Markenverstöße kontrollieren und letztendlich eine Stange von weiteren Domain-Namen sichern muss. Gerade auf internationaler Ebene sind Namensrechtsstreitigkeiten ein sündhaft teurer Spaß und selbst so ein geschützter Namensraum wie .name, der für privat zu nutzende Domains gedacht war, ist ein Schauplatz für kommerzielles Domaingrabbing geworden. Unter www.mercedes.name findet sich jedenfalls keine Präsenz einer Person namens Mercedes.

    Faktum ist, dass es nach wie vor daran hapert, wie man das Domain Name System sinnvoll auf eine breitere Basis an Top-Level-Domains vorbereitet.

  • Woher die netplanet-Sterne kommen.

    Zugegeben, ich habe mich ursprünglich einmal inspirieren lassen, und zwar von hier. Von Berufswegen ergab es sich, dass ich gelegentlich auf die Website von Musedoma, der Registrierungsstelle für .museum-Domains, springen musste und da fielen mir eben die possierlichen Sternchen auf, die da zu Netzwerken organisiert wurden. Mir fehlte so ein Paradigma von Anfang an, um Netzwerkstrukturen zu visualisieren und diese Sternchen, so dachte ich, könnten diese Lücke nicht nur als Hintergrundgrafik erfüllen, sondern richtig praktisch.

    Das geübte Auge sieht allerdings, dass es nicht einfach eine Kopie ist, denn meine Sternchen sehen nicht ganz so dick-niedlich aus, sondern haben kleinere „Knöppel“. Das vor allem deshalb, um mehr Sterne auf geringerem Raum miteinander verbinden zu können, ohne dass es allzu unübersichtlich wird. Ergebnisse von den Arbeiten finden sich unter anderem im Artikel über VPN und über Topologien. Man sieht recht eindrucksvoll, dass ich im Laufe der Zeit mit dem Paradigma mehr oder weniger stark experimentiert habe. Ein Ergebnis davon ist auch eine ganze Latte mit Illustrator-Dateien, voll mit Sternstudien in den verschiedensten Formen und Farben. Nicht ganz ernstzunehmen ist unter anderem die Weihnachtsbaum-Version, die es allerdings auch erst wieder vor Weihnachten zu sehen gibt. 😉

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