• Die Telekom im Ausland.

    Wenn ich in Nachrichten zur Deutschen Telekom lese, dass Telekom-Aktionären die Bestrebungen des Vorstandes, Investitionen im Ausland zu tätigen, nicht geheuer vorkommt, frage ich mich schon, ob es da mit dem Empfinden der Realität Probleme gibt.

    Denn was ist die Deutsche Telekom? Ein ehemaliges Staatsunternehmen, das davon lebte, Monopolstellungen zu bedienen. Was passiert mit einem ehemaligen Staatsunternehmen, das davon lebte, Monopolstellungen zu bedienen, wenn das besagte Monopol fällt und Wettbewerb entsteht? Richtig, der Kuchen wird zwangsläufig aufgeteilt und das ehemalige Staatsunternehmen, das davon lebte, Monopolstellungen zu bedienen, leidet darunter zwangsläufig. Eigentlich ein gutes Zeichen, das aussagt, dass der Wettbewerb scheinbar funktioniert.

    In diesen Zusammenhängen ist es eigentlich klar wie Kloßbrühe, dass mittelfristiges Wachstum nicht hier entstehen kann, sondern woanders gesucht werden muss, wo die Deutsche Telekom eben auch als Wettbewerber an einem Markt teilnehmen und sich dort behaupten kann. Machn die Deutsche Post AG, die Deutsche Bahn (im Vorgriff des Börsenganges) und viele andere, ehemaligen Staatsunternehmen im Ausland ebenso, weil alles andere völlig illusorisch ist.

    Ich finde deshalb, dass René Obermann einen bemerkenswert guten Job macht, in dem er sachlich Tacheles spricht. Ganz andere Saiten als die, die einst ein Ron Sommer beklimpert hat.

    Im übrigen: Man beachte beim Schimpfen auf den Vorstand der Deutschen Telekom mal, wie in den letzten Jahren konsequent der Schuldenberg abgebaut wurde. Ganz so daneben ist der Laden nicht.

  • PS3-Update 2.35 …

    … ist im Anmarsch. Laut SCEA (der amerikanische Schuppen der Sony Computer Entertainment) ein „relativ kleines Update“ zum Stabilisieren von diversen Spielen.

  • Kryptologendeutsch.

    Ich mag NVIDIA sehr, die machen für meinen Geschmack einfach feine Grafikchips und gute Treiber. Wenn sie dabei etwas weniger in Optionsbeschreibungen abkürzen würden, wäre es noch ein kleinwenig besser:

    Sie können neue Grafik-Modi erst., um Verbind. m. Ger. herzust., die u.U. keine stand.m. Windows-Aufl. verw. Die Seite unten verw., um eine neue Auf. o. ein neues Anzeige Timing zu erst., die Windows mit Ihrer Anz. benutzen kann.

    Ja, ich weiß, der übersetzte Text war einfach zu lang für das Textfeld. Aber das bringt doch eigentlich jeden Übersetzer erst richtig auf Touren, den Text an sich weiter zu kürzen – nicht abzukürzen.

  • Kundenservice bei Amazon.de.

    In elf Jahren Amazon.de– bzw. ABC-Telebuch-Kundschaft habe ich bisher genau zweimal einen Garantiefall auslösen müssen. Das war heuer der Fall mit einer Startrek-DVD, die nicht funktionierte – überhaupt meine erste, defekte DVD überhaupt.

    Was bei Amazon.de nun wirklich perfekt läuft, ist das Auslösen eines Garantiefall. Bestellnummer angeben, kurzen Hinweis darüber, was defekt ist und schon gibt es eine Rückantwort und zwei Tage später Post. Die defekte Ware schickt man dann innerhalb von 30 Tagen zurück und gut ist.

    Dummerweise hatte ich mich bei der Angabe der DVD verguckt und die falsche DVD-Box moniert. Das ist mir aufgefallen, ich habe das über den Kundenservice entsprechend gemeldet und die Rückantwort prellte – man hatte nicht verstanden, wo mein Problem lag bzw. die vorgefertigten Antworten waren nicht passend. Was nun aber geht: Man kann im Kundenservicebereich angeben, ob die Antwort auf das Problem zutreffend ist oder nicht. Verneint man dies, kann man entweder eine E-Mail schreiben oder sich per Mausklick zurückrufen lassen.

    Also habe ich da mal meine Telefonnummer angegeben und um sofortigen Rückruf gebeten. Fünf Sekunden später war der Rückruf da und zehn Sekunden später eine Mitarbeiterin, die die Bestellung schon vor sich hatte und der ich in zehn Sätzen erklären konnte, wo das Problem liegt. Respekt.

    In hochdetailierten Prozesssteuerung kann prinzipiell viel schiefgehen. Das Geheimnis liegt darin, zwar alle möglichen Eventualitäten zu berücksichtigen, dennoch ein Sicherheitsnetz für die Fälle gespannt zu halten, die durch alle Raster fallen bzw. bei denen ein paar klärende Worte das Problem beheben. Da überrascht mich Amazon.de auch nach Jahren immer wieder.

  • U(h)rzeiten.

    Im Büro eines Internet Service Providers gehört das Faxgerät zu den Relikten der Technik, so in etwa für eine moderne Werkstatt das Modell des Autos von Fred Feuerstein. Jahrelang hatten wir ein Faxgerät von Samsung, dass vermutlich so von Anfang der 1990er Jahre stammt und legendär schlechte Faxe versendete. Die Gummirollen für den Papiertransport waren glatt wie ein Babypo. Irgendwann vor ein paar Jahren hat mein Chef dann ein Multifunktionsgerät mit allem Pipapo gekauft, das nun auch korrekte Faxe senden kann – nur schicken wir kaum welche.

    Das habe ich dann gemerkt, als ich am Freitag ein Testfax nach Hause geschickt habe und mich über die Uhrzeit unseres Faxgerätes gewundert habe, die mal ebenso fast zwei Stunden vorläuft. Hätte uns natürlich auch mal ein Kunde oder Lieferant sagen können… 😮

  • Werbung aus der Vergangenheit.

    Unglaublich. Die PGP Corporation, also die Firma, die die Verschlüsselungssoftware PGP kommerziell vertreibt, hat es doch nun tatsächlich geschafft, mit der PGP-Version 9.8 eine PGP-Version zu schaffen, die unter einem 64-Bit-Windows läuft. Wann hatte ich das das erste Mal angefragt? War in einer vergangenen Blog-Generation im Dezember 2006. Da funktionierte die damalige Version 9.0 zwar noch mit Fehlermeldungen, im nächsten Build dann aber einfach gar nicht mehr, weil PGP offenkundig prüfte, unter welcher Version es lief und bei einem 64-Bit-Windows schlicht die Installation verweigerte.

    Damit und mit der Hoffnung, dass irgendwann noch vor dem Abbrand der Sonne doch noch einen PGP-Version mit 64-Bit-Unterstützung kommt, hätte man ja noch leben können. Im PGP-Forum war jedoch der arme PGP-Mitarbeiter, der das Forum überwachen musste, mit entsprechenden Anfragen weitgehend überlastet, weil niemand auch nur ansatzweise die Frage beantworten konnte, ob PGP Corp. überhaupt jemals eine 64-Bit-Version machen wollte. Nun ist es doch schon nach 17 Monaten, nachdem Windows Vista veröffentlicht wurde, passiert.

    Too late, in meinem Fall. Ich bin mit meiner GnuPG-Installation – nachdem ich mir das mühsam zusammengefrickelt habe – recht zufrieden. Dafür, dass ich PGP mangels kompatibler Kommunikationsgegenstellen leider nur etwa alle zwei Mal pro Halbjahr brauche, ist das annehmbar.

  • Besucher-Hotspots in netplanet.

    Als Online-Publisher tut man gut daran, sich regelmäßig einmal anzuschauen, wo eigentlich der Bär im Angebot steppt. Denn grundsätzlich sehen die Besucherströme ein Web-Angebot immer anders, als der Autor selbst. Das kann man in mehreren Schritten tun und das geht vor allem ohne teure Analyse:

    1. Übersicht der Suchworte auswerten
      Jede vernünftige Web-Statistik bietet die Möglichkeit, die Referrer von Suchmaschinen auszuwerten. Sprich: Jemand hat in einer Suchmaschine nach einem Begriff gesucht, deine Website als Empfehlung bekommen und darauf geklickt. Da dieser Klick von einer anderen Web-Seite aus referenziert wurde, enthält die Anfrage an deinen Webserver auch diese Referenz und in dieser Referenz finden sich in der Regel die Suchworte, mit denen der Benutzer ursprünglich gesucht hat. Anhand dieser Suchwortverteilung, die man am besten in monatlichen Zusammenfassungen betrachtet, enthält man schon mal einen guten Überblick davon, mit welchen Schlüsselbegriffen die eigene Website in den Suchmaschinen steht.
    2. Statistik der meistaufgerufenen Seiten auf der Website
      Auch diese Werte finden sich in jeder gängigen Web-Statistik und sind quasi die Vitalwerte. Zu berücksichtigen ist bei diesen Zahlen, dass es hier klassische Verteilungen gibt: Am häufigsten wird vermutlich die Startseite aufgerufen, danach finden sich Übersichtsseiten in den höheren Rängen und dann erst einzelne Artikelseiten. Auch ausschlaggebend sind Positionierungen einzelner Rubriken oder Artikel in der hauseigenen Navigation. Alles, was aus der Statistik reißt, sollte man näher betrachten.
    3. Übersicht über externe Links auf das Web-Angebot
      Das ist vielleicht der wichtigste Punkt, denn eine Übersicht darüber zu haben, wo im Web die meisten Links auf die eigene Website zeigen, ist die halbe Miete für die eigene Bewertung. Das perfekte Werkzeug hierfür sind die Google Webmastertools. Einmal seine Website authentifiziert, kann man hier für alle im Google-Index indizierten Seiten nachschauen, von wo aus Links auf die jeweilige Seite zeigen, natürlich alles aus der Sicht des Google-Roboters. Interessant ist aber hier, dass in den Webmastertools weit mehr Links aufgeführt werden, als in der Suchmaschine recherchierbar sind.

    So ergibt sich für netplanet, dass es drei große Hotspots gibt: Adressierung im Internet, die Geschichte des Internet und die Netiquette. Die letztere Rubrik wird vor allem häufig von Web-Foren aus verlinkt, während in der Geschichte des Internet vor allem speziell die Geschichte des Internet in Deutschland häufig gesucht wird.

    So lässt sich mit etwas Arbeit ein gutes und vor allem sehr individuelles Profil darüber erstellen, woher die Besucher kommen, mit welchen Suchworten sie kommen und wohin sie gehen. Ziel muss nun sein, diese wertvollen Brückenköpfe auch zu nutzen. Mehrere Chancen:

    • Inhalte ausbauen und auf weitere Artikel verteilen, dabei jedoch darauf achten, dass beim Verteilen von Inhalten die eigentlich „starke“ Seite um möglichst wenig Inhalte beschnitten wird. Also nicht einfach die Inhalte der „starken“ Seite in drei Teile zerschnippeln und auf drei Seiten verteilen, denn dann hätte die „starke“ Seite ja nur noch ein Drittel des Inhaltes.
    • Themennahe Artikel vernetzen und damit die Macht der „starken“ Seite nutzen. Dabei ist wichtig, dass die vernetzen Artikel möglichst themennah sind und auch innerhalb der Website stehen. „Starke“ Seiten werden autoritativ anders bewertet, als einfache Seiten, deshalb sind interne Links ungemein wertvoller und sorgsamer zu setzen. Ich achte hier immer darauf, dass ich nicht alles einfach so verlinke, sondern beispielsweise da auf bestimmte Begriffe verweise, in denen das auch wirklich interessant sein könnte. In jedem Artikel beispielsweise den Begriff „Internet“ zu verlinken, ist kaum sinnvoll für den Leser. Ich bilde mir auch ein, dass eine Suchmaschine auch sehr wohl erkennen kann, ob interne Links automatisiert gesetzt werden oder nicht. Viel zu viele Automatismen sind beim Setzen von internen Links viel zu durchschaubar.
    • Den „starken“ Artikel aber auch intern verweben. Ich bin der Meinung, dass genau dies auch den anderen Seiten in der Website zugute kommt. Das sehe ich besonders in den Netiquette-Artikeln, denn da gehören einige Artikel zu den absoluten Spitzenreitern, gleichzeitig finden sich aber auch Artikel mit den niedrigsten Abrufzahlen überhaupt. Dennoch sind alle Artikel nahezu gleich stark im Ranking und ihrer Positionierung in Suchmaschinen. Es macht also meiner Meinung nach Sinn, sinnvoll zu vernetzen, egal in welche Richtung.
  • Viecher im Haus.

    Irgendwie hat es mich früher richtiggehend gestört, wenn Fliegen oder gar Spinnen die Wohnung als Domizil zu betrachten schienen und ungeniert ihr Revier markierten. Heutzutage stört mich das kaum einen Meter mehr. Die Spinnen machen ihren Job, in dem sie die Fliegen fangen, die mich ansonsten nerven und da zwischen der Oberdecke meines Kopfes und der Decke noch mindestens 80 Zentimeter Luftraum steht, soll diesen Luftraum eben auch auf andere Weise genutzt werden, wenn ich ihn schon nicht brauchen kann. Wo kommen wir denn hin, wenn wir im Garten anfangen würden, beispielsweise einfliegenden Bienen die Flugberechtigung zu entziehen?

    Deshalb übertreibe ich es jetzt auch (wenn man auf die Nachbarn hört) und biete sogar richtige Nistplätze, aktuell ein „Bienenhotel“ für Wildbienen, die nicht in einem Staat leben, sondern sich als Einsiedler versuchen. Diese Tiere werden völlig zu Unrecht mit ihren staatenbildenden Kollegen verglichen, denn Wildbienen sind eher friedliebend, stürzen sich nicht auf Süßes, stechen nicht und machen selten Massenkrawall. Dafür haben Sie in unserer modernen Welt Schwierigkeiten mit Nistplätzen, weshalb man hier problemlos nachhelfen kann:

    So ein „Bienenhotel“ besteht aus einem massiven Klotz gebranntem Ton, der viele kleine Vertiefungen hat. In diese Vertiefungen legen Wildbienen ihre Brut und einen Haufen Futter, verkleben so eine Nisthöhle dann und im nächsten Frühjahr schlüpft die Nachfolgerschaft. Tut niemandem weh, braucht keine Pflege und ist eine sehr erstaunliche Sache. In meinem „Bienenhotel“ kamen die ersten Bewohner schon nach zwei Wochen (erkennbar an den bereits verschlossenen Höhlen).

  • T-Aktie wirklich nichts für Schwache.

    Die T-Aktien meines Vaters, ein Relikt aus Zeiten, in denen mein Vater noch an Aktienmärkte (und die Reden seiner Hausbank) glaubte, sind nun in meinem Depot gelandet. Zum einen aus rein ökonomischen Gründen, da es einfach kein Sinn mehr machte, wegen den Papieren ein einzelnes Wertpapierdepot für schlappe 8 Euro im Jahr zu halten und zum anderen auch deshalb, weil mein Vater die Teile nicht mehr sehen mag. Immerhin, den zaghaften Versuch, mir in einem bierseligen Moment das Versprechen abzuschwatzen, dass ich ihm für seine Stücke mal eben so geschwind auch nur ansatzweise das bezahle, was die T-Aktie in den besten Zeiten mit fast 105 Euro kostete, konnte ich unverzüglich abwehren. Familienehre hat seine Grenzen – sehr weite, aber doch welche.

    Nun liegen die Papiere in meinem Depot und man muss sich wirklich jeden Schritt gut überlegen, den man damit tut. Das fängt schon bei der internen Bewertung an:

    Für jeden Wert in einem Wertpapierdepot führt ein interner Zähler die Summe, die man für Papiere dieses Wertes bezahlt hat. Sinn dabei soll sein, auf diese Weise schnell überblicken zu können, was man mit dem aktuellen Depotinhalt verdient bzw. verloren hat. Überträgt man Werte in sein Depot, stehen diese Zähler logischerweise auf Null, da das neue Depot ja nicht wissen kann, was man ursprünglich für die importieren Papiere bezahlt hat. Deshalb kann man in besseren Depots diesen Wert bei übertragenen Werten selbst eintragen, wenn man den/die Kaufpreis(e) weiß bzw. nachvollziehen kann. Würde ich dies nun mit den T-Aktien machen, hätte ich ein Problem: Ich würde vermutlich niemals mehr aus den roten Zahlen herauskommen. 😉

    Naja, ich schaufle die jetzt mal in die hinterste Ecke im Depot, da wo sie mir nicht jeden Tag ins Auge scheinen. Ich persönlich glaube, dass die T-Aktie so lange noch unter Druck bleibt, bis sich der Kundenabfluß konsolidiert hat. Nach wir vor halte ich die Telekom in vielen Bereichen für den einzig wirklich fähigen und glaubwürdigen Anbieter. Bis dahin.. nun ja, ich hätte niemals zu 66,50 Euro das Stück gekauft, aber mein Vater wollte ja nicht hören.

  • Flugstunden im Flight Simulator 10.

    Die eingebauten Übungs- und Flugstunden im Microsoft Flight Simulator 10 kann ich übrigens nur wärmstens empfehlen. Es ist schon etwas grundsätzlich anderes, mal eben so geschwind einen Vogel irgendwie auf einen Flugplatz zu legen, als in einer Mission sich mit deutlichen Ansagen des Towers in den Flugbetrieb eines belebten Flughafens einzureihen und neben der Geschicklichkeit, den Vogel korrekt zu landen, auch die Zeit einzukalkulieren.

    Für meine Flugstunde Nr. 8, einen Jet von Edinburgh nach Glasgow zu fliegen und am Flughafen Glasgow keine landungstechnische Katastrophe ausgelöst zu haben, habe ich soeben das Flugabzeichen in Eisen erhalten. Ich kann mich nicht zusammenreißen, ich bin darauf stolz wie Oskar! 🙂

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