Den netten, kleinen Kurzfilm hatten wir letztes Jahr zum 20jährigen Jubiläum unseres kleinen Kommunalen Kinos im Programm der Feierstunde. Ich denke, es gibt nur sehr wenige Kurzfilme, die es schaffen, die Magie des Filmes so treffend herüberzubringen, wie dieses Kleinod. Have fun!
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Useless Dog.
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Bye bye PGP and welcome GnuPG.
Es stand schon länger auf meiner To-Do-Liste, heute nun musste PGP nun daran glauben und sich von der Festplatte meines privaten Rechners wegschleichen. Vorbei ist es. Den letzten Ansporn gab es gestern, als sich doch tatsächlich die Firma PGP Inc. herabmühte, mir eine Einladung zur SYSTEMS zu schicken. Man dürfe sich bei PGP in der Lounge breitmachen und „wirklich hervorragenden Kaffee“ trinken und abends, falls man das Oktoberfest verpasst habe, mal ordentlich bei PGP Inc. einen wegsaufen und das auch noch aus PGP-Krügen.
Dabei würde es auch vollkommen genügen, wenn die Firma PGP es endlich mal auf die Reihe bekäme, eine 64-Bit-Version ihres Desktopclients zu programmieren. Seit gut zwei Jahren benutze ich in der Firma 64-Bit-Betriebssysteme und noch nie ist PGP Desktop dort wirklich gut gelaufen. Andauernd gab es tolle Meldungen vom Client, dass die Benutzung unter einem 64-Bit-Betriebssystem mit der vorliegenden Version nicht gut sei und man Datenverlust erleiden könnte. Ein eilig letztes Jahr hinterhergeschobenes Update verweigerte dann gar komplett die Installation in 64-Bit-Umgebungen.
Das richtig erbärmliche an PGP ist jedoch der Support im PGP-Forum, der das Problem seit Jahren klar erkannt hat und sich kaum dümmlich vorkommt, bei jeder Anfrage im gleichen Thread genau diesselbe Antwort zu liefern: „Zur Zeit gibt es keine 64-Bit-Version des Desktopclients. Man könnte aber pauschal nicht sagen, dass PGP Inc. die 64-Bit-Welt übersehen würden, denn der PGP-Kommandozeilen-Client ist 64-Bit-fähig.“ Na super, Jungs. So funktioniert die Welt aber nicht.
Ergo: Es ist soweit, PGP wird nach zehn Jahren bei mir ausgemottet und gegen GnuPG und der Oberfläche WinPT ausgetauscht. Und das funktioniert auch soweit gut, denn ich habe nun beides auf meiner Speicherkarte untergebracht und habe es nun auch noch mobil. Und weil das nun so prächtig lief und ich ein ziemlich nachtretender Mensch sein kann, wenn man mich zu veräppeln versucht, werde ich dem GnuPG-Projekt eine Geldspende anheischen. Und meinem Chef untersagen, bei PGP auch nur einen Prospekt mitzunehmen.
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Artikel über die Entwicklung bei Netheads.
Also, wieder zurück zum Programm, der geplante, nächste netplanet-Artikel muss dieses Wochenende fertig werden. Inzwischen ist der Grobtext weitgehend zusammengehackt und ich werde mir mal dieses Wochenende die Feinarbeit antun.
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Gesoze.
So, ein kleiner Meilenstein der letzten Wochen ist nun abgearbeitet und das Baby geboren. Es wurde dieses Jahr Frühling und Sommer und es bewegte sich auf den Webseiten der SPD Pforzheim immer weniger und weniger. Um nicht zu sagen: Gar nichts. Die Website stammt noch aus der Generation Web 1.0 mit statischen Seiten, störrisch in der Handhabung, ohne Konzept. Da ergab es sich relativ schnell, dass die Pforzheimer SPD dringend eine vernünftige Homepage brauchte.
Wie der Zufall bzw. einige engagierte Genossen es so wollten, bildete sich im Frühjahr eine Projektgruppe Internet, die im Auftrage des Landesverbandes ein zentrales Web-Angebot für alle Gliederungen in Baden-Württemberg ausgestalten sollte. Wer Baden-Württemberg, wer die SPD und wer vor allem beides in Symbiose kennt, weiß, dass das eine Mammutarbeit ist. Zumindest das reine Angebot für eine kostenlose Website mit darunterliegendem Redaktionssystem wird über die bewährten Hände der Websozis erledigt.
Um zurück zum Thema zu kommen: Die Pforzheimer SPD musste nun natürlich auch daran glauben und umziehen, was letzte Woche passierte. Und nun stehen wir im Web und als Pressesprecher des Kreisverbandes gebe mit einer erhöhten Artikelzahl die Schlagzahl vor, wie ich mir das mittelfristig vorstelle: Jede Woche mindestens eine neue Nachricht und mindestens zwei neue Termine und so langsam wird das Ding zu einer Homepage. Personenbilder sind noch in der Mache und ich muss noch gehörig einigen Genossen auf die Füsse zwecks Texten treten, aber wir sind online.
Ach ja: Und die CDU Pforzheim hat zufälligerweise letzte Woche auch ihre Homepage umgestellt. Und, der Zufall mag es wohl so gewollt haben, auch genau am 10. Oktober. Die Kollegen waren aber zumindest an einer Stelle nicht schnell genug, denn gestern stand unser Relaunch in der Zeitung und nicht der von der Konkurrenz. Sorry, Folks. 😉
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Cyberchondrie.
Sachen gibts, bei denen glaubt man, dass es sie nicht gibt: Dazu gehört die hypochondrische Störung namens Cyberchondrie. Genau, wir können es uns fast vorstellen, das sind Menschen, die nach Lesen von medizinischer Lektüre aus dem Internet das Gefühl bekommen, genau an dieser Krankheit zu leiden. Mit allen dazugehörigen Vor- und Nachteilen. Was früher also den exklusiven Zuschauern von so Medizinsendungen wie „PRAXIS“ vorbehalten und für viele ein häufiger Grund war, genau diesen Zeitraum im ZDF großzügig auszuklammern, kann nun jeden von uns treffen.
Und das ist auch ein ziemliches Problem für Mediziner, denen nicht selten komplette Ausdrucke von medizinischen Informationen auf den Tisch geknallt werden. Früher hat man als Arzt vermutlich nur den Kollegen gefürchtet, in besonderen Fällen vielleicht auch noch das P.M.-Magazin und heute kommen die Patienten schon mit Selbstdiagnosen aus dem Internet angewackelt und wollen die bereits herausgesuchte Arznei verschrieben bekommen.
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Word-Formatvorlagengekrätz.
Wenn es wirklich etwas sehr undankbares am modernen Computerarbeitsplatz gibt, dann ist es das Erstellen einer Word-Vorlage und das Definieren der Formatvorlagen, also beispielsweise die Definition, in welcher Schrift und in welcher Größe „Überschrift 1“ anzuzeigen ist, wie groß der Zeilenabstand sein soll oder die Farbe der Punkte in einer Aufzählung.
Für die Vorlage einer Pressemeldung habe ich 90 Minuten vergeudet, bis das mal passte. Und dann kam noch der vergnügliche Moment, dass ich eine Pressemeldung zwar abspeichern konnte, der Ausdruck über FreePDF als PDF-Datei jedoch fehlschlug und immer das Logo fehlte. Das war eigentlich als korrekte EPS-Datei in der Formatvorlage integriert. Dieses Problem ließ sich nur lösen, in dem ich das Logo nochmal im Adobe Illustrator als EPS abspeicherte, das nochmal in Word importierte und nun funktioniert der PDF-Ausdruck. Ich denke, ich will es absolut nicht wissen, woran das nun wieder hakte.
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Tee-Houm.
Weil es ja offenbar gerade Mode ist, über persönliches Leid mit Telefonanbietern zu klagen, darf ich etwas Öl ins Feuer gießen. Ich habe heute nämlich eine Telefonrechnung der T-Com über 0,18 Euro erhalten. Die Geschichte ist folgende:
Ich hatte im Mai einen Anschlussumzug online gestartet. Der Zeitrahmen lag bei knackigen zehn Tagen, der allerdings aufgrund des wabernden Streiks nicht sonderlich anschmiegsam war. Das merkte ich, als ich fünf Tage vor dem geplanten Umschalttermin dann mal etwas sorgenvoll auf der telekomschen Hotline anrief und tatsächlich erfahren musste, dass man dort von meinem Auftrag gar nichts wusste.
Okay, sagte damals die Tante, wir hängen uns da jetzt mal rein und schauen zu, dass das Ding eben in fünf Tagen durchgeht. Unterm Strich dauerte es dann sieben Tage, allerdings war das erträglich, da im Rahmen der Umzugsarbeiten ein goldiger Handwerker beim Streichen kurzerhand den kompletten Telekom-Übergabepunkt sorgfältig herausgeschnitten hatte und ich am Anschalttermin den anrufenden Telekom-Techniker dazu überreden konnte, aus seiner Vermittlungsstelle herauszukriechen, 300 Meter mit dem Auto Richtung Süden zu fahren und die Telekom-Dose bei uns wieder an die Wand zu schrauben und zu verkabeln. Tat er anstandslos, ich war geplättet.
Allerdings bin ich in Sachen Geldgeschenken etwas pingelig, wenn man sie dann doch nicht schenkt. Denn eine Online-Umzugsbeauftragung gibt eine 60-Euro-Gutschrift, die wunderbar zur Umzugspauschale von 59,95 Euro passt und diese quasi eliminieren soll. Diese Gutschrift bekam ich nicht, weil ja genau genommen mein Auftrag manuell von der Hotline-Tante neu ins System gehackt wurde. Ich habe daraufhin noch freundlich, aber doch bestimmt reklamiert, man möge sich doch bitte daran erinnern, dass ich den Auftrag ursprünglich ja mal online aufgegeben habe.
Man hat. Nicht schlecht.
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Buchrezension: “Second Life – Das Buch zum zweiten Leben”
Gut, man kann über Second Life streiten. Ist das Leben in einer Virtualität nicht eine kontrollierte Flucht aus der Realität oder überspringen gar, frei nach Peter Sloterdijk, die Vorausahnungen einer mehrwertigen Ontologie von der Hermetik innerhalb der Nietzscheschen und Heideggerschen Diskurse gar die massenkulturelle Anschauung? Das wissen vermutlich nur die Geier.
Zum Streiten gehört zunächst eine wissenstechnische Grundausstattung und da helfen Oliver Gassner und Olivia Adler mit einem interessanten Buch aus. „Second Life – Das Buch zum zweiten Leben“ komm zwar augenscheinlich etwas hausbacken im CD-Booklet-Format daher, allerdings blinkt links unten als O’Reilly-Logo, was zumindest ein Garant dafür ist, dass es ein echtes Freakbuch sein muss. Und das ist es dann auch, obwohl man vorausschicken muss, dass es kein sprödes Handbuch ist.Auf 130 bebilderten Seiten geben die Autoren einen schönen Überblick über die Welt von Second Life und erklären dem Laien überhaupt einmal, wie man als Avatar (was ist ein Avatar überhaupt?) überhaupt erst einmal zu vernünftigen Kleidern kommt, was für üble Gestalten „Griefer“ sind, wo man am besten „Sculpties“ baut (nämlich in der Sandbox) und wie man seine ersten „Linden-Dollar“ verdient, nämlich idealerweise durch bezahltes Herumsitzen.
Sehr interessant sind die einführenden Bereiche zur Geschichte von Second Life oder auch ein kurzer Einblick in die Möglichkeiten für Unternehmen, sich in Second Life zu engagieren. Selbstverständlich kann man an diesen Stellen nicht unbedingt erwarten, auf 130 Seiten eine Second-Life-Bibel geliefert zu bekommen, aber ich denke, das ist auch gar nicht der Anspruch. Das Buch ist für Anfänger ein idealer Einstieg in die Materie, bevor man sich überhaupt Second Life auf den Computer installiert.
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Gebührenfinanziertes Fernsehen aus dem Handgelenk.
Wo wir gerade beim ZDF sind. Offenbar sind dem ZDF jetzt auch noch die Gebührengelder ausgegangen, denn heute habe ich im Mittagsmagazin einen interessanten Beitrag zum heutigen Bahnstreik gesehen. Der Beitrag sollte Stimmungsbilder vom Bahnhof liefern und tat das eigentlich relativ normal. Aber irgendwie war der Beitrag nicht gut geschnitten. Zwischen den Statements einiger verärgerter Bahnkunden gab es verhältnismäßig lange Pausen, die Bilder waren irgendwie nur schlecht im Lichtkontrast abgestimmt. Das interessierte mich dann doch näher.
Dass an dem Beitrag etwas seltsam war, kam dann noch an einigen anderen Dingen durch. Zum einen gab es beim 16:9-Bild keinen richtigen Weitwinkel. Das ist eher untypisch für professionelle Kameraaufnahmen, denn jeder vernünftig denkende Kameramann flanscht für Indoor-Aufnahmen sein Weitwinkelobjektiv auf die Kamera, weil es die Arbeit flexibler macht. Was mich dann vollends perplex machte, war der Bildausschnitt bei den Statements, die der Reporter bei den Kunden auffing. Der Interviewpartner war nicht vernünftig im Bildausschnitt, das Bild wackelte und einige Gesprächspartner machten verdächtige Blickwechsel zwischen dem Reporter und der Kamera. Als ich dann noch sah, dass das Bild in solchen Situationen oft nicht in der Waagerechten stand und die Fragen bzw. Antworten irgendwie mehr gestelzt bzw. verwundert klangen, wurde es klar: Das ist eine Einmannreportage gewesen mit einem eher kleinen Camcorder, eingebautem Mikrofon und externem LCD-Bildschirm gewesen. Und bei den Statements hat der Reporter einfach den Arm mit dem Camcorder herausgestreckt, gelegentlich auf den externen Bildschirm zum Nachjustieren geschaut damit und den seitlich stehenden Kameramann simuliert.
Auf den ersten Blick mag man darüber begeistert sein, dass man heutzutage mit relativ wenig Technik schon Fernsehen machen kann. Kein Thema, ist wirklich fast so. Ich habe einen HDV-Camcorder, der nicht nur subjektiv ein Bild in Fast-Broadcast-Qualität mit Full-HD liefert, sondern vom optischen Ergebnis in 75 % aller Aufnahmesituationen locker das übertrifft, was früher für 100.000 Mark auf den Schultern von Kameramännern lag.
Auf den zweiten Blick ist das aber eine schlechte und bedenkliche Entwicklung, wenn Fernsehanstalten das als Ansporn sehen, gleich zwei Drittel eines Kamerateams einzusparen und den Reporter gleich mit dem Filmwerk auszustatten. Denn das optische, akustische und leider auch journalistische Ergebnis leidet bei solchen Himmelfahrtskommandos deutlich und stellt das Werk nahe an die eher peinlichen Homevideo-Werke, in denen ziemlich deutlich wird, dass der Kameramann seinen Job mit einem Showmaster verwechselt. Aber vermutlich interessiert das inzwischen auch das ZDF nicht mehr sonderlich.
Anschauen kann man sich das Werk in der ZDF Mediathek unter http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/338050. Vorsicht, ohne Pop-Up gehts leider nicht.
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Warteschleifenmusik.
Ich höre mir ja von Berufs wegen relativ oft irgendwelche Warteschleifenmusik an. Im billigsten Fall ist das ein Für-Elise-Gepiepse von einem ultrabilligen Synthesizer-Chip, im besseren Fall dann doch ein paar vernünftige Samples, garniert mit Sprüchen. Wer als Firma etwas auf sich hält, spielt gar eine eigene Melodie ein und die kann sich dann am Ende vielleicht sogar schlau anhören.
Was aber 1&1 in der Warteschleife hat, ist an akustischer Grausamkeit nicht mehr zu überbieten. Eine am Rande des Erträglichen singende Tante jammert etwas von „Ferngespräch“ und „Heißem Draht“ in den Hörer und versucht irgendwie dem Telefonieren ein Denkmal zu setzen, umgarnt mit Popmusik aus der MIDI-Schleife. Und das ganze ist als Warteschleife montiert, die sich alle 30 Sekunden wiederholt. Eine harte Schule für hartgesottene Warteschleifenabsitzer. Das übertrifft an Terror selbst meine legendäre Warteschleifensitzung von geschlagenen 41 Minuten auf der Arcor-Hotline anno 2003.
Ich habe zwar nur knapp vier Minuten in der Warteschleife verbracht, allerdings war das mit dieser grässlicher Warteschleife wirklich kurz vor dem Auflegen. Schrecklich. Kann man niemand bei 1&1 diese Orginalität abschalten und meinetwegen einen Für-Elise-Chip einbauen?
