• Rechtsauskünfte am Telefon.

    Heute morgen hatte ich zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen, dass mich eine Frau anrief (ja, klingt witzig, wird aber bitter), die im Internet offenbar verfolgt wird und sich ratsuchend die Telefonnummer gegriffen hat, die im netplanet-Impressum steht. In ihrem Namen würde in einer Kontaktbörse eine Anzeige geschaltet sein und sie wollte wissen, ob man herausbekommen könnte, wer der Absender dieser Anzeige ist.

    Nun habe ich grundsätzlich nichts dagegen, ich bin wirklich weit davon entfernt, jemandem böse zu sein, der nicht weiter weiß. Allerdings bin ich kein Rechtsanwalt und darf auch keine Rechtsauskünfte geben. Was sagt man da in solchen Fällen? Ich kann ja nicht wissen, ob mein Gegenüber in solchen Fällen nicht vielleicht ein Lockvogel eines Abmahnanwaltes ist.

    Ich habe ihr jetzt mal das einzig vernünftigste geraten, was man da raten kann: Zur Polizei zu gehen und den Vorfall anzuzeigen. Dazu den Ausdruck der Kontaktanzeige mit genauer Adress- und Zeitangabe und am besten auch noch Ausdruck des Impressums der Kontaktbörse.

  • Entwicklung des TCP/IP-Artikels.

    Der Artikel ist der Umbrella-Artikel überhaupt. „Umbrella“ deshalb, weil der Artikel ein Thema beleuchtet und auf viele andere Artikel verweist. Das ist bei TCP/IP und einem Internet-Lexikon kaum verhinderbar. Verweise allein bringen es allerdings gar nicht, ich muss einige bestehende Artikel teilweise absatzweise umschreiben und ergänzen.

    Also habe ich gestern das Pferd zum Satteln umgedreht und erstmal einen Status erstellt. Das ist immer gut, um erst einmal die Realität zu definieren. Sprich: Welche Artikel berührt das Thema TCP/IP so, dass ein entsprechender Artikel darin zwingend Textänderungen erfordert. Ich lande bei folgenden: Der Artikel über die IP-Adressierung, über das Subnetting, über das Routing, über den Netzaufbau, Schichtenmodelle, Topologie, der Geschichtsartikel. Das ist eine wirklich ganze Menge.

    Der nächste Ansatz war und ist, das Artikelgerüst aufzubauen. Das sieht in der Planung aktuell so aus: Was ist TCP/IP, Geschichtliches, paketweise Transportierung (Datagramme), Schichtenmodell, Darstellung der einzelnen Schichten, komplettes TCP/IP-Datagramm, Adressierung, Weiterführendes.

    Der nächste Schritt ist, dieses Skelett aufzubauen, dabei aber immer zu beachten, Themen bestehender Artikel nicht neu zu verfassen, sondern nur ein paar Sätze dazu zu verlieren und auf den jeweiligen Artikel zu verweisen. Auf der anderen Seite muss ich natürlich im verwiesenen Artikel den entsprechenden Bereich auch noch mal checken und überarbeiten und von dort aus zurückverweisen, damit es nicht bescheuert aussieht.

    Gleichzeitig vertikal und horizontal zu schreiben, ist wirklich eine unangenehme Sache.

  • LAXVIK.

    Richtig, hört sich nicht nur wie Ikea an, sondern ist auch tatsächlich gemeint. Ich habe mir eine Regalwand LAXVIK gekauft. Das sind die nett anzuschauenden Stahlregale mit Glaseinlegeböden, weil ich als Bücherregal nichts aus Holz gebrauchen kann, das im Laufe der Zeit aussieht wie eingemauerte Hängebrücken. Stahl ist da halt einfach Stahl, da hängt nichts durch.

    Allerdings darf man die Nachteile im Gegensatz zu „richtigen“ Metalregalen a la Balton nicht aus den Augen verlieren. Balton-Regale sind ruckzuck zusammengebaut, da wird im Idealfall gar nicht geschraubt. Bei LAXVIK wird alles geschraubt, das kommt jedes Rohr einzeln. Und wer mit zwei Händen vier Rohre miteinander verschrauben muss, merkt ganz schnell, wo das Problem dabei ist. Allerdings muss ich auch sagen, dass für LAXVIK schlicht auch weniger als die Hälfte des Preises, als für einen vergleichbaren Balton-Aufbau spricht.

    Außerdem hat man bei LAXVIK den Nebeneffekt, dass man bei 15 Einzelmodulen am Ende stolzer Besitzer von 15 Imbusschlüsseln ist. Zusammen mit den ungefähr weiteren, zwei Dutzend Ikea-Imbusschlüsseln, die sich hier so angesammelt haben, kann ich bald ein Ikea-Imbusschlüsselshop aufmachen.

  • Verfassungsbeschwerde gegen die Vorratsdatenspeicherung.

    Ich möchte gern auf ein Projekt des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung verweisen, dass seit einiger Zeit eine Sammel-Verfassungsbeschwerde gegen die Vorratsdatenspeicherung vorbereitet. Leider haben nicht sonderlich viele Menschen mitbekommen, dass der Bundestag am 9. November 2007 einige sehr weitreichende Dinge beschlossen hat, nämlich dass Telekommunikationsanbieter die Daten, die rein zur Abrechnung benötigt werden, die so genannten Verkehrsdaten, für sechs Monate aufzubewahren und Behörden im Falle einer Abhörmaßnahme zur Verfügung zu stellen. Dazu gehören folgende Dinge:

    • Telefon: Verbindungsdaten inklusive Rufnummer des Angerufenen, Anrufzeitpunkt und Dauer.
    • Mobilfunkanbieter: Wie Telefonanbieter, zusätzlich geografische Informationen über verwendete Mobilfunkzelle und Strahlrichtung.
    • E-Mail: Von jeder empfangenen und versendeten E-Mail die Speicherung von Absender- und Empfängerkennung, Zeitstempel, sowie die IP-Adresse des absendenden Mailserver.
    • Internet Provider: Speicherung der Verbindungen, zugeteilte IP-Adresse, Zeitstempel und Dauer.
    • Anonymisierungsdienste im Internet: Speicherung der IP-Adresse und Zeitstempel des Rechners, der die Anonymisierung anfordert und nutzt.

    Das sind sehr viele Informationen, die eigentlich bisher nur dann gespeichert werden dürfen, wenn sie unmittelbar für Abrechnungszwecke benötigt werden. Die EU-Richtlinie, die der Bundestag am 9. November nun beschlossen hat, höhlt diesen Ansatz aus und macht jeden, der Telekommunikation nutzt, zu einem Verdächtigen. Der Ansatz, nur im Verdachtsfalle abzuhören, wird damit faktisch außer Kraft gesetzt und das berührt nicht nur einige wenige Aspekte unserer Gesellschaft.

    Die AK Vorratsdatenspeicherung bereitet deshalb eine Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht vor, an die sich jeder anschließen kann, der von der Vorratsdatenspeicherung betroffen sein wird. Das wird jeder sein, der in Deutschland sitzt und dieses Blog liest. Es gibt deshalb kein faktisches Argument, sich nicht der Verfassungsbeschwerde anzuschließen. Kosten entstehen für dich keine, außer dass du nach der Registrierung ein PDF-Formular ausdrucken, ausfüllen und unterschreiben und das per Normalpost an die angegebene Rechtsanwaltskanzlei senden musst, die die Verfassungsbeschwerde vorbereitet.

    Ich bitte herzlich um eine Teilnahme. Die Vorratsdatenspeicherung ist wirklich eine so einschneidende Maßnahme, die unbedingt vom Bundesverfassungsgericht auf ihre Rechtmäßigkeit überprüft werden muss. Dies zu fordern, ist unser gutes Recht und davon muss an dieser Stelle wirklich Gebrauch gemacht werden.

  • Banken verschenken doch!

    Gerade beim Blick auf die Kontoauszüge gesehen: Wenn ich als Kunde der GE Money Bank bei der SEB-Bank Geld abhebe – das geht kostenlos, da beide Banken im CashPool miteinander arbeiten und die jeweiligen Kunden aus allen CashPool-Geldautomaten gebührenfrei Geld ziehen können – wird dieser Auszahlungsposten erst zwei Tage später verrechnet. An sich kein Problem. Der Clou ist aber, dass nicht auch die Wertstellung rückdatiert ist.

    Sehr unüblich für eine Bank, Menschen Geld zu schenken, die noch nicht mal Kunden des eigenen Hauses sind. 😉

  • iPhone-Gewinnspiele – will man das?

    In Anbetracht dessen, dass das iPhone mit seinen 400 Euro ja praktisch geschenkt gegenüber den Telefongebühren ist, die im Laufe der zwei Jahre Vertragszeit dazukommen, frage ich mich, ob man wirklich an den vielen Gewinnspielen teilnehmen möchte, in denen ein iPhone verlost wird und ausdrücklich im Kleingedruckten steht, dass im Gewinn die Vertragskosten nicht inkludiert sind.

    Ich stelle mir da sehr plastisch einen Berufsgewinnspieler vor, Rentenalter, der nichts anderes zu tun hat, außer an Gewinnspielen teilzunehmen und der so ein iPhone gewinnt und sich dann im RTL-Mittagsmagazin öffentlich über den Wolf im Schafspelz beschwert, der ihm nun die monatliche Rente wegfrisst.

    Jaja, ich gebe zu, das gehört zum Thema Apple-Bashing. Macht aber auch wirklich Spaß, den Beitrag zu sehen, wie heute morgen in Köln eine Horde T-Punktler und eine weitere Horde Reporter das Häufchen iPhone-Käufer dabei bewundert bzw. bedauert haben, wie sie freiwillig und unter Zeugen einen Wuchervertrag unterschreiben. I love it. 😉

  • PS3-Update 2.0

    Seit heute wird das Firmware-Update 2.0 für die PS3 ausgeliefert. Kann man durchaus installieren, da es einige neue Features gibt, beispielsweise die Möglichkeit für neue Designs in der XMB-Bedienoberfläche. Sieht zumindest nett aus, wobei abzuwarten bleibt, was denn zukünftig einkaufbare Designs denn so kosten werden und ob es die Möglichkeit geben wird, eigene Designs zu erstellen. So, wie die PS3-Festplatte von Fremdzugriffen abgeschottet ist, ist das erst einmal fraglich.

    Interessanterweise funktioniert nach dem Update nun der Zugriff auf meine Mediendatenbank, die per Windows Media Connect freigegeben ist. Ich kann nun tatsächlich endlich auch auf einzelne Alben oder Komponisten zugreifen, was einfach erheblich praktischer ist, als nur den Hintereingang über die Playlists nehmen zu müssen. Allerdings kann ich nach wie vor die Albumbilder nicht anzeigen lassen, aber da denke ich, dass das schlicht und einfach ein Problem ist, dass die Dinger bei mir auf dem Medienserver „Folder.jpg“ heißen. Aber ehrlich gesagt stört mich das nicht weiter.

  • Spammer, die das Internet nicht blicken – oder eigentlich doch.

    Aus einer Spam:

    fetch all kind of medical stuff on a very less price.

    pharmstoregone.com.

    Remove the dot from the end of the link to use it, thanks.

    Fast schade, dass ich den Absender nicht erreichen kann. Sonst hätte ich dem Armleuchter erklärt, dass sein Punkt hinter dem URL gar kein Fehler ist, sondern eigentlich absolut korrekt ist, denn der Punkt stellt im DNS die Root-Zone dar. Im Eifer des Gefechtes hat er sogar etwas richtig gemacht.

  • Googles Mobilfunkplattform.

    Es war eigentlich schon länger klar, dass Google im Mobilfunkbereich irgendetwas machen muss, um hier nicht den Anschluss zu verpassen. Dass Google mit „Android“ eine eigene, weitgehend offene Betriebssystemplattform auf Basis von Linux vorstellt, war deshalb eigentlich nur eine Frage der Zeit. Vermutlich kommt Google mit Android gerade richtig, um Entwicklern, Handyherstellern und Netzbetreibern zu zeigen, wie mobiles Internet wirklich funktionieren kann.
    Interessant ist, dass sich in der nun gebildeten „Open Handset Alliance“ eine Reihe von Handyherstellern, Netzbetreibern und Content-Lieferanten finden. Zumindest bei den Handyherstellern bzw. Techniklieferanten sind zwar die Platzhirsche Nokia und SonyEricsson nicht dabei, dafür aber so Firmen wie HTC (Hersteller von Smartphones, die vornehmlich unter Netzbetreiber-Labels verkauft werden), Motorola, Qualcomm, Samsung, Synaptics (Hersteller von Touchpads), NVidia, Texas Instruments etc. Eine hochinteressante Mischung, weil nicht nur Mobilfunk-Platzhirsche dabei sind, sondern auch Techniklieferanten, die sich im Mobilfunkbereich bisher eher wenig umgeschaut haben. Wenn sich da alle durch eine offene Plattform beflügeln lassen – und davon ist auszugehen – könnte das eine größere Bewegung werden.

    Es bleibt abzuwarten, wie sich das jetzt entwickelt. Mitte November soll ein SDK für „Android“ veröffentlicht werden, was damit die ersten Entwickler zum Schreiben von Programmen anziehen dürfte. Die ersten Gerätschaften mit Android sind für 2. bis 4. Quartal 2008 angekündigt. Mit richtig Schmackes dahinter dürften so einigen Monosphären im Bereich der Handybetriebssysteme schon bald der Dampf ausgehen.

  • Hammerfehler im Schichtenmodell.

    Selten ist mir etwas so peinlich wie der Fehler, den ich im netplanet-Artikel über Schichtenmodelle jahrelang intus hatte. Dort hatte ich nämlich beim Vergleich von DoD- und OSI-Schichtenmodell doch glatt die Reihenfolge anders. Anstatt dass die OSI-Schichten 5 bis 7 der DoD-Schicht 4 zugeordnet sind, waren das in meiner alten Grafik nur die OSI-Schichten 6 und 7; die OSI-Schicht 5 habe ich glatt zur DoD-Schicht 3 gelegt.

    Für die, die hier nur Bahnhof verstehen: Das ist in etwa so katastrophal dümmlich falsch, als wenn ich sagen würde, dass Norwegen nicht zu Europa gehört, sondern zu Asien.

    Jedenfalls ist das Problem nun beseitigt, die Schichtzuordnungen sind nun korrekt. Und bei der Gelegenheit habe ich die Schichtenschemata auf HTML-Tabellen umgestellt und die Grafiken ausgemottet. So von wegen Barrieren.

Letzte Beiträge
Schlagwortwolke

Android Barack Obama Bloggen Blogroll Bundesregierung CDU Facebook Fatal Error Google iPhone Online-Sperre Pforzheim Politik 2.0 PS3 Social Networking SPD Testbericht Twitter Update Video Wahlkampf Web 2.0 Werbung WordPress ZDF

Archiv
Seiten