• Kleiner Hänger im Projektmanagement.

    Mir ist unangenehmerweise meine Projektverwaltung für netplanet in einen offenbar inkonsistenten Zustand geraten, jedenfalls kann die Datei mit der Projektverwaltung nicht mehr geöffnet werden, was vermutlich mit dem USB-Unglück letztens zusammenhängt. In der Problematik habe ich nun zumindest mal in der Form Sorge getragen, dass ich für 5 Euro ein USB-Verlängerungskabel gekauft und von der Rückseite des PC bis nach oben verlegt habe, so dass ich meinen USB-Stick nun direkt an den PC anschließen kann, ohne Umweg über einen USB-Hub.

    Ergebnis ist, dass ich nun auch hier wieder mal ein Backup zu Rate ziehen muss und irgendwie in diesem Backup eine Reihe von Ideen fehlen, die ich mal hatte und in die originale Datei schrieb. Sehr unangenehm, mir tun solche Kreativverluste fast schon weh. Sehr nervig.

  • Microsoft ./. Yahoo, last step.

    Microsoft will jetzt dann doch nicht Yahoo kaufen, weil man sich nicht auf einen Preis einigen konnte. Beziehungsweise, weil der Verwaltungsrat von Yahoo aus lauter Raffgier vermutlich die Zeichen der Zeit äußerst rosig einschätzt. Ob das jetzt gut wird? Wohl kaum.

    Yahoo krankt schon seit Jahren an einer sehr unschönen, sehr chronischen Krankheit, die weitgehend ideenlose Unternehmen aus der Vergangenheit, allerdings ausgestattet mit viel Geld, befällt: Man kauft sich zusammen, was so herumliegt und gerade hipp ist und hofft, dass die Nutzer dieser hippen Dienste dann auch die altbackenen Dienste mitbenutzen. Dieses AOL-Prinzip – das Gestrige einfach so lange als das Zukünftige zu verkaufen, bis es die Leute glauben – funktioniert schon in der realen Wirtschaft selten, warum ausgerechnet im Web? Reicht einfach ein Portal, das zufälligerweise heute noch viele kennen und als Startseite in ihrem Webbrowser haben, als Lebensversicherung?

    Rein wirtschaftlich muss man sehen, dass Yahoo im Laufe der Jahre ziemlich schwer gelitten hat. Die Führerschaft im Online-Werbemarkt ist in vielen kleinen Schritten zum Konkurrenten Google gewandert und auch wenn man in den letzten Tagen und Wochen viel gemeinsames Spirit und neue Gemeinsamkeiten entdeckt hat: Google ist der gewaltig viel größere Konkurrent und Yahoo wird ewig der Juniorpartner bleiben. Dass Google sich Yahoo einverleibt oder man auch nur eine größere Partnerschaft miteinander eingeht, ist kartellrechtlich mit Sicherheit eine strittige Angelegenheit, die in jedem Einzelfall sicherlich monatelange Diskussionen in den USA und auch Europa auslösen wird. Ob Yahoo diese Zeit hat?

    Ich glaube, Yahoo hat die angenehmere Variante auf eine sichere Zukunft dieses Wochenende mit Pauken und Trompeten abfahren lassen. Hoffentlich bekommt es ihnen nicht schlecht.

  • Otto Schily will aufhören.

    Man soll zwar nicht öffentlich über Genossen bzw. Angehörigen der eigenen Partei herziehen, bei Otto Schily gebietet sich jedoch eine Ausnahme. Angeblich hat er verlautbaren lassen, dass er, inzwischen 76 Jahre alt, zur nächsten Bundestagswahl nicht mehr antreten wolle. Eine gute Entscheidung.

    Otto Schilys Karriere als schrill zu bezeichnen, hätte zu wenig Aussagekraft. Zunächst als richtig linker Student im Sozialistischen Deutschen Studentenbund, dann als Rechtsanwalt, unter anderem als Strafverteidiger von Horst Mahler, als dieser auch noch links stand, dann Mitbegründer der Grünen, dann SPD-Mitglied, im Bundestag Mitglied des Innenausschusses, schließlich Bundesinnenminister, Aufsichtsratsmitglied von Firmen, die seltsame Verschachtelungen mit Regierungsaufträgen haben und dann schließlich auch jemand, der ein Ordnungsgeldstrafe des Bundestages kassiert hat, da er seine Nebeneinkünfte nicht preisgeben wollte.

    In der maßgeschneiderten Rolle des Innenministers, der grundsätzlich niemandem traut und das auch problemlos so artikuliert, wird er in Erinnerung bleiben. Als Wegbereiter des bundesrepublikanischen Überwachungsstaates, der in Detailfragen zu seinen Maßnahmen mit erstaunlicher Unkenntnis glänzte und das gern mit rabiaten und unsachlichen Beleidigungen gegenüber Journalisten parierte, war er der ideale Stellvertreter für Wolfgang Schäuble, der nach Schilys Abgang aus dem Innenministerium wieder ein bestens bestelltes Haus übernehmen konnte. Schily war der erste Politiker, der treffend erkannt hat, dass im modernen Terrorismus zukünftig die polizeilichen Behörden immer häufiger kalt erwischt werden und deshalb im Ernstfall dann wenigstens die Exekutive aus dem Schussfeld der Kritik gebracht werden muss. Dazu dient die Vorratsdatenhaltung von so ziemlich jedem lauen Furz der Gesellschaft.

    Es ist okay. Wie beabsichtigt, hat sich das Volk den immer stärkeren Drangsalierungen im Vorfeld des Überwachungsstaates bemerkenswert schnell und schmerzlos ergeben. Die Experimente der letzten Jahre sind aus Sicht Schilys geglückt und das ist doch auch schon was. Ein bisschen Polemik hier, etwas schöne Stimmung dort, für die ganz frechen Journalisten ein paar Beschimpfungen und Unterlassungserklärungen und für das Volk gern mal sehr arrogant wirkende Durchhalteparolen und fadenscheinige Lobreden.

    Nun wäre das Ausscheiden aus dem Bundestag der rechte Weg. Etwas untypisch für einen Otto Schily, der sich ungern ergibt, allerdings der bessere Weg, als irgendwann mit den Füßen voran herausgetragen zu werden. Um sein politisches Erbe muss sich Otto jedenfalls nicht fürchten, da haben wir Sozialdemokraten genügend bedenklich Humorlose im Repertoire, die bereits auf dem Sprungbrett stehen und mit den Hufen scharren.

  • Gern gemachte Tests.

    Die sezierte Aktienorder, die ich Anfang April mit einem Kauf von Comdirect-Bank-Aktien gemacht hatte, macht im Nachhinein richtig Spaß, ist doch der Kurs von damals 8,14 auf nun 9,60 Euro gestiegen. Mal eben geschwind 18 % Rendite innerhalb von vier Wochen, allerdings *hüstel* auf einen eher bescheidenen Betrag.

    Aber die Jungs strengen sich an und veröffentlichen bemerkenswert detaillierte Quartalszahlen mit einem soliden Kundenzuwachs. Geht doch..

  • Brückentage aus EDV-Sicht.

    Brückentage sind toll für Arbeitnehmer, kann man doch mit relativ wenig Aufwand viel Urlaub machen. Dementsprechend locker läuft es in vielen Unternehmen an so Tagen und dementsprechend übermütig werden EDV-Verantwortliche genau an diesem Tag. Da wird dann gern upgegraded, getestet oder einfach nur herumgespielt und dann ist der Katzenjammer groß, wenn der EDV-Dienstleister Feuerwehr spielen darf/muss, denn am Montag soll es ja wieder laufen!

    Immer wieder großes Kino sind an Brückentagen auch unsere Mailwarteschlangen auf den Mailservern, mit denen wir für Kunden-Domains MX-Backup spielen. Dort sieht man dann schon am Morgen eines Brückentages sehr schön, wo es brennt. Mal ist der Mailserver platt oder, auch immer wieder sehr beliebt, der Mailserver oder gleich der gesamte Internet-Zugang beim Kunden ist heruntergefahren – so als ob das Internet eine temporäre Veranstaltung wäre. Gerade bei MX-Backup bringt uns das immer wieder zum Schwitzen, denn mit dem Mailbackup landen ja nicht nur die „guten“ Mails hier, sondern auch der Spam. Ruckzuck liegen da über einem verlängerten Wochenende dann locker einmal 50.000 E-Mails hier herum und wollen zugestellt werden. Gern auch mal weniger, denn die Haltezeit für nicht zugestellte E-Mails halten auch wir ein und das heißt dann bei E-Mails mit normaler Priorität, dass sie nach 48 Stunden wieder zurück zum Absender gehen. Unangenehm, aber wahr.

    Kaum schaltet dann der Kunde, der sich auf diese Weise ein paar Watt Energie gespart hat, Montag seine Kiste bzw. seinen Internet-Zugang ein, schwimmt er innerhalb kürzester Zeit in elektronischem Müll – wenn es denn überhaupt sein Mailserver packt, innerhalb kürzester Zeit eine größere Packung E-Mails zu verarbeiten. Denn oft brennts dann genau hier…

  • Spam-Historie.

    SPIEGEL-Online-Redakteur Konrad Lischka hat gestern einen netten Artikel über die Spam-Historie geschrieben und einige neue Aspekte über den ersten Spam-Run eingebracht. Während wir alte Internet-Hasen nämlich nach wie vor glauben, dass die erste Spam 1994 von der inzwischen fast schon legendären Anwaltskanzlei Canter & Siegel stammt und auf die Green-Card-Lotterie verwies, schreibt Lischka, dass die erste Spam bereits 1978 von einem Mitarbeiter der Digital Equipment Corporation ins damalige ARPANet gesendet wurde. An immerhin 600 Empfänger und damit an immerhin ein Fünftel aller Netzbenutzer weltweit. Ja, das waren noch Zeiten damals, als ich im Alter von drei Jahren vermutlich gerade mein Interesse an den Zeichentrickfolgen der Biene Maja entwickelte…

    Da ich diese Geschichte noch nicht kenne, werde ich das mal näher recherchieren. Zumindest viele Fakten kann man zeitlich klären: 1978 gab es noch kein SMTP und gemailt wurde konsequent per – FTP. Genauer gesagt, durch eine Erweiterung von FTP um zwei Befehle, die das ganze dann zu „FTP Mail“ machten. Ziemlich eklige Angelegenheit aus unserer Sicht, funktionierte allerdings damals und hatte Beschränkungen, die uns bei der Spam-Flut heutzutage mehr als recht wären.

    Den geschichtlichen Part muss ich mir nochmal anschauen, dankbarerweise hat Lischka einige Quellen verlinkt. Das Thema ist es aber auf jeden Fall wert, näher recherchiert zu werden.

  • 1. Mai nachträglich.

    Ja, ich weiß, ich habe gestern die Kette unterbrochen und habe nun einen fehlenden Tag im Blog. Sorry dafür. Wie immer war der 1. Mai und wie immer ist unser SPD-Ortsverein traditionell der Futterlieferant für die örtliche DGB-Maikundgebung. Ich bin zwar ungefähr 10 Lichtjahre davon entfernt, in eine Gewerkschaft einzutreten, allerdings ist das eine derart traditionelle Verpflichtung, dass ich als OV-Vorsitzender vermutlich einen Anschiss vom Parteivorsitzenden bekommen würde, wenn ich diese Traditionsbezeugung in Pforzheim tatsächlich einmal vermasseln würde – heute mindestens so deutlich, wie zu August Bebels Zeiten.

    Allerdings ist Organisation die halbe Miete. Es hat wieder alles gepasst und selbst das wechselhafte Wetter wollte uns nicht so recht ein Strich durch die Rechnung machen.

  • Weder das Internet, noch das World Wide Web haben heute Geburtstag!

    Muss man eigentlich ganz groß schreiben, weil ich heute radikal viel Unsinn gelesen habe. Die einen juchzen munter in Artikeln, das World Wide Web sei heute 15 Jahre alt geworden, die anderen ganz Verdunkelten schreiben gar, das Internet sei heute 15 Jahre alt geworden. Alles beide geschriebener Kappes.

    Was heute vor 15 Jahren passierte, war eine typisch institutionelle Angelegenheit. Das CERN, also das europäische Kernforschungszentrum in Genf, hatte Tim Berners-Lee, dem Erfinder des World Wide Webs, ein Schreiben zukommen lassen, in dem das CERN auf die Geltendmachung von Rechten auf die World-Wide-Web-Technologie (für Techies: Rechte auf die libwww) verzichtete. Dieses Dokument brauchte Tim Berners-Lee dringend, um so eine Firma namens Hewlett-Packard davon zu überzeugen, die WWW-Technologie einzusetzen. HP wollte das nämlich erst mit so einer Freistellung der Rechte, da sie selbst schon schlechte Erfahrungen mit dem Internet-Dienst Gopher gemacht hatten, bei dem die University of Minnesota irgendwann auf den Trichter kam, eben Lizenzgebühren zu verlangen (was ihnen jedoch bekanntlicherweise bzw. unbekanntlicherweise nichts genutzt hat). Das World Wide Web bzw. die Technologien und Programme dahinter, waren zu diesem Zeitpunkt, also am 30. April 1993, bereits im Internet verfügbar und das Internet weitgehend noch eine akademische Angelegenheit.

    In diesem Sinne dürfen also die Geburtstagskerzen einfach wieder eingepackt werden. Gibt sicherlich andere Anlässe, die besser klingen.

  • Yellow Dog Linux auf der PS3.

    Ich habe mir heute endlich mal die aktuelle Distribution von Yellow Dog Linux (6.0) heruntergeladen, um diese mal auf meine PS3 zu installieren. Gestern habe ich das mit Ubuntu probiert, allerdings relativ bald wieder aufgegeben, nachdem ich doch von einigen Problemen gelesen habe, deren Lösung wohl diverse Frickelarbeit bedeutet. Da ich als Linux-Noob nun nicht gleich bei meiner jemals ersten Linux-Installation gleich eine Dissertation schreiben möchte, habe ich mit Yellow Dog Linux auf das zurückgegriffen, was Sony selbst empfiehlt. Also ISO-Image gezogen, auf DVD gebrannt und mal in die PS3 eingeworfen. Den nötigen Platz auf der PS3-Festplatte hatte ich bereits letzte Woche mit einem Systembackup und einer Neupartitionierung freigeräumt. Die zwingend notwendige Tastatur für Texteingaben habe ich auch schon seit einer Weile und ebenso einen Full-HD-Fernseher, da ein normaler SD-Fernseher in Sachen Auflösung absolut nicht herankommt.

    Die grundlegende Installation nach der Kurzanleitung ist absolut problemlos und weitgehend menügeführt. Idealerweise sollte die PS3 dabei per Ethernet-Kabel am Netzwerk angeschlossen sein, per DHCP erhält sie dann problemlos vom Netzwerkrouter IP-Adresse und restliche Netzwerkparameter. Einer der ersten Dinge, die dann nach der Installation gemacht werden sollten/müssen, sind die Anpassungen bezüglich der Zeichengröße der Benutzeroberfläche, das muss unbedingt größer. 🙂

    Nach der Installation zeigt sich eine hübsch aufgeräumte Benutzeroberfläche und bereits ein paar vorinstallierte Anwendungen wie Firefox, Thunderbird und OpenOffice. Unter der Benutzeroberflächenhaube finden sich allerlei Krempel, den ich noch eruieren muss. Ich bin jetzt allerdings erst einmal beschäftigt, dem Linux beizubringen, per WLAN ins Netz zu gehen. Wer aber Anfang der 90er Jahre es schon geschafft hat, einen SoundBlaster unter Windows 3.1 zum Laufen zu bekommen, sollte hier nicht völlig dumm herumstehen wie eine Kuh, wenn es donnert.

  • Briefmarkenfernsehen Reloaded.

    Es ist schon erstaunlich, wie nun die Mobilfunkkonzerne mit aller Gewalt den nächsten Anlauf nehmen, auf Biegen und Brechen Mobile-TV auf Mobiltelefone zu bringen. Nun muss bei Vodafone aktuell die Fußballeuropameisterschaft herhalten. Angeboten wird unter anderem ein Paket mit dem Mobiltelefon HB620T von LG. Schauen wir uns doch mal den Fernsehgenuss mal näher an.

    Der Bildschirm hat eine Auflösung von 320×240 Pixel bei einer Bildschirmdiagonalen von 2 Zoll. Das sind 5,08 Zentimeter. Das Bildschirmformat ist bei 320×240 Pixel logischerweise 4 zu 3. Nun liefert die UEFA die Fernsehbilder bei der Europameisterschaft in HDTV, also zwangsläufig in 16 zu 9. Umgerechnet auf unser kleines Beispiel erscheint das Bild dann in der Auflösung 320×180 Pixel. Da sich durch die Bildformatänderung auch die sichtbare Bilddiagonale ändert, liegt diese nun auch nicht mehr bei 5,04 Zentimeter, sondern bei etwa 4,63 Zentimeter bei 16 zu 9 – sagenhafte 1,8 Zoll, Frank Ribéry das erste Mal in Originalgröße.

    Fußballgenuss vom Feinsten wartet da also auf die Glücklichen, die für den elektronischen Schwachsinn schlappe 400 Euro ohne Vertrag auf den Tisch legen wollen. Lupe geht extra.

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