• Aufgepasst beim Online-Banking!

    Banken sind prinzipiell notleidende Unternehmen, besonders in Deutschland. Nicht nur deshalb, dass sie so viel beschäftigt sind, dass es grundsätzlich ein Bankarbeitstag dauert, Geld von Bank A nach Bank B zu transferieren (das Geld aber netterweise sofort vom Konto des Absenders verschwindet und währenddessen den Banken die Möglichkeit gibt, etwas Tagesgeldzinsen für ihre baufälligen Scheunen zu generieren). Sondern auch deshalb, dass Online-Banking ja wohl gigantisch viel Arbeit auslöst.

    Das Amtsgericht München hat nämlich einer Bank Recht gegeben, die 1.800 Euro nicht an einen Kunden zurückzahlen muss, der bei einer Online-Überweisung fälschlicherweise eine falsche Kontonummer angegeben hat. Denn:

    „Im beleglosen Überweisungsverkehr treffe die Empfängerbank keine Pflicht zum Abgleich zwischen Kontonummer und Empfängernamen. In einem solchen Fall sei die Empfängerbank berechtigt, die ihr von der überweisenden Bank übermittelten Daten ausschließlich auf Grund der Kontonummer auszuführen. Die Benutzung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs mit all seinen Vorteilen beinhalte auch den Verzicht auf einen solchen Abgleich.“

    Die armen Banken. Endlich kümmert sich mal jemand um sie.

  • Wir, der Einzelunternehmer.

    Ich finde es immer niedlich, wie auf Web-Seiten von nachvollziehbaren Einzelunternehmern und Freiberuflern immer wieder von „wir“ geredet wird. Wer ist „wir“? Ich und mein anderes Ich? Oder der Kollege Computer? Sicherlich ist es einer der zentralen Tu-es-Nicht, in Marketingmaterialien von Unternehmen weitgehend auf das „Ich“ des Geschäftsführers zu verzichten und das mag auch so noch funktionieren für Präsenzen von Einmann-GmbHs, aber wenn doch jemand Freiberufler ist, seine gesamte Web-Präsenz sehr deutlich zeigt, dass er allein den Laden schmeißt, warum dann nicht „Ich“? Fände ich zumindest ehrlicher.

    Egozentrik muss nicht automatisch etwas furchtbar entsetzliches sein, wenn man etwas sinnvolles zu verkaufen hat. Mut zur Lücke.

  • Towel Day 2008.

    Don’t panic, Folks: Handtuch mitnehmen! Es ist wieder Towel Day und ein Handtuch ist doch einfach das praktischste Gadget dieser Welt, noch vor einem USB-Stick. Oder hat sich schon jemand an den leuchtenden Marmorsandstränden von Santraginus V auf einen USB-Stick gelegt?

    Das orange Handtuch ist übrigens nicht irgendein Handtuch, sondern das wirklich absolut offizielle Towel-Day-Handtuch von IRZ42.net der Wieske’s Crew, einem Laden, zu cool für die Milchstraße. Die jährliche Verlosung von täglich zwei Towel-Day-Handtüchern hat schon Kultstatus und wer zu spät kommt, muss zu Prostetnik Vogon Jeltz, zwei Wochen Lektorat für sein neues Buch machen und es sich vorlesen lassen. Ich war schnell und gepriesen von Glück, was aber vermutlich daran liegt, dass ich ebenfalls zum Hohen Kreis der vertatterten Usenet-Greise gehöre. Dazu muss man nicht viel mehr sagen, das Foto spricht doch Bände.

    Diese Geeks sind auch dabei: Mela, Kristian

  • Im Kino: Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels

    Langweilige, durchschaubare Geschichte, müde wirkende Schauspieler, mäßig witzig, gelegentlich doch recht nette Actionszenen und eine blöde Auflösung. Vermutlich einer der schlechtesten Spielfilme, die Steven Spielberg je gedreht hat, zumindest das schlechteste Indiana-Jones-Sequel und ein unrühmliches Ende eines erstaunlichen Untergenres des Abenteuerfilmes.

    Selten über so schlechte Kinounterhaltung geärgert, wie gestern.

  • Flight Simulator X Acceleration Expansion Pack.

    Als Eingefleischter machte es Sinn, sich das Erweiterungspack für den Microsoft Flight Simulator X einmal näher anzuschauen und dann zu kaufen. Neben einer Reihe von weiteren Missionen, einigen neuen, detailierteren Szenerien (darunter das wirklich gelungene Istanbul) und drei neuen Fluggeräten ist auf der DVD auch gleich das Service Pack 2 für den Flight Simulator X dabei.

    Die Fluggeräte sind durchaus interessant, denn als Flugzeuge gibt es zusätzlich die F/A-18A Hornet als Kampfflugzeug, die P-51D Mustang und den Transporthubschrauber EH-101. Die zusätzlichen Missionen gliedern sich in die bereits im Basisprogramm vorhandenen Missionen nahtlos ein, haben aber durchaus so ihre Tücken. So fallen auch in der Anfängerrubrik bei einigen Missionen schlicht die Motoren aus.

    Der Kampfflieger ist übrigens mit einem einfachen Joystick mehr oder weniger unsteuerbar, dazu braucht es schon ein vernünftiges Steuerhorn. Allerdings hat sich mein Simulatoranspruch im Laufe der Zeit stark von Spielen mit Kampfflugzeugen hin zu eher gediegenem Fliegen ohne jeglichen Kampfanspruch gewandelt.

    Acceleration Expansion Pack – kann man haben, muss man jedoch nicht. Die einschlägige FS-Community versorgt sich mit selbstprogrammierten Missionen und einer Fülle von eigenen Flugzeugen, die zwar nicht alle perfekt detailiert sind, dafür aber kostenlos bezogen werden können. Der normale Verkaufspreis von 35 Euro (wohlgemerkt, wir reden von einem Erweiterungspaket zu einem schon 50 Euro teuren Flugsimulator) ist jedenfalls für meinen Geschmack zu teuer. Gefühlt würde sich ein Preis von maximal 25 Euro anschmiegen und genau das ist auch in etwa der eBay-/Amazon.de-Handelspreis für gebrauchte Versionen.

  • eBay dreht Schrauben im Bewertungssystem.

    eBay hat vorgestern umfassend an seinem Bewertungssystem gedreht und vermutlich werden die meisten eBay-Kunden mal wieder nichts davon mitbekommen haben, weil die Änderungen an bestehenden Profilen erst einmal nur positive Änderungen auslösen, die Nachteile jedoch erst nach und nach sichtbar werden dürften – und die haben es durchaus in sich:

    • Mehrfache Bewertungen werden, wenn sie mindestens eine Kalenderwoche auseinander liegen, nun auch rückwirkend seit der Anmeldung gezählt, was bei den meisten Benutzern erst einmal die Bewertungssumme erhöht.
    • Verkäufer können den Käuferkreis näher einschränken, zum einen durch eine stark erweiterte Listungsmöglichkeit für zu sperrende Mitglieder (bisher konnte man nur 1.000 Käufer in seine eigene Liste aufnehmen, nun 5.000) und zum anderen durch ein Merkmal, dass bereits bei eBay aufgefallene Käufer automatisch nicht mehr mitbieten dürfen.
    • Zahlt ein Käufer nicht, bewertet jedoch neutral oder negativ, so können diese Bewertungen nun von eBay gelöscht werden, wenn der Verkäufer die Nichtzahlung meldet.

    So weit, so gut. Doch dann geht es durchaus problematisch weiter:

    • Einvernehmliche Rücknahmen von Bewertungen zwischen Käufern und Verkäufern sind abgeschafft, man soll nun „nicht mehr nach hinten, sondern nach vorn schauen“.
    • Die Frist für Bewertungen wurde von 90 auf 60 Tage verkürzt, „moderne Zahlungsverfahren“ wie PayPal hätten die Abwicklungszeiten erheblich verkürzt. (Der Faktor ist wohl eher in Ländern interessant, in denen andere Zahlungssysteme vergleichsweise langsam sind.)
    • Verkäufer dürfen zukünftig nicht mehr negativ oder neutral bewerten, sondern nur noch positiv oder lassen es bleiben. Damit will man Rachebewertungen von Käufern verhindern.
    • PowerSeller dürfen erst nach 7 Tagen nach Verkauf neutral oder negativ bewertet werden.
    • Der Prozentsatz der positiven Bewertungen wird nun aus den Bewertungen der letzten 12 Monate berechnet, wobei hier eventuelle Mehrfachbewertungen wiederum nicht berücksichtigt werden.
    • Wird ein Mitglied gesperrt, werden dessen abgegebenen, negativen oder neutralen Bewertungen dauerhaft gelöscht.

    Darüber hinaus versucht sich eBay nun auch mit schärferer Eskalationsdialektik:

    • Erpressungsversuche von Käufern in Sachen neutrale oder negative Bewertungen sollen stärker geahndet werden.
    • Käufer, die neutral oder negativ bewerten wollen, müssen bestätigen, dass sie lange genug auf die Lieferung gewartet haben und sich beim Verkäufer nach dem Status der Lieferung erkundigt haben.
    • Verkäufer können Probleme nun „schneller und einfacher“ melden.

    Alle Änderungen direkt bei eBay zum Nachlesen: Wichtige Änderungen im Bewertungssystem im Mai 2008

  • Naturelle Ineffizienz.

    Mir irgendwie nicht verständlich, wieso das Elsternpaar (also die echten Tiere, nicht eine Ansammlung von Finanzsoftware) in der näheren Umgebung nun in drei Bäumen jeweils ein Nest haben (bzw. angefangen haben), aber nun doch nicht hier brüten. Nun fallen aus diesen Bäumen ständig Äste und Nestmaterial herunter und die Viecher haben sich unterm Strich einen Sack voll Arbeit gemacht, ohne dass es Sinn macht.

    Nie fragen, was Mutter Natur im Schilde führt. Muss am Ende immer richtig sein. 😮

  • Adolf Hitler bei XING.

    Schon bescheuert, wenn man in einem Kontaktenetzwerk in der Registrierung nicht mal einen einfachsten Namensfilter eingerichtet hat, der zumindest bei „bekannten“ Namen den Kontakt zum Beispiel nicht sofort automatisch aktiviert, sondern durch einen Supervisor manuell prüfen lässt. Dummheit bestraft.

    Disclaimer: Ich war es nicht und ich habe es soeben dem Support gemeldet.

    Update: Nach zehn Minuten war immerhin das Profil wieder weg.

  • ELSTER-Konfusitäten.

    Das Finanzamt macht den elektronischen Weg nun wirklich nicht leicht. Ich bin auf den letzten Zügen meiner Einkommensteuererklärung für 2007 (ja, diesmal pünktlich!) und an einem Problem hängengeblieben: Es gibt bei einer Umsatzsteuervoranmeldung ein Problem mit einer falsch übernommenen Summe. Also, dachte ich, schaust du dir das einfach mal in der jeweiligen Umsatzsteuervoranmeldung an.

    Problem Nr. 1: Das geht nicht, weil die Umsatzsteuervoranmeldungen mit der letztjährigen ElsterFormular-Version geschrieben wurden und die jeweils aktuelle ElsterFormular-Version Dateien nicht öffnen kann, die mit früheren Versionen geschrieben wurden. Wer denkt sich denn solchen Blödsinn aus?

    Gut, dachte ich, schaust du halt in Elster-Online in dein Profil hinein.

    Problem Nr. 2: Für Elster-Online gibt es drei Authentisierungsmöglichkeiten: „Elster-Basis“ mit einem Software-Zertifikat, „Elster-Spezial“ mit einem Hardware-Dongle namens „ElsterStick“ und „Elster-Plus“ mit einer Signaturkarte. Mit „Elster-Basis“ sind keine Steuerabfragen möglich.

    Gut, dachte ich, dann stellst du eben dein Konto von Elster-Basis auf „Elster-Plus“ um, Signaturkarte hast du ja.

    Problem Nr. 3: Von Elster-Basis geht keine Umstellung auf eine andere Authentisierung. Es geht nur Konto löschen und neu anlegen.

    Problem Nr. 4: Beim Anlegen eines neuen Kontos muss während dem Registrierungsprozess irgendwann eine ID eingegeben werden, die das Finanzamt in den nächsten Tagen per Post schickt.

    So, jetzt gehe ich vor lauter Frust Essen und gebe Geld aus.

  • Der James-Bond-USB-Stick.

    Nichts gegen den USB-Stick Flash Voyager GT von Corsair, den ich mir im Dezember letzten Jahres gekauft hatte: Superflottes USB-Interface, der es locker auf 15 Megabyte pro Sekunde Schreibgeschwindigkeit brachte und damit problemlos mein Herz in Sachen Geschwindigkeit erobern konnte. Der Formfaktor war okay, das Design gewöhnungsbedürftig aber es gab zwei logische Schwachstellen: Zum einen macht die Gummiummantelung etwas Kopfzerbrechen in Sachen Stabilität, wenn das Ding regelmäßig in der Hosentasche verschwindet und zum anderen glitt nach und nach die Gummikappe wie auf heißen Sohlen. Sie fiel mir sogar vom USB-Stick herunter, wenn ich den USB-Stick mit der Kappe nach unten trug und das geht ja nun gar nicht – angeblicher Outdoor-USB-Stick mit Gummimantel und angeblicher Wasserdichtigkeit und dann flutscht die Kappe bei jedem leisen Luftzug herunter. Broken by design.

    Also wartete das nächste Upgrade darauf, getan zu werden und da musste ich nicht sehr weit laufen, denn Corsair hat für die wirklichen Erbsenzähler gleich ein schärferes Modell auf Lager, nämlich den Corsair Flash Survivor. Und der ist dann wirklich (fast) kompromisslos, allein schon vom Aussehen:

    Das Gehäuse besteht aus Luftfahrtaluminium, genau aus 6061 Type 2 Aluminium, was auch immer das im Einzelfall bedeutet. Jedenfalls wird der Stick, der auf dem Deckel festsitzt, in das Gehäuse hineingeschraubt. Das Ende des Gewindes ist mit einem Gummiring abgedichtet, das Gehäuse selbst mit zwei dicken Gummimanschetten gepolstert. Aber auch hier in der Verarbeitung eine kleine Schlamperei, denn der kleine Dichtungsring zwischen dem USB-Stecker und der Hülse, in der der Flash-Speicher sitzt, war lose und musste erst einmal mit einem Pünktchen Heißkleber fixiert werden. Für einen Stick, der so gepanzert daherkommt, eine schwache Nummer, aber dieser Lapsus gefährdet zumindest nicht die „Primärsicherheit“.

    Und so kommt es, dass der Stick angeblich bis 200 Meter wasserdicht sein soll, shock-proof und staubsicher ist, gebacken, eingefroren, durch die Luft geworfen und mit dem Auto überfahren werden kann – also alles Dinge, die im Büroalltag ständig vorkommen und vor denen man sich wappnen muss. Staubsicherheit und die nahezu vollkommene Unmöglichkeit, den Deckel zu verlieren, sind ausschlaggebend für mich, nebenbei auch die 8 Gigabyte Speicherkapazität und wieder die rasante Schreibgeschwindigkeit von bis zu 15 Megabyte pro Sekunde.

    Alles in allem der USB-Stick für Agenten und Bürohengste. Sieht aus wie ein Castor-Behälter für den Hobby-Kernschmelzer, kommt vermutlich auch so ohne weiteres durch keine Handgepäckkontrolle und liegt preislich jenseits von gut und böse. Ist aber endlich ein USB-Stick, mit dem ich alt werden könnte.

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