• Projekt „Geldrettung“.

    Gut, ein dümmlicher Name für den konzertierten Wertpapierkauf zum Ende des Jahres, aber irgendwie musste ich das Musterdepot als Einkaufszettel ja benennen. Ein paar weitere Dinge habe ich nun gelernt:

    • Fondsanteile direkt von einer Fondsgesellschaft zu kaufen, mag zwar kostenlos sein, wenn die Bank und die Fondgesellschaft auf den Ausgabeaufschlag verzichtet, dafür dauert der Kauf lange. Sehr lange. Ich habe in weiser Voraussicht meine Kauforder am 18. Dezember aufgegeben und die letzte Fuhre Fondsanteile kamen heute auf das Depot. Bin ich wirklich nicht gewohnt, da ich ansonsten direkt über die elektronische Handelsplattform XETRA ordere, meine 9,90 Euro Handelsgebühr zahle und dafür aber den Wertpapiereingang auch weitgehend sofort sehe.
    • Neben dem Verzicht auf Ausgabeaufschläge ist bei allen ein sehr krummer und jedes Mal sehr anderer Wert als Bonifikation verzeichnet, dessen Grund mir partout nicht deutlich wird. Freuen die sich einfach, dass doch noch jemand Fondsanteile kauft?
    • Das Musterdepot als „Einkaufszettel“ macht auch nach dem Kauf noch Sinn, da der im Wertpapierdepot angegebene Einkaufspreis in keinem Fall der sechs gekauften Fondswerte wirklich identisch ist. Letztendlich geht es da weitgehend immer nur um Kommawerte, aber Spesen, die beim Kauf von Fondsanteilen fällig werden, sind nun mal Spesen und die verteuern den Kaufpreis.
    • Mein Wertpapierdepot sind nun aus wie bei Hämpels und mir muss so schnell keiner mit dem Ratschlag der Diversifizierung kommen.
    • Es macht nun Sinn, ab dem neuen Jahr ein Zweitdepot zu starten, was bei vielen Depotanbietern kostengünstig oder gar kostenlos möglich ist, um nach einem Kauf im neuen Jahr zwischen Käufen vor und nach der Einführung der Abgeltungssteuer unterscheiden zu können. Das vor allem dann, wenn man von einen Wertpapierwert im neuen Jahr noch nachkaufen sollte.
    • Meine sorgsam berechnete und heilig gepflegte Quote zwischen Wertpapieranlagen und verzinslichen Anlagen ist nun schwer aus dem Gleichgewicht geraten und das ist trotz meinem nicht sonderlich getrübten Optimismus eine nicht gute Sache. Der Wertpapierkauf hat also vorerst ein Ende.

    Wer übrigens mit dem Gedanken spielt, der Abgeltungssteuer noch ein Schnippchen zu schlagen, hat weitgehend Pech gehabt, wenn nicht gerade Papi einen Stapel Wertpapiere zu verschenken hat: An Silvester findet traditionell kein Börsenhandel statt.

  • Muss das sein?

    Okay, ich verstehe es absolut, wenn jemand deshalb sauer ist, weil man ihm gerade sein Eigentum wegnehmen wollte. Und ich verstehe auch, dass man, wenn man sauer ist, auch mal Dampf ablassen muss. Muss man aber auch gleich so bloggen, wie es der ansonsten von mir geschätzte Shopblogger gerade tat?

    Feuerwerksdiebe
    Die beiden Halbstarken, die gerade für ein mittlereres Vermögen Feurwerksartikel klauen wollten (und dabei leider entwischt sind, wenn auch zum Glück ohne die Ware), hätten sich damit mal beide Hände wegsprengen sollen.
    In ihrer Heimat ein Erkennungsmerkmal für Diebe.“

    Nein, muss man nicht. Man muss nicht die stinkende Sprache der rechtslastigen Gossentorkler in den Mund nehmen, die für ihre eigenen, fehlgeschlagenen Lebensziele grundsätzlich „den Türk’“ oder „den Jud’“ haftbar machen wollen und fremde Völker gern damit diskreditieren, in dem man sie alle in einen Topf wirft. Denn damit trifft man in erster Linie die, die rechtschaffen im Land leben, brav ihre Einkäufe bezahlen und auch deshalb hier leben, weil anderswo genau so „Recht“ gesprochen wird.

    In diesem Sinne, Björn vom Shopblogger: Wenn du gefrustet bist, dann tue was dagegen, aber gewöhne dir bitte dringend diesen miesen Ton ab.

  • Profiling.

    Die Buttons rechts im Blog, die auf einschlägige Web-2.0-Sites verweisen, in denen ich irgendwie ein Profil habe, dienen weitgehend nur zum Experimentieren, um damit zu testen, inwiefern man mit direkten Verweisen das eigene Netzwerk verstärken kann oder auch nicht. Ich werde das in den nächsten Wochen und Monaten mal etwas beobachten. Bitte deshalb nicht so sonderlich darüber wundern, dass mit dem flickr-Button ein Profil verknüpft ist, dass derzeit keine Bilder enthält – das wird in der nächsten Zeit gefüllt.

    Zum anderen dienen die Buttons auch für einige weitere Projekte in der Zukunft. Wer sie unbedingt klauen muss… bitte.

  • HP LaserJet wiederbeleben.

    Unser HP LaserJet 4650 ist offenkundig in den vergangenen Tagen gestorben, unglücklicherweise im Rahmen eines Firmware-Updates. Zwar nicht unser Hauptdrucker, dennoch ist ein nicht druckender Drucker natürlich auf Dauer eine eher unglückliche Geschichte. Also haben wir beim HP-Support angerufen, der jedoch auch nicht sonderlich weiterhelfen konnte, außer mit einem Angebot für einen Techniker vor Ort, der 300 Euro kosten sollte. An sich kein übertriebener Preis, wenn man weiß, wie schwer ein LaserJet 4650 ist.

    Es lohnt sich jedoch, bei der Analyse etwas mitzudenken: Wir haben nämlich beobachtet, dass der Drucker beim Hochzählen des Arbeitsspeichers plötzlich bei ungefähr 30 MB stoppt und dann 0 MB RAM anzeigt. Die Vermutung von uns Teufelsgeigern lag also nahe, dass eventuell etwas mit dem Arbeitsspeicher nicht stimmt, der eigentlich 128 MB beträgt. Also das Gerät mal aufgeschraubt, was angenehm einfach ist, da man hinten nach dem Lösen von ungefähr 16 Millionen Schrauben das Board herausziehen kann. Und da sitzt schlicht und einfach ein kleiner Speicherriegel mit 128 MB DDR-RAM, den man so auch vom Notebook her kennt.

    Und da unser altes Werkstattnotebook ebensolche RAM-Riegel hat, haben wir uns von ihm einen 512-MB-Riegel ausgeliehen, in den Drucker eingebaut und schon funktioniert dieser wieder, nun eben vorübergehend mit monströsen 512 MB RAM. Und wer sich für den Flash-Speicher interessiert: Das ist eine relativ normal aussehende CompactFlash-Karte mit 32 MB RAM.

  • AVM Fritzfon MT-D.

    Mit dem weihnachtlichen Kauf der DECT-fähigen AVM Fritzbox 7270 habe ich gleichzeitig auch das DECT-Mobilteil Fritzfox MT-D gekauft, das es just zu diesem Zeitpunkt von einem Händler im Amazon.de-Marketplace für einen unschlagbaren Preis angeboten wurde. Und als DECT-Mobilteil kann man grundsätzlich nicht allzuviel falsch machen, denn so ein Mobilteil funktioniert auch an anderen DECT-Anlagen, sonst wäre es kein DECT-Mobilteil.

    Der Lieferumfang des Fritzfon MT-D ist kompakt: Neben dem Mobilteil gibt es einen (leider etwas fummelig einzusetzenden) Akku, eine Ladeschale, ein Ladegerät und eine Kurzanleitung. Angebunden wird das Mobilteil, wie bei DECT üblich, mit dem Anmeldemodus der Telefonanlage und einer PIN, was innerhalb von zwei Minuten erledigt ist. Ist das passiert, ist das Telefon auch umgehend funktionsfähig. Das Paaren des Mobilteiles mit der Fritzbox 7270 ist erwartungsgemäß problemlos. Praktischerweise bietet das Fritzfon MT-D die Möglichkeit, Paarungen mehrerer Basisstationen zu speichern, so ist zum Beispiel das Wechseln zwischen der Siemens-Anlage und der Fritzbox wirklich nur ein Knopfdruck, wenn das Mobilteil an beiden Basisstationen einmal angemeldet wurde.

    Das Telefon kommt durchaus schick daher. Der schwarze Riegel liegt gut in der Hand, ist nicht zu schwer und nicht zu leicht. Das Gehäuse ist aus leider sehr fingerabdruck- und kratzerempfindlichen Kunststoff. Das Display ist monochrom und gut beleuchtet, die Bedienführung AVM-typisch gut. Man merkt, dass die AVM-Leute in Sachen Benutzerführung einfach den Blues haben. Die Bedientasten sind übrigens identisch wie bei vielen anderen DECT-Mobilteilen, die zentrale Steuertaste ist haargenau genauso belegt, wie meine Siemens S45-Mobilteile und auch ebenso zu bedienen.

    Ein Hammer des Fritzfon MT-D offenbarte sich, als ich im Bett einmal die Bedienbarkeit im Dunklen und die Helligkeit der Tastatur testen wollte – es gibt nämlich keine Tastaturbeleuchtung! Und das ist wirklich ein Mangel, den was bringt eine gar nicht so üble Displaybeleuchtung, wenn man im Dunklen das Telefon gar nicht bedienen kann, wenn man sich nicht auf den Fingerblindflug verlässt? Zwar trifft man die Ziffern und Bedienelemente mit etwas Übung, dennoch ist eine fehlende Tastaturbeleuchtung wirklich ein gewaltiges Ding, das das Telefon gnadenlos abwertet.

    Zu meckern gibt es am Telefonischen wiederum nichts: Die Sprachqualität ist DECT-typisch sehr gut, die Reichweite ebenso. Meine Basisstation steht ziemlich genau neben meiner Siemens-Basisstation und das Fritzfon MT-D hat eine quasi gleichwertige Reichweite, wie ein Siemens S45. In Sachen Sprachqualität bringt das Fritzfon MT-D noch eine weitere Neuerung, die das AVM-Marketing „HD-Telefonie“ nennt und schlicht die Fähigkeit bezeichnet, dass neben dem bei DECT üblichen Codec G.726 auch der Codec G.722 unterstützt, der eine erheblich besser Sprachqualität ermöglicht – wenn die Gegenstelle ebenfalls G.722 unterstützt. Tut sie das nicht, bleibt es bei normaler DECT-Qualität.

    Im Gegensatz zu den meisten DECT-Systemtelefonen hat das Fritzfon kein eigenes Telefonbuch, sondern greift auf das Telefonbuch einer DECT-Zentrale zu. Und das geht natürlich nur dann, wenn die DECT-Zentrale so ein zentrales Telefonbuch anbietet, meine Siemens-DECT-Anlage kann das beispielsweise nicht. Ohne eine DECT-fähige Fritzbox ist das Fritzfon MT-D deshalb nur ein einfaches DECT-Systemtelefon, aber immerhin gehört es ja auch zu den günstigeren der Klasse.

  • Star Wars im Mainstream.

    Unsterblichkeit erreicht ein Film oder eine Filmmusik erst dann, wenn sie im Mainstream angelangt sind und damit meine ich nicht arme und geplagte Musikschüler, die auf ihrer Geige zur Motivation Filmmelodien einsägen dürfen, sondern eben Mainstream.

    Sehr hübsch kann man das an der Titelmusik von Star Wars beobachten. Hier mal die Banjo-Fassung, die überraschend angenehm klingt. Könnte ich mir im Swinger Country-Club nach zehn Bier sehr gut vorstellen:

    Die ganz harten Jungs geben sich das natürlich standesgemäß im Guiness-T-Shirt und Darth-Vader-Helm auf einem Dudelsack:

    Der Star-Wars-Titel gehört allerdings seit Jahren auch zum Repertoire jedes besseren Orchesters, hier beispielsweise das Symphonieorchester des japanischen Fernsehsenders NHK in gewohnt japanischer Präzision:

    Und wenn man vom Mainstream spricht, kann es nur eine adäquate Adelung für Filmmusik geben, nämlich eine Interpretation durch den Grossmeister des musikalischen Weichspülens, durch James Last und seinem Orchester. Das hier ist eine (sehr laute!) Interpretation aus dem Jahre 1982 aus einem Konzert auf der Berliner Waldbühne. Man beachte die Kostüme:

    Durch Zufall habe ich dabei den extrem gut sortierten James-Last-Kanal auf YouTube entdeckt, der wirklich sehens- und hörenswert ist, auch wenn die Tonqualität bisweilen wirklich deutlich prellt. Das ist allerdings wirklich Musik aus meiner Jugend, ich war und bin ewig James-Last-Fan! 😉

  • Sind keine Nachrichten gute Nachrichten?

    Es gibt ja in der Web-2.0-Welt durchaus die Verfechter der These, dass Blogging der Journalismus von morgen sei. Diese These beschäftigt mich innerlich mehr oder weniger schon seit Jahren und während ich ganz zu Anfang diese These komplett verneinte, zwischendurch dann schon mal das Gefühl hatte, dass an der These etwas sein könnte, hat sich meine Meinung in den letzten Monaten wieder gewandelt. Nicht, weil das Bloggen selbst nicht journalistischen Ansprüchen genügen würde (das Gegenteil ist der Fall), sondern weil die meisten Blogger eben keine Journalisten sind.

    Das beste Beispiel heute ist Rivva.de, das wunderbare Werkzeug von Frank Westphal, das einen Überblick über Schlagzeilen in der Blog- und Online-Welt liefert, in dem es dem Kommentierungs- und Verlinkungsgrad bewertet. Von der Idee her eine tolle Sache, allerdings in der Praxis ein Werkzeug, das schonungslos aufzeigt, dass in den Leitmedien der Blogosphäre Quantität vor Qualität steht. Ein gefühltes Drittel der Blogs, die in Rivva.de als Reaktionen auf einen Artikel erscheinen, erscheinen dort nur aus einem Grund: Weil die Autoren der betreffenden Blogs nichts anderes machen, als Reaktionen auf in Rivva.de erscheinende Artikel zu geben. Damit machen sie natürlich in erster Linie auf ihr Blog aufmerksam, ranken dafür aber die betreffenden Artikel in Rivva.de hoch. Was das jetzt mit Weihnachten zu tun hat? Nun, wenn eben diese ganzen Trittbrettfahrer im Weihnachtsurlaub sind, läuft Rivva.de quasi leer. Und das tut es nämlich gerade.

    Gibt es deshalb jetzt gar keine Nachrichten? Ein Blick auf die gängigen Nachrichten-Websites, die unter anderem über ein Ultimatum Israels gegen die Hamas schreiben, über Truppenverschiebungen pakistanischer Militärs an der pakistanisch-indischen Grenze, über den Vorschlag vom  Banken zum Verschieben von Risikopapieren an den Staat und über die Reaktionen zur Weihnachtsansprache des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad an die britische Bevölkerung, spricht dabei eine andere Sprache.

    Die viel besungene Schwarmintelligenz hat sicherlich seinen eigene Charme, dessen Wirkung in vielen Spezialfällen noch gar nicht wirklich erforscht sein dürfte. Wenn jedoch die Schwarmintelligenz das Problem hat, dass ein paar schlafende Schwarmteilnehmer dem gesamten Schwarm eine trügerische Ruhe unfreiwillig vorgaukeln können, dann haben wir ein Problem.

  • Pizzeria Giovanni.

    So locker kenne ich den Deutschen Paketdienst (DPD) gar nicht. Haben die Folks doch tatsächlich den Kuchen mit den berüchtigen Calling-Robots umgedreht und bieten es nun jedem an, als offenkundig schmieriger Pizzaristi Giovanni Freunde und Bekannte anzurufen und sie mit einer angeblichen Pizzabestellung zu beglücken, die schon auf dem Weg sei, inklusive Rabattverhandlungen.

    Der Clou dabei ist, dass die telefonische Antwort des Gegenübers live gestreamt wird, so dass man interaktiv reagieren kann. Die Frage ist nur, wie lange das gut geht. 😉

  • HD an Weihnachten.

    Wer einen HD-fähigen Receiver und einen passenden HD-Fernseher hat, hat über Weihnachten wieder die Gelegenheit, etwas mehr HDTV als üblich zu sehen. Die ARD sendet das Programm von EinsFestival wieder simultan auch in HD (Astra 1, 12,422 GHz horizontal, Symbolrate 27.500, 3/4), wenn auch wieder nur in der EBU-empfohlenen HD-Schmalspurversion 720p.

    Unter anderem wird heute seit um 11.45 Uhr die gesamte (!) elfteilige BBC-Serie Planet Erde in HD ausgestrahlt, immerhin bis um 20 Uhr. Das ziehen die Freunde dann nochmal am Donnerstag und nochmal am Dienstag durch, so dass man durchaus ziemlich geplättet am Fernseher sitzen und staunen darf. Die Bluray-Discs sind allerdings mit vollen 1080p noch um einiges grandioser, wohingegen die DVD-Fassungen fast wie Versionen aus dem Kinderzoo wirken.

  • DECT mit der AVM Fritzbox 7270.

    Meine bestellte Fritzbox 7270 ist heute tatsächlich noch pünktlich zu Weihnachten gekommen, so dass ich gleich mal etwas zum Spielen hatte, bevor ich vor lauter Langeweile noch den Weihnachtsbaum zersäge. Von der Fritzbox 7270 als Telefonanlagenersatz habe ich schon vor einigen Tagen fabuliert und mir deshalb eine bestellt, weil ich mit meinem derzeitigen ISDN-Telefon mit drei Mobilteilen von Siemens zwar nicht gänzlich unzufrieden bin, es dennoch sicherlich besser ginge. Und da ich mit der Fritzbox 7170 durchweg nur gute Erfahrungen mache, fällt der Test des großen Bruders nicht sehr schwer.

    Vom Prinzip her ist der Funktionsumfang der 7270 der 7170 gleichwertig, mit zwei großen Unterschieden: Die 7270 hat eine Unterstützung für den WLAN-Standard 802.11n (als Draft) und ist eben eine DECT-Telefonanlage mit der Möglichkeit, DECT-Mobilteile anzusteuern. Rein äußerlich zeigt sich die 7270 in einem etwas größeren Gehäuse und mit drei kleinen Stummelantennen. Zusätzlich befinden sich an der Seite zwei TAE-Anschlüsse für zwei anschließbare Telefone. Ebenso ist die Konfiguration und Bedienung der Fritzbox 7270 weitgehend identisch mit der von der 7170 – eben mit der Ausnahme, dass in den WLAN-Einstellungen 802.11n aktiviert werden kann und es einen gänzlich neuen Menüpunkt zu DECT gibt.

    Die Anmeldung von DECT-Mobilteilen gestaltet sich ebenso einfach, wie bei herkömmlichen Telefonanlagen: Mobilteil auf Anmeldung an eine Basisstation stellen, an der Fritzbox entweder den DECT-Knopf an der Gehäuseoberseite oder im DECT-Menüpunkt die Anmeldung eines Mobilteiles forcieren und schon geht es los. Die voreingestellte PIN ist, wie üblich, die „0000“, läßt sich aber auch auf eine eigene Zahl abändern. Ist die Anmeldung erfolgreich gewesen, lässt sich an der Box schließlich noch einstellen, bei welcher MSN das Mobilteil klingeln soll und fertig, das Mobilteil horcht ab sofort.

    Wie bei DECT-Mobilteilen üblich, gibt es zwei Modi in deren Gerätesteuerung, nämlich einen internen Modus und einen externen. Im internen Modus wird auf Inhalte im Mobilteil selbst zugegriffen (beispielsweise ein eigenes Telefonbuch im Mobilteil) und beim externen Modus quasi per Terminalsitzung auf eine Menüführung in der Basisstation geschaltet. Letzteres nutzt die Fritzbox 7270 für das zentrale Telefonbuch, das auf der Fritzbox eingerichtet und auch dort gepflegt werden kann. Durch den externen Modus steht es dann auch allen angeschlossenen Mobilteilen zur Verfügung, wenngleich der Zugriff darauf – eben weil auf dieses Telefonbuch quasi online zugegriffen wird – etwas behäbig wirkt.

    Mobilteile sind intern relativ umständlich anwählbar, nämlich durch eine bestimmte Kennung. Das erste angemeldete Mobilteil hört auf Stern-Stern-610, das zweite Mobilteil auf Stern-Stern-611 usw. Die Reihenfolge lässt sich nur durch Ab- und wieder Anmelden des Mobilteiles ändern, was wirklich ein Mangel ist. Was wiederum gut funktioniert, sind interne Weiterleitungen – wenn man weiß, wie es funktioniert, denn hier kommt die altbekannte R-Taste ins Spiel und danach die Eingabe der internen Mobilteilkennung. Eine auswählbare Übersicht gibt es nicht, so dass das für Ungeübte wieder einmal Böhmische Dörfer sind.

    Andererseits funktionieren grundsätzlich alle DECT-Mobilteile an der Fritzbox 7270, so auch meine Siemens-Mobilteile, die nun plötzlich anders klingeln können oder Anrufe anders auf dem Display anzeigen. Von AVM gibt es auch eigene DECT-Telefone namens Fritzfon MT-C und MT-D, letzteres teste ich ebenfalls, allerdings mit etwas gemischten Gefühlen. Den Verriss dazu gibt es hier.

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