Leise der Nebel um rottenneighbor.com sich lichtet.

Laut FOCUS und Golem.de kristallisiert sich in Sachen Verschwörungstheorien rund um rottenneighbor.com inzwischen heraus, dass der Betreiber selbst wohl bestimmte IP-Adressnetzwerke blockiert und Abrufe daraus versickern. Das will man zumindest heraushören, nachdem bekannt wurde, dass Norbert Schneider, Direktor der nordrhein-westfälischen Landesanstalt für Medien, Google einen Brief schrieb und sich über rottenneighbor.com beschwerte. Einfacher Weg, denn rottenneighbor.com zu erreichen, ist offensichtlich und aus nahe liegenden Gründen nicht einfach und immerhin nutzen die Jungs Google Maps für ihre Kartenbasis.

Das Blockieren ist allerdings nach wie vor stümperhaft und nicht nachvollziehbar. Ich greife von Zuhause ebenfalls durch einen Dialin-IP-Adressblock zu und der Zugriff funktioniert, wenngleich er seit einigen Tagen auf www.de.rottenneighbor.com umgeleitet wird, der dann jedoch augenscheinlich diesselben Inhalte führt. Dabei wäre es technisch überhaupt kein Problem, beispielsweise mit der GeoIP-Datenbank, Zugriffe aus Deutschland weitgehend abzublocken. Was freilich natürlich nur Schutz vor Dummen ist, denn wer einen ausländischen Proxy oder einen Anonymizer-Dienst nutzt, kann auch dann noch zugreifen.

Zensur hin oder her, that’s life. Wenn jemand seinen Dienst auf bestimmte Personengruppen beschränkt, darf er das. Wenn Google allerdings bei rottenneighbor.com nur im Bezug auf die Scharmützel in Deutschland den Zugriff auf Deutschland beschränkt sehen will, wäre das wiederum ein Zeichen, wie Google hierzulande kuscht.

Nun denn, abwarten und Tee trinken. Irgendein prominenter Rechts- oder Staatsanwalt wird sich in den USA schon irgendwann auf den Schlips getreten fühlen und rottenneighbor.com auf seine Weise melken.

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