Der Siemens-Schmiergeldskandal.

Schon sehr krass, wie im Hause Siemens jahrzehntelang der Filz nur so blühte und das Vergeben von so genannten „Provisionen“ über ein ausgeklügelt weitreichendes Netz an Banken und Konten abgewickelt wurde und wie schamlos es Despoten fertigbrachten, selbst auf einer Deutschlandreise mal eben so in der Siemens-Zentrale aufzutauchen, um sich etwas Urlaubsgeld abzuholen. Es hat fast schon Klasse, ein Produkt so teuer zu preisen, dass es nur mit Bakschisch über den Ladentisch geht und die überteuerten Preise dann indirekt auch dazu verwendet werden müssen, den Bakschisch wieder zu refinanzieren.

Der Artikel im SPIEGEL diese Woche beschreibt das alles sehr schön und detailliert und vergleicht diese ehrenwerte Gesellschaft vortrefflich mit dem Original, der italienischen Mafia. Wirtschaftskriminalität auf dem besten Niveau, flankiert von deutscher Genauigkeit. Und am Ende weiß keiner von nichts.

2 Gedanken zu „Der Siemens-Schmiergeldskandal.

  1. In welcher Traumwelt lebst du denn, dass du glaubst sowas gibt es nur bei Siemens? Der Unterschied ist der, dass Siemens irgendwann unvorsichtig wurde und erwischt wurde. Solche Schmiergelder und sonstige Bestechungen sind der gute Ton in der gesamten deutschen und weltweiten Wirtschaft.

  2. Also so blauäugig bin ich nicht, allerdings habe ich keine Rechtsabteilung, die mir den Hintern rettet, wenn ich andere Firmennamen nenne und mutmaße.

    Ich glaube allerdings auch kaum, dass Schmiergelder ein rein deutsches Problem sind. Andere Großkonzerne mit anderen Großprojekten – Kraftwerke sind da z.B. Großprojekte, die viele Mitarbeiter binden, aber von denen man eben nur wenige baut im Jahr – tun das ihrige, um Projekte zu sichern.

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