• Teliad verabschiedet sich vom PageRank.

    Der Textlinkbroker Teliad aus Stuttgart hat heute verkündet, dass er ab sofort Angebote von allen Webseiten in sein Textlinksystem aufnimmt, unabhängig davon, welchen Pagerank diese Seite trägt. Bisher war die Untergrenze für Seiten ein PageRank 3, seit Oktober immerhin PageRank 2.

    Mal unabhängig von den Vermutungen, bei Teliad würde die Hütte so brennen, dass sie jetzt alles nehmen (was ich nicht glaube, denn einen PageRank 2 zu bekommen, ist nun wirklich keine sonderliche Hürde) – eines zeigt Früchte: Dass nämlich die SEO-Szene immer mehr dem Google  PageRank als allerhabenes Autoritätskriterium misstraut. Und in der Tat ist diese Einschätzung mehr als richtig, denn es geht nicht an, dass Google Seiten mit Textlinks mit einem PageRank-Minus abstraft, obwohl diese Seiten in Sachen Backlinking weiterhin mehr als gut positioniert sind. Laut Google verliert netplanet seit über einem Jahr stetig Backlinks. Frage ich andere Suchmaschinen ab (und frage ich ironischerweise die Google Webmastertools ab), so sprechen diese eine andere Sprache.

    Andererseits kann Google gar nicht anders, als weiterhin Backlinks als Basis für Autorität im Netz zu verwenden, denn auf nichts anderem baut das Google-Suchimperium auf. Vermutlich wird es deshalb in Zukunft noch erheblich verstärkter darauf ankommen, möglichst stabile Textlinks auf längere Zeit zu positionieren. Und wie Google das auf die Reihe bekommt.. der Herr weiß es. Klar ist nur, dass es mit Gewalt offensichtlich nicht geht.

  • Dunkle Post.

    Wenn ich einen Brief bekomme und der an den „Verantwortlichen“ für „netplanet.org“ adressiert ist, ruft das bei mir im Kopf zuerst einmal das Notprogramm für Webpublisher auf: Könnte ja wieder mal ein durchgeknallter Anwalt oder Rechteinhaber sein, der mich mit einer Abmahnung und Kostennote beglücken will. Ich muss zugeben, dass sich meine Befürchtungen fatal potentierten, als ich den Absender las: Die CDU Sachsen.

    Inhalt war dann aber doch nur peripher, nur eine Einladung zur so genannten „InternetNight„, die ja mal ganz intelligent aufgebaut ist: Dauert vier Stunden und eingebettet darin sind sechs Panels, die – allesamt zur gleichen Zeit stattfinden. Und das interessanteste Panel zum „Vernetzten Wahlkampf“ ist nur CDU-Mitgliedern vorbehalten. Immerhin gäbe es am Ende noch 45 Minuten Lothar Späth mit einem „Wirtschaftsstatement“. Wenn ich mir so die Sponsorenliste auf der Website anschaue, geht es vermutlich letztendlich auch nur genau darum. Witzlose Veranstaltung, nicht nur für SPD-Mitglieder. Da machen wir von der Projektgruppe Internet der SPD in BaWü während der Mittagspause an einem Landesparteitag ganz andere Veranstaltungen, bei denen wirklich die Bude bebt.

  • FOCUS-Archiv nun kostenlos im Netz.

    Auch wenn ich eingefleischter SPIEGEL-Abonnent bin und der FOCUS eine Mischung aus Nachrichten, Boulevard und Coitus Interruptus ist – eines muss man den Kollegen aus München lassen: Sie haben heute einen Coup vom Stapel gelassen und das gesamte FOCUS-Archiv kostenlos ins Netz gestellt. Von 1993 bis jeweils zur vorvorletzten Ausgabe sind alle Texte online verfügbar und darin suchbar. Fotos gibt es (vermutlich aus Gründen der Rechte) keine, aber der Text allein tut es ja auch. Wow.

    Bei den geschätzten Kollegen aus Hamburg gibt es zwar auch ein Archiv bis 1947 zurück, da kostet jedoch ein Flatrate-Zugang 36,40 Euro im Jahr. Allerdings nicht ganz so richtige Flatrate, denn „nur“ die ersten 100 heruntergeladenen Artikel pro Monat sind darin inbegriffen, danach kostet jeder weitere Artikel 50 Cent.

    Ich bin mal gespannt, ob der SPIEGEL sich da nun inspirieren lässt.

  • Kleines Hong-Kong-Kai-Tak-Portfolio.

    Schön, dass YouTube noch ein paar Videos über Anflüge auf den Flughafen Kai Tak, dem alten Flughafen von Hong Kong, enthält. Ich denke, die Filme zeigen recht eindrucksvoll, was von einer Crew da gefordert war. Ohne Gottvertrauen lief da gar nichts:

    Neben den Umständen, dass der Anflug mit der Biegung im letzten Moment und dem Überflug über dicht bewohntem Gebiet praktisch alle freute, die dort landen durften, das anschauen konnten oder schlicht unter den heulenden Triebwerken wohnten, waren vor allem die Seitenwinde sehr gefürchtet:

    Dagegen ist der Anflug auf den neuen Flughafen heutzutage doch fast schon was für Zuhause:

  • Google AdSense und der Filter für Konkurrenzanzeigen.

    In der Zwischenzeit habe ich in Google AdSense den Filter für Konkurrenzanzeigen ausführlich gefüttert. Geschlagene 53 Adressen finden sich jetzt darin, die jetzt weitgehend alles an MLM-Sites darstellen, die auf netplanet erscheinen. Dabei habe ich eine interessante Beobachtung gemacht, die den Verdacht nährt, dass dieser Filter für Konkurrenzanzeigen vielleicht doch nicht ganz so dumm ist, wie er sich darstellt.

    Bisher dachte ich nämlich, dass einfach die anzuzeigenden Werbeanzeigen mit dieser Liste abgeglichen werden und dann einfach nicht erscheinen. Würde diese Liste wieder entfernt werden, würden die bisher gefilterten Anzeigen auch wieder erscheinen. Tun sie aber offenkundig nicht, zumindest nicht sofort. Es dauert ungefähr 10 bis 14 Tage, bis wieder neue Anzeigen auf MLM-Angebote erscheinen und noch länger, bis auch die Angebote wieder auftauchen, die ursprünglich in der Filterliste waren.

    Ich bin mir nicht sicher, ob das nun darauf basiert, dass hinter dem Filter ein Mechanismus sitzt, der möglicherweise den Charakter der zu filternden Angebote nachvollzieht oder ob das einfach nur der Filter selbst ist und wieder entsperrte Anzeigen erst nach einer Weile einstreut.

  • Persönliches Wörterbuch von Firefox editieren.

    Falls jemand das deutsche Wörterbuch in seiner Firefox-Installation installiert hat, wird er früher oder später Wörter haben, die im Wörterbuch selbst nicht vorkommen. Da macht es Sinn, diese Wörter mit der Funktion „Zum Benutzerwörterbuch hinzufügen“ in dasselbige aufzunehmen. Was aber tun, wenn man versehentlich ein falsch geschriebenes Wort in das Benutzerwörterbuch aufgenommen hat? Ganz einfach: Löschen. Und zwar nicht das gesamte Wörterbuch, sondern rein das fehlerhafte Wort aus dem Benutzerwörterbuch.

    Diese selbst hinzugefügten Worte befinden sich praktischerweise nicht im Wörterbuch selbst, sondern in einer Textdatei namens „persdict.dat“, die sich im Firefox-Profilverzeichnis des Benutzers findet. Diese Datei in einem x-beliebigen Texteditor öffnen und schon sieht man alle Wörter, die im Laufe der Firefox-Nutzung in das eigene Benutzerwörterbuch hinzugefügt hat. Das betreffende falsche Wort aus dieser Liste löschen, Datei abspeichern und Firefox neu starten.

  • Infrarot.

    Ich bin doch recht erstaunt über das „Hausmittelchen“ Infrarotlampe. Ich habe das olle Ding, das seit Jahren bei uns im Keller herumfährt, mal dazu genutzt, mein entzündetes Mittelöhrchen etwas aufzuheizen und es hilft. Die letzten Reste der etwas unappetittlichen Sosse kommen heraus und das Dröhnen wird deutlich erträglicher.

    Die Lampe ist aber auch nicht von schlechten Eltern, denn die ballert immerhin mit einer 150-Watt-Birne Infrarotstrahlen in einem 120-Grad-Winkel. Näher als 40 Zentimeter kann man da keinen Körperteil hinhalten, ohne dass es wirklich heiß wird. Und hineinschauen sollte man da auch nicht unbedingt. Bei Osram gibt es übrigens eine Infrarotbirne mit 250 Watt. Da geht dann vermutlich richtig die Post ab.

  • Technorati kaputt?

    Was ist denn eigentlich seit Tagen bei Technorati.com los? Mal steht für mein Blog bei „Latest Posts“ ein halbwegs aktueller Artikel, manchmal aber auch ein Artikel, der schon Tage alt ist (was ja gern für inkonsistente Webserver-Instanzen spricht). Darüberhinaus aktualisiert sich der Authority-Zähler seit Tagen nicht mehr.

    Hat es jemand kaputt gemacht? Schäme dich.

  • Toller Windows-Mobile-Bug.

    Mein MDA Pro ist ja an sich schön und gut und dient auch recht passabel. Allerdings hat das installierte Windows Mobile 5 einen wirklich tollen Bug, der mich jetzt zweimal richtig gut hat hängen lassen.

    Und zwar passiert es gelegentlich, dass ich in Word Mobile ein Dokument, das ich gerade bearbeite, nicht mehr speichern kann. Das Ding meldet zurück, dass das Dokument nicht gespeichert werden könne, man möge bitte eine Speicherkarte einlegen. Hallo? Natürlich ist eine Speicherkarte eingelegt und natürlich kommt diese Meldung, bevor ich überhaupt den Standort der zu speichernden Datei auswählen kann. Der Weg ist also nur noch, Word Mobile nicht zu beenden, den MDA auszuschalten und zu Hause zu hoffen, dass nach dem Einschalten Word Mobile noch da ist, um dann den Inhalt Wort für Wort abzuschreiben oder man geht den harten Weg, betätigt den Reset-Taster und fängt von vorne an.

    Ich tippe mir so die Notizen während einer Veranstaltung mit und stehe am Ende richtig blöd da, weil ich dann mit einem frisch neugestarteten MDA dastehe und die Presseleute mit vollen Notizblöcken. Ein, pardon, Scheißdreck ist das.

  • ICANN erklärt das DNS (weitgehend) für flügge.

    Etwas gar erstaunliches gab es gestern von der ICANN. Schrieb doch die ICANN in einer Pressemeldung, dass sie nun alle Anforderungen erfüllt habe, um die Aktivitäten des Domain Name Systems in privatwirtschaftliche Hände zu übergeben. Definierte wurden diese Anforderungen von der ICANN und dem US-Handelsministerium im so genannten Joint Project Agreement (JPA), das nun laut ICANN erfüllt sei. Damit wäre defacto ein Großteil der Arbeiten, die das US-Handelsministerum 1998 an die ICANN delegiert hat, erfüllt. Dazu gehörten unter anderem die Sicherstellung des Domain Name System an sich, formale Grundlagen für den Betrieb von Root-Servern und Länderregistries und Einführung von Verfahrensanweisungen zur Implementation von neuen Top-Level-Domains.

    Ein Punkt im DNS bleibt allerdings weiterhin in US-regierter Hand, komme was wolle: Der Root-Server „A“, also der zentrale Nameserver, der autoritativ darüber Auskunft gibt, welcher andere Nameserver im Internet beispielsweise für DE-Domains zuständig ist. Denn hier besteht ein Vertrag mit der IANA (die die Root-Zone pflegt) und Verisign (das den „A“-Root-Server betreibt). Dieses Vertragswerk steht weiterhin nicht zur Disposition.

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