• Signaturkarte hui, Umsetzung pfui.

    So wie in der Überschrift müsste ich es umschreiben, wenn ich in einem Satz beschreiben soll, wie das Thema Signaturkarte bei mir angelaufen ist. Als nun wirklich nicht ganz Unbeleckter muss ich konstatieren, dass es für Laien praktisch unmöglich ist, in absehbarer Zeit eine Signaturkarte zum Einsatz zu bringen. Und leider macht SignTrust der Deutschen Post AG da leider kein gutes Bild.

    Denn das zentrale Problem in meiner Installation war, dass die mitgelieferte Software OpenLimit CC Sign zwar schön und gut ist, allerdings nicht die geänderten Adressen für Zeitstempeldienst und Zertfikatsabfrage von SignTrust enthält, die seit dem 1. Januar diesen Jahres gelten. Das ist natürlich unglaublich toll, wenn man diese Angaben aus der Homepage nach Wochen eruieren muss, das dann nach etwas Fummelei sogar in die Konfigurationsdateien von OpenLimit eingetragen bekommt, dann aber (irgendwo zu Recht) Schwierigkeiten mit der OpenLimit Programmverifikation bekommt, weil diese meldet, dass Konfigurationsdateien verändert wurden.

    Die von OpenLimit nun heruntergeladene Version 2.6.1.3 funktioniert nun, Zeitstempeldienst und Zertifikatsabfrage sind erreichbar und nun kann ich auch endlich Rechnungen signieren und den Zeitstempeldienst von SignTrust nutzen, um das Signaturdatum zertifizieren zu lassen. Knapp zwei Monate und einige Stunden Frickelei und Gehirnschmalzing hat das nun gedauert, bis ich „drin“ bin. Ein Otto Normalverbraucher wäre da schon längst ausgestiegen, ohne meine Hartnäckigkeit da jetzt unnötig zu loben.

    Zumindest bleibt zu sagen, dass SignTrust technisch – so weit ich das beurteilen kann – funktioniert, die Dienste sind erreichbar und flott. Aber an der Doku und an der Homepage, da kann man wirklich noch viel Hand anlegen.

  • Rentenberechnung per Signaturkarte.

    Sehr gut versteckt hat die Deutsche Rentenversicherung die Möglichkeit, mit dem Dienst namens eService Zugriff auf die individuellen Rentenversicherungsdaten zu bekommen. Dazu braucht es einen Kartenleser der Klasse 2, den praktisch jeder haben sollte, der eine gültige Signaturkarte besitzt. Und dann kann es an sich auch schon losgehen, denn jegliche zusätzliche Registrierung entfällt – die Rentenversicherung traut den Ausstellern der berechtigten Signaturkarten und genau so stelle ich mir das vor, wenn man mit einer Behörde kommunizieren möchte.

    Zu sehen gibt es im geschlossenen Bereich freilich nicht viel mehr als bei den üblichen Briefen, die man als Arbeitnehmer jährlich von der Rentenversicherung erhält und die einen nicht wirklich froh stimmen. Dennoch: Ich kann mir wirklich sehr gut vorstellen, per Signaturkarte Behördenkram zu erledigen, in Versandhäusern zu bestellen und viele Dinge tun und lassen, die man eben nur dann tun und lassen kann, wenn der Gegenüber auch wirklich weiß, dass ich Besim Karadeniz bin und nicht Knut® der Bär.

  • Gesundheit!

    [via PharMama’s Blog]

  • Per Atombusen zum Kabelanschluß.

    Musst du ein eher unsexy Produkt verkaufen, machst du es sexy, in dem du eine Frau hinstellst. Der Regelstab ist hierbei analog zur Rocklänge bzw. der Höhe des Ausschnittes. Funktioniert offenkundig prima bei Hansenet mit ihrem „Alice“-Produkt.

    Das hat sich vermutlich auch Kabel Baden-Württemberg gedacht und die gleiche Masche ausprobiert. Allerdings stelle ich mir da schon die Frage, wer sich da im Marketing ausgerechnet eine osteuropäisch anmutende Frau mit rustikaler Bekleidung, aufgeblasenen Lippen und photoshop-verdächtigem Atombusen ausgesucht hat, um mit ihr ein Low-Cost-Produkt zu bewerben:

  • Scoring-Effekte.

    Ich habe jetzt mal vorsorglich meinen T-Mobile-Vertrag gekündigt und was passiert? Die magentafarbenen Mädels und Jungs schicken eine superfreundliche Kündigung, in der sie etwas über meine Intention erfahren wollen und versuchen mich seit Tagen, an die Strippe zu bekommen.

    Kann ich mir vorstellen, dass die es dringend haben. Seit dem ich in eine Straße gezogen bin, die sich im Gegensatz zur vorherigen Adresse nicht rasend schnell zum Prekariat entwickelt, passieren die merkwürdigsten Dinge. Ein bestimmtes Versandhaus versucht händeringend, mich zu einer Bestellung zu bewegen, ich erhalte Werbung von mir fremden Weinhändlern und mein „Lieblingsverlagshaus“ findet es völlig unverständlich, dass ich als Antwort auf eine weitere Zeitschrift schlicht sage, dass ich inzwischen so viel Zeitschriften habe, dass ich unmöglich alle durchlesen kann, bevor die nächsten kommen.

  • Tot-sicher: Yahoo.

    Wenn es wirklich eine Aktie gibt, die zur Zeit nahezu bombensicher ist, dann ist es die Aktie von Yahoo. An sich sind Internet-Aktien nur etwas für richtige Kerle, die problemlos mal eben geschwind den virtuellen Verlust von riesigen Vermögen ertragen können und an sich ist Yahoo schon seit Jahren eben so ein Papier. Eine sensationell starke und sensationell gering fundierte Marke, eigene Werbeplattform schon immer im Schatten der Konkurrenz, Unternehmenswachstum weitgehend nur durch Gewinne in zugekauften Unternehmen. Im Grunde genommen lebt Yahoo seit Jahren nur davon, dass es in Millionen Webbrowsern vermutlich als Startseite eingetragen ist. Das macht die Umsätze und damit kauft man sich woanders ein, mehr oder weniger erfolgreich.

    Also wirklich nichts für Leute, die es gern konservativ im Wertpapierdepot haben. Weshalb die Yahoo-Aktie auch seit Jahren mit entsprechenden Warnhinweisen versehen wird, egal wo man hinschaut.

    Das hat sich alles geändert, nachdem Microsoft seine Kaufofferte für Yahoo hingelegt hat. Phantastisch hoch. Weshalb auch der Aktienkurs von Yahoo einen gewaltigen Sprung nach oben gemacht hat und nun auf dem viel zu hohen Niveau verbleibt. Schaut man sich die täglichen Bewegungsindizes an, sieht man seit Wochen nur Zukäufe.

    Relativ deutlich, dass hier niemand mehr auf die Wirtschaftskraft von Yahoo spekuliert, sondern sich alle hinter dem Yahoo Management versammeln, bis die Jungs den Laden verkaufen. Und das ist spätestens seit dem Zeitpunkt Fakt, als Yahoo die Kaufofferte als zu niedrig ablehnte und ankündigte, auf dem Preisniveau nicht mehr diskutieren zu wollen. Einen Kauf generell abzulehnen, sieht anders aus. Oder anders gesagt: Yahoo ist tot, es geht nur noch um Kosmetik. Und mit Yahoo eine ganze Phalanx von historischen Anwendungen, wie beispielsweise die Suchmaschine Altavista, Overture, aber auch Flickr. Die neueren Labels wird es höchstwahrscheinlich auch nach einem Verkauf noch geben, aber eben nur noch als Labels. Die eigentliche „Mission“, das ursprüngliche Credo der Idee, das ist fort.

    So ist es, selten wie es sonst der Fall ist, weitgehend klar, wohin der Zug fährt: Yahoo wird auf Dauer kaum so überleben, wie heute und Microsoft braucht dringend „Stoff“, um Google parieren zu können, hat aber auch keine sonderliche Lust, noch viel mehr zu bieten, als jetzt. So wird man also noch ein paar weitere Wochen ein paar Tänzchen auf dem Parkett wagen, während vermutlich der allerletzte Kleinanleger sich ebenfalls noch schnell Yahoo-Aktien besorgt und sich neben die vielen Anderen tummelt, die in der gespannten Spatzenschleuder darauf warten, ins All geschossen zu werden.

  • Neues Altes zu PlayStation Home.

    Naja, eigentlich nicht wirklich neues, denn es wird weiterhin noch nicht kommen. Nun muss schon der Chef von Sony Computer Entertainment, Kazuo Hirai, persönlich um Entschuldigung für weitere Verzögerungen bitten, was für japanische Unternehmensbosse bekanntlicherweise eine wirklich richtige Schmach ist. Demnächst soll der geschlossene Betatest etwas weiter geöffnet werden, im Herbst ist dann ein offener Betatest geplant (wie auch immer offen der dann sein wird), so dass vermutlich dieses Jahr auch wieder PlayStation-Home-frei bleibt.

    Ob die sich wirklich sicher sind, dass das keine Vaporware wird? Ich traue dem Glück/Pech wirklich nicht mehr so recht.

    [via Golem, wenigstens mit einigen Bildschirmfotos]

  • Schaumschläger.

    Eigentlich eine schöne Idee, die Sony da im Rahmen seiner Werbekampagnen für Digitalkameras und Camcorder in Miami gedreht hat. Einfach mal eben 460 Millionen Liter Schaum erzeugt und ordentlich die Straße heruntergekippt:

    Ähnliches hat Sony schon mal gemacht mit bunten Gummibällen, die mal eben in tausendfacher Ausfertigung in San Francisco eine Straße heruntergeworfen wurden. Mit entsprechender Zeitlupe und schönen Kameraeinstellungen ergeben sich da erstaunlich schöne Studien, die leider im YouTube-Briefmarkenformat nicht wirklich schön herüberkommt:

    Leider gibt es diese Werbespots meines Wissens nach nirgendwo in HD, denn irgendwie würde ich mir gerade diese Spots, die das Thema High Definition haben, auch gern mal auch in HD anschauen. *seufz*

  • Die einfachen TCP/IP-Netzwerkdienste.

    Auch noch schnell in netplanet eingeschenkt: Die einfachen TCP/IP-Netzwerkdienste. Praktischerweise hatte ich schon einen Artikel zu Tools zur Netzwerkanalyse, den ich einfach nur entsprechend zu ergänzen hatte. Sozusagen als Nachklapp zum TCP/IP-Artikel, bevor ich mich gestern abend dann dem Säubern des Kaminofens widmen musste. Hoffen wir mal, dass der nun fertig hat für die Saison. Also der Kaminofen.

    Die einfachen TCP/IP-Netzwerkdienste sind übrigens recht witzig, vor allem „Quote of the day“. Das gibt es zum Nachinstallieren sogar für Windows, wenngleich es sicherheitshalber nicht empfehlenswert ist, das gleich nach außen hin zu öffnen..

  • Datennotstand.

    Da meckert man immer selbst über seinen Montag, der jeweils noch nie so schlimm war, wie heute – anderen Leuten geht es nicht besser. Ein Kunde von uns hat heute einen absoluten Daten-GAU, da ihm sein externes Festplattenlaufwerk nur noch Datenmüll anzeigt. Als Sofortmaßnahme hilft da nur eines: Umgehend das Laufwerk abschalten und konservieren.

    Leider musste ich ihm richtige Sorgen machen, denn so ein malades Laufwerk fassen wir noch nicht mal mehr mit der Kohlenzange an, sondern verweisen auf die gängigen Datenrettungsunternehmen, wenn einem die Daten wirklich lieb sind. Jeder Kollege, so genannte Experte oder Bekannter, der sich an so einem Laufwerk mal probieren möchte, macht da unweigerlich alles viel schlimmer, wenn es ein mechanisches Problem ist.

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