• PS3-Spiel: Race Driver GRID.

    Race Driver GRID fährt zur Zeit im Playstation Network als Demo für die PS3 herum. Da es ein Rennspiel ist und als Simulation daherkommen will, musste es natürlich mal auf meine PS3, zumal das Spiel von Codemasters ist und die Truppe ist verantwortlich für die Colin-McRae-Rally-Reihe. Wir fangen also zumindest nicht vollkommen bei Null an.

    Und ganz so ungelenk fährt sich Race Driver GRID auch nicht, wobei schon deutlich erkennbar ist, dass die Helden von Codemasters in Sachen Engine auf Altbewährtes zurückgegriffen haben. Das Spiel ist rasant, fährt auf ganz nett gemachten Tracks mit recht eigenwilligen Fahrzeugen, ist aber eher ein Rennspiel, als eine Rennsimulation. Die Karren springen recht spektakulär über Bodenunebenheiten, rutschen auf Straßenbahngleisen und lassen sich auch vortrefflich ineinanderkrachen. Der Gameplay ist durchaus anspruchsvoll, die Demo lässt einen durchaus arbeiten. Mir persönlich gefällt die nicht sehr direkte Fahrzeugsteuerung nicht, aber das ist Geschmackssache. Wer Feintuning sucht, glänzende Flächen, die nicht schmutzig werden und problemlos 80 Runden auf der Jagd nach der perfekten Zeit ist, ist hier falsch. Leider wird Full-HD nicht unterstützt, so dass das Spiel nur in 720p daherkommt und das leichte Spielhallenfeeling unterstützt.

    Meine Entscheidung: Geht so, ist eher etwas für die Need-for-Speed-Fraktion, die es mit Fahrzeugsteuerung nicht ganz so ernst nehmen mag und gern Autos zerbröseln sieht. Enthusiasten ziehen sich die Demo, spielen vielleicht noch im Media-Markt mit ein paar herumstehenden Kids und gehen dann schnell weiter.

  • Schnüffeln darf nur der Staat!

    Die neueste Lachnummer von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble, der ja vor einigen Tagen das Volk bat, doch bitteschön das Grundgesetz täglich zu leben, hat sich nun auch in den Telekom-Skandal eingeschaltet und bittet doch tatsächlich den Telekom-Vorstand für nächsten Montag zum Rapport nach Berlin.

    „Uns geht es darum, die Bedeutung des Datenschutzes in Unternehmen zu stärken und darum, dass die Unternehmen von sich aus um „good data governance“ (verantwortungsvollen Umgang mit Daten) bemüht sind.“

    Muahaha… Herr Schäuble scheint an Schizophrenie zu leiden. Ich kenne keinen im Staat, der so vehement in den letzten Monaten und Jahren die Privatsphäre eines jeden in diesem Land aushöhlen hat lassen und genau dieser Mensch will nun mit der Deutschen Telekom über betrieblichen Datenschutz reden. Das ist ja wie wenn ein Metzger sein Schlachtvieh vor der Schlachtung noch ins Büro bittet, um mit ihnen über die Zuverlässigkeit des Bolzenschussgerätes zu diskutieren.

  • Nintendo Wii und HD-Fernseher.

    Die Spielekonsole Wii von Nintendo hat eng umfasste technische Grenzen, was mit Sicherheit auch den attraktiven Preis ausmacht. Eine sehr unangenehme Grenze ist die Bildqualität auf HD-Fernsehern und besonders auf Full-HD-Gerätschaften jenseits der 40 Zoll – da sieht das Bild, das mit dem normalen, mitgelieferten Kabel per FBAS zum Fernseher geliefert wird, schlicht beschissen aus. FBAS ist zwar auch das, was die PS3 (und auch die PS2 und die PSX) standardmäßig mit dem mitgelieferten Kabel an einen Fernseher transportiert, fernsehtechnisch ist FBAS jedoch ein Relikt aus alter Fernsehsteinzeit.

    Mit einem SCART-Anschluss (der seit je her nun mal leider nur in Europa weit verbreitet ist) lässt sich zumindest passabel ein RGB-Signal übertragen, also die Farbsignale auf getrennten Signalwegen, was sich sofort in einem erheblich besseren Bild wiederspiegelt. Das jedoch gibts bei den meisten Spielekonsolen nur mit einem mitgelieferten Adapter und auch dieser Adapter ist eine Mogelpackung, weil er nur das FBAS-Signal auf den SCART-Anschluss ummodelt.

    Für den Anschluss einer Wii an einen HD-Fernseher ist übrigens auch RGB nicht wirklich viel besser, weil RGB nur mit dem klassischen Fernsehsignal klarkommt. Wird die Wii mit einem Komponentenkabel an einen HD-Fernseher angeschlossen, steht in den Bildoptionen der Wii neben den 576-Zeilen-Einstellungen auch noch eine 480p-Einstellung zur Verfügung, also ein Bild mit 480 Linien und 50/60 Vollbildern pro Sekunde. Augenscheinlich machen die 480 Zeilen Angst, allerdings ist das Bild qualitativ erheblich besser – wenngleich immer noch meilenweit von digitaler HD-Qualität entfernt und in meinen Augen immer noch schlicht unansehnlich. Und für das Komponentenkabel sind zusätzlich nochmal 15 bis 20 Euro fällig.

  • Technische Probleme auf Layer 0.

    In der Netzwerktechnik, die ja bekanntlich vom siebenschichtigen OSI-Schichtenmodell geprägt ist, spricht man gern von „Layer 8“, wenn der Protagonist vor dem Bildschirm gemeint ist, der irgendwelche Aktionen oder Unaktionen in Sachen Netzwerk auslöst. Ferner spricht man auch von Layer 0, wenn Ursachen augenscheinlich keine Ursache direkt in der Netzwerktechnik haben und auch nicht ganz oben anzusiedeln sind.

    Seit zwei Tagen macht mir ein Problem am heimischen PC Sorgen, das vorgestern kurz nach 19 Uhr aufgetreten ist: Der PC war ausgeschaltet. Das ist PC-technisch ja nun nicht wirklich angenehm, denn normalerweise startet ein PC durch, wenn das Betriebssystem keinen anderen Ausweg wie den Notausgang kennt. Ausschalten tut er sich eigentlich nur dann, wenn etwas wirklich eminentes versagt – Netzteil, Motherboard etc. Nein, nichts von allem. Der PC ließ sich wieder hochfahren und in den Ereignisprotokollen von Windows lies sich auch nichts eindeutiges finden. Der PC war schlicht weg. Für Fehleranalysen ein denkbar schlechter Ausgangszustand, ich hasse sowas. Denn einen Fehler nicht reproduzieren zu können, gebietet es quasi, dass dieser Fehler möglicherweise irgendwann wieder auftritt und ich dann vielleicht nicht zufällig einen Stock tiefer beim Abendessen sitze.

    Den Grund habe ich dann heute aus der Tageszeitung herausgelesen und das ist eigentlich ein wirklich klassisches Layer-0-Problem: Stromausfall in Pforzheim, wenn auch nur für 50 Millisekunden mit einem Spannungsabfall. Irgendwo in Baden-Württemberg ist ein Kurzschluss in eine Hochspannungsanlage der EnBW gefahren, diese ist logischerweise ausgefallen, ein Spannungsabfall zog sich durch das Netz, unter anderem auch nach Pforzheim und dort auch in den innerstädtischen 110-kV-Ring, der die Umspannstationen in Pforzheim versorgt. 50 Millisekunden… das betrifft gerade mal 3 Phasen, hat aber wohl dazu ausgereicht, genügend Rechner und andere Gerätschaften in Pforzheim mal eben abzuschalten.

    Ich bin immer wieder erstaunt, wie das alles ansonsten so zuverlässig funktionieren kann.

  • Das Gebahren in der Hochfinanz.

    Man könnte fast meinen, die Telekom sollte einfach mehr richtige Skandale produzieren, wenn man sich das Kursplus der T-Aktie in den letzten Tagen anschaut. Aber das wäre nicht Sinn der Sache.

    Sinn der Sache ist, dass es in den DAX-Konzernen offenkundig schon seit Jahren mit allem zu geht, außer Vertrauen. Der Vorstand traut seinem Aufsichtsrat nicht (umgekehrt hätte ich es ja noch verstanden) und lässt ihn systematisch rundum-sorglos-bespitzeln, bei Volkswagen stehen offenbar eingeschaltete Babyphones in Hotelzimmern herum, zufälligerweise in dem, in dem der Porsche-Manager nächtigt. Das wirklich Bizarre an der ganzen Thematik ist, dass Vorstände und Aufsichtsräte in der Upperclass der deutschen Aktiengesellschaften gern inzestös in anderen Aktiengesellschaften stecken und die Misere aus dem einen Posten gleich in den nächsten tragen.

    Dass die Führungskräfte von Aktiengesellschaften keine Übermenschen sind und letztendlich auch mit einer Ladung Zaster regierbar sind (egal von welcher Erzmine die dann kommt) ist eine Sache – gepaart mit einem immer sorgloseren Umgang mit persönlichen Daten und zukünftig auch unterfüttert mit einem staatlich garantierten Berg von auf Vorrat gehaltenen Daten ist das eine sehr ungesunde Mischung. Hatte bis dato nur die Exekutive und die Judikative die Möglichkeit, gesetzlich garantiert „im Namen des Volkes“ Strafverfolgung zu betreiben, tun das nun immer stärker Hobbyfahnder und Unternehmenssheriffs. Und anstatt dass der Staat genau diese Fehlverhalten drakonisch sanktioniert, hängt sie sich an die Fahnungserfolge und ermittelt sie da zu Ende, wo die Unternemenssicherheit nicht mehr weitermachen kann – wobei es vermutlich noch einfach etwas Zeit braucht, bis der erste DAX-Konzern seinen eigenen Folterkeller einrichten lässt.

    Gebt den Leuten Daten anderer Leute und sie werden sie missbrauchen. So einfach ist das.

  • Lesetipp: Geo Epoche – Die Industrielle Revolution.

    Ich schmökere mich jetzt schon seit zwei Tagen durch dieses Heft und muss wirklich sagen, dass es mit Abstand das beste Stück Magazin ist, was ich in den letzten Monaten in den Händen hielt. Thema ist, wie schon in der Überschrift angerissen – die Industrielle Revolution.

    Beschrieben sind die Anfänge von Mitte des 18. Jahrhunderts in Mittelengland bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts. In wirklich fesselnden Artikeln kommt dabei wirklich alles vor: Die Anfänge der Baumwollspinnereien, die Dampfmaschine, die Weltwirtschaftskrise Mitte des 19. Jahrhunderts, der Stromkrieg, die industrielle Schlachtung. Umgarnt sind diese Artikel von wirklich atemberaubenden und berührenden Fotos aus der damaligen Zeit. Gewaltige, furchtbar große Maschinen, perfekt inszenierte Arbeiter, bestechend gut positioniertes Licht. Es ergreift einen wirklich eine Ehrfurcht, wenn man sich überlegt, mit was für gewaltigen, persönlichen Anstrengungen der Generationen vor uns erst unsere heutige Welt entstehen konnte – inklusive der Nachteile und tiefgründigen Lernprozesse.

    Sehr bemerkenswert geschrieben ist der Artikel über die Krupp-Dynastie, den es auch bei SPIEGEL ONLINE kostenlos als „Nachdruck“ gibt. Mit vier SPIEGEL-ONLINE-Seiten ein sehr großer Artikel, ich kann aber wirklich das Sonderheft empfehlen. Mit etwas über 10 Euro zum Nachbestellen recht teuer, aber lohnenswert, wenn es wirklich jemanden interessiert, wie die Welt zu Zahnrädern und Dampfmaschinen kam.

  • E-Mail-Benachrichtungen in WordPress.

    Sagt mal, ist das auch bei jemandem so? Ich habe alles brav konfiguriert und will über jeden Moderationswunsch, Kommentar und Trackback per E-Mail informiert werden, aber irgendwie funktioniert das nicht wirklich zuverlässig. Mal kommen E-Mails, mal kommen Sie nicht.

    Wo geht denn da das Debugging?

  • WordPress wird 5 Jahre alt …

    … und praktisch keiner hats gemerkt, wie es scheint. Am 27. Mai 2003 schrieb Matt Mullenweg einen Hinweis auf die erste, öffentliche Version 0.7 und los ging es mit der Weltrevolution. Naja, auch egal. Wenn niemand darüber schreibt, nehme ich das still und heimlich in meinen Internet-Kalender auf und habe einen exotischen Termin mehr. 🙂

    Ach, wer Lust hat und im Besitz eines Überschallflugzeuges (oder einer Beam-Vorrichtung) ist, kann noch probieren, zur Geburtstagsfeier nach San Francisco zu düsen, die um 21 Uhr dortiger Zeit steigt, also in etwas weniger als 10 Stunden.

  • TiddlyWiki 2.4.0.

    Ich bin leider erst jetzt darüber informiert, dass Version 2.4.0 von TiddlyWiki bereits Anfang Mai veröffentlicht wurde. Da hat man nun den offiziellen Feed von http://www.tiddlywiki.com/ abonniert und dann wird diese Datei aus unverständlichen Gründen nicht aktualisiert, grrr.

    Das Übersetzen für die deutschsprachige Version, die ich pflege, war allerdings nur noch Formsache, weil ich die einzelnen Schritte während der Entwicklung schon getan habe und nur noch das passende Release aus meinem Archiv heraussuchen musste. Bei der Gelegenheit habe ich auch einen Vorschlag von Oliver Sigrist aufgegriffen und die Download-Datei in ein Zip-Paket gepackt, was das Herunterladen deutlich erleichtern sollte. Thanks, Oli!

    Here we go: TiddlyWikiDeutsch

  • ICANN reagiert auf Spam-Domains – nur wie?

    Man merkt der ICANN die Halbherzigkeit an, adäquat auf den so genannten KnujOn-Report von letzter Woche zu reagieren. In diesem Report der Gruppierung „KnujOn“ (rückwärtige Schreibeweise von „No Junk“ werden die zehn Top-Registrare genannt, bei denen Spammer vornehmlich CNOBI-Domains, also Domains mit den Endungen „.com“, „.net“, „.org“, „.biz“ und „.info“, registrieren. Zum einen, weil diese Registrare Domains zu sehr günstigen Preisen verkaufen und zum anderen, weil diese Registrare relativ wenig unangenehme Fragen stellen und auf Beschwerden über falsche Adresseinträge in den whois-Datensätzen nicht oder nur ausweichend reagieren.

    Und genau die Korrektheit der whois-Datensätze ist der Dreh- und Angelpunkt für KnujOn und auch die ICANN. ICANN hat nämlich in den Registrarbedingungen, denen jeder Registrar zugestimmt hat, ausdrücklich festgelegt, dass diese whois-Datensätze korrekt sein müssen und Registrare reagieren müssen, wenn Sie Meldungen erhalten, dass ein whois-Datensatz einer bestimmten Domain nicht korrekt sein könnte.

    Nun ist ICANN in Zugzwang gekommen und hat nach eigenen Aussagen „einige Registrare“ aufgefordert, bei einer Reihe von Domains, die beim jeweiligen Registrar registriert sind, die whois-Datensätze zu prüfen und gegebenenfalls eine Korrektur zu veranlassen. Bei Nichtbeachtung dieser Aufforderung könnten die Sanktionsmaßnahmen bis hin zu einem Entzug der Akkreditierung gehen – was freilich eine beachtenswerte Premiere wäre.

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