Anhalterinnen mit Extrawünschen.

Bei uns in der Diaspora hat man als Jugendlicher mitunter das Problem, dass man nicht mehr vom Fleck kommt, wenn der Bus weg ist. Selbst die Höhenstadtteile Pforzheims sind nach 18 Uhr nur noch sehr sporadisch mit dem Bus zu erreichen und wenn es dann mal pressiert, bleibt einem nur eine gute Sohle oder der ausgestreckte Daumen.

Keine Frage, so einen Gestrandeten, der weg aus dem Elend möchte, mitzunehmen. Als ich noch einen Dienstwagen hatte, war dies per Vertrag nicht gestattet, da ich aber jetzt Vertragsnehmer meines Fahrzeuges bin, bin ich wieder dabei im Ersatzverkehr. So dann auch heute eine Anhalterin, die relativ verzweifelt in im Stadtteil Mäuerach in Richtung Pforzheim den Daumen hochhielt.

Ich fahre ran an den Bordsteig, das Mädchen rennt vor und öffnet die Türe – hinten. Sie setzt sich hinein, ich drehe mich um und frage erst mal relativ verdutzt, was das denn solle. Also, sie steige grundsätzlich bei angehaltenen Fahrzeugen immer nur hinten ein.

Das ist schön und schützt sie sicherlich auch rein von der Systematik her davor, dass ihr jemand ans Knie fasst oder das Ohr ableckt. Es, erwiderte ich dann, schützt jedoch mich als Autofahrer nicht davor, dass sie mir vielleicht während der Fahrt mit einem Draht den Hals abwürgt oder mir im Hintergrund Pfefferspray ins Gesicht pustet. Erstaunlicherweise fand sie das dann soweit akzeptabel, dass sie sichtlich beleidigt wieder ausstieg und die Tür zuknallte.

Ballaballa..

4 Gedanken zu „Anhalterinnen mit Extrawünschen.

  1. So ein Verhalten sorgt dann leider oft dafür, daß man sich als Autofahrer beim nächsten mal dreimal überlegen wird, ob man jemanden mitnimmt.

    Trampen ist eben ein geben und nehmen.

    Wer in einem fremden Auto hinten sitzen will, steigt in Bus oder Taxi ein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *