Muss das sein?

Okay, ich verstehe es absolut, wenn jemand deshalb sauer ist, weil man ihm gerade sein Eigentum wegnehmen wollte. Und ich verstehe auch, dass man, wenn man sauer ist, auch mal Dampf ablassen muss. Muss man aber auch gleich so bloggen, wie es der ansonsten von mir geschätzte Shopblogger gerade tat?

Feuerwerksdiebe
Die beiden Halbstarken, die gerade für ein mittlereres Vermögen Feurwerksartikel klauen wollten (und dabei leider entwischt sind, wenn auch zum Glück ohne die Ware), hätten sich damit mal beide Hände wegsprengen sollen.
In ihrer Heimat ein Erkennungsmerkmal für Diebe.“

Nein, muss man nicht. Man muss nicht die stinkende Sprache der rechtslastigen Gossentorkler in den Mund nehmen, die für ihre eigenen, fehlgeschlagenen Lebensziele grundsätzlich „den Türk'“ oder „den Jud'“ haftbar machen wollen und fremde Völker gern damit diskreditieren, in dem man sie alle in einen Topf wirft. Denn damit trifft man in erster Linie die, die rechtschaffen im Land leben, brav ihre Einkäufe bezahlen und auch deshalb hier leben, weil anderswo genau so „Recht“ gesprochen wird.

In diesem Sinne, Björn vom Shopblogger: Wenn du gefrustet bist, dann tue was dagegen, aber gewöhne dir bitte dringend diesen miesen Ton ab.

5 Gedanken zu „Muss das sein?

  1. „Man muss nicht die stinkende Sprache der rechtslastigen Gossentorkler in den Mund nehmen, die für ihre eigenen, fehlgeschlagenen Lebensziele grundsätzlich “den Türk’” oder “den Jud’” haftbar machen wollen und fremde Völker gern damit diskreditieren, in dem man sie alle in einen Topf wirft.“

    Der Satz ist ja wohl vom ersten bis zum letzten Wort unter aller Sau.

    Worin genau bestand jetzt die „stinkende Sprache rechtslastigen Gossentorkler“?

    Wir sind uns ja wohl einig darüber, dass die Begriffe „der Türk“ und „der Jud“ ausschliesslich von dir benutzt wurden, nicht von Björn.
    (Aber lass mich raten: Du darfst das natürlich, schliesslich bist Du ja überzeugt davon, überzeugter Antifaschist zu sein, gell?)

    Und was soll dein Gerede über „grunsätzlich“ und „in einen Topf?“
    Hast Du überhaupt mitbekommen, dass Björn über einen konrekten Vorfall geblogt hat?
    Der einzige, der hier ganz unglaublich verallgmeinert und pauschalisiert bist Du

    Und über die völlig substanzlosen Angriffe über angebliche fehlgeschlagene Lebensziele will ich mich erst gar nicht auslassen. Das ist einfach nur noch niveaulos.

    Ganz ehrlich:
    Ich find deine Sprache und deine Angriffe auf alle, die sich nicht 100%ig politisch korrekt verhalten bedeutend faschistoider als alles, was ich bisher von Björn gelesen habe.
    …und ich kann mir schon vorstellen, wie Du mich jetzt für diese Kritik an deinem Blogbeitrag als Nazisympathisanten diffamieren wirst.

    1. Vorweg: Dich als „Nazisympathisant“ zu titulieren… den Gefallen, es mir so einfach zu machen, den tue ich dir nicht. Frust ist keine Basis für kulturelle Klassifizierungen.

      Wenn du Björns Artikel richtig gelesen hättest, wären dir darin zwei Strömungen aufgefallen. Nämlich die tatsächliche Feststellung, dass er einen Diebstahl vereiteln konnte und die Aussage, dass die Diebe so aussahen wie Menschen, die in Ländern wohnen, in denen Diebstähle auf nicht-rechtstaatliche Art drakonisch verfolgt werden. Und es macht den Eindruck, als ob man das ja nicht unbedingt schlecht finden könnte (wobei ich hier ganz klar festhalte, dass das mit Sicherheit aus der Situation heraus zu verstehen ist und keine politische Aussage ist, das schrieb ich ja aber ebenfalls).

      Political Correctness hat mit Toleranz und korrekter Wahrnehmung zu tun. Wer bin ich, beispielsweise Menschen, die eine Todsünde nach Definition irgendeiner Glaubenslehre, damit zu kritisieren, dass sie jetzt genau damit büßen sollten? Mir hat vor einigen Jahren jemand das Auto nachts kaputtgefahren, ist abgehauen und wurde gefunden? Wünsche ich ihm deshalb öffentlich den Tod durch Steinigung bzw. erwähne, dass das in anderen Ländern so üblich sei (was implizieren würde, dass ich wohl dieser Art der Rechtssprechung nicht abgeneigt wäre)?

      Nein, man muss nicht. Man kann, wenn man in der Öffentlichkeit steht – und als bekannter Blogger steht man dort – auf seine Worte achten und Äpfel und Birnen trennen. Mit Sicherheit kaufen in Björns Supermarkt sehr viel mehr andere Menschen jeglicher Hautfarbe und Religionszugehörigkeit ein, die korrekt ihre Einkäufe bezahlen. Und genau das ist der Punkt.

      Zu deiner weiteren Empörung: Ich kann sehr gut zwischen bedürftigen Menschen und Proleten unterscheiden, beide haben nicht viel miteinander zu tun, außer das es einige bedürftige Menschen gibt, die Proleten sind und umgekehrt. Wenn es in deinen Augen allerdings schon „faschistoid“ ist, dass man offensichtlichen Proleten nicht die wirklich völlig uneingenommene Sicht auf das politische Geschehen abnehmen mag, dann würde ich dir ganz dringend empfehlen, deine politische Sicht zu erweitern. Das sage ich dir nicht als Migrant oder Oberlehrer, das sage ich dir als Staatsbürger dieses Landes, dem man auf den ersten, auf den zweiten und auch auf den dritten Blick seinen Migrationshintergrund nicht ansieht.

    1. Es scheint dich ja auch so zu beschäftigen, dass du die gleichen beiden Sätze auch gleich an anderen Stellen im Netz so hinterlässt. In anderen Ländern würde man Leuten mit solchem Kritikpotential die Hände… aber lassen wir das, ich glaube kaum, dass du verstehen willst.

  2. Politisch (un)korrekter Ladendiebstahl und seine medialen Folgen…

    Beim Shopblogger Björn Harste ist mal wieder geklaut worden. Naja, nicht ganz, diesmal blieb es beim erfolglosen Versuch. Wie so häufig hat Björn auch diesmal seinem Ärger über Täter oder Tat in Luft gemacht und darüber gebloggt. Und weil bei Bj…

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