AVM Fritzfon MT-D.

Mit dem weihnachtlichen Kauf der DECT-fähigen AVM Fritzbox 7270 habe ich gleichzeitig auch das DECT-Mobilteil Fritzfox MT-D gekauft, das es just zu diesem Zeitpunkt von einem Händler im Amazon.de-Marketplace für einen unschlagbaren Preis angeboten wurde. Und als DECT-Mobilteil kann man grundsätzlich nicht allzuviel falsch machen, denn so ein Mobilteil funktioniert auch an anderen DECT-Anlagen, sonst wäre es kein DECT-Mobilteil.

Der Lieferumfang des Fritzfon MT-D ist kompakt: Neben dem Mobilteil gibt es einen (leider etwas fummelig einzusetzenden) Akku, eine Ladeschale, ein Ladegerät und eine Kurzanleitung. Angebunden wird das Mobilteil, wie bei DECT üblich, mit dem Anmeldemodus der Telefonanlage und einer PIN, was innerhalb von zwei Minuten erledigt ist. Ist das passiert, ist das Telefon auch umgehend funktionsfähig. Das Paaren des Mobilteiles mit der Fritzbox 7270 ist erwartungsgemäß problemlos. Praktischerweise bietet das Fritzfon MT-D die Möglichkeit, Paarungen mehrerer Basisstationen zu speichern, so ist zum Beispiel das Wechseln zwischen der Siemens-Anlage und der Fritzbox wirklich nur ein Knopfdruck, wenn das Mobilteil an beiden Basisstationen einmal angemeldet wurde.

Das Telefon kommt durchaus schick daher. Der schwarze Riegel liegt gut in der Hand, ist nicht zu schwer und nicht zu leicht. Das Gehäuse ist aus leider sehr fingerabdruck- und kratzerempfindlichen Kunststoff. Das Display ist monochrom und gut beleuchtet, die Bedienführung AVM-typisch gut. Man merkt, dass die AVM-Leute in Sachen Benutzerführung einfach den Blues haben. Die Bedientasten sind übrigens identisch wie bei vielen anderen DECT-Mobilteilen, die zentrale Steuertaste ist haargenau genauso belegt, wie meine Siemens S45-Mobilteile und auch ebenso zu bedienen.

Ein Hammer des Fritzfon MT-D offenbarte sich, als ich im Bett einmal die Bedienbarkeit im Dunklen und die Helligkeit der Tastatur testen wollte – es gibt nämlich keine Tastaturbeleuchtung! Und das ist wirklich ein Mangel, den was bringt eine gar nicht so üble Displaybeleuchtung, wenn man im Dunklen das Telefon gar nicht bedienen kann, wenn man sich nicht auf den Fingerblindflug verlässt? Zwar trifft man die Ziffern und Bedienelemente mit etwas Übung, dennoch ist eine fehlende Tastaturbeleuchtung wirklich ein gewaltiges Ding, das das Telefon gnadenlos abwertet.

Zu meckern gibt es am Telefonischen wiederum nichts: Die Sprachqualität ist DECT-typisch sehr gut, die Reichweite ebenso. Meine Basisstation steht ziemlich genau neben meiner Siemens-Basisstation und das Fritzfon MT-D hat eine quasi gleichwertige Reichweite, wie ein Siemens S45. In Sachen Sprachqualität bringt das Fritzfon MT-D noch eine weitere Neuerung, die das AVM-Marketing „HD-Telefonie“ nennt und schlicht die Fähigkeit bezeichnet, dass neben dem bei DECT üblichen Codec G.726 auch der Codec G.722 unterstützt, der eine erheblich besser Sprachqualität ermöglicht – wenn die Gegenstelle ebenfalls G.722 unterstützt. Tut sie das nicht, bleibt es bei normaler DECT-Qualität.

Im Gegensatz zu den meisten DECT-Systemtelefonen hat das Fritzfon kein eigenes Telefonbuch, sondern greift auf das Telefonbuch einer DECT-Zentrale zu. Und das geht natürlich nur dann, wenn die DECT-Zentrale so ein zentrales Telefonbuch anbietet, meine Siemens-DECT-Anlage kann das beispielsweise nicht. Ohne eine DECT-fähige Fritzbox ist das Fritzfon MT-D deshalb nur ein einfaches DECT-Systemtelefon, aber immerhin gehört es ja auch zu den günstigeren der Klasse.

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