Zitatedatenbank introduced.

Nachdem ich jetzt zum Einbinden meiner Zitatedatenbank eine Reihe von WordPress-Plugins ausprobiert habe, habe ich mich nun für ein Plugin entschieden, dass zugegebenermaßen das skurrilste Plugin von allen ist. Aber dazu muss ich etwas ausholen:

Alle gängigen Plugins, die so genannte Fortune Cookies – so nennt man im Englischen die Texte, die in Glückskeksen stecken – einblenden können, arbeiten in der Regel mit einer eigenen Datenbanktabelle, in der die einzublendenden Texte stehen. Eingeklopft und gepflegt werden können die Zitate dann über die WordPress-Administration. Genau das kann ich aber nicht brauchen, denn ich habe ja schon eine bestehende Zitatesammlung, die auf einer Textdatei beruht, die im Fortune-Format daherkommt, also alle Einträge mit einem Prozentzeichen voneinander trennt. Dieses Format ist aus der Unix-Welt entlehnt, denn dort wird für die fortune-Anwendung genau das gleiche Format verwendet. Schon durch diese Eingrenzung, dass ein Plugin gesucht wird, dass Textdateien im Fortune-Format nutzt, blieb nur noch ein Plugin übrig: Fortune widget von Jason V. Mock.

Die Installation von Fortune widget ist WordPress-plugin-typisch einfach: Unter WordPress 2.7 kann das heruntergeladene Zip-File einfach importiert und danach gestartet werden. In der Widget-Übersicht gibt es dann ein neues Widget namens Fortune, das einfach eingebunden werden kann (für nicht-widget-fähige Themes ist die manuelle Einbindung in der beiliegenden Readme-Datei beschrieben). Dank einer mitgelieferten Zitatedatenbank funktioniert das Widget auch sofort und problemlos.

Will man eine eigene Zitatedatenbank nutzen, muss man diese in einer Textdatei nach folgendem Schema sammeln:

Dies ist das erste Zitat.
%
Und das ist das zweite Zitat.
%
Hier kommt völlig überraschenderweise das dritte Zitat.

Zwischen jedem Zitat (das auch durchaus auf mehreren Zeilen angelegt sein kann, also auch eigene Umbrüche haben darf) wird eine neue Zeile mit einem Prozentzeichen angelegt, der als Trenner fungiert. Gespeichert wird diese Textdatei dann in UTF-8 (!) und im Unix-Textformat (!!). Aus diesen zwei Gründen deklassiert sich von Hause aus beispielsweise der einfache Texteditor unter Windows, der nur im PC-Textformat speichern kann. Ich nutze den guten, alten Textpad für solche Zwecke, der übrigens einen wundervollen Texteditor und einen vollständigen Ersatz zum Windows-Editor darstellt.

Hat man nun so eine Textdatei mit Zitaten, ist das aber leider nur die halbe Miete, denn es wird noch eine passende „.dat“-Datei benötigt, die einen passenden Index zur Textdatenbank enthält (und die natürlich nach jeder Überarbeitung der Textdatenbank neu erzeugt werden muss). Und hier wird es unter Windows etwas blöd, denn man braucht hierzu ein klassisches Unix-Werkzeug namens strfile. Und um das unter Windows zu haben, braucht man eine Cygwin-Installation und dort das fortune-Paket. Und genau das bringt strfile mit. Das Erzeugen einer zur eigenen Textdatei korrespondierenden „.dat“-Datei wiederum ist sehr einfach:

strfile textdatei.txt

Wenn erfolgreich die „.dat“-Datei angelegt wurde, findet die sich im gleichen Verzeichnis, in dem sich die Textdatei befindet. Beides dann in das fortune-Plugin-Verzeichnis der WordPress-Installation hochkopieren, in den Widget-Einstellungen die neue Textdatei auswählen und schon ist es getan.

2 Gedanken zu „Zitatedatenbank introduced.

  1. Fortune ist ja ganz nett, aber als Integration auf einer PHP Seite etwas overpowered. Ich denke Fortune ist eher für die MOTD einer Shell gedacht gewesen.
    Abgesehen davon ist jede PHP Anwendung, die auf eine Executeable außerhalb der WWW-Umgebung zugreift ein potentielles Sicherheitsrisiko.

    Ich empfehle dir ein 5 Zeilen PHP-Skript mit einer MySQL-Abfrage.

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