TiddlyWiki und neuere Firefox-Versionen.

Heute gab beim Aktualisieren der deutschen Übersetzungsdatei für TiddlyWiki eine ärgerliche Situation: Die TiddlyWiki-Datei, aus der die Übersichtsseite für die Übersetzung besteht, ließ sich nach dem Editieren nicht mehr mit Firefox speichern. Alles, was ich probierte, schlug weitgehend fehl, so dass ich dann in meiner Verzweiflung sogar kurzzeitig Google Chrome anwerfen musste, um überhaupt die Übersetzungsdatei online zu bekommen.

Da dieses Problem mit Firefox offenkundig laut einigen Kommentaren immer häufiger auftritt, habe ich mich mal eingehender mit dem Thema beschäftigt, leider mit einem eher unbefriedigenden Ergebnis.

Fakt ist wohl leider, dass Firefox mit eigenen Bordmitteln und auch mit dem TiddlySaver.jar (der auch dann nur funktioniert, wenn eine Java-Runtime-Umgebung installiert ist) insofern nicht mehr korrekt arbeitet, als dass das Speichern nicht mehr möglich ist, ich vermute aus Sicherheitsgründen, was allerdings unbestätigt ist. Diverse Tricks mit der prefs.js von Firefox funktionieren nicht, zumindest nicht bei den hier getesteten Firefox-Versionen 17 und 18.

Damit ist das Thema TiddlyWiki mit Firefox leider ein deutliches Stück umständlicher geworden, denn Abhilfe schafft nur ein Firefox-Plugin namens TiddlyFox. Das ist von Jeremy Ruston, dem Macher von TiddlyWiki, geschrieben und gepflegt und muss in jeden Firefox installiert werden, mit dem TiddlyWiki-Dateien bearbeitet werden können sollen. Zum reinen Anschauen ist das Plugin also nicht erforderlich, sondern nur für die Fälle, in denen TiddlyWiki-Dateien auch wieder gespeichert werden sollen. Wie gesagt … ärgerlich, weil damit die eigentlich ganz hübsche Autonomie von TiddlyWiki-Dateien zumindest mit der Nutzung von Firefox als Webbrowser hops geht, dennoch ist Firefox immer noch eine Empfehlung wert, dann nun eben mit der Plugin-Krücke.

Wer mehrere Firefox-Installationen auf verschiedenen Rechnern betreibt, muss also leider überall dafür sorgen, dass das TiddlyFox-Plugin in jeder Installation installiert wird. Alternativ gibt es hier die Möglichkeit, mit Mozilla Sync zu arbeiten, das sorgt nämlich seit einiger Zeit auch dafür, dass neben Lesezeichen und Browser-Einstellungen auch eventuell installierte Plugins mit anderen Installationen des gleichen Accounts synchronisiert.

Liste der im Blog verwendeten Plug-Ins aktualisiert.

Auch so eine Altlast… wenn man einmal die Geister ruft. Nun aber ist die Liste mit den in diesem Weblog verwendeten WordPress-Plug-Ins wieder auf aktuellem Stand, nachdem ich vorhin endlich ein neues Plug-In für die Erstellung von Social Bookmarks installiert habe (nun Sociable anstatt Sociallist). Und auch das Plug-In, mit dem die mobile Ansicht für iPhone & Co. erzeugt werden (WPtouch) ist in dieser Liste mit von der Partie, es muss also keiner mehr per Mail fragen.

An dieser Stelle ein Dank an Vlad, der allerletzte Fragestellungen zu Sociable zur ungöttlichen Zeit von 2:39 Uhr beantwortet hat. Irgendwie scheint auch er nichts besseres zu tun zu haben, als um diese Zeit online zu sein. 😉

WordPress für mobilen Content.

Eigentlich wollte ich mich nur um das Thema kümmern, wie man einer Website sagen kann, dass sie ein iPhone-kompatibles Symbol auf den Home-Screen eines iPhones blasen soll, wenn der Benutzer das haben möchte. Kompliziert zu erzählen, es soll halt so aussehen (Symbol unten rechts):

Eigenes Webapp-Symbol auf dem iPhone

Der Einbau ist herzlich einfach:

  1. Eine Grafik erstellen, die genau 57 mal 57 Pixel groß ist (in der Grafik einen kleinen Rand rundherum von ca. 3 Pixel lassen) und im PNG-Format abgespeichert wird. Um den Glanzeffekt des Buttons muss man sich nicht kümmern, das erledigt das iPhone selbst.
  2. Das Ding dann auf die Website laden.
  3. In den Header der Website folgenden HTML-Code einbinden:
    <link rel="apple-touch-icon" href="/ordner/grafikname.png" />

Simpel und funktioniert tatsächlich, sogar ohne dass man Lizenzgebühren an Apple zahlen muss. (Wie, kein Smiley an dieser Stelle? Beabsichtigt.)

Noch viel einfacher und richtig luxuriös wird es, wenn die Website mit einem WordPress angetrieben wird und ein Plug-In namens WPtouch iPhone Theme installiert wird. Mit diesem sehr umfangreichen Plug-In (das leider etwas Einlesen in seine Einstellungen erfordert und dieser Einstellungsbereich nur in englischer Sprache daherkommt) wird nämlich gleich das gesamte Theme mobilifiziert, wenn ein Webbrowser eines mobilen Gerätes daherkommt:

Screenshot WPtouch Theme auf dem iPhone

Das sieht alles nicht nur sehr übersichtlich aus, sondern ist es auch und das nicht nur auf dem iPhone, sondern auch auf anderen Mobilgeräten bzw. in deren Webbrowser.

Der Clou ist, dass auch die meisten anderen Plug-Ins im Theme funktionieren, beispielsweise diejenigen, die Zusatzfunktionen wie Social Bookmarking ermöglichen sollen. Und nebenbei kann man in den WPtouch-Einstellungen eben auch das Symbol hochladen und einstellen, dass im Theme links neben dem Blog-Titel erscheinen und auch als Symbol für den Home-Screen genutzt werden soll.

WordPress-Plug-In: Pixelstats.

Timo Fuchs, die alte CMS-Schlampe, ist endlich aus seiner Blog-Agonie erwacht, wenn auch etwas auf die unübliche Tour. Er hat nämlich nicht einfach nach 15 Monaten Blog-Pause einen neuen Blog-Artikel geschrieben, sondern einfach mal eben ein WordPress-Plug-In namens Pixelstats. So gehts natürlich auch.

In Sachen Inhalt kann in nicht viel sagen, da ich es noch nicht probiert habe. Timo kennzeichnet sein Werk noch ausdrücklich als Alpha-Version. Davor sollte man Respekt haben, auch wenn ich aus historischen Gründen von Timos Programmierqualitäten überzeugt bin – er ist Vater des legendären netplanet-Gästebuches, das es zwar so nicht mehr online gibt, allerdings schon deutlich vor der Jahrtausendwende eine kleine, beständige Webcommunity hatte. Irgendwo tief in den Räumen des Luftschutzbunkers, der meine kompletten Mailarchive beherbergt, gibt es sogar noch den originalen Quellcode dazu. 🙂

Zurück zu Pixelstats: Man darf gespannt abwarten, ob sich da eine kleine und hoffentlich detailiertere Alternative zu WordPress Stats herausentwickelt. Ich bin gerade bei Web-Statistiken nämlich kein großer Fan von externen Diensten, wenn genau die gleiche Arbeit nämlich auch lokal verrichtet werden kann und man dazu nicht jeden Aufruf einem externen Diensteanbieter zur Erst-/Zweit-/Drittverwertung überreichen muss.

Antivirus-Geblubber für WordPress.

Nichts gegen die Kreativität vieler WordPress-Entwickler, die sich hinsetzen und Plug-Ins schreiben. Zweifellos lebt die WordPress-Szene vor allem von diesen Erweiterungen, die zu einem großen Teil wirklich sinnvolle Funktionen in WordPress implementieren, die nicht selten später auch in der Core-Installation von WordPress zu finden sind. Viel nützliches. Außer ein Antiviren-Plug-In.

Denn selbstverständlich ist ein Virenscanner, der auf einer öffentlichen zugänglich und auch nur dort verwaltbaren Plattform steht und darüber hinaus mit einem Klick deaktiviert und ausgetauscht werden kann, schlicht nutzlos. Im nicht verwanzten Fall wird das Ding alles in Grün zeigen, im verwanzten Fall ist ihm nicht über den Weg zu trauen und eine WordPress-Neuinstallation zu avisieren, die übrigens auch nach wie vor zu den eher leichteren Dingen im Leben gehört.

Und das wirft ein weiteres, bedenkliches Licht in die Szene: Man installiert sich inzwischen offenbar problem- und bedenkenlos jeden Scheiß als Plug-In ins Blog, wenn mehr als zwei Leute unkritisch darüber schreiben und das Hinterfragen vergessen: Zitat aus dem Blog Playground, das über dieses Plug-In und dessen angebliche Notwendigkeit schreibt:

„WordPress ist nichts anderes als ein Stück Software, sehr verbreiteter Software. Bedauerlicherweise ist die Software auch dafür bekannt, Lücken und Löcher aufzuweisen oder mit Viren und Würmern infiziert zu werden. Der Artikel WordPress-Wurm treibt sein Unwesen lieferte einen Vorgeschmack, denn das Thema ist unangenehm und kann fatale Folgen haben.“

Und was war die Conclusion aus dem darin verlinkten, früheren Artikel? Einbruch in eine WordPress-Installation durch schwache Benutzerpasswörter. Aha.

Sorry, das ist gebloggter Bullshit. Das ist nicht der Sinn von sinnlos installierten Plug-Ins. Aufpimpen ist erwünscht, aber aufpimpen ohne Sachverstand ist ein Lotteriespiel. Das gilt für Plug-Ins, deren Sinn man nicht kennt und das gilt auch für WordPress-Themes, die meinetwegen auch hübsch aussehen, aber beispielsweise voller Backlinks zu Werbezwecken sind. Andere Leute fragen, die sich vielleicht eher damit auskennen, kostet wenig bis nichts.

Viel besser wäre die Zeit in das Weblog-Hardening investiert, wenn sich so manch WordPress-Nutzer einmal grundlegende Gedanken darüber machen würde, erst einmal vernünftige Passwörter für seine Accounts einzusetzen. Oder auch einfach mal die Keys in der wp-config.php abändert. Oder überhaupt mal welche anlegt. Oder auch einfach mal die WordPress-Installation aktualisiert. Gegen notorische Dummheit hilft nämlich kein Plug-In, am ehesten vielleicht noch ein Account bei blogger.com.

Drei heiße WordPress-Plugins.

Heute war Heavy-WordPress-Plug-In-Testing-Tag bei mir und dabei habe ich drei Plugins getestet, die ich alle sofort in den aktiven Einsatz genommen habe und die alle drei ihrer Bestimmung, WordPress zu erweitern, im besten Sinne nachkommen.

  • Limit Login Attempts
    Über Texto.de bin ich auf dieses Plug-In gestoßen, mit dem ein WordPress-Blog eine erste, vernünftige Verteidigungsstufe bekommt, nämlich durch limitierte Login-Versuche. Nach der Installation und Aktivierung lässt sich dieses Plug-In in den WordPress-Einstellungen mit einigen simplen Parametern einstellen, wobei gesagt sein sollte, dass die Standardeinstellungen schon ausreichend gut sind – nach vier vergeblichen Login-Versuchen wird die IP-Adresse, von der die Login-Versuche stammen, für 20 Minuten vor weiteren Versuchen gesperrt. Passiert dies wiederum viermal hintereinander, sind es dann 24 Stunden.
  • Flickr Photo Album for WordPress
    Auf dieses Plug-In hat mich Kollege Joachim gebracht, der mir damit aus der etwas ratlosen Situation geholfen hat, dass ich Flickr-Fotoalben in WordPress integrieren muss und das möglichst einfach, nutzbar für Leute, die mit WordPress wenig zu tun haben. Denn damit kann ich sehr schön eine Arbeitstrennung abbilden, in dem ein Fotograf seine Fotos in Flickr hochlädt, dort die Bilder in Alben organisiert und dann ein Blog-Autor sehr einfach die vorhandenen Alben in seine Artikel einbinden kann. Grandioses Plug-In.
  • Pods – WordPress CMS Plug-In
    Dieses Plug-In, das über das exzellente WordPress-Deutschland-Blog empfohlen wird, ist ganz großes Kino, denn es bringt WordPress nichts weniger als echte CMS-Funktionalität, die jedem Kenner das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen: Vorlagen. Mit Pods können Vorlagen mit vordefinierten Feldern angelegt werden, die Benutzer auswählen und mit Inhalten bestücken können. Und wie es sich für CMS-Vorlagen gehört, lassen sich in den Vorlagen, die mit Pods definiert werden, auch die Formatierung der Ausgabe definieren. Und das alles sowas von übersichtlich, dass ich geplättet bin. Ich verwette drei Scheid Holz, dass die Funktionalität dieses Plug-In mittelfristig im normalen WordPress-Code landet.

Gebt den drei Plug-Ins eine Chance, sie sind wirklich sehenswert und geben WordPress einen echten Mehrwert.

Zitatedatenbank introduced.

Nachdem ich jetzt zum Einbinden meiner Zitatedatenbank eine Reihe von WordPress-Plugins ausprobiert habe, habe ich mich nun für ein Plugin entschieden, dass zugegebenermaßen das skurrilste Plugin von allen ist. Aber dazu muss ich etwas ausholen:

Alle gängigen Plugins, die so genannte Fortune Cookies – so nennt man im Englischen die Texte, die in Glückskeksen stecken – einblenden können, arbeiten in der Regel mit einer eigenen Datenbanktabelle, in der die einzublendenden Texte stehen. Eingeklopft und gepflegt werden können die Zitate dann über die WordPress-Administration. Genau das kann ich aber nicht brauchen, denn ich habe ja schon eine bestehende Zitatesammlung, die auf einer Textdatei beruht, die im Fortune-Format daherkommt, also alle Einträge mit einem Prozentzeichen voneinander trennt. Dieses Format ist aus der Unix-Welt entlehnt, denn dort wird für die fortune-Anwendung genau das gleiche Format verwendet. Schon durch diese Eingrenzung, dass ein Plugin gesucht wird, dass Textdateien im Fortune-Format nutzt, blieb nur noch ein Plugin übrig: Fortune widget von Jason V. Mock.

Die Installation von Fortune widget ist WordPress-plugin-typisch einfach: Unter WordPress 2.7 kann das heruntergeladene Zip-File einfach importiert und danach gestartet werden. In der Widget-Übersicht gibt es dann ein neues Widget namens Fortune, das einfach eingebunden werden kann (für nicht-widget-fähige Themes ist die manuelle Einbindung in der beiliegenden Readme-Datei beschrieben). Dank einer mitgelieferten Zitatedatenbank funktioniert das Widget auch sofort und problemlos.

Will man eine eigene Zitatedatenbank nutzen, muss man diese in einer Textdatei nach folgendem Schema sammeln:

Dies ist das erste Zitat.
%
Und das ist das zweite Zitat.
%
Hier kommt völlig überraschenderweise das dritte Zitat.

Zwischen jedem Zitat (das auch durchaus auf mehreren Zeilen angelegt sein kann, also auch eigene Umbrüche haben darf) wird eine neue Zeile mit einem Prozentzeichen angelegt, der als Trenner fungiert. Gespeichert wird diese Textdatei dann in UTF-8 (!) und im Unix-Textformat (!!). Aus diesen zwei Gründen deklassiert sich von Hause aus beispielsweise der einfache Texteditor unter Windows, der nur im PC-Textformat speichern kann. Ich nutze den guten, alten Textpad für solche Zwecke, der übrigens einen wundervollen Texteditor und einen vollständigen Ersatz zum Windows-Editor darstellt.

Hat man nun so eine Textdatei mit Zitaten, ist das aber leider nur die halbe Miete, denn es wird noch eine passende „.dat“-Datei benötigt, die einen passenden Index zur Textdatenbank enthält (und die natürlich nach jeder Überarbeitung der Textdatenbank neu erzeugt werden muss). Und hier wird es unter Windows etwas blöd, denn man braucht hierzu ein klassisches Unix-Werkzeug namens strfile. Und um das unter Windows zu haben, braucht man eine Cygwin-Installation und dort das fortune-Paket. Und genau das bringt strfile mit. Das Erzeugen einer zur eigenen Textdatei korrespondierenden „.dat“-Datei wiederum ist sehr einfach:

strfile textdatei.txt

Wenn erfolgreich die „.dat“-Datei angelegt wurde, findet die sich im gleichen Verzeichnis, in dem sich die Textdatei befindet. Beides dann in das fortune-Plugin-Verzeichnis der WordPress-Installation hochkopieren, in den Widget-Einstellungen die neue Textdatei auswählen und schon ist es getan.

Übersicht über WordPress-PlugIns.

„Just another list“, könnte man sagen, aber da ich jetzt doch schon elf WordPress-PlugIns einsetze und das mittelfristig eher nicht weniger werden, will ich schon seit einer Weile eine Übersicht schaffen, die genau diese eingesetzten PlugIns auflistet. Ohne große Installationsanleitungen oder Bewertungen, einfach für den eigenen Einsatz für gut befunden, allesamt in aktuellen Versionen hier im Blog in Betrieb und hier nun alphabetisch aufgelistet.

Probiert euch daran aus, here we go.