Ralf Moeller droht ungeheuerlich.

Wer im abonnierten SPIEGEL diese Woche den KulturSPIEGEL liest, die Kulturbeilage des SPIEGEL, der liest gar Ungeheuerliches und sieht das vor allem auch gleich auf der Titelseite: Ist doch dort Schauspieler und Bodybuilder Ralf „Conan, der Barbar“ Möller auf einem Foto in Präsidentenpose zwischen einer deutschen und einer nordrhein-westfälischen Flagge zu sehen, mit dem Titel: „Mit starker Hand – Wird der Schauspieler Ralf Moeller der nächste Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen?“

Wenn man nach dem Lachflash dann tatsächlich auf Seite 12 zum Artikel springt, merkt man schnell, dass es Ralf Moeller doch tatsächlich ernst meint und als Vorbild in dieser Mission niemand anderen als Arnold Schwarzenegger hat. Nicht dass es schon genügt hätte, dass Ralf Moeller ewig als der deutsch sprechende Bodybuilder hinter Arnold Schwarzenegger gilt und dass er schon erheblichen (und vor allem erheblich peinlichen) Wahlkampf für die CDU getan hätte – er möchte jetzt auch noch ein Amt:

Seine Freunde in Kalifornien scherzen, dass er einmal Nachfolger von Arnold Schwarzenegger werden könne als Gouverneur von Kalifornien. „Ich mache doch nicht den gleichen Fehler wie Arnold“, sagt er. „Er kann nicht Präsident werden, weil er nicht in Amerika geboren ist. Ich werde deswegen lieber Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, dann kann ich später auch Bundeskanzler werden.“

Möglicherweise tut Bodybuildern das Schauspielern von Charakteren, die vornehmlich durch testosterongetränkte Aktivitäten glänzen, gar nicht gut. Sicherlich hat er auch redlich versucht, diese Aussage witzig klingen zu lassen. Mir fehlt jedoch die blühende Phantasie, nicht zu glauben, dass er seine Ambitionen nicht ernst meint.

Da hat er sich dann allerdings etwas vorgenommen: Ein schillernder Klasse-2-Schauspieler versucht die Schwarzenegger-Nummer in good old Germany und sitzt bei einem trockenen CDU-Landesparteitag vorne auf der Vorstandshühnerleiter und träumt von der Kanzlerschaft.. 😉

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