2020

Auch für 2020 gehört sich ein Jahresrückblick. Und ich versuche mal, das Jahr nicht zu verdammen, wie es viele gerade tun. Das Jahr ist ja nicht nur Corona und darüber will ich nun wirklich nicht viel verlieren an dieser Stelle.

Geschäftlich

Es hätte schlimmer kommen können, aber am Ende war es gar nicht ganz so schlimm. Der Umsatz von 2019 war nicht zu erreichen, allerdings habe ich das Jahr ausgiebig dazu genutzt, meine eh schon nicht sehr hohen Kosten noch weiter zu drücken. Ich bin halt dahingehend ein echtes Sparschwein. Zudem waren die Anschaffungen in diesem Jahr eigentlich nur ein Google Pixel 3a, also ein recht billiges Smartphone, das mir aber immer noch jeden Tag die Freude bereitet, wie nur wenige Smartphones davor.

Das Beratungsgeschäft war in diesem Jahr dann deutlich stärker, als das Webdesign-Geschäft. Die Änderung dieser Ausrichtung schon im letzten Jahr hat sich damit bestätigt. Schön ist, dass ich vor allem auch meine Kompetenz in Sachen Lokalblogs inzwischen einbringen und verkaufen kann. Das will ich weiterhin forcieren, weil es hier kaum Leute gibt, die Technik und Inhalt zusammenbringen. (Die Wettbewerberkritik sei mir erlaubt.)

Demzufolge ist auch mein Lokalblog PF-BITS immer noch ein Quell großer Freude, weil es Relevanz erzeugt. Die Corona-Zeit hat mir eine Menge Informationsarbeit beschert und auch ein Serverupgrade war fällig, aber das war alles gut und wichtig und die Zugriffszahlen haben sich in diesem Jahr verdreifacht im Durchschnitt, an wirklich krassen Tagen auch mal verzwanzigfacht, was eine echte technische Herausforderung ist, die aber auch extrem spannend daherkommt.

Information sucht sich seine Leser und wenn viele Leser Information suchen, hat man diese auch zu liefern. Und so habe ich ein Teil der Zeit, die ich im Frühjahr mangels Aufträge zu viel hatte, dann für Redaktionsarbeit genutzt.

Gesundheitlich

Aktuell wieder prächtig, im Sommer gab es dann aber doch noch etwas zu tun. Schon im April zeigte sich, dass meine bis dato gut im Griff gehaltenen Herzrhythmusstörungen wieder verstärkt auftraten, bis hin zu ICD-Therapien, die notwendig wurden. Die kommen natürlich immer zu Unzeiten und daher nicht sehr lustig. Nachdem ich dann Ende Mai gleich zweimal das Unvergnügen hatte, musste ich, so die ärztliche Anweisung für die Fälle, den Notarzt rufen.

Praktischerweise war dann eh ein Krankenhausaufenthalt notwendig, weil mein ICD nach über acht Jahren nun ausgetauscht werden sollte. Und so wurde der Besuch im Karlsruher Klinikum dazu genutzt, eben ein neues Modell einzubauen und auch gleich per Herzkatheter eine neue Ablation zur Verödung der Herzrhythmusstörungen zu probieren. Auch die Prognose war recht gut, denn dieses Mal war der Eingriff erfolgreich und, toitoitoi, der Herzrhythmus ist richtig gut und ein echter Quell der Freude.

Es sieht also gut aus und all das, was in Sachen Herz eh auf der Agenda lag für dieses Jahr, wurde auch gut erfüllt.

Persönlich

Immer noch ledig und immer noch kein Kind gezeugt (also jedenfalls nicht dass ich wüsste). Persönliche Verluste gab es auch, allen voran mein Hausarzt, Kumpel und Genosse Ralf Fuhrmann. Immerhin, so wie ich heute lesen konnte, kamen auf einen Spendenaufruf zur Beisetzung schlappe 10.000 Euro für die Pforzheimer Aidshilfe zusammen, in der Ralf seit vielen Jahren tätig war. Das ist schon eine sehr große Leistung und zeigt zumindest ansatzweise, wie wichtig Ralf für wirklich viele Menschen in Pforzheim war.

Kopfmäßiges

In Sachen Buch habe ich dieses Jahr deutlich geschwächelt. Letztes und vorletztes Jahr bekam ich über 30 Bücher gelesen, in diesem Jahr sind es gerade einmal 11. Ehrlich gesagt fehlte mir abends sehr oft die Muße, ein Buch zu lesen, wenn ich schon den ganzen Tag am Lesen und Schreiben war. Der Kopf ist zwar nicht geplatzt, aber dennoch – es geht nicht ständig da etwas hinein.

Ich habe (da ist wohl auch einiges an Zeit vergangen) in diesem Jahr wieder angefangen, mehr Podcasts zu hören und könnte eigentlich noch viel mehr hören, hätte ich noch mehr Zeit. Da ist es tatsächlich unpraktisch, nicht zu pendeln, denn das ist die perfekte Umgebung für Podcasts.

Highlight

Tatsächlich nicht viel besonders intergalaktisches, sondern tatsächlich die einfachen Dinge. Nach dem ersten Lockdown beispielsweise sich mit Bekannten zu treffen – grandios. Eine echte Wohltat, die wir sehr schätzen sollten, auch wenn irgendwann die Corona-Pandemie wieder vorbei ist.

Ansonsten habe ich mir endlich einen Traum erfüllt und meinen Benzin-Auto gegen ein Elektroauto ausgetauscht. Das ist im Leasing nur bedingt teurer, mit allen Nebenkosten fast gleichauf. Leider gibt es noch in Sachen Wallbox zu Hause einiges zu tun, allerdings ist das Laden außerhalb gar nicht so schlecht. Dazu blogge ich dann auch mal getrennt.

Ein Highlight, das ich schon Ende 2019 angekündigt hatte, ist dann leider zu keinem Projekt geworden, da hat leider auch Corona dran Schuld. Das hätte ein Blogprojekt werden können, was einen großen Bezug zu meinem ersten Arbeitgeber (die mit den Mainzelmännchen) gehabt hätte und wäre eine richtige Gaudi gewesen. Nunja, irgendwann kommt eine neue Chance, einen würdigen Deckel auf meine Fernsehzeit zu setzen.

2021?

Ich gehe tatsächlich ohne große Vorsätze ins neue Jahr. Ich freue mich sehr, dass ich meinem Vater die Corona-Schutzimpfung am 4. Januar buchen konnte, da wird einer der wichtigen Vorsätze gleich im Januar erledigt. Ansonsten will ich das Geschäftsmäßige weiterhin kritisch infrage stellen und zwar in der Form, dass ich mich ständig frage, was ich da eigentlich tue und ob ich es nicht besser kann. Ich habe in diesem Jahr doch immer wieder mal gemerkt, dass ich in Leerlauf kam und es meinen Kopf nicht anstrengte. Langeweile ist echt nicht, damit kann ich überhaupt nichts anfangen.

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