Ein Laptop-Wechsel von HP zu Lenovo.

Mein 2011 angeschafftes HP Elitebook 8440p erfreut sich auch nach sechs Jahren täglichem Einsatz bester Gesundheit. Eine extrem gute Verarbeitung, ein i7-Quadcore-Prozessor und ein Nvidia-Grafikchipsatz sorgen dafür, dass dieses Laptop auch heute noch absolut state-of-the-art ist. In den sechs Jahren bekam das Teil lediglich ein RAM-Upgrade auf 8 GB und eine 500-MB-SSD spendiert, was beides die Leistung des Laptops nochmal gewaltig nach oben schraubte. Technische Ausfälle? Nada. Nix.

Dennoch war jetzt ein neues Laptop angesagt. Etwas Geld ist da, was gut in eine Investition passen würde. Was nicht so gut passt, ist das derzeitige Laptop-Angebot von HP. Aus Verarbeitungsgründen muss es eigentlich wieder ein Business-Laptop sein, das ist bei HP immer noch die Elitebook-Reihe. Die ist aber in Sachen Performance und vor allem in Sachen Bildschirm nicht mehr das, was ich mir unter Elitebook vorstelle. Schon bei meinem Elitebook 8440p war das Display im besten Falle obere Mittelklasse. Die derzeit verbauten Elitebook-Display sind zwar viel besser, aber im Vergleich zur Konkurrenz einfach nicht superklasse, während der Preis es aber immer noch ist.

Auch andere Mütter haben schöne Töchter und so schaute ich einmal bei Lenovo und dere ThinkPads vorbei. Auch da gibt es verschiedene Serien und die T-Serie ist in etwa das, was HP unter Elitebook versteht. Mit dem Unterschied, dass die T-ThinkPads eine deutlich bessere Ausstattung mitbringen bei vergleichbaren Preisen. Mein Zielnotebook, ein T460p bringt wiederum einen Quadcore mit (alle HP Elitebooks kommen nur mit Dualcore-Prozessoren), Tastaturbeleuchtung, LTE-Karte, 8 GB RAM, Smart-Card-Reader und einen IPS-Bildschirm mit 2560×1440 Pixel.  Und dieser Bildschirm ist wirklich eine Wucht und spielt in der Liga, wo üblicherweise Macbooks spielen. Beim ersten Blick war ich hin und weg und das will wirklich etwas heißen. Die investierten knapp 1.900 Euro sind zwar nicht wenig, aber ich bin guter Dinge, dass die Verarbeitung auch das hält, was sie verspricht.

Ähnlich kompromißlos ging es bei der Installation weiter. Windows 10 lag zwar nicht bei, kann aber als Download bezogen werden. Dieser Download lässt sich auf einen USB-Stick packen und enthält praktischerweise auch die letzten Windows Updates, so dass nach der Installation des Windows keine zusätzliche Update-Orgie fällig ist.

Wer Windows 10 blank installiert, fährt ebenfalls sehr komfortabel, denn via Windows Store lässt sich der so genannte Lenovo Companion installieren, der das Gerät identifiziert und sogleich die passenden Treiber und Updates lädt. Das ist an Lässigkeit nicht mehr zu übertreffen und führt nach wenigen Minuten zu einem fertig installierten Laptop. Die Windows-10-Installation dauerte ganz knapp eine Stunde. Das hatte ich zuletzt bei Windows 2000. 😉

Was ebenfalls auffällt, sind die überschaubaren Kosten für das Zubehör. Ich bin Verfechter einer vernünftigen Dockingstation und die USB-3-fähige Dockingstation kostete 155 Euro brutto inklusive Netzteil. Das Ersatznetzteil war für 60 Euro zu haben und die funktionale Neopren-Tasche für schlappe 9,99 Euro. Da spielt HP schon lange nicht mehr mit.

Sechs Jahre muss das ThinkPad jetzt mindestens mitmachen. Eingefleischte ThinkPad-Besitzer lächeln müde, aber ich lasse da Tatsachen und eigene Erfahrungen sprechen. 🙂

2 Gedanken zu „Ein Laptop-Wechsel von HP zu Lenovo.

  1. „Mein Zielnotebook, ein T460p […]“

    Ich habe einen T460s. 🙂

    „Sechs Jahre muss das ThinkPad jetzt mindestens mitmachen. Eingefleischte ThinkPad-Besitzer lächeln müde, aber ich lasse da Tatsachen und eigene Erfahrungen sprechen.“

    Naja, die Zeit der legendär robusten Thinkpads ist, fürchte ich, auch vorbei, aber sechs Jahre wird er sicher halten. (Siehe dazu „Is a Thinkpad Still Like a Rolls-Royce“ von Russell Coker, https://etbe.coker.com.au/2016/11/06/thinkpad-rolls-royce/ )

    Ich habe bisher Laptops i.d.R. nach ~ drei Jahren getauscht; der letzte Thinkpad hielt aber auch fünf Jahre, und fühlte ich mich fähig, RAM und Platte selbst zu tauschen (und hätte ich nicht gefühlt drei linke Hände), täte er sicher immer noch seinen Dienst. Ich habe „ausgemusterte“ Geräte in der Regel immer für wenig Geld an Freunde weitergegeben, und insgesamt haben sie da mit Sicherheit ihre sechs Jahre erreicht.

  2. Ich finde die T Serie wirklich brauchbar. Mein letztes Thinkpad hatte ich zu Zeiten als noch IBM auf dem Deckel geschrieben stand. Ich war damals sehr zufrieden mit dem Gerät. Danach kamen diverse Geräte anderer Hersteller (HP, Apple und vor allem Dell) zum Einsatz. Dieses Jahr durfte ich mir wieder ein neues Gerät aussuchen. Zur Wahl stand das Dell XPS 13″ Ultrabook und ein Gerät meiner Wahl von Lenovo. Da beim Gerät von Dell der komplette RAM fest verlötet ist (beim Lenovo sind es nur 4GB) und die Wartung umständlich(er), fiel die Entscheidung auf das Lenovo. Und so bekam ich vom Chef Anfang des Jahres ein 460s spendiert. 12GB RAM, 512GB M.2 SDD, LTE, i7 und WQHD Display dazu das Ultra Dock. Ich bin wirklich überrascht. Die Leistung der Gerätegröße gegenüber gestellt ist wirklich toll und das bei einer kaum merklichen Geräuschkulisse. Zudem ist die Verarbeitung wirklich gut. Das einzige was man von der P-Serie vermissen könnte: den Nvidia-Grafikchip. Da es aber ein Arbeitsgerät ist, kann ich mit diesem Umstand leben. Und zum Zocken gibt es ohnehin den PC.

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