Hektik am Morgen.

Es gibt wenig üblere Momente als morgens schlaftrunken aufzuwachen, einen Blick auf den Wecker zu werfen und von Null auf 100 in ungefähr 100 Millisekunden zu kommen. Verdammt, hatte ich nicht einen Termin heute morgen? Wieso hat der blöde Wecker denn nicht geklingelt? Verdammt, schon in 40 Minuten. Und verdammt, allein zum Hinfahren brauche ich 60. Und hat mir mein Kontakt nicht eingebleut, bitte superpünktlich zu sein, was bei einer Anfahrt von 50 Kilometern von Pforzheim bis nach Stuttgart-Innenstadt wirklich eine aufregende Geschichte sein kann, wenn man nicht mit einem großzügigen Zeitkorridor arbeiten will?

Schon während dem Gang ins Badezimmer läuft der Notfallplan. Kontakt anrufen, Verspätung ankündigen. Muss ich etwas mitnehmen? Handy aufgeladen? Dem Herr sei Dank, wenigstens ist das Auto aufgetankt. Hoffentlich macht der Verkehr auf der A8 keine Spirenzien.

Im Badezimmer werfe ich schon das Heißwasser an und mache einen Kontrollblick in den Spiegel, um da einen ziemlich angebissenen Besim zu sehen. Zum Rasieren bleibt mal absolut gar keine Zeit, Kaffee fällt auch aus. Zwischen Badezimmer und Anziehen geht maximal eine Scheibe Brot.

Und dann hat es Klick gemacht und ich habe nach langen Jahren wieder einmal dieses unbeschreibliche Gefühl gehabt, dass der Regisseur im Hintergrund frohlockt, die Szene im Kasten ist und ich wieder ausatmen darf: Verdammt, es ist ja Sonntag. Und nicht Montag. 😉

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