Eine kleine Erfolgsgeschichte.

Das SPD-Blog Baden-Württemberg war schon immer ein seltsames Ding. Schon zu Beginn meiner Zeit, als ich im Dezember das Blog das erste Mal sah, wunderte ich mich, wie schnell man da zum Schreiben kam. Einfach mal angemeldet, sofort freigeschaltet und dann einfach mal Schreiben, was ich auch gleich schamlos dazu ausgenutzt habe, im Vorfeld des Landtagswahlkampfes den Spitzenkandidaten der Konkurrenz ins Visier zu nehmen. 😉

Nach der Landtagwahl 2006 kam auch im Blog etwas die Katerstimmung auf. Einige Initiatoren waren anderweitig mit Projekten beschäftigt, anderer hatten schlicht keine Lust (darunter zähle auch ich) und im Laufe der Zeit wurde dann auch die vorhandene WordPress-Installation immer älter und älter.

Die Unkompliziertheit des Blogs war einer der wichtigsten Punkte des Blogs. Die Internet-Aktivitäten des Landesverbandes waren zum damaligen Zeitpunkt bescheiden, die Landesverbandsseite mehr schlecht als recht und dass dann auch noch Leute aus der Basis auf einer halboffiziellen Website des Landesverbandes einfach mal so schreiben konnten, das war schon etwas besonderes. Und obwohl in der Zwischenzeit der baden-württembergische Landesverband in Sachen Webpräsenzen in den Gliederungen und Arbeitsgemeinschaften bundesweit zu den besten Landesverbänden gehört, hat das Blog immer noch seinen eigenen Charme.

Im letzten Jahr hat dann Dirk Baranek in unseren regelmäßigen Gesprächen über die Internet-Aktivitäten des Landesverbandes das Thema des etwas anstaubenden Blogs angesprochen. Man muss es wie im klassischen Projektmanagement angehen, denn nichts anderes geht an dieser Stelle, wenn mehrere Menschen etwas bewerkstelligen sollten. Wir haben dann eine Art Frühjahrsputz begonnen (was von der Zeit her eher ein „Herbstputz“ war), WordPress aktualisiert, dem ganzen Ding eine neue Tapete verpasst und begonnen.

Schön ist es, wenn zwei Leute ein redaktionelles Tandem besteigen und einfach „Diskussionsgras“ aussäen. Das hat dann erstaunlicherweise sofort vom ersten Tag an funktioniert, was zeigte, dass das Blog noch in genügend RSS-Readern vor sich hinschlummerte. Dann noch etwas die sozialdemokratische Bloggerbasis informieren und schon waren wir wieder im Geschäft. Den virtuellen Defibrillator, den wir für alle Fälle im Schrank hatten, brauchten wir dann schon mal gar nicht. Und wir haben weder einen Artikelplan, noch eine Redaktionssitzung.

Der Nebeneffekt ist, dass das offensive Bloggen offensichtlich ansteckend wird. Kaum machen ein paar die Speerspitze, trauen sich die anderen auch aufs Boot. Mit Ute Vogt und Jörg Tauss sind es immerhin die Landesvorsitzende und der Landesgeneralsekretär, die nun auch das Blog geentert haben. Es funktioniert. Man muss säen. Nicht einfach nur das Holz und den Bauplan hinstellen sondern konkret anfangen, das Schiff zu bauen und dabei davon zu sprechen, was am Ende mit diesem Schiff gehen kann.

Mit gutem Gewissen können Dirk und ich sagen, dass das Blog wieder auf bestem Wege ist. Und es zeigt sich, dass ein thematisch eng begrenztes Blog auch nach einer Ruhephase wieder zu Leben erweckt werden kann, wenn man konsequent Gas gibt und eine Projektleitung hinstellt.

Ein Gedanke zu „Eine kleine Erfolgsgeschichte.

  1. Hey, gute Analyse und Thanx für die Lorbeeren! Das wird noch ein richtig großes Ding, warts ab. Hat sehr viel Spaß gemacht die Zusammenarbeit bisher. Ales so unkompliziert. Webleute können einfach miteinander 😉

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