Erste, größere Einblicke in PlayStation Home.

Sony Computer Entertainment hat offenbar den Beta-Test nun erheblich erweitert und lädt seit den letzten Tagen weitgehend jeden ein, der in der Vergangenheit mal im PlaystationStore eingekauft hat. Damit wird das nun alles weitgehend halböffentlich, wobei die zuzustimmende Beta-Testvereinbarung immer noch vorschreibt, dass man nichts über die Inhalte herausposaunen darf, aber mit dem Lesen habe ich schon immer so meine Schwierigkeiten gehabt. 😉

Tja, allerdings gibt es auch nicht allzuviel über PlayStation Home zu schreiben. Nach Eingabe des Einladungscodes in die Kontenverwaltung darf man die mit rund 50 Megabyte recht schlanke PlayStation-Home-Anwendung herunterladen und installieren. Während der Installation reserviert der Client 3 Gigabyte Festplattenspeicher, um da dann später nachzuladende Inhalte abzulegen, beispielsweise die zusätzlichen Orte in der virtuellen Welt.

Man startet obligatorisch in der Kleiderkammer und darf sich als Männchen oder Weibchen einstufen, aus ein paar Haarfarben, Gesichtsformen und Körpergrößen heraussuchen, sich aus einem bescheidenen Pool von Wäsche anziehen oder sich auch einfach aus einen der vordefinierten Avatare bedienen. Ist das erledigt, landet man im eigenen, spartanisch ausgestatteten Department im so genannten „Hafenstudio“. Da gibts ein paar Sofas und Sessel, zwei Tische, drei Stühle, zwei kleine Schränke und zwei Lampen. Immerhin darf man schon mal die Tapete ändern und noch ein paar weitere Sofas, Sessel, Tische, Stühle, Schränke oder Lampen dazustellen – mehr gibt es derzeit dann aber auch noch nicht, weshalb man schnell heraus geht und auf dem Marktplatz landet.

Dort kann man Schach und Dame spielen, anderen Avataren beim dilettantischen Tanzen und Flirten zuschauen oder in andere Gebäude gehen, wovon es aktuell drei gibt. Das Einkaufszentrum, in dem noch kein Geschäft geöffnet hat, das Kino mit Trailern von Spielen und das Spielecenter, in dem man Billard, Bowling oder an Spieleautomaten spielen kann. An sich ganz hübsch, da man praktisch nichts falsch machen kann: Keine Schlägereien, keine auf den Fuss fallende Bowlingkugeln und auch keine Grabschereien.

Interagieren kann der Benutzer mit der virtuellen Welt über ein (virtuelles) Kommunikationsgerät, das per Start-Taste aufgerufen wird. Dort lassen sich die Standardworthülsen wie „Hallo“ und „Tschüss“ loslassen, aber auch zu anderen Orten springen. Und man kann auch eigene Dinge auspacken und in die Landschaft stellen, wie den Seifenblasenautomaten.

Überhaupt, der Seifenblasenautomat. Der wird vermutlich ein derartiger Kult werden, weil ihn wohl jeder PlayStation-Home-Teilnehmer in der Hosentasche stecken hat und man über das Ding wirklich überall stolpern kann. Ich begreife den Sinn dieses Gerätes und die Analogie dahinter nicht, aber vielleicht kommt das ja noch.

Ein weiteres Spielzeug sind Clubs, denen man beitreten und die man auch selbst anlegen kann. Da dies über einen (noch) kostenlosen Einkauf über den PlayStationStore geht, wird das wohl zukünftig irgendwie einmal Geld kosten wollen. Ein Club besteht aber letztendlich auch einem japanisch anmutenden, leeren Raum, den man mit den gleichen Möbeln bestücken kann, wie das eigene Apartment. Mangels Freunde und Inhalte ist so ein Club also derzeit eine eher unlustige Angelegenheit.

Der Beta-Test ist – noch – eine Lachnummer. Immerhin schreibt man ganz am Anfang, beim Einloggen, dass man in den nächsten Monaten und Jahren (!) noch Dinge weiter hinzufügen wird. Das gibt Hoffnung. Technisch scheint es zu funktionieren. Möbel kann man nicht in die Luft hängen und anderen an die Ohren, man kann sich nicht vom Balkon stürzen und PlayStation Home selbst stürzt ebenfalls nicht ab. Warten wir es ab, der Anfang ist da.

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