Laptop, Flachbildfernseher und VGA.

Eigentlich eine natürlich Angelegenheit, wenn man sich einen Flachbildfernseher mit eingebautem VGA-Anschluss kauft: Wenn man ein Laptop mit VGA-Ausgang hat, schließt man via VGA-Kabel das Laptop mit dem Flachbildfernseher an und schon kann man die Fotos von Omis Geburtstag am großen Fernseher präsentieren. So viel zur Theorie.

Das Problem ist nämlich, dass die beiden gängigen HDTV-Formate 1.280 mal 720 Pixel (HD 720) und 1.920 mal 1.080 Pixel (HD 1080 bzw. "Full HD") nach wie vor keine Formate sind, die in der Computergrafik üblich sind (gell?). Aus diesem Grund können die wenigsten Flachbildfernseher über den VGA-Anschluss in voller Auflösung angesprochen werden. Das geht dann nur mit kleineren Auflösungen, die dann meist auch noch im Seitenverhältnis 16:10 daherkommen. Oder man hat einen Laptop mit eingebautem HDMI-Anschluss und bindet darüber den Flachbildfernseher an.

Da dies aber auch noch eher Seltenheitswert hat, gibt es in vielen Fällen eine andere Lösung: Das gute, alte Component Video. Den gibt es auch an vielen Notebooks, meist als Mini-DIN-Anschluss und der übergibt mit drei Anschlüssen ein Helligkeitssignal, ein Signal mit der Abweichung von Grau auf einer Blau-Gelb-Skala und einem Signal mit der Abweichung von Grau auf einer Rot-Türkis-Skala. Im Gegensatz zum FBAS-Signal, das mit einem Anschluss daherkommt und meist mit einem gelben Stecker gekennzeichnet ist, ist ein Komponentensignal qualitativ erheblich besser (beispielsweise um die Nintendo Wii qualitativ besser an einen HD-Fernseher anzuschließen) und kann auch HD-Bilder übertragen.

Aus diesem Grund darf der geneigte Besitzer eines Laptops mit Komponentenausgang und einem Fachbildfernseher mit Komponenteneingang das ruhig einmal ausprobieren. Die Bildqualität geht zwar nicht an die Qualität eines mit VGA-Kabeln realisierten Anschluss heran, ist aber immerhin in High Definition.

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