Auf der PS3: Fatal Inertia – fatal daneben.

Falls jemand vor Langeweile im Playstation-Store auf die Demo von Fatal Inertia stößt oder gar vor der Entscheidung steht, die Vollversion für 19,99 Euro zu kaufen, dann sei er herzlich davor gewarnt. Es ist einfach nur schlecht. Es war schon schlecht, als es im September letzten Jahres für die Xbox veröffentlicht wurde und es ist nun auch einfach schlecht auf der PS3. Das zeigt sich schon allein dadurch, dass es Fatal Inertia nicht als Discware gibt, sondern nur als Download im Playstation-Store.

Fatal Inertia gibt sich als WipeOut-Verschnitt, man fliegt in der Figur einer schlanken Raumschiffpilotin einen roten Flitzer mit albernem Tribal-Design in Wettbewerben und kann durch herumliegende Silos allerlei Waffen aufsammeln und gleich nach vorn oder hinten abschießen. Darunter Raketen, Bomben, Magnete, Seile (!) und anderen Sperrmüll, alles mit einer unerhört willkürlichen Genauigkeit und kaum auszumachenden Schadensmodellen. Ähnlich beschissen ist die Steuerung des Raumschiffes, denn außer Gasgeben und Nicht-Gasgeben gibt es noch einen Turbo. Ende.

Der Gameplay ist dementsprechend phantastisch mies. Man fährt auf futuristisch wirkenden Rennstrecken in Wüsten und Urwäldern Rennen, muss dabei in der richtigen Reihenfolge durch Tore fliegen, dabei die Konkurrenz in Schach halten und aufpassen, vor Langeweile nicht einzuschlafen. Das alles herrlich pixelig in einfachem HD (wobei ich stark vermute, dass das letztendlich normale, hochskalierte SD-Auflösung ist) und mit einer schrecklich plärrenden Synthesizer-Musik vom Praktikanten. Die Zwischensequenzen sind nicht der Rede wert und grafische Nettigkeiten gibt es schlicht keine.

Keine halbe Stunde hielt die Demo auf meiner PS3 und machte dann selbst einen gesteuerten Abflug nach NULL, nämlich runter von meiner Festplatte. Fatal Inertia ist so fatal katastrophal und kann sich meiner Meinung nach noch nicht mal mit der ersten Version von WipeOut für die erste Playstation messen.

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