USA geben den Notausschalter des DNS nicht her.

Mal ehrlich: Hat da wirklich jemand ernsthaft daran geglaubt, dass die US-Administration die Aufsicht über die DNS-Rootzone wirklich einmal hergibt? Falls ja, dann habe ich für denjenigen eine schlechte Nachricht, denn das Department of Commerce, das Handelsministerium der Vereinigten Staaten, haben vorgestern in einem Schreiben an die ICANN bemerkenswert deutlich festgehalten, dass sie vermutlich an zig Dinge denken, aber keinesfalls daran, die Aufsicht über das DNS-Rootzone aufzugeben, wie einige Köpfe in der ICANN in den letzten Monaten laut geträumt hatten:

„The Department believes strongly that it is important to clarify that we are not in discussions with either party to change the respective roles of the Department, ICANN or VeriSign regarding the management of the authoritative root zone file, nor do we have any plans to undertake such discussions.“

Das sitzt. Zwar hat man im Schreiben zusätzlich festgehalten, dass man durchaus an der Weiterentwicklung des DNS interessiert sei und auch der Internationalität des DNS keine Knüppel in den Weg legen wolle, aber ein Abtreten der Aufsicht der DNS-Rootzone an die ICANN, in privatwirtschaftliche oder gar UN-Hände ist keinesfalls drin.

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