Von Obama lernen heißt, modernen Wahlkampf lernen.

Ich muss neidvoll zugeben, ich liebe die Website von Barack Obama und seiner Obama-’08-Kampagne. Diese wunderbar aufgeräumte Website, das zahnpastfarbene Logo, die Einbindung klassischer Wahlkampfmaterialien wie Logos, Fotos, Spendenaufruf, Wahlkampfmaterial – all das ist einfach perfekt und streamline. Und dazu dann der keinesfalls übertriebene Einsatz ausgewählter Web-2.0-Anwendungen wie Flickr, dem Wahlkampf-Blog, Twitter, Facebook und MySpace. Großes Kino und sehr spannend dargeboten.

Am bemerkenswertesten ist jedoch die konsequente und konsistente Wahlkampfbegleitung. Keine Rede, die nicht perfekt inszeniert mitgeschnitten und auf YouTube hochgeladen ist und jeder Wahlkampfauftritt ist sorgfältig medial fotografiert und zu einzelnen Fotoalben verbunden. Und das alles eben in einem von vorne bish hinten durchgestylten Design, das leicht den Eindruck erweckt, es wäre zu wenig Content am Start, was jedoch nicht der Fall ist. Unter „Issues“ findet sich zentnerweise das Regierungsprogramm, aufgefächert in die einzelnen Themenpunkte.

Man kann von alledem, was im Wahlprogramm steckt, halten was man will. Perfekt medial aufbereitet ist es einfach, ich staune jedes Mal, wenn ich mir das anschaue. Und sicherlich kann man die Art des US-Präsidentschaftswahlkampfes nicht 1:1 in einen deutschen Wahlkampf übernehmen. Man kann jedoch eine Wahlkampf-Website bauen, die perfekt eine mediale und inhaltliche Wahlkampfbegleitung abbildet und maßgeschneidert sitzt. Ein Viertel von diesem Engagement bei uns…

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