Wer die ISDN-Geister rief…

… wird sie nicht mehr los. So geschieht das schon seit einigen Jahren mit einigen ISDN-Routern, die wir einfach nicht loswerden. Anders gesagt: Wir werden sie eigentlich schon hin und wieder los und bekommen sie an Kunden verschenkt, die Bedarf haben, bekommen sie allerdings wieder zurückgeschenkt, so bald der Kunde dann auf DSL upgegraded oder sonst irgendetwas kauft.

Wegwerfen von funktionaler Hardware ist mir persönlich dann zu schade und ich sammle gern immer wieder einiges an gerade älterer Hardware, Speicherriegeln und Routern, weil man mit solchem Zeug so manch verzweifelt suchendem Kunden eine Freude bereiten kann und außerdem im Ernstfall nicht teuer beispielsweise ISDN-Router kaufen muss. Aber so langsam werde ich die Geister wirklich nicht mehr los.

2 Gedanken zu „Wer die ISDN-Geister rief…

  1. ISDN-Router sind Gold wert.

    Manchmal jedenfalls. Wenn DSL ausfällt, kommt man wenigstens per ISDN ins Netz. 64 oder gar 128 Kilobit sind nicht die Welt, aber viel besser als nichts.

    Bekannte von mir wollten den DSL-Anbieter wechseln, waren dann aber durch Abstimmungsprobleme zwischen den Anbietern für viele Tage offline, brauchten aber dringend Internet-Zugang.

    So mußte dann nachts „mal eben schnell“ aus einem Laptop und einer FritzCard ein ISDN-Router gebaut werden, um die Firma aus der Internetlosen Isolation zu befreien.

    Dringende Empfehlung an jeden, der einen ISDN-Router im Haus hat und ihn nicht mehr benötigt: Stellt ihn Euch in den Schrank, sowas frißt kein Brot und kostet kein Geld, aber im Falle des Falles rettet Euch das den Arsch ^W^W über die DSL-lose Zeit.

    Uns solltest Du noch einen ISDN-Router über haben… Ich nehme ihn gerne und erstatte auch gerne das Porto. Ich würde mich dann mit einer kleinen Überraschung revanchieren 🙂

  2. […] Ende 1997 gab es 1 Million ISDN-Leitungen in den USA, und bis Ende 2002 sollte sich die Zahl verdreifachen, prophezeiten die Marktforscher von IDC/Link im Juni 1998. Zum Glück für Freunde schneller Datenleitungen wurde nichts daraus. Denn das Konsortium MCNS einigte sich etwa zur gleichen Zeit auf einen gemeinsamen Standard für Kabelmodems. Anbieter wie Comcast und Verizon boten darauf basierend schon in den späten 90er Jahren Breitband über den TV-Kabelanschluss an – mit Übertragungsraten bis immerhin 2 Mbit/s. ISDN blieb in den USA ein Nischenprodukt und wird heute nur von etwa 5 Prozent der Bevölkerung genutzt. In Deutschland wird ISDN in vielen Haushalten zum Telefonieren eingesetzt, beim Internetzugang aber immer mehr vom wesentlich schnelleren DSL oder 3G-Mobilfunk in den Hintergrund gedrängt. Channelpartner.de, Blog.Netplanet.org […]

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