Besucher-Hotspots in netplanet.

Als Online-Publisher tut man gut daran, sich regelmäßig einmal anzuschauen, wo eigentlich der Bär im Angebot steppt. Denn grundsätzlich sehen die Besucherströme ein Web-Angebot immer anders, als der Autor selbst. Das kann man in mehreren Schritten tun und das geht vor allem ohne teure Analyse:

  1. Übersicht der Suchworte auswerten
    Jede vernünftige Web-Statistik bietet die Möglichkeit, die Referrer von Suchmaschinen auszuwerten. Sprich: Jemand hat in einer Suchmaschine nach einem Begriff gesucht, deine Website als Empfehlung bekommen und darauf geklickt. Da dieser Klick von einer anderen Web-Seite aus referenziert wurde, enthält die Anfrage an deinen Webserver auch diese Referenz und in dieser Referenz finden sich in der Regel die Suchworte, mit denen der Benutzer ursprünglich gesucht hat. Anhand dieser Suchwortverteilung, die man am besten in monatlichen Zusammenfassungen betrachtet, enthält man schon mal einen guten Überblick davon, mit welchen Schlüsselbegriffen die eigene Website in den Suchmaschinen steht.
  2. Statistik der meistaufgerufenen Seiten auf der Website
    Auch diese Werte finden sich in jeder gängigen Web-Statistik und sind quasi die Vitalwerte. Zu berücksichtigen ist bei diesen Zahlen, dass es hier klassische Verteilungen gibt: Am häufigsten wird vermutlich die Startseite aufgerufen, danach finden sich Übersichtsseiten in den höheren Rängen und dann erst einzelne Artikelseiten. Auch ausschlaggebend sind Positionierungen einzelner Rubriken oder Artikel in der hauseigenen Navigation. Alles, was aus der Statistik reißt, sollte man näher betrachten.
  3. Übersicht über externe Links auf das Web-Angebot
    Das ist vielleicht der wichtigste Punkt, denn eine Übersicht darüber zu haben, wo im Web die meisten Links auf die eigene Website zeigen, ist die halbe Miete für die eigene Bewertung. Das perfekte Werkzeug hierfür sind die Google Webmastertools. Einmal seine Website authentifiziert, kann man hier für alle im Google-Index indizierten Seiten nachschauen, von wo aus Links auf die jeweilige Seite zeigen, natürlich alles aus der Sicht des Google-Roboters. Interessant ist aber hier, dass in den Webmastertools weit mehr Links aufgeführt werden, als in der Suchmaschine recherchierbar sind.

So ergibt sich für netplanet, dass es drei große Hotspots gibt: Adressierung im Internet, die Geschichte des Internet und die Netiquette. Die letztere Rubrik wird vor allem häufig von Web-Foren aus verlinkt, während in der Geschichte des Internet vor allem speziell die Geschichte des Internet in Deutschland häufig gesucht wird.

So lässt sich mit etwas Arbeit ein gutes und vor allem sehr individuelles Profil darüber erstellen, woher die Besucher kommen, mit welchen Suchworten sie kommen und wohin sie gehen. Ziel muss nun sein, diese wertvollen Brückenköpfe auch zu nutzen. Mehrere Chancen:

  • Inhalte ausbauen und auf weitere Artikel verteilen, dabei jedoch darauf achten, dass beim Verteilen von Inhalten die eigentlich „starke“ Seite um möglichst wenig Inhalte beschnitten wird. Also nicht einfach die Inhalte der „starken“ Seite in drei Teile zerschnippeln und auf drei Seiten verteilen, denn dann hätte die „starke“ Seite ja nur noch ein Drittel des Inhaltes.
  • Themennahe Artikel vernetzen und damit die Macht der „starken“ Seite nutzen. Dabei ist wichtig, dass die vernetzen Artikel möglichst themennah sind und auch innerhalb der Website stehen. „Starke“ Seiten werden autoritativ anders bewertet, als einfache Seiten, deshalb sind interne Links ungemein wertvoller und sorgsamer zu setzen. Ich achte hier immer darauf, dass ich nicht alles einfach so verlinke, sondern beispielsweise da auf bestimmte Begriffe verweise, in denen das auch wirklich interessant sein könnte. In jedem Artikel beispielsweise den Begriff „Internet“ zu verlinken, ist kaum sinnvoll für den Leser. Ich bilde mir auch ein, dass eine Suchmaschine auch sehr wohl erkennen kann, ob interne Links automatisiert gesetzt werden oder nicht. Viel zu viele Automatismen sind beim Setzen von internen Links viel zu durchschaubar.
  • Den „starken“ Artikel aber auch intern verweben. Ich bin der Meinung, dass genau dies auch den anderen Seiten in der Website zugute kommt. Das sehe ich besonders in den Netiquette-Artikeln, denn da gehören einige Artikel zu den absoluten Spitzenreitern, gleichzeitig finden sich aber auch Artikel mit den niedrigsten Abrufzahlen überhaupt. Dennoch sind alle Artikel nahezu gleich stark im Ranking und ihrer Positionierung in Suchmaschinen. Es macht also meiner Meinung nach Sinn, sinnvoll zu vernetzen, egal in welche Richtung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *