Call of Duty 4 Modern Warfare.

Ich muss zugeben, ich habe Call of Duty 4 schon eine Weile länger als Robert Basic und auch „nur“ für die PS3. Allerdings bin ich vermutlich ähnlich baff, wie er. Ich bin ja nun nicht der unbedingte Shoot’Em’Up-Experte vorm Herrn, allerdings ist Call of Duty Modern Warfare schon eine Klasse für sich.

Zum einen beginnt das mit dem Umfeld. Endlich mal ein Shooter, der nicht mit dem völlig ausgelutschten Zweiter-Weltkrieg-Paradigma herumeiert. Inzwischen sind vermutlich alle Frontbewegungen aller damals beteiligten Länder und Einheiten in Computerspielen verwurstet und auch so Geschichten wie Chimären, die am Ende des Zweiten Weltkrieges noch mal eben geschwind (natürlich) aus Russland heraus den Weltkrieg entscheiden wollen, hauen nicht wirklich mehr vom Hocker. Call of Duty 4 siedelt sich deshalb in der Gegenwart beziehungsweise zehn Jahre davor an und bringt teilweise genau das herüber, was die moderne Kriegsführung so erschreckend macht – sie ist in vielen Teilen so steril wie eine Blinddarmoperation, beispielsweise bei nächtlichen Scharfschützenaktionen aus dem Flugzeug heraus, um einer Gruppe von Alliierten die Flucht zu ermöglichen. Das lässt einen doch nicht wenig grübeln und es ist gut, dass Call of Duty 4 da nicht sonderlich heldenbeschwert an das Thema herangeht. Deshalb ist es mit sicherheit einer der wenigen Spiele, die ihren Zynismus nicht durch das Spiel, sondern durch die Simulation des Echten beziehen.

Technisch ist Call of Duty 4 sicherlich eine Referenz für die PS3. Die Bildwiederholraten sind ungekannt stabil und es ruckelt nur in besonders hektischen Szenen mit Lichtblitzen. Grafik, Animation und Sound lassen kaum etwas zu wünschen übrig. Der Einspielermodus ist jedoch relativ kurz. Ich spare mir jedoch die Wünsche auf längere Missionen. Wer es härter braucht, soll halt zur Fremdenlegion gehen.

Zumindest krasser Wechsel in Sachen Genre: Gran-Turismo-Fans dürfen sich mal den 26. März in Sachen GT 5 Prologue im Kalender dick anstreichen.

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