Die harte Schule des Lernens.

Drängelnde Kunden sind ein Stück weit in Ordnung, damit kann ich leben. Gerade in Richtung Jahresende fällt vielen IT-Verantwortlichen ein, dass das Ende eines Jahres ja oft auch den Zeitraum begrenzt, der für Budgetplanungen maßgeblich ist und wer sein Budget nicht aufbraucht, wird es bei den nächsten Budgetverhandlungen schwer haben, die bisherige Größe beibehalten zu wollen.

Wenn man als Kunde jedoch drückt, macht es Sinn, sich wenigstens einmal die Verfahren durchzulesen, bei denen es einem auf den Fingern brennt. Ein Kunde möchte eine Domain zu seinem anderen Provider übertragen. Das normale Verfahren dazu heißt bei DE-Domains KK und funktioniert so, dass uns der Kunde zunächst seinen Willen mit einem Brief oder einem Fax bekundet. Danach stellt er bei seinem neuen Provider eine KK, eine so genannte Konnektivitätskoordination. Der neue Provider startet diese KK dann, schickt den Antrag zum DENIC, das DENIC fragt bei uns, ob wir der KK zustimmen und die Domain wechselt kurz und schnell den Provider.

Das Fax hat er uns vor Wochen schon zugeschickt und eigentlich wartete ich auch schon auf die KK-Mail. Heute ruft er nun an, setzte auch schon an, um mir ordentlich Dampf machen zu wollen (ist ja Freitag) und endete kläglich schon beim ersten Satz, den ich sofort korrigieren musste, da er da etwas eklatant missverstanden hatte: Nicht wir starten als gebender Provider eine KK, sondern der neue Provider. Da könne er ja lang warten, knirschte er etwas aufgesetzt fröhlich daher, aber eigentlich toll, dass man miteinander reden könne, nichtwahr?

Ich mag es als Tankschiffkapitän, kleine Ruderbootkapitäne mit hochrotem Kopf zurückrudern zu sehen, nachdem ich ihnen das mit der Vorfahrt diskret erklären durfte. 😉

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