Buchrezension: “Second Life – Das Buch zum zweiten Leben”

Gut, man kann über Second Life streiten. Ist das Leben in einer Virtualität nicht eine kontrollierte Flucht aus der Realität oder überspringen gar, frei nach Peter Sloterdijk, die Vorausahnungen einer mehrwertigen Ontologie von der Hermetik innerhalb der Nietzscheschen und Heideggerschen Diskurse gar die massenkulturelle Anschauung? Das wissen vermutlich nur die Geier.

Zum Streiten gehört zunächst eine wissenstechnische Grundausstattung und da helfen Oliver Gassner und Olivia Adler mit einem interessanten Buch aus. „Second Life – Das Buch zum zweiten Leben“ komm zwar augenscheinlich etwas hausbacken im CD-Booklet-Format daher, allerdings blinkt links unten als O’Reilly-Logo, was zumindest ein Garant dafür ist, dass es ein echtes Freakbuch sein muss. Und das ist es dann auch, obwohl man vorausschicken muss, dass es kein sprödes Handbuch ist.

Auf 130 bebilderten Seiten geben die Autoren einen schönen Überblick über die Welt von Second Life und erklären dem Laien überhaupt einmal, wie man als Avatar (was ist ein Avatar überhaupt?) überhaupt erst einmal zu vernünftigen Kleidern kommt, was für üble Gestalten „Griefer“ sind, wo man am besten „Sculpties“ baut (nämlich in der Sandbox) und wie man seine ersten „Linden-Dollar“ verdient, nämlich idealerweise durch bezahltes Herumsitzen.

Sehr interessant sind die einführenden Bereiche zur Geschichte von Second Life oder auch ein kurzer Einblick in die Möglichkeiten für Unternehmen, sich in Second Life zu engagieren. Selbstverständlich kann man an diesen Stellen nicht unbedingt erwarten, auf 130 Seiten eine Second-Life-Bibel geliefert zu bekommen, aber ich denke, das ist auch gar nicht der Anspruch. Das Buch ist für Anfänger ein idealer Einstieg in die Materie, bevor man sich überhaupt Second Life auf den Computer installiert.

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