Wildwest in der (Anti-)Spam-Szene.

Wir müssen nicht darüber diskutieren: Spam ist eine Katastrophe. Für das Internet und für jeden Besitzer eines E-Mail-Accounts. Es gibt vermutlich kaum eine andere Tätigkeit in der modernen Netzwelt, die derart kontraproduktiv ist, als das Aussortieren von Spam.

Deshalb muss man an sich auch nicht über die wichtigsten Werkzeuge der effizienten Spam-Bekämpfung reden – den professionell DNS-Blacklists. Zu den ambitioniertesten Blacklists gehören die des britischen Spamhaus.org-Projekts. Allerdings leisten sich gerade die Jungs in den letzten Wochen einige seltsame Äußerungen, die nicht so ganz vereinbar mit vernünftigem Verhalten vereinbar scheinen.

Und zwar finden sich derzeit auf den Listen von Spamhaus auch die IP-Adressen der österreichischen Registrierungsstelle für .at-Domains, nic.at. Und das deshalb, weil die Betreiber von Spamhaus nic.at aufgefordert haben, eine Reihe von .at-Domains zu löschen, die im Verdacht stehen, in tiefer Verschachtelung für Phishing-Websites genutzt zu werden. Und da nic.at (zu Recht) darauf hingewiesen hat, dass das Löschen von Domains aus vertragsrechtlichen Gründen nicht einfach so vom Registrar vorgenommen werden kann, reagiert Spamhaus nun ganz delikat, in dem es einfach die Mailserver von nic.at auf ihre Filterlisten setzt, mit dem Kommentar, dass nic.at „Spam dulden“ würde. Sehr merkwürdige Argumentation, die völlig über das Ziel hinausschießt.

Heise.de: Spamhaus.org setzt Österreichs Domainverwaltung unter Druck

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