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Font-Manager für Windows der Extraklasse: Printer’s Apprentice.

17. September 2014 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in SoftwareWelt

Wer viel mit Schriften unter Windows arbeitet, kennt das Problem: Die eingebaute Schriftenverwaltung von Windows in der Systemsteuerung ist nichts über Freunde der guten Übersicht. Inzwischen gibt es unter Windows zwar keine zahlenmäßige Beschränkung bei installierten Schriften und auch längere Namenslisten werden verhältnismäßig schnell ausgegeben, aber wer nach bestimmten installierten Schriften suchen muss oder nicht alle seine Schriften ständig installiert haben will, der ist ziemlich verloren. Da schielt man dann schon gelegentlich neidisch zu MacOS, für das eine ganze Reihe von sehr schönen Font-Managern existieren.

Nach einer ganzen Weile Suche habe ich letztes Jahr dann doch ein kleines Windows-Tool mit dem Zungenbrechernamen “Printer’s Apprentice” der kleinen US-Softwareschmiede Lose Your Mind Development gefunden, ausprobiert und nach der Testzeit für 24,99 US-Dollar auch gleich mal gekauft. Denn Printer’s Apprentice, auf Deutsch übersetzt in etwa “der Stift/Gehilfe des Druckers” ist genau das. Ein kleines, flottes und mächtiges Werkzeug zur Schriftenverwaltung und zur schnellen In- und Deinstallation von Schriften in Windows.

Die Installation und der erste Start.

Die Installation ist herzlich einfach und der erste Start ist erst einmal verwirrend: Denn bei jedem Start fragt das Programm über die Benutzersteuerung nach erweiterten Windows-Rechten – die es jedoch zwingend braucht, um den Windows-Schriftenordner beeinflussen zu können. Da Printer’s Apprentice aus meiner Beobachtung heraus sorgfältig mit dem Windows-Schriftenordner umgeht, kann man diese erweiterten Rechte durchaus gewähren.

Printer's Apprentice

Nach dem Start zeigt sich eine aufgeräumte Oberfläche, die in der linken Leiste die Auswahl darüber gibt, was man sich anschauen möchte: Installierte Fonts, einzelne Font-Dateien bzw. -Ordner oder Font-Gruppen. Während die ersten beiden Registerkarten selbsterklärend sein dürften, sind die Font-Gruppen besonders interessant. So ein Ordner für Font-Gruppen lässt sich in den Einstellungen (“Tools” – “Options”) konfigurieren und dieser wird dann hier in der Font-Gruppenansicht mit allen Unterordnern sauber angezeigt. Beim erstmaligen Aufruf einer solchen Font-Gruppe wird beim Anhaken der Funktion “Read sub folders” ein kompletter Scan aller Font-Dateien vorgenommen und eine Voransicht generiert, die sich dann rechts in voller Pracht anschauen lässt. Mein rund 13.000 Font-Dateien schwerer Font-Gruppenordner war in ca. 2 Minuten erstmalig gescannt. Da Printer’s Apprentice die Voransichten cacht, ist ein späterer Aufruf nicht mehr ganz so langandauernd. Zudem möchte die Softwareschmiede diesen Scan zukünftig noch weiter verbessern, so dass hier die eigentliche Killerfunktion von Printer’s Apprentice bleibt.

Die Übersicht

Was Printer’s Apprentice sehr gut macht, ist das Auslesen von Meta-Informationen aus den Schriftendateien, die in den Dateiformaten TrueType, OpenType (auch PostScript-basiertes OpenType) und Adobe Type 1 vorliegen dürfen. In diese Meta-Informationen können (tun aber leider nicht alle) Autoren von Schriftarten beispielsweise neben den Gewichtungen (also Regular, Bold, Light etc.) auch definieren, ob die Schrift Serif, Sans-Serif, Monospaced etc. ist. Informationen, mit denen eine Auswahl einer passenden Schrift aus größeren Beständen deutlich einfacher werden kann, wenn denn eben auch alle Schriftenhersteller bei den Meta-Informationen etwas mehr mitdenken würden.

Schön wird es jedoch, wenn man sich durch einen Bestand an Schriften durcharbeitet und eine Auswahl an Schriften zusammenstellen möchte, was sich in Printer’s Apprentice bewerkstelligen lässt, ohne dass auch nur eine Schriftdatei direkt in Windows installiert werden müsste. Und dann diese Auswahl mit einem eigenen Text live anschauen und vielleicht dann als Testdruck ausgeben möchte. Denn das alles macht Printer’s Apprentice dann auf Knopfdruck mit zusammengestellten Sets und auch mit importierbaren Textvorlagen in der gewünschten Textgröße, so dass auch im Produktivbetrieb sehr schön eine Auswahl an Schriften zusammengestellt werden kann. Wer besonders viel Papier bedrucken will, kann auch von jeder Schriftdatei eine Probeseite ausgeben lassen oder auch gesammelt eine Übersichtsseite einer Schriftenfamilie. Das sieht dann genauso übersichtlich aus, wie die recht begehrten (und teuren) Musterbücher der großen Schriftenanbieter.

Das Zusammenspiel mit dem Windows-Schriftenordner

… ist völlig problemlos. Schriften können direkt aus Printer’s Apprentice in Windows installiert und auch wieder deinstalliert werden. Das wirklich schöne ist, dass auch hier bei allen Windows-Schriften die Voransicht inklusive dem Herauslesen der Meta-Informationen in Printer’s Apprentice funktioniert und man auf einen Schlag sieht, was alles im Windows-Schriftenordner ist. Und auch der Export von Dateien aus dem Windows-Schriftenordner in eigene Font-Gruppen funktioniert problemlos.

Kompatibilität, Preis, Updates?

Kompatibel ist Printer’s Apprentice von Windows XP bis 8.1 mit allen Funktionen und auch dem Zugriff zum Windows-Schriftenordner. Der Preis ist mit 24,99 US-Dollar für die Installation auf maximal zwei Computern meiner Meinung nach absolut in Ordnung, Update-Versionen gibt es später dann gar nur für 15 US-Dollar. Bezahlt werden kann der Lizenzschlüssel mit Kreditkarte oder PayPal. Wartungsupdates gibt es verhältnismäßig wenige, ich tippe mal aus meiner Beobachtung grob auf einen halbjährlichen Update-Rhythmus, der aus dem Programm heraus gestartet werden kann.

Einziger Nachteil von Printer’s Apprentice, wenn man es so sehen möchte: Das Programm gibt es nur in englischer Sprache. Das ist aber verschmerzbar, denn ansonsten ist Printer’s Apprentice ein echter Helfer in den Fluten von Windows-Fonts.

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Mea culpa, Microsoft.

10. September 2014 | 2 Kommentare | Veröffentlicht in ComputerWelt

Tut mir leid, Microsoft, ich muss mich bei dir entschuldigen. Ich habe dich heute grundlos beschuldigt. Ich habe nämlich auf meinem Windows-Rechner ein komplettes Systemabbild als Backup erstellt und auf mein Netzlaufwerk gespeichert und mich eine Weile schwer darüber geärgert, wie ultralangsam das Windows-eigene Backup arbeitet und ich gut 3 Stunden darauf warten musste. Ihr seid aber gar nicht schuld gewesen, sondern mein Switch, an dem PC und NAS angeschlossen sind.

Denn der ist nur ein 100-Mbit/s-Ethernet-Switch. Das ist zwar im T-DSL-Zeitalter immer noch ganz flottig, aber wenn man mit Operationen zu tun hat, die man auf anderen Geräten gern auch mal mit USB macht, dann sind 100 Megabit pro Sekunde ziemlich wenig. Die rein rechnerischen 3 Stunden passten dann auch ganz gut ins Schema der 120 Gigabyte, die das Backup auf die NAS geschaufelt hat.

Morgen ist also ein Gigabit-Switch fällig, zumal alle Netzwerkanschlüsse im Homeoffice schon seit Jahren gigabit-fähig sind. Warum sich das noch nicht bis zu mir in Sachen Switch gesprochen hat, kann ich so gar nicht beantworten, ich bin selbst erstaunt darüber.

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Opening netpla.net.

5. September 2014 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in GeschäftsWelt

Die Website zu meiner beruflichen Tätigkeit hat nun lange genug auf sich warten lassen. Das ist insofern peinlich, weil ich ja Visitenkarten mit der Website-Adresse verteile und diese Adresse bisher auf das Internet-Lexikon führte. (Immerhin aber nicht auf ein Baustellensymbol.)

Nun aber ist es soweit, ich habe endlich mal ein Wochenende dazu genutzt, schnell ein WordPress-Template zu bauen und meine schon seit längerem geschriebenen Inhalte zu redigieren und darin dann zu veröffentlichen. Unterm Strich macht man als Selbstständiger ja eigentlich noch viel mehr der Dinge, die man auf die eigene Website schreibt, aber wenn man etwas sehr schnell lernt als Selbstständiger, dann ist es die Anpassung an Begebenheiten, Chancen und Neuentwicklungen. Aus der Warte betrachtet ist das also alles immer ein Anfang, aber eben nicht mit Baustellensymbol.

Da geht es lang: http://www.netpla.net

“Drüben” gibt es ebenfalls ein Weblog, das ich jedoch bewusst und streng auf geschäftliche Inhalte beschränke. Kann und darf man auch abonnieren, aber der große Spaßbereich wird das sicherlich nicht. Dafür gibt es in der ToDo-Liste aber einige Themen zum Thema Social Media und Corporate Communication, die ich schon immer mal abhandeln wollte. Dazu ist dort nun die richtige Plattform.

Kritik und Anregungen werden gern angenommen.

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Auf geht’s!

4. September 2014 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in SonstigeWelt

Supermarktkasse am Samstag vor einigen Wochen. Zwei Kassen waren geöffnet, die Warteschlangen erträglich und es ging ruhig zu. Die beiden geöffneten Kassen waren getrennt durch die üblichen Schokoladen- und Zigarettenregale, so dass ich das Gesicht der Person nicht mitbekam, die in der Nachbarschlange plötzlich laut und deutlich “Auf geht’s!” rief. Und dann gleich nochmal. Auf geht’s! Kehlig, aber überzeugt, von einer vermutlich kleineren Person.

Nun ist ja das Herumstehen in einer Warteschlange einer Supermarktkasse wahrlich kein Darstellungsort für Expressionisten, so dass man auf so einen Spruch in der eher unangenehmen und indiskreten Wartesituation entweder mit Aggressivität oder peinlichem Weghören reagiert. Immerhin beleidigt man mit so einer Ansage in einer Warteschlange schnell mal jemanden, ob nun die Kassiererin, oder die Person, die vor einem wartet. Andererseits vergisst man so einen Emotionsausbruch auch schnell wieder. Man rückt auf und will ja schließlich auch irgendwann möglichst schnell bezahlen, damit der eher lästige Supermarktbesuch schnell auch wieder Geschichte wird.

“Auf geht’s!” dann nach einigen Dutzend Sekunden nochmal, wieder laut und deutlich, diesmal hinter mir. Da ich schon direkt an der Kasse stand, riskierte ich einen Blick nach hinten. Und da sah ich, dass das “Auf geht’s!” von einer jungen Frau mit offensichtlichem Down-Syndrom kam, die ihre zwei nicht ganz so schnellen Begleiter damit motivierte und sich ihrer Motivationskraft ziemlich sicher zu sein schien.

Als dann noch ein “Auf geht’s!” kam, als sich die Truppe mit dem bepackten Einkaufstüten auf den Weg machte und an mir vorbeikam, drehte ich mich nochmal um zu ihr, zeigte direkt auf sie: “So isses! Gut, dass es mal jemand genau so sagt!” Leider nicht ansatzweise so überzeugend, wie sie das kann.

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Retweet in XXL.

9. August 2014 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in MedienWelt

Der sonntagvormittägliche Blick in den SPIEGEL der kommenden Woche ist ein gut abgehangenes Ritual, dankenswerter möglich durch die elektronische Version, die schon am Sonntagmorgen ab 8 Uhr herunterzuladen ist. Das wird sich ab nächstes Jahr übrigens soweit ändern, als dass der SPIEGEL nicht mehr montags, sondern schon samstags erscheint.

Anyway… letzten Sonntag war ich dann recht erstaunt, als mich auf der Seite 129 der SPIEGEL-Ausgabe 32/2014 niemand geringeres als ich selbst aus der Medienseite herausblickte, dem Facebook-Ausfall am 1. August und ein knarziges Zitat darüber sei Dank (Klick for Big):

Besim-Zitat im SPIEGEL 32/2014

Und auch wenn der SPIEGEL eine Millionenauflage hat – so ein “XXL-Retweet” bringt außer 15 Minuten Ruhm nichts. Letzte Woche ist kein Follower hinzugekommen, zudem gehört der zitierte Tweet mit einem (echten) Retweet und zwei Favorites zum Gros der eher wenig aufgefallenen Tweets. Aber immerhin auch 2014 im SPIEGEL Spuren hinterlassen. :-)

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Das Domain-Name-Chaos.

21. Juli 2014 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in DNS

Wie es sich fühlt, als Eltern von den eigenen Kindern aufgefressen zu werden, kann ich aktuell in etwa nachvollziehen. Zur Zeit schreibe ich nämlich den netplanet-Artikel zu Top-Level-Domains um, und zwar fundamental. Denn die Zeiten, wo man mal eben so alle existierenden Top-Level-Domains auf eine Seite schreiben konnte, ist vorbei. Das an sich einst sehr strenge und dann aufgelockerte System der Top-Level-Domains ist einem wahren und nahezu chaotischen Wildwuchs gewichen. Glaubt man nicht?

Wer kennt die Domain-Endung “.club”? Oder “.archi”? Oder wer kommt darauf, dass die ebenfalls existierende Domain-Endung “.airforce” gar nicht einer Militärbehörde gehört? Was macht man mit einer Domain-Endung “.blackfriday”? Oder “.xyz”? Für Zahnbelange soll wohl “.dental” gelten, aber warum gibt es auch noch “.dentist”? Welcher Logik folgen Top-Level-Domains für Unternehmen wie z.B. “.neustar” oder “.bmw”?

Und das sind nur einige Beispiele in einer inzwischen völlig außer Kontrolle geratenen Liste von Top-Level-Domains. Das Domain Name System ist der Idee einer halbwegs strengen Ordnung gewichen einem System des reinen Kommerzes. Wer die Kohle hat, kauft sich keine Domain mehr, sondern gleich eine Top-Level-Domain. Die Hürden von rund 100.000 US-Dollar zur Stellung eines Antrages, die bei einer Ablehnung auch nicht zurückerstattet werden können, sind für viele Unternehmen schlicht ein Klacks, der sich auch noch problemlos abschreiben lässt.

Rein an Systematik und Ordnung gewonnen ist mit diesem entstandenen Wildwuchs nichts. Internet-Provider haben ihre liebe Mühe, in diesem System halbwegs kostendeckend Registrierungen in exotischen Top-Level-Domains durchführen zu können und Inhaber von Markenrechten schaffen den Überblick kaum noch ohne entsprechende Dienstleister. Verdienen tun die großen Registrare, die lange Jahre mit exzessiver Lobbyarbeit bei einschlägigen Gremien und Regierungen dafür gesorgt haben, das Domain Name System zu einem modernen Klondike River umzudefinieren. Das Ergebnis ist – ich wiederhole mich – totales Chaos. Adressen sind plötzlich Adressen und nur noch wenige können erkennen, ob eine Adresse wirklich eine Adresse ist. Wer käme auf die Idee, dass abc.xyz nun tatsächlich einen gültigen Host-Namen darstellen könnte? Und was wird eigentlich passieren, wenn der Betreiber einer Top-Level-Domain die finanzielle Grätsche macht und möglicherweise hunderte Domain-Namen verlorengehen?

Nichts ist mehr so, wie es war. Das muss nicht unbedingt schlecht sein, aber ich bezweifle es, dass der radikale Wechsel von einem Verzeichnissystem hin zu einer Ansammlung von mehr oder weniger ernstzunehmenden Litfaßsäulen tatsächlich der richtige Weg ist. Andererseits lohnt die Diskussion darüber auch nicht sonderlich, denn umkehrbar ist dieser Wandel nicht mehr. Das Domain Name System ist technisch zwar immer noch funktionsfähig, aber eigentlich ist es kaputt.

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Zwei Jahre ICD.

19. Juli 2014 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in MedizinWelt

Das zweijährige Jubiläum meiner ICD-Implantation habe ich großzügig vergessen. Das liegt vor allem daran, dass tatsächlich das eingetreten ist, was bei einer Implantation als Sekundärprävention (also quasi nicht superdringend, weil lebenserhaltend, sondern prophylaktisch weil eine Neigung zu Herzrhythmusstörungen) der Normalzustand wird: Man vergisst, dass man einen implantierten Defibrillator in der Schulter trägt. Es gibt immer mehr Tage, an denen mir der ICD nicht in den Sinn kommt, zudem spüre ich im Normalzustand absolut nichts und kämpfe an besonders wetterträchtigen Tagen lediglich mit einer juckenden Narbe.

Auch in Sachen Therapie, also einer erfolgten Abgabe von Impulsen oder Schocks, passierte in den letzten zwei Jahren nichts. Alle sechs Monate gibt es einen Besuch beim Kardiologen und bei der ICD-Kontrolle, die Herz und ICD prüfen, bei letzterem wird dann auch geschaut, ob es in den jeweils sechs Monaten eventuelle Therapien gab und wie der Geräte- und Elektrodenzustand ist. Ansonsten gebe ich alle vier Monate bei meinem Hausarzt ein paar Röhrchen Blut für ein großes Blutbild ab und das war es dann auch. In Sachen Medikamentation gibt es nur noch drei Tabletten am Tag: Einen Betablocker zur Prävention von Rhythmusstörungen, einen leichten Blutdrucksenker und eine niedrige Dosis ASS zur leichten Blutverdünnung. Nebenwirkungen: keine, außer dass ich mich gelegentlich etwas “ausgebremst” fühle, wenn ich schlagartig den Kreislauf in Schwung bringen soll.

Einschränkungen im Alltag: Für mich keine. Eine Karriere als Berufskraft- oder Busfahrer, Lokführer, Pilot etc. kann ich mich auch weiterhin abschminken, ebenso als Berufstaucher, Boxer oder Seiltänzer. Ich werde diese Einschränkungen aushalten, denn bei allen “restlichen” Berufen und Hobbies gibt es keine, wenn man berücksichtigt, dass ich bei besonders gefährlichen Aktivitäten eine zusätzliche Absicherung in Betracht ziehen sollte, aber das ist beim Tanz über ein Gerüst oder beim Bergsteigen generell keine schlechte Sache.

So richtig viel zu jammern gibt es demnach nicht. Wäre fein, wenn es so bliebe.

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Private Filesharing mit Pydio.

18. Juli 2014 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in SoftwareWelt

Im Rahmen meiner Arbeit muss ich öfters Druckdaten und sonstige Dateien bereitstellen. Daten, die teilweise weit in den zweistelligen Megabyte-Bereich gehen und die einfach nicht gut und vor allem nicht sehr effizient per E-Mail zu versenden sind. Lange Zeit habe ich mich da beholfen mit meinem Webspace, auf dem ich in einem eigenen Verzeichnis dann per FTP Dateien hochgeladen und einen normalen URL an die Zieladresse geschickt habe. Das funktioniert zwar, ist aber in Sachen Workflow mehr als ätzend… Datei hochladen, URL herausschreiben, in eine E-Mail kopieren, später Datei wieder vom Webspace löschen. Zu viele Schritte, die eigentlich der Kollege Computer besser machen könnte.

Dropbox oder eine andere Cloud wäre eine halbwegs praktikable Lösung. Mit öffentlichen Clouds habe ich es aber nicht so, nennen wir als Grund Paranoia. Vom Prinzip her sind aber Dropbox & Co. auch keine so rechte Lösung, weil ich hier dennoch genügend Schritte machen müsste, nämlich URL herauslesen und die betreffende Datei später auch wieder löschen.

Lösung: Private Filesharing mit einer eigenen Cloud-Lösung. Dazu gibt es Löhnware (sogar richtig deftig teure), aber auch Open Source. Auf eine solche Lösung hat mich mein alter Buddy Berlin-Timo gebracht, eine Software namens Pydio. Pydio kommt als rund 8 Megabyte leichtes Software-Paket daher, dessen Inhalt schlicht und einfach auf einen eigenen Webspace zu übertragen ist. Danach einen Domainnamen auf dieses Verzeichnis routen, die Adresse aufrufen und konfigurieren. Die Konfiguration ist dabei herzlich einfach, denn Pydio kommt ohne externe Datenbankanbindung aus und speichert seine Inhalte standardmäßig in dateibasierte SQLite-Datenbanken. In der initialen Installation legt man dann noch einen Benutzer an und schon ist die eigene Cloud auf dem eigenen Webspace voll funktional. Wer sich jetzt noch ein SSL-Zertifikat für den eingerichteten Domainnamen gönnt, kann seinen Kunden maximale Übertragungssicherheit bieten.

Schick wird es mit Details rund um Pydio. Es gibt nämlich eigene Apps für iOS und Android, die ebenfalls direkten Zugriff in die eigene Cloud ermöglichen (spätestens hier wird eine SSL-Verschlüsselung wirklich obligatorisch). Und auch für Thunderbird gibt es ein Add-On namens AjaXplorer for Filelink, mit dem sich eine Upload-Möglichkeit direkt in das Schreiben einer E-Mail integrieren lässt, so dass im Maileditor hinzugefügte Dateien in Wirklichkeit nicht an die Mail angehängt werden, sondern nach dem Absenden auf die eigene Cloud übertragen werden und lediglich ein Link zum Download in die E-Mail kommt.

Der angenehme Nebeneffekt von Pydio ist, dass man einige obligatorische Dinge nun einfach vergessen kann. Mein Dateiordner ist so eingestellt, dass er alle hochgeladenen Dateien, die älter als 60 Tage sind, automatisch löscht. Ich habe meine eigene Cloud, ich habe meine eigene Verschlüsselung und ich kann mit meiner eigenen Cloud meine Datenschutzrichtlinien einhalten.

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Smartphone-Apps als Schriftenlieferanten.

16. Juli 2014 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in MobileWelt

Disclaimer: Mein Anwalt hat geprüft und in folgendem Text keine potentiellen Rechtsverstöße festgestellt. Die folgenden Schritte zeigen keine Vorgänge, die durch Deassemblieren von kompilierten Dateien entstehen, ebenso wird kein Kopierschutz geknackt, sondern lediglich eine Datei in einem De-Zip-Programm geöffnet.

Der meines Erachtens nach notwendige, auch wenn völlig bescheuerte Disclaimer erklärt eigentlich schon alles – Gängige Smartphone-Apps (egal ob Android oder iOS) enthalten neben Programminhalten, Grafiken und multimedialen Inhalten meist auch Schriftdateien, in der Regel im TTF- oder OTF-Format. Zwar haben App-Dateien eine eigene Dateiendung (unter Android “.apk” und unter iOS “.ipa”), allerdings sind diese Dateien nichts anderes als handelsübliche Zip-Dateien, also im Zip-Format komprimiert. Benennt man App-Dateien in ihrer Dateiendung auf “.zip” um oder öffnet sie in einem besseren Komprimierungsprogramm wie 7-Zip, dann zeigt sich auf einen Schlag das gesamte Gut. Im Falle der SPIEGEL-Reader-App für iOS zum Beispiel mit folgendem Inhalt:

Font-Dateien in Apps

Das ist nicht weniger als die gesamten SPIEGEL-Schriftfamilien, die zum Beispiel bei MyFonts.com mehr als 220 Euro kosten. Schiebt man diese Dateien aus der gezippten App-Datei direkt in den eigenen Schriftenordner … aber das darf ich nicht weiter beschreiben, denn natürlich ist so eine Nutzung der in der App gelieferten Schriften nicht gestattet (andererseits müsste das ein Lizenzvertrag auch explizit untersagen). Das Spiel kann man so weiterführen, denn viele Apps nutzen nicht die an sich reichhaltige Auswahl an im Mobilbetriebssystem integrierten Schriften, sondern bringen ihre eigene Hausschrift in voller Pracht mit.

iOS macht es da sogar deutlich leichter als Android, denn wer sein iPhone/iPad mit iTunes sichert, hat ein komplettes Backup aller installierten Apps auf der Festplatte. Man schaue (unter Windows) in den Benutzerordner, dort unter

"Eigene Musik\iTunes\iTunes Media\Mobile Applications"

Unter Android ist es nicht ganz so einfach, denn dort lassen sich installierte Apps nur auf dem Smartphone/Tablet selbst heraussuchen und das auch nur bei einem gerooteten Gerät. Dort befinden sich die Apps in

"/data/app"

Da Android Apps auch direkt von hier aus startet, sollten Apps hier nicht direkt geöffnet werden, sondern an eine Stelle im Smartphone kopiert, wo man dann mit einem Dekomprimierprogramm gefahrlos hineinschauen kann. Meist befinden sich innerhalb der App-Datei die Schriftarten im “assets”-Ordner.

Sicherheitshalber nochmal der Hinweis: So dahergeholte Schriftdateien sind in der Regel nicht zur Nutzung außerhalb der jeweiligen App lizenziert. Ich habe das jetzt hier laut und deutlich gesagt. Ich liebe Schriftarten und kaufe offiziell die Schriften, die mir gefallen, um damit auch die Leute zu unterstützen, die sie erstellen. Allerdings könnten genau diese Leute auch mal die Verkäufer ihrer Schriften bitten, wenigstens doch bitte mal ihre Schriften mit entsprechenden Flags auszustatten, die eine Installation als normale Schriftdatei in Betriebssystemen untersagen. Das ist für gewiefte Leute zwar auch keine echte Hürde, ist aber wenigstens nicht ganz so einfältig. Am sinnvollsten wäre es, wenn ein App-Programmierer mit etwas Phantasie solche wertvollen Assets halbwegs gut codiert und vor einfacher Entnahme schützt.

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Aus dem Maschinenraum der Enterprise.

17. Juni 2014 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in MovieWelt

Ein Traum wird wahr. Ich habe mir bei Zutritten zu Rechenzentren immer gewünscht, dass es da nicht einfach nur brüllend laut ist (ein echtes Problem übrigens), sondern die Geräuschkulisse wenigstens stilvoll ist. Sounddesign für Rechenzentren ist zwar noch ein bescheidenes Business, aber so viel braucht es dazu auch gar nicht. Es reicht schon, wenn man einfach den Ambience-Sound des Engineering Room der USS Voyager aus Star Trek in den Hintergrund einspielt:

Ambience-Mixes sind für das ungeübte Ohr vermutlich so spannend wie ein laues Lüftchen, aber das, was man da hört, ist eben echtes Hintergrundgeräusch von der Voyager … also halt das, was wir als Voyager bezeichnen, denn natürlich ist beim Filmen der Serie in den Kulissen auch kein Maschinengeräusch zu hören, denn auch da wird das erst in die fertige Tonmischung eingespielt.

Maschinenraum ist zu laut? Es geht dann, beispielsweise für das Großraumbüro, auch spannender, nämlich mit Ambience-Sound der Brücken – von allen Star-Trek-Serien:

TOS (“The Original Series”):

TNG (“The Next Generation”):

DS9 (“Deep Space Nine”):

VOY (“Star Trek Voyager”):

“Star Trek”, sagt sich vielleicht der ein oder andere Science-Fiction-Kenner, “ist doch alles bunter Fernsehmüll!” Wenn es um das Raumschiff geht – also um das Raumschiff – dann führt kein Weg an der Discovery aus dem Kubrickschen Superschinken “2001 – Odyssee im Weltraum” vorbei. Eine Stunde Ambience-Sound gibt es auch von dort:

Zumindest letzteres hört sich dann schon am ehesten nach ISS an, auch wenn hier die Raumfülle wie bei den jüngeren Star-Trek-Filmen fehlt. Aber wer jetzt Büro oder Rechenzentrum vernünftig beschallen möchte … bitteschön!

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