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Ruckeln im Amazon Fire TV beseitigen.

22. August 2015 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in ElektronikWelt

Amazon Fire TV und sein kleiner Bruder Fire TV Stick sind zwei feine Hardware-Gerätschaften für den Fernseher. Einfach an den HDMI-Port angeschlossen, mit Strom versorgt, ins WLAN eingeklinkt und schon hat man einen echten Smart-TV, der fast jede fernsehseitige Smart-TV-Lösung um Längen schlägt.

Die Hardware in den Fire-TV-Geräten sollte eigentlich von Anfang an überzeugen, da die Gerätschaften verhältnismäßig üppig ausgestattet sind. Ich schreibe „sollte“, denn was bei der Wiedergabe von Filmen auf Fire-TV-Gerätschaften auffällt, ist ein Ruckeln, ungefähr alle halbe Sekunde. Dieses Ruckeln hat jedoch nicht mit vermeintlich fehlender Performance zu tun, sondern ist ein schlichtes Einstellungsthema.

Standardmäßig konfiguriert sich Fire TV beim erstmaligen Start von allein und übernimmt weitgehend die Vorgaben des Fernsehers für Bild und Ton – beides wird über HDMI ausgehandelt. Allerdings prallen beim Bildformat die althergebrachten Fernsehnormwelten zusammen. Genauer gesagt bei der Bildwiederholfrequenz. Denn während wir in Europa üblicherweise eine Bildwiederholfrequenz von 50 Hertz auf unseren Fernsehern haben (dahergebracht von den früheren Analogfernsehnormen PAL und SECAM und basierend auf der Wechselspannungsfrequenz von 50 Hertz), operiert die Fernsehwelt in vielen anderen Regionen – unter anderem in den USA – mit einer Bildwiederholfrequenz von 60 Hertz. Damit arbeitet die analoge Fernsehnorm NTSC.

Nun ist es modernen Flachbildschirmen relativ egal, mit welcher Bildwiederholfrequenz das ankommende Bildsignal angezeigt werden muss, da Flachbildschirme keinen Signalstrom mehr zeilenweise in einer Kathodenstrahlröhre durch die Gegend führen müssen. So ziemlich alle Flachbildfernseher kommen sowohl mit 24 Hertz (die eigentliche Bildfrequenz des kinematografischen Films), 50, 60 und noch ganz anderen Bildfrequenzen klar, dem digitalen Bildprozessor sei Dank.

Das Ruckel-Problem kommt aber dennoch von falschen Bildfrequenzeinstellungen, da Flachbildfernseher für den europäischen Markt meist auf 720p50 oder 1080p50 voreingestellt sind. Sprich: Fragt ein über HDMI angeschlossenes Gerät den Fernseher, welches Format ihm genehm sei, dann antworten europäische Fernseher eben gern mit diesen beiden Werten. Diese vom Fernseher vorgeschlagenen Werte übernimmt üblicherweise auch Fire TV.

Nun ist es aber leider so, dass viele Streamingdienstanbieter ihr Material aber mit 30 Hertz Bildfrequenz kodieren, so wie übrigens auch die meisten Smartphones und Unterhaltungskameras (z.B. GoPro) auch. Ergebnis von mit 30 Hertz Bildfrequenz kodierten Bildsignalen ist bei der Wiedergabe auf 25 Hertz Bildfrequenz eingestellten Fernsehern ein leichtes Bildruckeln.

Was hilft: Den Fire TV auf 60 Hertz Bildfrequenz einstellen. Das geht in den Einstellungen, dort unter „Töne und Bildschirm“, dort unter „Bildschirm“. Hier ist „Automatisch“ vorgewählt, geht man aber hier mit einem OK-Klick ins Menü, lässt sich unter anderem „1080p 60 Hertz“ auswählen. (Für Nicht-FullHD-Fernseher „720p 60 Hertz“). Auswählen, mit OK-Taste bestätigen, dann stellt sich der Fernseher entsprechend ein und einen kurzen Augenblick später ist das Bild wieder da. Und beim nächsten Film ist das Ruckeln weg (mit Ausnahme natürlich des üblichen kinematografischen Ruckelns, das entsteht, wenn die 24 Bilder des traditionellen Kinofilmes auf 30 Bilder hochgerechnet werden müssen).Diese Voreinstellung auf 60 Hertz Bildfrequenz macht übrigens auch bei modernen Spielekonsolen Sinn, denn meist ist das in Spielen verwendete Videomaterial für Zwischensequenzen etc. ebenfalls auf 60 Hertz Bildfrequenz optimiert.

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Quo vadis, Android?

14. August 2015 | 4 Kommentare | Veröffentlicht in MobileWelt

Android ist ein schönes und übersichtliches Betriebssystem, nicht mehr nur für Smartphones, sondern auch für Tablets und viele andere Geräte. Wer aber die Nachrichten über Android in den letzten Wochen gelesen hat, kann sich durchaus die Frage stellen, ob es Google mit Android überhaupt ernst meint. Sicherheitsprobleme, die gleich Millionen von Geräten betreffen prallen auf die Versäumnisse, dass es immer noch kein einheitliches Konzept darüber gibt, wie man eigentlich bei bereits verkauften Geräten die Softwarepflege bewerkstelligen will. Während das bei eher kosmetischen Problemchen maximal ärgerlich ist, könnten echte Sicherheitsprobleme unter Umständen zukünftig vielleicht auch dazu führen, dass komplette Mobilfunknetze dann in Mitleidenschaft gezogen werden könnten, wenn beispielsweise Android-Probleme zu fehlerhaft arbeitenden Smartphones führen.

Alles so Fragen, zu denen es fatalerweise immer noch keine Antworten gibt.

Smartphone-Hersteller sehen Smartphones zu singulär.

Wenn mir eines immer wieder auffällt, ist es die erschreckende Beobachtung, wie wenig Sorgfalt viele Smartphone-Hersteller auf die Software legen. Üblicherweise nehmen Hersteller die Android-Basis und setzen da dann ihren eigenen Aufsatz an Launcher und zusätzlichen Apps drauf. So weit, so schlecht. Denn hier prallen gleich mal westliche und fernöstliche Welt zusammen, denn während in Fernost ein Smartphone erst mit möglichst viel Klimbim (vulgo: Apps) begehrenswert erscheint, ist es in der westlichen Welt eher umgekehrt. Keep it simple.

Das haben viele Hersteller erkannt und liefern ihre Smartphones mit deutlich weniger vorinstallierten Apps aus, dafür jedoch mit einem eigenen App-Store. Google wiederum hat mit der Einführung von Android 4.0 Hersteller dazu verpflichtet, eigene Launcher nicht so zu implementieren, dass der Nutzer keine Auswahl mehr hat.

Die echten Ärgernisse kommen aber im Unterbau daher und hier wird von Seiten der Hersteller mitunter mächtig geschludert, in dem eigentlich vorhandene Android-Funktionen einfach deaktiviert werden. Beispiel: Das LG G3 meldet sich, so wie leider viele Android-Smartphones, akustisch, wenn der Akku voll ist. Das ist vielleicht ganz toll, wenn das Smartphone auf dem Tisch steht, aber störend, wenn das nachts passiert. Android bringt nun von Hause aus die Funktion mit, dass sich Benachrichtigungen nachts abschalten lassen, aber daran hält sich die Software des G3 nicht. Mit dem Ergebnis, dass es auch nachts piept, wenn der Akku voll geladen wurde.

Noch viel drastischer ist das, was zur Zeit zu einem ernsthaften Vertrauensverlust gegenüber Android führt, nämlich die mitunter erbärmliche Pflege der Software. Auch relativ neue Android-Smartphones erleben die meisten Updates im ersten Jahr, danach wird es dramatisch schlecht. Das LG G3 hat sein letztes Update beispielsweise Anfang des Jahres 2015 erhalten und dabei ist es nun gerade einmal ein Jahr auf dem Markt. Und: Wir reden auch noch gar nicht von Android 5.1, sondern immer noch von Android 5.0, während Google im Herbst die Nachfolger-Version von 5.1 präsentieren wird.

Bei anderen Herstellern sieht es teilweise nur wenig besser aus. Immer hat man den Eindruck, dass Software-Updates quälend lange dauern und dann auch noch immer wieder die Veröffentlichung von Updates herumgeschoben wird. Es gibt in Sachen Android auch nicht im entferntesten das Gefühl, dass hier Google und Smartphone-Hersteller an einem wie auch immer gearteten Strang ziehen. Das schafft kein Vertrauen.

Google ist übrigens mit seinen Nexus-Geräten, die ja eine Art Referenzdesign darstellen sollen, keinen Deut besser. Auch das Nexus 6, das ich selbst einsetze, erfährt kaum Updates, obwohl Google nachweislich an der Android-Software ständig Änderungen und Verbesserungen durchführt. Dass das Nexus 6 darüber hinaus die Merkwürdigkeit mitbringt, dass es sehr gute Hardware an Bord hat, die Google aber nicht ansatzweise nutzt (z.B. eine LED-Signalisierung und ein per Fingertip einschaltbarer Bildschirm, beides nicht nutzbar), ist auch so eine Geschichte, die man wohl nur bei Google verstehen mag.

Lifecycles mit festen Ansagen.

Wenn etwas teures dauerhaft funktionieren soll, kommt man um die Ansage eines Lifecycles nicht herum, also die Festlegung, wie lange man ein Gerät mit Updates versorgen wird. Das ist bei Desktop-Betriebssystemen Normalität und ein Grundpfeiler, dass sich Betriebssysteme in kommerziellen Umfeldern überhaupt einsetzen lassen. Und genau das fehlt der Android-Welt komplett.

Wir brauchen also tatsächlich eine Regelung, dass Smartphone-Hersteller für ihre Geräte feste Angaben darüber machen müssen, wie lange sie die Gerätschaften zu pflegen gedenken. Das tun sie zwar auch heute schon, nur werden diese Informationen nur selten auch nach außen hin kommuniziert, was ein echtes Problem darstellt und im Prinzip auch verbraucherfeindlich ist.

Während jetzt ein nicht gebundener Hersteller kaum gezwungen werden kann, regelmäßig seine Gerätschaften zu pflegen (außer mit gesetzlichen Regularien in einzelnen Ländern), könnte Google mit Android da sehr eindrücklich Zügel anlegen und Ansagen machen – wenn man denn wollte. Und es vielleicht gleich so machen, wie auch bei den Android-Smartwatches, wo sich Google von Anfang an die komplette Hoheit über die Software zusichern hat lassen. Mit dem Ergebnis, dass Android-Smartphones herstellerübergreifend alle zum gleichen Zeitpunkt Updates bekommen.

Keep it open (oder macht es zumindest irgendwann).

Auf meinen Android-Smartphones nutze ich schon seit Jahren die herstellereigene Android-Version nur kurz, um möglichst bald das Smartphone mit einer After-Sales-Androidversion zu installieren, in meinem Fall mit CyanogenMod. Das ist eine Truppe, die auf Basis der originalen Android-Quellen eine eigene Implementierung pflegt. Zu der Installation muss man zwar die meisten Smartphones „rooten“, also den Bootloader mehr oder weniger aufwendig knacken, aber mit Unsicherheit hat CyanogenMod nicht viel zu tun. Ganz im Gegenteil:

CyanogenMod bezieht die offiziellen Android-Updates in der Regel sofort, nachdem sie in den offiziellen Android-Quellen veröffentlicht werden. Und in vielen Fällen stellt die Programmiertruppe um CyanogenMod auch eigene Fixes bereit, um erkannte Sicherheitslöcher zu beheben. Das führt dazu, dass mit CyanogenMod bespielte Geräte oftmals erheblich aktueller sind, als alle anderen Smartphones mit Hersteller-Android – selbst bei den Nexus-Geräten. Ich bin so frei und behaupte, dass CyanogenMod das aktuellste Android ist, was man bekommen kann.

Bei einem PC würde es kaum jemand akzeptieren, wenn der Hersteller alles dafür tut, dass das Betriebssystem nicht gewechselt und auch nicht aktualisiert werden kann, wenn der Hersteller zu beidem keine Lust mehr hat. Bei einem Smartphone ist das leider überall immer noch gang und gäbe. Und genau hier wird sich auch für Hersteller irgendwann mal die Frage stellen, ob es nicht einfacher wäre, Geräte so einzurichten, dass ein interessierter Nutzer auch ohne große Biegungen eine andere, offene Android-Version einzuspielen. Das werden auch dann sicherlich nur ein Bruchteil der Besitzer tun, aber zumindest hätte man nach Ablauf der Gewährleistung und Garantie das Thema los, die Software der Gerätschaften selbst noch pflegen zu müssen, wenn man freundlich darauf verweisen kann, dass es After-Sales-Androidversionen wie CyanogenMod gibt.

Quo vadis, Android?

Android kann man sicher machen, zweifellos. Früher oder später wird es dann auch immer mehr Smartphones geben, die dann auch sicher sind. Was aber mit einer fehlenden Versionsstrategie niemals funktionieren wird: Breitflächige Innovationen. Mit einer zu fragmentierten Basis an Android-Versionen ist der Umstand, dass es schon jetzt gewaltig viele Hardware-Konstellationen gibt, nicht mehr zu bändigen. Google versucht zwar immer noch aufopfernd mit einem Verschieben von Programmier-APIs in austauschbare Apps eine zumindest grob einsetzbare Gerätewelt herzustellen, aber zukünftige Innovationen werden sich mit immer komplexen Details beschäftigen.

Beispiel: NFC ist nicht einfach NFC. NFC gibt es am Smartphone, an der Smartwatch und dann gibt es eine Reihe von Anwendungen, die spezialisierte NFC-Protokolle nutzen. Wie will man das einheitlich von Android 4.1 bis 5.1 durchziehen? Gibt es aber kein einheitliches NFC, gibt es auch kein mobiles Payment, das auf NFC aufsetzt.

Es wird der Zeitpunkt kommen, wo Google einen Teil von Android nicht mehr den Herstellern überlassen darf, weil sie nicht nur technisch nicht in der Lage sind, damit umzugehen, sondern weil sie offenkundig auch keine Lust haben, Produktversprechen abzugeben und/oder einzuhalten. Dieser Zeitpunkt ist gekommen.

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Beware of kids (in politics)! #merkelstreichelt

16. Juli 2015 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in PolitikWelt

Zu den wirklich furchtbarsten Inszenierungen des Politikbetriebes gehören kontrollierte Kindershows. Also die unanschaulichen Veranstaltungen, wo Politiker nicht zu Kindern kommen, sondern Kinder zu Politikern und dort dann mit Politikern unter der Aufsicht des Stabes und neugierigen Journalisten Fragen aufsagen dürfen, deren Antworten längst schon feststehen. Eine vereinfachte und nicht minder entsetzliche Show sind die Weihnachtsansprachen des Bundespräsidenten, die seit Christian Wulff gern mit auf auf den Teppich drapierten, hübsch gekleideten Kindern inszeniert werden und die dort andächtig mit ungesund abgewinkelten Gliedmaßen auf den Hausherrn aufschauen dürfen/müssen. Als Kind erleidet man solche Shows ansonsten nur noch beim Fotografen, dessen Empathie schon längst so erloschen ist, dass er am liebsten Kind und debiles Grinsen mit dem Akkuschrauber fixieren will, damit ja das Bild schnell geschossen ist.

Und jetzt das: Ein Flüchtlingskind, dass nicht einfach eine Frage stellt, sondern eine Frage, die aus seinem persönlichen Umfeld zu kommen scheint. Aus seinem persönlichen Elend, garniert mit seiner erschreckend anschaulichen Existenzangst und seiner hoffnungslosen Hoffnung auf ein Leben, wie es die Freundin neben ihr hat.

Nun lernt jeder Politiker früher oder später, dass man vor Kindern in der Öffentlichkeit auf der Hut sein muss. Kinder sagen sehr offen, wo es klemmt und stellen Fragen gern ohne eine moralische Filterung, weil Kinder das wegen eines noch lange nicht fertig gebildeten Wertegefüges noch gar nicht können (und auch nicht können müssen). Eine Chance für die größten Steilvorlagen für Politiker mit Bauchgefühl, andererseits eine Schlangengrube für jemanden, der versucht, Äußerungen von Kindern analytisch zu beantworten.

So ist es mit ziemlicher Sicherheit der übelste Super-GAU, den Angela Merkel da vor laufenden Kameras loslassen konnte, einem Kind mit einer solchen Frage mit kühlen Antworten zu kommen. Du, liebes Kind, bist eigentlich unerwünscht, wir müssen dich eigentlich weghalten von uns, tut uns echt leid, aber so ist es nun mal. Oder deutlicher gesagt: Angela Merkel hat es doch tatsächlich geschafft, ein Kind zum Weinen zu bringen mit einer derartig harten Antwort, für die jeder Erzieher einen handfesten Verweis kassieren würde, wenn er so ihm anvertraute Kinder angehen würde.

Das wirklich traurige an diesem Vorfall ist, dass es mit nur ein wenig Bauchgefühl hätte ganz anders laufen können. Die Frage hatte schon von Anfang an einen extrem menschlichen und persönlichen Charakter, hier muss man auch so antworten und mitunter alles weglassen, was „böse“ und „amtlich“ ausschaut, immer mit der Maßgabe, nur niemanden mit einer bösen Wahrheit zum Weinen zu bringen. Wer das tut, egal ob Kanzlerin oder Gemeinderat, der läuft haarscharf am Vorwurf vorbei, seinen Job zu verfehlen, so makaber sich das auch anhört.

Das dürfte Angela Merkel dann auch siedend heiß eingefallen sein, als buchstäblich das Kind laut aufklatschend auf dem trockenen Brunnenboden landete und weinte. Und spätestens da hätte man dann einfach mal das Mikrofon weglegen, sich zum Kind hinsetzen, ein paar Sekunden lang innehalten müssen. Man hätte zumindest mal den Eindruck von Menschlichkeit vermitteln können und nebenbei für das eigene Politikerbild ein wichtiges Bild für den nächsten Wahlkampf gemacht.

Aber nein, „hast du doch gut gemacht“, anerkennendes Schulterklopfen, unangenehmerweise dabei immer noch das Mikrofon zielgenau in der Hand. Genau. Gut gemacht für die Inszenierung aus dem Kanzleramt, hübsch und freundlich die Frage eingeworfen wie ein Jungfußballer in seinem ersten Bundesligaspiel. Die abscheuliche Antwort war zwar ein schwerer Angriff auf die Würde des Mädchens und die Chancen stehen gut, dass sich das Mädchen ihr ganzes Leben lang an diese Ungeheuerlichkeit mit Schrecken erinnern wird, aber das muss uns ja nicht stören. Ist ja bald wieder weg, das kleine Mädchen.

Das wirklich fiese an diesem erbärmlichen und erschreckenden Vorfall ist, dass Angela Merkel das offenkundig ungestraft tun konnte. Niemand aus dem Politikbetrieb rührt auf, in den Medien gibt es entweder keinen Kommentar dazu oder lediglich einen Hinweis darauf, dass man sich irgendwo da draußen im Internet darüber empört und mehr nicht. Ich will nicht auf die unrühmliche Argumentation aufspringen, dass unserer heutigen Politikergeneration das selbst erlebte Elend aus Weltkrieg und Flucht fehlt, aber man muss keinesfalls in der Öffentlichkeit das genaue Gegenteil mit gewissem Stolz darstellen.

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Sind Smartwatches Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG)?

14. Juli 2015 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in GeschäftsWelt

Beim Kauf einer jeden Anschaffung stellt sich für einen Gewerbetreibenden immer die Frage, wie die Anschaffung steuerrechtlich zu behandeln ist. Bei Investitionsgütern ist das vor allem die Frage der Abschreibungspflicht. Es gibt verschiedene Abschreibungsformen für Güter, die wirtschaftlich verwendet werden und ins Anlagevermögen kommen sollen, aber allesamt haben sie vor allem ein Kriterium zu erfüllen: Sie müssen selbstständig funktionieren.

Hinweis: Das ist keine Steuerberatungsauskunft, sondern eine laienhafte Annäherung an die Thematik. Da mein Papi aber Uhrmacher ist, weiß ich, wie eine Uhr funktioniert und da ich in der IT tätig bin, weiß ich, wie ein Computer und vor allem eine Host-Terminal-Infrastruktur funktioniert.

Die Smartwatch als selbstständig nutzbares Gerät

Eine Smartwatch hat mit einer Uhr im herkömmlichen Sinne nur noch wenig zu tun. Man bindet sie an den Arm und sie sieht ähnlich aus, wie eine herkömmliche Uhr, aber sie hat kein Uhrwerk mehr intus. Es tickt nichts mehr darin und auch kein Quarzwerk ist an Bord. Noch viel weniger funktioniert die Uhr übrigens ohne Verbindung nach außen, denn die Uhrzeit wird von außen geliefert. Einfach mal Akku leerlaufen lassen und vorbei ist es mit der Uhrzeit.

Ob eine Smartwatch als Uhr funktioniert, ist aber nicht die Preisfrage, sondern ob sie eigenständig funktioniert oder einen Host braucht. Und hier ist dann wichtig, ob ein Host lediglich einen praktischen Sinn hat oder wirklich zwingend gebraucht wird. Sprich: Wird das Ding erstmalig eingeschaltet, was passiert dann? Muss man zwingend ein Smartphone haben, um es installiert zu bekommen oder funktioniert die Smartwatch mit ihren auf der Packung angegebenen Funktionen auch so? Wenn nicht, dann ist die Smartwatch als Geringwertiges Wirtschaftsgut nicht aktivierbar und nicht abschreibbar.

Untermauern kann man das mit der Argumentation, dass wesentliche Funktionen einer Smartwatch nur mit einem Smartphone als Host funktionieren. Können Apps also nur mit einem Smartphone installiert werden und Benachrichtigungen nur dann gelesen werden, wenn sie aktiv von einem Smartphone gepusht werden, dann ist die Smartphone in ihren wesentlichen Funktionen nicht eigenständig und weitgehend so dumm wie ein Drucker ohne Computer oder ein Terminal ohne Host.

Smartwatch mit WLAN an Bord

Noch spannender wird es mit Smartwatches, die WLAN an Bord haben, also potentiell die Möglichkeit bieten, selbstständig zu funktionieren. Da ist dann Sense, das ist selbstständig nutzbar und dann ist auch GWG-Aktivierung angesagt und es muss abgeschrieben werden.

Spezialfall (was man aber letztlich nachweisen muss im Zweifelsfall) dürften Android-Smartwatches sein, die ursprünglich mit einer Software vor Android 5.0 ausgeliefert wurden, denn hier ist die WLAN-Funktionalität noch nicht im Android-Wear-Softwareumfang gewesen, auch wenn die Hardware das vielleicht schon konnte.

Beispiel: Die noch erhältliche Smartwatch Moto 360. Die hat zwar WLAN-Funktionalität an Bord, wurde aber ursprünglich mit Android 4 ausgeliefert, das keine WLAN-Funktionalität unterstützte. Demnach ist beim Kauf dieser Smartwatch kein WLAN und kein eigenständiger Betrieb möglich, demnach auch keine GWG-Aktivierung möglich und das Ding muss nicht in die Abschreibung.

Wie nachweisen?

Relevant wird die Beweispflicht dann, wenn man das Vergnügen hat, eine Steuerprüfung im Haus zu haben. Da ist es dann praktisch, wenn man passende Unterlagen hat, in denen das Verhalten der Smartwatch glaubhaft beschrieben ist, insbesondere demnach das Verhalten bei der Inbetriebnahme der Smartwatch.

Wer bei einer Steuerprüfung die Smartwatch griffbereit hat, könnte es durchaus auch mit einer Vorführung des Gerätes probieren, also das Zurücksetzen auf Werkeinstellungen und die Neueinrichtung. In Zeiten regelmäßiger Updates sollte man das aber ruhig einmal vorher testen, um nicht dann unliebsam in die Falle zu treten, wenn die Smartwatch nach einem Software-Update dann vielleicht doch selbstständig funktioniert … 😉

Und wenn gar nix hilft?

Denkbar wäre es noch, dass ein Steuerprüfer auf die Idee kommt, eine Smartwatch als reine Uhr zu definieren. Von einer Uhr erwartet man schließlich lediglich vor allem eines, nämlich die Anzeige der genauen Uhrzeit. Aber auch hier gibt es einen feinen Unterschied einer Smartwatch zur normalen Uhr, denn eine echte Uhr bietet die Möglichkeit des Einstellens der Uhrzeit. Selbst Funkuhren (also Uhren, die über ein offizielles Zeitsignal mit der korrekten Uhrzeit versehen werden) haben die Möglichkeit, die Uhrzeit zu verändern, beispielsweise um Reisen in eine andere Zeitzone zu berücksichtigen.

Das aber haben Smartwatches (die kein WLAN an Bord bzw. nicht aktiviert haben) nicht, sie brauchen die Uhrzeit und auch Zeitkorrekturen vom Smartphone. Und auch da sind Smartwatches nicht unabhängig vom Smartphone einstellbar, da sie nur die Uhrzeit des Smartphones übernehmen.

Kommentare? Aber bitte doch, gern!

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In Android Benachrichtigungen einzelner Apps deaktivieren.

2. Juli 2015 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in MobileWelt

Die Benachrichtigungsfunktion in Android ist eigentlich etwas sehr nützliches. Sich Neuigkeiten und Mitteilungen mit Signalisierung zukommen zu lassen, damit kommt kein Smartphone mehr wirklich aus. Eine Unart dabei ist es, dass Benachrichtigungen von vielen Apps immer häufiger nicht für wichtige Mitteilungen eingesetzt wird, sondern für schnöde Werbung. Die Amazon-Apps gehören dazu, aber auch viele andere Apps. Okay, bei den meisten dieser Apps kann man deren Benachrichtigungen dort auch gleich wieder abschalten.

Besonders nervig sind jedoch Apps, bei denen die Benachrichtigungsfunktion nicht abschaltbar ist. Das sind meist System-Apps der Smartphone-Hersteller. Eine solche Benachrichtigung schickt das LG G3 beispielsweise immer dann ab, wenn der Akku voll geladen ist. Zum Beispiel auch nachts. Und das, obwohl ich in den Töne-Einstellungen explizit eingestellt habe, dass zwischen 0 und 8 Uhr mein Smartphone nur Telefongespräche akustisch signalisieren soll.

Nun ist es leider so, dass LG in seiner Android-Installation die Konfiguration der Android-Benachrichtigungsfunktion leider ziemlich beschneidet. Mit dem Ergebnis, dass Benachrichtigungen von System-Apps (die Akku-Benachrichtigung kommt von der System-App „System-UI“) nicht abgeschaltet werden können. Eigentlich alles schon ein Argument, um mit diesem Smartphone die LG-Entwickler tagelang zu ohrfeigen.

Eine Lösung wartet aber in Form einer kleinen, unscheinbaren App namens Notifications filter in Google Play. Die macht nämlich genau das: Benachrichtigungen von Apps filtern. Da die App dabei nicht in das Benachrichtigungssystem eingreift (was sie ohne Root auch gar nicht könnte), sondern sich praktisch zwischen Benachrichtigungsgenerierung und endgültiger Anzeige dazwischenschaltet, filtert sie auch die Benachrichtigungen, die sich eigentlich nicht abschalten lassen.

Die Benutzung der werbefinanzierten App ist dabei sehr simpel. Die Anzeige von Benachrichtigungen kann für jede App eingestellt werden, auch für System-Apps. Zusätzlich lässt sich dabei auch noch ein Inhaltsfilter konfigurieren, der nach bestimmten Wörtern in Benachrichtigungen sucht und entsprechend filtert.

In meinem Fall reicht es, einfach alle Benachrichtigungen der App „System-UI“ zu filtern, damit ist jetzt Ruhe – auch dann, wenn der Akku voll ist.

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Bundesjugendspiele – entscheidend ist, was man daraus macht.

22. Juni 2015 | 3 Kommentare | Veröffentlicht in SonstigeWelt

Auch ich musste, so wie jeder Schüler in Deutschland, regelmäßig an Bundesjugendspielen teilnehmen. Ich bin ja nun die personifizierte Unsportlichkeit, Sportunterricht war für mich ein reines Unterhaltungsfach ohne jegliche Relevanz und damit auch die Bundesjugendspiele. Nicht eine Sieger- oder Ehrenurkunde habe ich jemals nach Hause getragen und gestört hat mich das eigentlich nur in der 1. Klasse, weil ich da neben zwei Mitschülern, die krankheitsbedingt nicht dabeisein konnten, der einzige war, der keine Urkunde bekam.

Es ging mir, so wie ich das einfach mal zusammenfassen möchte, schlicht am Allerwertesten vorbei. Eine langweilige, vorgedruckte Urkunde, auf der nichtssagende Punkte ein sehr gewagtes Bild von Sportlichkeit transportieren sollten. Freilich haben die Bundesjugendspiele hinter den Kulissen den Sinn, besonders sportliche Kinder statistisch im Schüler-Pool zu finden, anzusprechen und vielleicht in eine sinnvolle Sportförderung zu überführen. Kann einem vielleicht sogar Spaß machen.

Ich habe für meinen Teil schon in der Grundschule gemerkt, dass Sport nicht mein Ding ist und dass in den Bundesjugendspielen für mich nichts zu holen gibt. Besonders tief angekratzt hat das mein Selbstbewusstsein nicht. Klar, man konnte vor dem Tag tatsächlich etwas Bammel haben, weil es genügend Chancen für peinliche Szenen gibt, aber ganz ehrlich: Peinliche Szenen gibt es in der Schulzeit genügend und jeder Schüler hat es in der Hand, damit klarzukommen, natürlich immer im Zusammenspiel mit der Erziehung zu Hause, der Entwicklung der eigenen Persönlichkeit, dem Umgang mit Erfolg und Niederlage und blablabla.

Aber Bundesjugendspiele verbieten? Warum denn? Einer meiner schönsten Erlebnisse im Zusammenhang mit Sport hatte ich ausgerechnet mit Bundesjugendspielen.

Denn tatsächlich konnte ich einmal krankheitsbedingt nicht teilnehmen, worüber ich mich naheliegenderweise auch nicht sonderlich beklagte. Jetzt hätte ich zu Hause bleiben oder in der Schule stinklangweiligen Ersatzunterricht genießen können. Auf beides hatte ich keine Lust, so bin ich also mitgegangen auf die Bundesjugendspiele und habe mich bei den einzelnen Sportstätten freiwillig als Zeugwart meiner Kameraden dinglich gemacht, weil nun eben alle meine Kameraden ihren Krempel irgendwohin legen mussten. Irgendwann habe ich dann angefangen, meine Kameraden anzufeuern und am Ende des Tages war es dann doch irgendwie ein ganz lustiger Tag.

Eine Woche später bei der Urkundenausgabe, ich hatte ja logischerweise nichts zu erwarten, bekam ich dann aber doch etwas, nämlich eine Urkunde meines Sportlehrers für den „sozialen Einsatz“, verbunden mit – halten wir es bitte deutlich fest, weil es das noch nie gab in Besims Sportunterrichtkarriere: In Abstimmung mit der Schulleitung eine Sondernote 1 und den Hinweis meines Sportlehrers an die Klasse, dass nicht wenige Punkte erst dadurch zustandegekommen sind, weil sich der kleine, dicke Besim am Spielfeldrand bei wirklich jedem Lauf, Sprung oder Wurf der Klassenkameraden die Lungen aus dem Leib geschrien hat.

Schule ist, sagen wir es deutlich, Strebertum, Anpassung und Vergleich vom ersten bis zum letzten Tag. Das hat nichtindividuelle Beschulung in einem großen System so an sich, sonst hätten wir auch keine Noten. Darüber kann man jetzt streiten, bis das Jahr rum ist. Es gilt aber auch: Schule ist immer das, was man als Schüler daraus macht. Wenn man merkt, dass einem ein Fach überhaupt nicht geradekommen kann, schaut man zu, dass man es irgendwie gerade mal gehüpft bekommt wie ein Sprintspezialist bei der Bergetappe. Dann gibt es in Sport eben keine Eins im Zeugnis, sondern eine Dauer-Vier. Und wenn die Bundesjugendspiele tatsächlich dazu dienen sollen, besondere Begabungen bei Einzelnen zu fördern, dann soll es meinetwegen so sein. Zwischen dem Peinlichkeitsempfinden von Schülern und von Erwachsenen gibt es bei der Betrachtung solcher Veranstaltungen so dermaßen viele Unterschiede, dass man sich mal eher darüber unterhalten sollte, was für erbärmlicher Fraß an vielen Schulen mittags auf den Tisch kommt und wie erschreckend wenig Geld uns das wert ist.

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Wann man externe Dienste zum Verwalten seiner Passwörter nutzen sollte.

16. Juni 2015 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in SicherheitsWelt

Ganz einfach: Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals. Niemals.

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Windows 10 manuell vorreservieren.

14. Juni 2015 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in SoftwareWelt

Rechtmäßige Besitzer einer Windows-7- oder Windows-8-Lizenz sind bekanntlicherweise von Microsoft dazu auserkohren worden, ab Ende Juli pro lizenziertem Gerät eine Lizenz für Windows 10 kostenlos zu erhalten. Wer regelmäßig das Windows Update durchführt, hat vor einigen Wochen ein entsprechendes Updatepaket mit der Vorregistrierungsanwendung erhalten und vor einigen Tagen hat Microsoft auch begonnen, auf vielen Windows-Rechnern in der Symbolleiste unten rechts ein entsprechendes Symbol einzublenden. Ein Klick darauf führt zur Möglichkeit der Vorregistrierung, die letztlich aus einem Klick auf einen Button und die Angabe der eigenen Mailadresse besteht. Durchgeführt kann diese Vorregistrierung auf beliebig vielen Windows-Installationen, selbst wenn diese alle unter einer Mailadresse registriert werden sollen.

Problem ist, dass diese Vorregistrierungsmöglichkeit offenkundig nicht auf allen Rechnern funktioniert. Das liegt zum einen wohl an den Rechneranforderungen, die, wenn sie nicht den Mindestanforderungen von Windows 10 entsprechen sollen, dazu führen, dass die Vorregistrierung schlicht nicht durchgeführt werden kann. Zumindest bei meinem Notebook ist es jedoch so, dass es bei allen Mindestanforderungen locker mithält – trotzdem startet dort die Vorregistrierung nicht.

Man kann jedoch mit einigen kleinen Schritten nachhelfen, alles auf legale Weise. Hier eine kleine ToDo-Anleitung für Windows-7- und Windows-8-Rechner, bei denen die Vorregistrierung auf Windows 10 nicht automatisch startet:

  1. Zuerst einmal prüfen, ob folgende Windows Updates installiert wurden:
    * Windows 7: KB3035583 und KB2952664
    * Windows 8: KB3035583 und KB2976978
    Diese Updates werden üblicherweise über das normale Windows Update durchgeführt. Wenn diese in der Liste der installierten Updates im Windows-Update-Fenster nicht zu finden sind, einfach ein Windows Update manuell durchführen.
  2. Ein Editor-Fenster öffnen (oder auch einen normalen Texteditor)
  3. Folgenden Textinhalt in den Editor kopieren (der Text scrollt hier im Blog rechts heraus, was aber kein Problem ist. Einfach den Text von der ersten bis zur letzten Zeile markieren und kopieren):
    REG QUERY "HKLM\SOFTWARE\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion\AppCompatFlags\UpgradeExperienceIndicators" /v UpgEx | findstr UpgEx
    if "%errorlevel%" == "0" GOTO RunGWX
    reg add "HKLM\SOFTWARE\Microsoft\Windows NT\CurrentVersion\AppCompatFlags\Appraiser" /v UtcOnetimeSend /t REG_DWORD /d 1 /f
    schtasks /run /TN "\Microsoft\Windows\Application Experience\Microsoft Compatibility Appraiser"
    :CompatCheckRunning
    schtasks /query /TN "\Microsoft\Windows\Application Experience\Microsoft Compatibility Appraiser"
    Powershell -Command "Get-ScheduledTask -TaskName 'Microsoft Compatibility Appraiser' -TaskPath '\Microsoft\Windows\Application Experience\'" | Find "Ready"
    if NOT "%errorlevel%" == "0" ping localhost >nul &goto :CompatCheckRunning
    :RunGWX
    schtasks /run /TN "\Microsoft\Windows\Setup\gwx\refreshgwxconfig"
  4. Ist der obige Text im Editor, das Dokument speichern. Als Speicherort am besten den Desktop auswählen und die Datei „win10.cmd“ nennen und die Datei somit als Batch-Datei abspeichern. Wichtig: Die Anführungsstriche mit angeben und wirklich nur „win10.cmd“ schreiben, also kein „.txt“ oder ähnliches am Ende.
  5. Auf die nun so gespeicherte Datei mit der rechten Maustaste klicken und „Als Administrator ausführen“ auswählen. Es wird nachgefragt, ob das Programm wirklich ausgeführt werden soll, das bitte bestätigen.
  6. Fertig. Rechts unten in der Symbolleiste erscheint nun das Windows-Symbol und mit einem Klick darauf kann die Vorregistrierung durchgeführt werden. Die erstellte Datei „win10.cmd“ kann nun bedenkenlos gelöscht werden.
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Der Sony-Duft.

12. Juni 2015 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in MarketingWelt

Es hat ein paar Jahre gedauert, wieder einmal etwas von Sony gekauft zu haben. Zuletzt war es nun ein Sony Xperia Tablet Z2, dessen Nachfolger zur Zeit eingeführt wird. Das bedeutet für Vorgängermodelle dann immer einen schnellen Abverkauf, was beim Z2 ein recht guter Deal ist, weil dieses Tablet immer noch sehr ordentlich ausgestattet ist und jedes andere Tablet locker wegparkt.

Normalerweise habe ich es mit der Unboxing-Selbstbefriedigung nicht so. Beim Sony-Tablet fiel mir beim Auspacken jedoch der Geruch in der Verpackung auf: Der untrügliche Sony-Duft. Das ist jetzt kein Scherz und auch keine Einbildung – Sony-Geräte haben beim Auspacken einen charakteristischen Geruch, den ich so nur bei Sony kenne. Man müsste eigentlich etwas daraus machen:

Der Kauf von Sony-Produkten ist heutzutage ja – wenn man es sehr ironisch betrachtet – vielleicht noch deshalb bemerkenswert, weil man noch etwas von Sony trotz der immer etwas höheren Preise kauft. Das war freilich nicht immer so. Ich komme auch noch aus einer Zeit, in der Sony Produkte gebaut hat, die einfach rocken. Sie sahen gut aus, sie wurden phantastisch präsentiert in für sich schon legendären Katalogen, sie waren niemals billiger als die Konkurrenz, hatten im Problemfalle darunter zu leiden, dass Sony einen furchtbar beschissenen, dezentral organisierten Support hatte.

Dennoch waren Sony-Produkte immer so Gerätschaften, bei denen man mehr oder weniger laut mit der Zunge schnalzte. Wenn sie mal liefen, liefen sie eine ganze Weile lang und erstaunlich war immer wieder, dass sie es schafften, technische Raffinessen zu bauen, die die Konkurrenz offenbar einfach nicht hinbekamen. Mein auch bei größten Erschütterungen nicht leiernder Double-Drive-Walkman für Compactcassetten war so ein Ding – er leierte einfach nicht, so wie es alle anderen Walkmen taten. Mein 1992 gekaufter VHS-Recorder funktioniert auch heute noch, der HDV-Camcorder auch noch, die PS3 sowieso. Und selbst die älteren Sony-Gerätschaften sehen irgendwie noch kultig aus, was man bei sehr alten James-Bond-Filmen immer wieder sieht. Und wirklich: So wie das Tablet heute riecht, so roch es in jeder Sony-Packung nach dem Auspacken.

Das Legendäre, was Sony in Sachen Technik bisweilen zustandebrachte, wurde dann mit dem mindestens genauso legendären Marketing verkauft. Die Sony-Gesamtkataloge (für den Consumerbereich) waren Hochglanzwerke im A4-Format mit einer besonderen Art des Understatements. Hier ein Beispiel mit dem Sony-Gesamtkatalog aus der Saison 1993/94, den jemand digitalisiert hat (weiter nach unten scrollen, am Anfang kommt die Preisliste). Schon der Katalog war der Anfang des Sony-Erlebnisses, denn der lag auf dem Tisch eines jeden Technikfans.

Sony ist irgendwann die Fähigkeit abhandengekommen, Innovationen zu bauen und zu vermarkten, was im Februar in einem sehr guten SPIEGEL-Artikel thematisiert wurde. Technikinnovation wurde irgendwann so normal, dass viele Hersteller darüber hinwegsahen, neue Produkte auch wirklich mit Innovationen auszustatten. Das Smartphone kann heute als Gipfel vieler Technologien so viel mehr als der Walkman, die Digitalkamera, das einfache Mobiltelefon, der E-Book-Reader, aber dennoch verströmen nur noch die wenigsten Smartphone-Modelle auch den Hauch der Innovation. Sie sind einfach nur da, sehen edel aus, sind hübsch verpackt und extrem teuer, aber innovativ sind tatsächlich nur die wenigsten und das sind dann meist die häßlicheren.

Wie auch immer – der Duft aus der Sony-Schachtel, der wirkliche Geruch des Produktes, der nicht einfach nur das übliche Gestinke von Elektronik ist, der ist bei Sony offenbar immer noch da. Und zumindest den sollten sie sich unbedingt erhalten.

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Das Smartphone.

2. Juni 2015 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in InternetWelt

Wenn es etwas gibt, auf was viele Menschen nur sehr ungern verzichten würden, dann ist es das Smartphone. Wie unglaublich praktisch es sein kann. Man kann Nachrichten verschicken, fast in Echtzeit Kontakt zu seinem Freundeskreis halten, hat die Bilder seiner Liebsten immer dabei, wichtige Daten, die Landkarte, den Übersetzer, das Adressbuch, den Kalender, praktische Apps und sogar ein Telefon.

Wenn es etwas gibt, was mir in der Ferne nach dem Zeitpunkt, an dem das Heimweh einsetzt (tut es bei jedem), eine helfende Hand darstellt, ist es mein Smartphone. Ich finde sofort den Weg überall hin, kann mich in Sachen Restaurant und Unterkunft kundig machen und buchen und wenn ich abends allein im Hotelzimmer herumlungere, kann ich Freunde anmailen oder mal kurz zu Hause anrufen. Das geht heute sogar ja schon mit Bild. Ich kann überall sein und immer ist irgendwo „das Netz“. Und wenn vorübergehend nicht, dann ist ja immer noch mein Smartphone da und kann mich mit seinem Inhalt unterhalten, zum Lachen bringen oder trösten.

Smartphones sind inzwischen auch schicke Geräte, erhältlich in allen Preisklassen. Vom vielen Hundert Euro teuren Luxusdampfer bis hin zum kleinen Flußkreuzer. Das eine schnell, das andere langsam. Aber alle liefern sie eines: Freiheit, Sicherheit und die Verbindung zur Heimat, zum Freundeskreis und zur Familie. Und die Daten, die darauf gespeichert sind, sind im höchsten Maße individuell und persönlich, wie sie in keinem anderen Medium sein können. Man muss diese und die im Smartphone verarbeiteten Gedanken mit niemandem teilen, sondern darf. Das Smartphone ist das Wunderkästchen, das einerseits Sender für das Massenmedium sehr kommunikativer Menschen sein kann, andererseits aber auch ein sehr behütetes Schatzkästchen mit all den nicht greifbaren, digitalen Habseligkeiten, die man im Leben so sammelt. Geschriebene und gesprochene Worte der Familie, von lieben Menschen, Fotos von Orten, an denen man war. Lebensumstände aus guten und aus weniger guten Zeiten.

Denke genau an all das, wenn du das nächste Mal jemanden darüber sprechen hörst, dass Flüchtlinge ja gar nicht so arm und hilflos sein können, wenn sie sich ein Smartphone leisten können. Man kann.

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