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Dimensionen in Sachen #CometLanding

13. November 2014 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in WissenschaftsWelt

Stelle dir einen Ball mit dem Durchmesser von 1,5 Meter vor. Das ist dein Modell des Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko, der im Original 2 Kilometer groß ist.

Den bringst du nun 384.400 Kilometer weit auf den Mond und kommst dann wieder zurück auf die Erde. Das Modell der Sonne begegnet dir auf rund einem Viertel dieser Strecke und ist maßstabgetreu etwa 1.000 Kilometer groß.

Zurück auf der Erde, die übrigens in unserem Modellbaukasten etwa 1 Kilometer groß ist, suchst du dir eine Stecknadel. Eine aus Metall mit einem kleinen Stecknadelkopf. Den sägst du ab. Das ist dein Modell von Rosetta, darauf die Landeeinheit Philae.

Diesen Stecknadelkopf schießt du kontrolliert mit einer winzigkleinen Ariane-Rakete kontrolliert etwa 10 Zentimeter in die Luft. Die Höhe deines Erdorbits.

Von dort musst du nun deinem Stecknadelkopf genau den Drive geben, damit er so viel Schwung bekommt, um zum 1,5 Meter großen Ball auf den Mond zu fliegen und dort auf einen Orbit einschwenken kann. Der Schwung muss so sitzen, dass der Flug 10 Jahre dauert, komme aber mit deinem Stecknadelkopf bitte genau auf den Tag an deinem Ball auf dem Mond an.

Kleines Hindernis ganz am Ende deiner Reise, direkt an deinem Ball: Du kannst deinen Stecknadelkopf nicht mehr per Echtzeit steuern, noch nicht mal ansatzweise. Jedes Signal ist 28 Minuten unterwegs. Und zwar von einer bis zur anderen Seite. Der Rückweg für die Antwort dauert noch mal 28 Minuten. Und du hast keine Ahnung, wie dein Landeplatz aussehen könnte, wie überhaupt der Ball aussieht und weißt eigentlich nur, dass du genau eine einzige Chance hast, das Ding auf diesen fast schwerelosen Ball zu kleben und dass selbst nach einer perfekten Landung das Ding nur ein paar Wochen Forschungszeit hat, bevor es kaputt gehen wird.

Willkommen in der modernen Raumfahrt. Und glaube jetzt nicht mehr, dass die Leute bei der ESA, der DLR, aber auch der NASA, Roscosmos und allen anderen Raumfahrtagenturen dieser Welt Verrückte sind. Du weißt es nun, dass sie es eindeutig sind.

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Kabel BW – und draußen bist du.

4. November 2014 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in SupportWelt

Ich kann ja inzwischen auf 16 Jahre IT-Support zurückblicken und mit gutem Gewissen sagen, dass mich in Sachen IT-Probleme und -Leidensberichten so schnell nichts mehr umhaut. Technik versagt, Menschen versagen auch und in dieser Kombination kommt selten etwas gutes dabei heraus, wenn sich nicht einer hinstellt und das Problem in die Hand nimmt. Man glaubt es mitunter kaum, wie wenig Menschen es gibt, die letzteres dann auch tatsächlich mal tun.

Zur Zeit kann ich sehr anschaulich beobachten, wie es sich der Kabelnetzprovider Kabel BW bei einem Kunden von mir verscherzt. Business-Kunde, Internet&Telefon-Flat mit 100 Mbit/s Bandbreite für schlappe 80 Euro im Monat. Also kein Billighosting, sondern richtig etwas bezahlt dafür. Ich habe zwar das alles nicht empfohlen und das nicht erst nach der folgenden Odyssee, aber nun ist es einmal so. Der Zugang wurde beantragt und damit beginnt die Geschichte.

Aller Anfang ist gut.

Kurzum: Den Bestellvorgang kann Kabel BW und es wäre eine sehr kurze Geschichte hier geworden, wenn Kabel BW es nicht perfektioniert hätte, den an sich komplexen Vorgang von Internet über das Kabelnetz soweit zu optimieren und zu verpacken, dass es einigermaßen industriell aussieht. Das beginnt damit, dass die TV-Verkabelung aus den 1980er Jahren stammt. Da wurde zwar einst das beste Kabel von der damaligen Deutschen Bundespost – klar, alles steuerfinanziert – verbuddelt, aber die grundlegende Netzstruktur bei Kabelnetzen ist vornehmlich für das einseitige Verbreiten von Fernsehsignalen gedacht gewesen und deshalb endet das Kabel am Kabelverteiler im Keller.

Immerhin: Kabel BW schickt zur erstmaligen Installation einen Techniker, der von dort ein Kabel bis zum gewünschten Aufstellraum des Routers legt und auch anschließt. Meist sogar Kabel der richtigen Sorte und meist wird auch fachmännisch angeschlossen, was nicht unbedingt normal ist, denn der Außendienstler war ein Subunternehmer eines Unternehmens, der für Kabel BW tätig ist.

Großes Handicap: Kabel BW bringt seinen eigenen Router mit, es herrscht Routerzwang. Das ist in diesem Fall eine kastrierte und auf Kabel BW gebrandete Fritzbox 6490, die einen Teil der Konfiguration von Kabel BW erhält – und nur von dort. Die Netzeinstellungen und auch die Einstellungen für die VoIP-Rufnummern sind vom Endnutzer nicht konfigurierbar. Für mich persönlich ein No-Go, denn entweder gehört der Router mir oder meinem ISP und wenn letzteres der Fall ist, kann der Router überall steht, nur nicht bei mir.

Aber okay, meinen Kunden stört das nicht und Kabel BW durfte alles schön aufbauen und es funktionierte sogar alles erst einmal.

Die Probleme.

Funktionieren tat es allerdings nur ein paar Tage zufriedenstellend, dann gab es die ersten schwerwiegenden Probleme. Und die sahen so aus, dass die Fritzbox offenbar irgendwann die Verbindung verlor, durchstartete und danach jungfreulich dastand. Die Box kam danach zwar wieder ins Internet, alles andere war aber vergessen … lokale Netzeinstellungen, DHCP-Serving, DECT-Einstellungen, Telefonbuch. Das ist ziemlich unschön, weil es einen Vor-Ort-Einsatz von mir erforderlich machte. Einmal. Und auch ein zweites Mal.

Beim dritten Mal hatte ich die Nase voll und bat den Kunden, sich doch bitteschön mal mit Kabel BW in Verbindung zu setzen zwecks Analyse der Problematik. Auf fremde Router kann ich nicht schauen und bitteschön… ich repariere nicht Router fremder Leute, die dafür auch noch Geld verlangen.

Die Inkompetenzen beim Telefonsupport.

Telefonsupport ist so eine Sache. Macht keinem Spaß, dem Kunden nicht und dem Dienstleister und seinem Subunternehmer auch nicht. Telefonsupport ist Quälerei. Aber es geht nun mal nicht ohne. Immerhin müssen Business-Kunden nicht in die richtig üblen DDR-Intershop-wir-haben-heute-Bananen-Warteschleifen, sondern haben eine eigene “Business-Hotline”, bei der die Wartezeit auf schmale 5 Minuten beschränkt ist. Zwar wird man auch da gern mal genau da abgeworfen, wenn das Freizeichen des nächsten, extra für mich reservierten Mitarbeiters ertönt, aber nach 10 Minuten hatten wir tatsächlich einen Menschen am Telefon.

Der auch vieles tun wollte. Er wollte die Leitung messen, er wollte Probleme sehen, er wollte die “zuständige Fachabteilung” informieren und einen Techniker rausschicken und hatte das dann wohl bedauerlich nach dem Anruf verschwitzt, denn der versprochene Rückruf erfolgte nicht. Ein zweiter Anruf meines Kunden zwei Tage später war dann schon nicht mehr so lustig, was auch die Supportdrohne erkannte und umgehend für einen Techniker sorgen wollte. Das war Freitagmorgen und der Techniker kam dann auch schon am Montagmittag, nachdem wir am Montagmorgen nochmal an der Hotline daran erinnern mussten.

Der Techniker und das mit dem Halbwissen.

Der Techniker war dann wieder ein Subunternehmer der, sagen wir es freundlich, bescheidenen Wissensklasse. Von Netzwerktechnik verstand er so viel, dass er irgendein Gerät an die Leitung anschloss und befand, dass der Leitungsdurchmesser zu klein sei und der Kabelwiderstand zu hoch. Wohlgemerkt, die Leitung, die vor einigen Wochen von einem Kollegen von ihm verlegt wurde. Gut, soll alles nicht mein Problem sein, ist ja sein Kabel und er tauschte das alles dann auch brav aus.

Und weil er offenbar auch nicht so recht seinen Worten glauben mochte, tauschte er auch gleich noch die Fritzbox aus. Allerdings ohne einen Export der Konfiguration, so dass nach seinem Besuch erst einmal nichts funktionierte. Was auch seiner Aussage nach so sein müsse, denn Kabel BW schicke einige Stunden danach die Netzkonfiguration auf das Gerät.

Das ist natürlich alles nur so halbhalb richtig, denn tatsächlich schickt Kabel BW nur die reine Netzkonfiguration und die Telefoneinstellungen auf den neuen Router. Und das natürlich auch erst dann, wenn der neue Router in der Kabel-BW-Technik als Router eingetragen wird, was der Techniker offenkundig vergaß. Sprich: Hätten wir am nächsten Tag nicht die Kabel-BW-Hotline angerufen und hätte der dortige Supporter nach der Durchsage der MAC-Adresse der neuen Box mal in seinen Computer hineingeschaut, hätten wir vermutlich bis an das Ende aller Tage darauf warten können, je wieder Internet über diesen Anschluss zu bekommen. Ich gab dem Herrn also die MAC-Adresse der Fritzbox durch, die er sich von mir von der Rückseite der Fritzbox hat vorlesen lassen.

Alles klar, so der Hotliner dieses Mal, er sehe jetzt auch die neue Box und könne nun die neue Konfiguration von der “zuständigen Fachabteilung” aufdrücken lassen. Einige Stunden könne das aber dauern.

Geht es? Oder geht es nicht?

Kurzum: Auch nach einigen Stunden ging der Internet-Zugang nicht. Zwar bekam die dumme Box in der Zwischenzeit eine IP-Adresse, Subnetzmaske und DNS-Server, allerdings lässt Kabel BW einen nicht vom eigenen System authentifizierten Router nicht ins Internet. Nanu, sagst du dir vielleicht, der Hotliner hatte doch im letzten Gespräch gesagt, dass es nun dann gehen müsse?

Ja, eigentlich schon. Wenn der Hotliner seine Hausaufgaben richtig gemacht hätte. Denn die MAC-Adresse, die auf der Rückseite der Fritzbox steht, ist nicht die MAC-Adresse, die Kabel BW zur Authentifizierung ihrer Fritzboxen verwendet. Die muss dazu umgerechnet werden und das geht im Support-Tool von Kabel BW. Hat aber der Kollege Hotliner wohl nicht getan und damit die falsche MAC-Adresse im System hinterlegt. Kabel BW wartet also auf eine MAC-Adresse zur Authentifizierung, die allerdings nicht kommen wird, wenn ich morgen nicht da nochmal anrufe und dem Mitarbeiter mitteile, dass er doch bitte mal die gestern von seinem Kollegen abgefragte MAC-Adresse einmal überprüft und korrigiert. VLAN-Tagging geht halt nicht gut aus, wenn man MAC-Adressen nicht wirklich akribisch kontrolliert.

Der gemeine Kunde wäre spätestens hier völlig ahnungslos ausgeliefert, würde vielleicht wieder einen Techniker kommen lassen, vielleicht würde wieder die Superkompetenz in Person anwackeln, wieder die Fritzbox austauschen, wieder die neue Box nicht registrieren lassen …. etc. etc. etc. Vielleicht tue ich dem lokalen Außendiensttechniker ja wirklich Unrecht und ich entschuldige mich auch vorsorglich dafür, dass ich ihn eigentlich für nichts tauglich halte, für rein gar nichts. Tischkick-Amateur herumirrend in der Champions League. VfB-Fan.

WTF?

Ich weiß nicht, was ich hier empfehlen würde. Ich weiß nur: Ich traue weiterhin keinem ISP, der mir einen Router aufzwingt und bei dem ich nicht zu 100 % alles selbst eintragen kann und bei dem ich auch nicht weiß, ob er sich an Authentifizierungsstandards hält oder nicht. Es ist nicht nur so, dass der ISP bei Routerzwang kaum Lösungen für Vorfälle kennt, die eben durchs Raster fallen, sondern es ist auch so, dass es in so einem Kunden-ISP-Beziehungsumfeld unglaublich kompliziert ist, neutralen IT-Service zu geben. Wenn ich all meine Analyse- und Lösungsversuche meinem Kunden in Rechnung stellen würde, die ich jetzt betreiben musste, wäre sein Internet-Zugang für die nächsten 12 Monate nicht bei 70 Euro, sondern mindestens beim Doppelten. Ohne externen IT-Service ist so ein, pardon, Internet-Murks aber gar nicht zu bewältigen.

Ach, Google, wann kommst du endlich mit Google Fiber nach Deutschland?

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Font-Manager für Windows der Extraklasse: Printer’s Apprentice.

17. September 2014 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in SoftwareWelt

Wer viel mit Schriften unter Windows arbeitet, kennt das Problem: Die eingebaute Schriftenverwaltung von Windows in der Systemsteuerung ist nichts über Freunde der guten Übersicht. Inzwischen gibt es unter Windows zwar keine zahlenmäßige Beschränkung bei installierten Schriften und auch längere Namenslisten werden verhältnismäßig schnell ausgegeben, aber wer nach bestimmten installierten Schriften suchen muss oder nicht alle seine Schriften ständig installiert haben will, der ist ziemlich verloren. Da schielt man dann schon gelegentlich neidisch zu MacOS, für das eine ganze Reihe von sehr schönen Font-Managern existieren.

Nach einer ganzen Weile Suche habe ich letztes Jahr dann doch ein kleines Windows-Tool mit dem Zungenbrechernamen “Printer’s Apprentice” der kleinen US-Softwareschmiede Lose Your Mind Development gefunden, ausprobiert und nach der Testzeit für 24,99 US-Dollar auch gleich mal gekauft. Denn Printer’s Apprentice, auf Deutsch übersetzt in etwa “der Stift/Gehilfe des Druckers” ist genau das. Ein kleines, flottes und mächtiges Werkzeug zur Schriftenverwaltung und zur schnellen In- und Deinstallation von Schriften in Windows.

Die Installation und der erste Start.

Die Installation ist herzlich einfach und der erste Start ist erst einmal verwirrend: Denn bei jedem Start fragt das Programm über die Benutzersteuerung nach erweiterten Windows-Rechten – die es jedoch zwingend braucht, um den Windows-Schriftenordner beeinflussen zu können. Da Printer’s Apprentice aus meiner Beobachtung heraus sorgfältig mit dem Windows-Schriftenordner umgeht, kann man diese erweiterten Rechte durchaus gewähren.

Printer's Apprentice

Nach dem Start zeigt sich eine aufgeräumte Oberfläche, die in der linken Leiste die Auswahl darüber gibt, was man sich anschauen möchte: Installierte Fonts, einzelne Font-Dateien bzw. -Ordner oder Font-Gruppen. Während die ersten beiden Registerkarten selbsterklärend sein dürften, sind die Font-Gruppen besonders interessant. So ein Ordner für Font-Gruppen lässt sich in den Einstellungen (“Tools” – “Options”) konfigurieren und dieser wird dann hier in der Font-Gruppenansicht mit allen Unterordnern sauber angezeigt. Beim erstmaligen Aufruf einer solchen Font-Gruppe wird beim Anhaken der Funktion “Read sub folders” ein kompletter Scan aller Font-Dateien vorgenommen und eine Voransicht generiert, die sich dann rechts in voller Pracht anschauen lässt. Mein rund 13.000 Font-Dateien schwerer Font-Gruppenordner war in ca. 2 Minuten erstmalig gescannt. Da Printer’s Apprentice die Voransichten cacht, ist ein späterer Aufruf nicht mehr ganz so langandauernd. Zudem möchte die Softwareschmiede diesen Scan zukünftig noch weiter verbessern, so dass hier die eigentliche Killerfunktion von Printer’s Apprentice bleibt.

Die Übersicht

Was Printer’s Apprentice sehr gut macht, ist das Auslesen von Meta-Informationen aus den Schriftendateien, die in den Dateiformaten TrueType, OpenType (auch PostScript-basiertes OpenType) und Adobe Type 1 vorliegen dürfen. In diese Meta-Informationen können (tun aber leider nicht alle) Autoren von Schriftarten beispielsweise neben den Gewichtungen (also Regular, Bold, Light etc.) auch definieren, ob die Schrift Serif, Sans-Serif, Monospaced etc. ist. Informationen, mit denen eine Auswahl einer passenden Schrift aus größeren Beständen deutlich einfacher werden kann, wenn denn eben auch alle Schriftenhersteller bei den Meta-Informationen etwas mehr mitdenken würden.

Schön wird es jedoch, wenn man sich durch einen Bestand an Schriften durcharbeitet und eine Auswahl an Schriften zusammenstellen möchte, was sich in Printer’s Apprentice bewerkstelligen lässt, ohne dass auch nur eine Schriftdatei direkt in Windows installiert werden müsste. Und dann diese Auswahl mit einem eigenen Text live anschauen und vielleicht dann als Testdruck ausgeben möchte. Denn das alles macht Printer’s Apprentice dann auf Knopfdruck mit zusammengestellten Sets und auch mit importierbaren Textvorlagen in der gewünschten Textgröße, so dass auch im Produktivbetrieb sehr schön eine Auswahl an Schriften zusammengestellt werden kann. Wer besonders viel Papier bedrucken will, kann auch von jeder Schriftdatei eine Probeseite ausgeben lassen oder auch gesammelt eine Übersichtsseite einer Schriftenfamilie. Das sieht dann genauso übersichtlich aus, wie die recht begehrten (und teuren) Musterbücher der großen Schriftenanbieter.

Das Zusammenspiel mit dem Windows-Schriftenordner

… ist völlig problemlos. Schriften können direkt aus Printer’s Apprentice in Windows installiert und auch wieder deinstalliert werden. Das wirklich schöne ist, dass auch hier bei allen Windows-Schriften die Voransicht inklusive dem Herauslesen der Meta-Informationen in Printer’s Apprentice funktioniert und man auf einen Schlag sieht, was alles im Windows-Schriftenordner ist. Und auch der Export von Dateien aus dem Windows-Schriftenordner in eigene Font-Gruppen funktioniert problemlos.

Kompatibilität, Preis, Updates?

Kompatibel ist Printer’s Apprentice von Windows XP bis 8.1 mit allen Funktionen und auch dem Zugriff zum Windows-Schriftenordner. Der Preis ist mit 24,99 US-Dollar für die Installation auf maximal zwei Computern meiner Meinung nach absolut in Ordnung, Update-Versionen gibt es später dann gar nur für 15 US-Dollar. Bezahlt werden kann der Lizenzschlüssel mit Kreditkarte oder PayPal. Wartungsupdates gibt es verhältnismäßig wenige, ich tippe mal aus meiner Beobachtung grob auf einen halbjährlichen Update-Rhythmus, der aus dem Programm heraus gestartet werden kann.

Einziger Nachteil von Printer’s Apprentice, wenn man es so sehen möchte: Das Programm gibt es nur in englischer Sprache. Das ist aber verschmerzbar, denn ansonsten ist Printer’s Apprentice ein echter Helfer in den Fluten von Windows-Fonts.

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Mea culpa, Microsoft.

10. September 2014 | 2 Kommentare | Veröffentlicht in ComputerWelt

Tut mir leid, Microsoft, ich muss mich bei dir entschuldigen. Ich habe dich heute grundlos beschuldigt. Ich habe nämlich auf meinem Windows-Rechner ein komplettes Systemabbild als Backup erstellt und auf mein Netzlaufwerk gespeichert und mich eine Weile schwer darüber geärgert, wie ultralangsam das Windows-eigene Backup arbeitet und ich gut 3 Stunden darauf warten musste. Ihr seid aber gar nicht schuld gewesen, sondern mein Switch, an dem PC und NAS angeschlossen sind.

Denn der ist nur ein 100-Mbit/s-Ethernet-Switch. Das ist zwar im T-DSL-Zeitalter immer noch ganz flottig, aber wenn man mit Operationen zu tun hat, die man auf anderen Geräten gern auch mal mit USB macht, dann sind 100 Megabit pro Sekunde ziemlich wenig. Die rein rechnerischen 3 Stunden passten dann auch ganz gut ins Schema der 120 Gigabyte, die das Backup auf die NAS geschaufelt hat.

Morgen ist also ein Gigabit-Switch fällig, zumal alle Netzwerkanschlüsse im Homeoffice schon seit Jahren gigabit-fähig sind. Warum sich das noch nicht bis zu mir in Sachen Switch gesprochen hat, kann ich so gar nicht beantworten, ich bin selbst erstaunt darüber.

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Opening netpla.net.

5. September 2014 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in GeschäftsWelt

Die Website zu meiner beruflichen Tätigkeit hat nun lange genug auf sich warten lassen. Das ist insofern peinlich, weil ich ja Visitenkarten mit der Website-Adresse verteile und diese Adresse bisher auf das Internet-Lexikon führte. (Immerhin aber nicht auf ein Baustellensymbol.)

Nun aber ist es soweit, ich habe endlich mal ein Wochenende dazu genutzt, schnell ein WordPress-Template zu bauen und meine schon seit längerem geschriebenen Inhalte zu redigieren und darin dann zu veröffentlichen. Unterm Strich macht man als Selbstständiger ja eigentlich noch viel mehr der Dinge, die man auf die eigene Website schreibt, aber wenn man etwas sehr schnell lernt als Selbstständiger, dann ist es die Anpassung an Begebenheiten, Chancen und Neuentwicklungen. Aus der Warte betrachtet ist das also alles immer ein Anfang, aber eben nicht mit Baustellensymbol.

Da geht es lang: http://www.netpla.net

“Drüben” gibt es ebenfalls ein Weblog, das ich jedoch bewusst und streng auf geschäftliche Inhalte beschränke. Kann und darf man auch abonnieren, aber der große Spaßbereich wird das sicherlich nicht. Dafür gibt es in der ToDo-Liste aber einige Themen zum Thema Social Media und Corporate Communication, die ich schon immer mal abhandeln wollte. Dazu ist dort nun die richtige Plattform.

Kritik und Anregungen werden gern angenommen.

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Auf geht’s!

4. September 2014 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in SonstigeWelt

Supermarktkasse am Samstag vor einigen Wochen. Zwei Kassen waren geöffnet, die Warteschlangen erträglich und es ging ruhig zu. Die beiden geöffneten Kassen waren getrennt durch die üblichen Schokoladen- und Zigarettenregale, so dass ich das Gesicht der Person nicht mitbekam, die in der Nachbarschlange plötzlich laut und deutlich “Auf geht’s!” rief. Und dann gleich nochmal. Auf geht’s! Kehlig, aber überzeugt, von einer vermutlich kleineren Person.

Nun ist ja das Herumstehen in einer Warteschlange einer Supermarktkasse wahrlich kein Darstellungsort für Expressionisten, so dass man auf so einen Spruch in der eher unangenehmen und indiskreten Wartesituation entweder mit Aggressivität oder peinlichem Weghören reagiert. Immerhin beleidigt man mit so einer Ansage in einer Warteschlange schnell mal jemanden, ob nun die Kassiererin, oder die Person, die vor einem wartet. Andererseits vergisst man so einen Emotionsausbruch auch schnell wieder. Man rückt auf und will ja schließlich auch irgendwann möglichst schnell bezahlen, damit der eher lästige Supermarktbesuch schnell auch wieder Geschichte wird.

“Auf geht’s!” dann nach einigen Dutzend Sekunden nochmal, wieder laut und deutlich, diesmal hinter mir. Da ich schon direkt an der Kasse stand, riskierte ich einen Blick nach hinten. Und da sah ich, dass das “Auf geht’s!” von einer jungen Frau mit offensichtlichem Down-Syndrom kam, die ihre zwei nicht ganz so schnellen Begleiter damit motivierte und sich ihrer Motivationskraft ziemlich sicher zu sein schien.

Als dann noch ein “Auf geht’s!” kam, als sich die Truppe mit dem bepackten Einkaufstüten auf den Weg machte und an mir vorbeikam, drehte ich mich nochmal um zu ihr, zeigte direkt auf sie: “So isses! Gut, dass es mal jemand genau so sagt!” Leider nicht ansatzweise so überzeugend, wie sie das kann.

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Retweet in XXL.

9. August 2014 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in MedienWelt

Der sonntagvormittägliche Blick in den SPIEGEL der kommenden Woche ist ein gut abgehangenes Ritual, dankenswerter möglich durch die elektronische Version, die schon am Sonntagmorgen ab 8 Uhr herunterzuladen ist. Das wird sich ab nächstes Jahr übrigens soweit ändern, als dass der SPIEGEL nicht mehr montags, sondern schon samstags erscheint.

Anyway… letzten Sonntag war ich dann recht erstaunt, als mich auf der Seite 129 der SPIEGEL-Ausgabe 32/2014 niemand geringeres als ich selbst aus der Medienseite herausblickte, dem Facebook-Ausfall am 1. August und ein knarziges Zitat darüber sei Dank (Klick for Big):

Besim-Zitat im SPIEGEL 32/2014

Und auch wenn der SPIEGEL eine Millionenauflage hat – so ein “XXL-Retweet” bringt außer 15 Minuten Ruhm nichts. Letzte Woche ist kein Follower hinzugekommen, zudem gehört der zitierte Tweet mit einem (echten) Retweet und zwei Favorites zum Gros der eher wenig aufgefallenen Tweets. Aber immerhin auch 2014 im SPIEGEL Spuren hinterlassen. :-)

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Das Domain-Name-Chaos.

21. Juli 2014 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in DNS

Wie es sich fühlt, als Eltern von den eigenen Kindern aufgefressen zu werden, kann ich aktuell in etwa nachvollziehen. Zur Zeit schreibe ich nämlich den netplanet-Artikel zu Top-Level-Domains um, und zwar fundamental. Denn die Zeiten, wo man mal eben so alle existierenden Top-Level-Domains auf eine Seite schreiben konnte, ist vorbei. Das an sich einst sehr strenge und dann aufgelockerte System der Top-Level-Domains ist einem wahren und nahezu chaotischen Wildwuchs gewichen. Glaubt man nicht?

Wer kennt die Domain-Endung “.club”? Oder “.archi”? Oder wer kommt darauf, dass die ebenfalls existierende Domain-Endung “.airforce” gar nicht einer Militärbehörde gehört? Was macht man mit einer Domain-Endung “.blackfriday”? Oder “.xyz”? Für Zahnbelange soll wohl “.dental” gelten, aber warum gibt es auch noch “.dentist”? Welcher Logik folgen Top-Level-Domains für Unternehmen wie z.B. “.neustar” oder “.bmw”?

Und das sind nur einige Beispiele in einer inzwischen völlig außer Kontrolle geratenen Liste von Top-Level-Domains. Das Domain Name System ist der Idee einer halbwegs strengen Ordnung gewichen einem System des reinen Kommerzes. Wer die Kohle hat, kauft sich keine Domain mehr, sondern gleich eine Top-Level-Domain. Die Hürden von rund 100.000 US-Dollar zur Stellung eines Antrages, die bei einer Ablehnung auch nicht zurückerstattet werden können, sind für viele Unternehmen schlicht ein Klacks, der sich auch noch problemlos abschreiben lässt.

Rein an Systematik und Ordnung gewonnen ist mit diesem entstandenen Wildwuchs nichts. Internet-Provider haben ihre liebe Mühe, in diesem System halbwegs kostendeckend Registrierungen in exotischen Top-Level-Domains durchführen zu können und Inhaber von Markenrechten schaffen den Überblick kaum noch ohne entsprechende Dienstleister. Verdienen tun die großen Registrare, die lange Jahre mit exzessiver Lobbyarbeit bei einschlägigen Gremien und Regierungen dafür gesorgt haben, das Domain Name System zu einem modernen Klondike River umzudefinieren. Das Ergebnis ist – ich wiederhole mich – totales Chaos. Adressen sind plötzlich Adressen und nur noch wenige können erkennen, ob eine Adresse wirklich eine Adresse ist. Wer käme auf die Idee, dass abc.xyz nun tatsächlich einen gültigen Host-Namen darstellen könnte? Und was wird eigentlich passieren, wenn der Betreiber einer Top-Level-Domain die finanzielle Grätsche macht und möglicherweise hunderte Domain-Namen verlorengehen?

Nichts ist mehr so, wie es war. Das muss nicht unbedingt schlecht sein, aber ich bezweifle es, dass der radikale Wechsel von einem Verzeichnissystem hin zu einer Ansammlung von mehr oder weniger ernstzunehmenden Litfaßsäulen tatsächlich der richtige Weg ist. Andererseits lohnt die Diskussion darüber auch nicht sonderlich, denn umkehrbar ist dieser Wandel nicht mehr. Das Domain Name System ist technisch zwar immer noch funktionsfähig, aber eigentlich ist es kaputt.

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Zwei Jahre ICD.

19. Juli 2014 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in MedizinWelt

Das zweijährige Jubiläum meiner ICD-Implantation habe ich großzügig vergessen. Das liegt vor allem daran, dass tatsächlich das eingetreten ist, was bei einer Implantation als Sekundärprävention (also quasi nicht superdringend, weil lebenserhaltend, sondern prophylaktisch weil eine Neigung zu Herzrhythmusstörungen) der Normalzustand wird: Man vergisst, dass man einen implantierten Defibrillator in der Schulter trägt. Es gibt immer mehr Tage, an denen mir der ICD nicht in den Sinn kommt, zudem spüre ich im Normalzustand absolut nichts und kämpfe an besonders wetterträchtigen Tagen lediglich mit einer juckenden Narbe.

Auch in Sachen Therapie, also einer erfolgten Abgabe von Impulsen oder Schocks, passierte in den letzten zwei Jahren nichts. Alle sechs Monate gibt es einen Besuch beim Kardiologen und bei der ICD-Kontrolle, die Herz und ICD prüfen, bei letzterem wird dann auch geschaut, ob es in den jeweils sechs Monaten eventuelle Therapien gab und wie der Geräte- und Elektrodenzustand ist. Ansonsten gebe ich alle vier Monate bei meinem Hausarzt ein paar Röhrchen Blut für ein großes Blutbild ab und das war es dann auch. In Sachen Medikamentation gibt es nur noch drei Tabletten am Tag: Einen Betablocker zur Prävention von Rhythmusstörungen, einen leichten Blutdrucksenker und eine niedrige Dosis ASS zur leichten Blutverdünnung. Nebenwirkungen: keine, außer dass ich mich gelegentlich etwas “ausgebremst” fühle, wenn ich schlagartig den Kreislauf in Schwung bringen soll.

Einschränkungen im Alltag: Für mich keine. Eine Karriere als Berufskraft- oder Busfahrer, Lokführer, Pilot etc. kann ich mich auch weiterhin abschminken, ebenso als Berufstaucher, Boxer oder Seiltänzer. Ich werde diese Einschränkungen aushalten, denn bei allen “restlichen” Berufen und Hobbies gibt es keine, wenn man berücksichtigt, dass ich bei besonders gefährlichen Aktivitäten eine zusätzliche Absicherung in Betracht ziehen sollte, aber das ist beim Tanz über ein Gerüst oder beim Bergsteigen generell keine schlechte Sache.

So richtig viel zu jammern gibt es demnach nicht. Wäre fein, wenn es so bliebe.

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Private Filesharing mit Pydio.

18. Juli 2014 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in SoftwareWelt

Im Rahmen meiner Arbeit muss ich öfters Druckdaten und sonstige Dateien bereitstellen. Daten, die teilweise weit in den zweistelligen Megabyte-Bereich gehen und die einfach nicht gut und vor allem nicht sehr effizient per E-Mail zu versenden sind. Lange Zeit habe ich mich da beholfen mit meinem Webspace, auf dem ich in einem eigenen Verzeichnis dann per FTP Dateien hochgeladen und einen normalen URL an die Zieladresse geschickt habe. Das funktioniert zwar, ist aber in Sachen Workflow mehr als ätzend… Datei hochladen, URL herausschreiben, in eine E-Mail kopieren, später Datei wieder vom Webspace löschen. Zu viele Schritte, die eigentlich der Kollege Computer besser machen könnte.

Dropbox oder eine andere Cloud wäre eine halbwegs praktikable Lösung. Mit öffentlichen Clouds habe ich es aber nicht so, nennen wir als Grund Paranoia. Vom Prinzip her sind aber Dropbox & Co. auch keine so rechte Lösung, weil ich hier dennoch genügend Schritte machen müsste, nämlich URL herauslesen und die betreffende Datei später auch wieder löschen.

Lösung: Private Filesharing mit einer eigenen Cloud-Lösung. Dazu gibt es Löhnware (sogar richtig deftig teure), aber auch Open Source. Auf eine solche Lösung hat mich mein alter Buddy Berlin-Timo gebracht, eine Software namens Pydio. Pydio kommt als rund 8 Megabyte leichtes Software-Paket daher, dessen Inhalt schlicht und einfach auf einen eigenen Webspace zu übertragen ist. Danach einen Domainnamen auf dieses Verzeichnis routen, die Adresse aufrufen und konfigurieren. Die Konfiguration ist dabei herzlich einfach, denn Pydio kommt ohne externe Datenbankanbindung aus und speichert seine Inhalte standardmäßig in dateibasierte SQLite-Datenbanken. In der initialen Installation legt man dann noch einen Benutzer an und schon ist die eigene Cloud auf dem eigenen Webspace voll funktional. Wer sich jetzt noch ein SSL-Zertifikat für den eingerichteten Domainnamen gönnt, kann seinen Kunden maximale Übertragungssicherheit bieten.

Schick wird es mit Details rund um Pydio. Es gibt nämlich eigene Apps für iOS und Android, die ebenfalls direkten Zugriff in die eigene Cloud ermöglichen (spätestens hier wird eine SSL-Verschlüsselung wirklich obligatorisch). Und auch für Thunderbird gibt es ein Add-On namens AjaXplorer for Filelink, mit dem sich eine Upload-Möglichkeit direkt in das Schreiben einer E-Mail integrieren lässt, so dass im Maileditor hinzugefügte Dateien in Wirklichkeit nicht an die Mail angehängt werden, sondern nach dem Absenden auf die eigene Cloud übertragen werden und lediglich ein Link zum Download in die E-Mail kommt.

Der angenehme Nebeneffekt von Pydio ist, dass man einige obligatorische Dinge nun einfach vergessen kann. Mein Dateiordner ist so eingestellt, dass er alle hochgeladenen Dateien, die älter als 60 Tage sind, automatisch löscht. Ich habe meine eigene Cloud, ich habe meine eigene Verschlüsselung und ich kann mit meiner eigenen Cloud meine Datenschutzrichtlinien einhalten.

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