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Microsoft Office außerhalb von Windows – eine Revolution.

29. März 2014 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in SoftwareWelt

Einer der ersten Amtshandlungen des neuen Microsoft-Chefs Satya Nadella ist die Veröffentlichung von Microsoft Office für das iPad. Viele Betreiber von iPhone/iPad-spezifischen Websites haben dabei bemerkt, dass die Software ungewöhnlich durchdacht und stabil ist, fast schon “zu stabil” für eine Software in ihrer Erstveröffentlichung. Und natürlich darf zu Recht mutgemaßt werden, dass Microsoft Office für das iPad nicht erst vor einigen Wochen zusammengestrickt wurde, sondern vermutlich Monate, wenn nicht Jahre alt ist und nur noch nicht veröffentlicht wurde.

Während für Apple deren Betriebssystem MacOS nichts anderes als der zentrale Baustein ist, völlig überteuerte und mit allen Tricks der Inkompatibilitätskunst versehene Hardware zu verkaufen, so ist für Microsoft deren Betriebssystem Windows das Kernstück zum Verkaufen von Microsoft Office. Microsoft Office läuft (mit Ausnahme von MacOS) nur auf Windows – es gab niemals eine Linux- oder Unix-Version und es gab auch niemals eine Version für mobile Betriebssysteme wie Android oder iOS (bis jetzt), auch nicht für vorherige und einst recht erfolgreiche Systeme wie Symbian oder PalmOS. Nicht weil es nicht funktionieren würde, Microsoft Office auch für andere Betriebssystem zu portieren, sondern weil Steve Ballmer und vorher Bill Gates niemals auch nur im entferntesten daran gedacht haben, die einstige Cashcow namens Microsoft Office auf “minderwertige” Betriebssysteme zu verschachern. Microsoft Office gab es lange Jahre nur auf Microsoft Windows und im Geschäftsumfeld ist das eine relevante Kombination, denn hier hat Windows im Enterprise-Umfeld letztendlich mit unixoiden Wettbewerbern zu kämpfen.

Es blieb daher nur bei halbherzigen und recht arroganten Lippenbekenntnissen. Einer der ältesten solcher Bekenntnisse habe ich in meiner Sammlung von interessanten Palm-OS-Links, datiert auf den 20. Oktober 2000, von niemand anderem verkündet als von Steve Ballmer: “Microsoft goes Palm – vielleicht“, aus dem Heise-Newsticker. Wenn man damals bei Microsoft begriffen hätte, dass die Zukunft vieler Anwendungen nicht mehr auf dem Desktop, sondern in der Cloud liegt, hätte Microsoft gute Chancen gehabt, mit einem plattformweit verteilten Microsoft Office den IT-Markt am Desktop und auch in der mobilen Welt bis heute im Griff zu behalten und Google nicht ansatzweise zu so einem Imperium wachsen zu lassen, wie es heute dasteht.

Aber, sie haben es nicht gemacht, dazu waren Gates & Ballmer zu sehr verhaftet im Gedanken, dass die Cloud nur für spezialisierte Anwendungen sinnvoll sei und dass es genügend Bekloppte gibt, die ein hoffnungslos hinterherhinkendes Betriebssystem wie einst Windows Mobile und nun Windows Phone einzusetzen, nur weil es hier ein Microsoft Office gibt.

“Office 365″ sprengt als Abo-Software mit etwas Cloud-Funktionalität zwar seit einiger Zeit diesen Gedanken schon in der Ära Ballmer, aber letztendlich haben die Veteranen dennoch nie begriffen, wie der Markt der ehemaligen Handhelds und der heutigen Smartphones und Tablets wirklich funktioniert. Und deshalb bin ich mir auch relativ sicher, dass in den Tiefen der Microsoft-Laboratorien Microsoft Office ziemlich sicher für alle heutigen und jemals existierenden modernen Betriebssystemen existiert, es sich aber bisher niemand so recht getraut hat, der Gates-Ballmer-Phalanx endlich einmal vorzuschlagen, die alten Zöpfe beherzt abzuschneiden.

Microsoft Office für das iPad ist daher nichts anderes als eine Revolution und ein Eingeständnis dafür, dass man mindestens 15 Jahre lang den Markt ignoriert hat und glaubte, dass letztendlich doch alle Wege zu Microsoft führen. Die Erkenntnis, dass es wohl doch nicht so ist, kommt spät, vielleicht sogar nicht ganz zu spät, aber diese Revolution wird kaum das wieder zurückholen können, was in diesen 15 Jahren an Einfluss verlorengegangen ist.

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10 Jahre Bloggen.

28. März 2014 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in Interna

Exakt vor zehn Jahren, am 28. März 2004 um 14 Uhr 21, begann der “erste Zyklus” meiner Blogger-Existenz, damals mit dem “BesimBlog”. Das war damals noch nicht so leuchtend rot, sondern weiß und grau und anfangs ziemlich sinnfrei. Am Ende im Sommer 2007 übrigens weitgehend auch.

Viel übriggeblieben ist davon im Web nicht mehr, das halbwegs beste davon ist rechts im eBook eingegangen. Immerhin existieren aber noch zwei XML-Dateien, nämlich mit den Inhalten und mit den Kommentaren dazu. Die wenigen Bilder und Fotos allerdings sind alle ersatzlos verlorengegangen. Keine Ahnung, warum ich die nicht archiviert habe.

Nach dem BesimBlog startete dieses Blog hier und das ist damit schon deutlich länger am Leben und hat mit knapp 2.000 Artikeln auch schon mehr Artikel auf dem Buckel. Die sind auch zum großen Teil halbwegs seriöser als der Quark aus dem ersten Zyklus, also sei’s drum – das BesimBlog kommt so nicht wieder, jedenfalls nicht in der vollen Packung. :-)

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Rechenschwächen bei Amazon.de.

18. März 2014 | 3 Kommentare | Veröffentlicht in GeschäftsWelt

Die heute von Amazon.de gelieferte Tastatur funktioniert einwandfrei. Was dann weniger einwandfrei ist, ist ausgerechnet das, was eigentlich bei so einem großen Haus wie Amazon.de die wenigsten Probleme erzeugen sollte – die Berechnung der Mehrwertsteuer bzw. die Berechnung des Nettobetrages und die Ausweisung der Mehrwertsteuer. Das sieht nämlich folgendermaßen aus (anklicken zur Großansicht, persönliche Daten ausgebalkt):

Rundungsfehler in Amazon.de-Rechnung

Das ist noch nicht mal ein Rundungsfehler, das ist schlicht und einfach Mist. Der Nettobetrag von 32,98 Euro ist abzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer von 19 % genau 27,71 Euro und nicht die auf die Rechnung gedruckten 27,72 Euro. Demzufolge ist auch die ausgewiesene Mehrwertsteuer von 5,26 Euro nicht richtig, denn das müssten 5,27 Euro sein. Kann man alles in meinem UStER nachrechnen, wobei ich zugeben muss, dass ich nach dem ersten Verdutztsein auch erst mal prüfen musste, ob nicht vielleicht UStER falsch rechnet …

Das ist vielleicht für den Privatkunden alles nur Pillepalle, aber so kann ich als Gewerbetreibender diese Rechnung nicht in meine Buchhaltung geben – die Rechnung ist schlicht falsch und musste deshalb soeben beanstandet werden. Die Dame am Telefon sah zwar die exakt gleichen Zahlen auf ihrem Bildschirm, glaubte mir dennoch nicht (die Benutzung eines Taschenrechners ist wohl zu viel verlangt), versprach aber, das der Rechnungsstelle weiterzuleiten. Die sich vermutlich jetzt ein Loch in den Bauch freuen wird.

In Sachen Lieferantenrechnungen habe ich inzwischen ein dickes Fell. Dass mitunter einige Gewerbetreibende mehr oder weniger darüber wissen, wie man ein korrekte Rechnung verfasst, ist eine Sache. Eine ganz andere Kategorie von Rechnungsmängeln sind Rechenfehler. Gut, einen falschen Posten erwischen oder die Mengenangaben verhudeln, das kann jedem einmal passieren. Bei falscher Berechnung der Mehrwertsteuer wird es dann aber wenig lustig, denn falsche Mehrwertsteuerbeträge sind nicht so ganz einfach zu verbuchen. Dass es aber ausgerechnet bei Amazon.de bei der Mehrwertsteuerberechnung klemmt, ist erstaunlich.

Sprich: Ich werde jetzt sicherheitshalber mal Amazon.de-Rechnungen nachprüfen.

Addendum: Ja, es ist die luxemburgische Amazon-Tochter, das ist richtig. Allerdings ist auf der Rechnung eine deutsche Umsatzsteuer-ID angegeben, demzufolge weist diese Tochter (mutmaßlich) bei Warenbestellungen in Deutschland Umsatzsteuer aus und führt diese dann entsprechend auch in Deutschland ab. Auch die darunter angegebene Steuernummer lässt auf eine deutsche Steuernummer schließen, zumindest das Präfix 040 deutet auf das Finanzamt Saarbrücken.

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App-Übersicht in Android hochdosiert.

9. März 2014 | 2 Kommentare | Veröffentlicht in MobileWelt

Wenn ich mich entscheiden müsste, welches Feature unter Android das beste ist, wäre es ziemlich sicher das Konzept der Widgets. Smartphone einschalten und unmittelbar nach dem Entsperren die Ansicht bekommen, die man möchte. Bei mir sieht diese “Seite 1″ auf meinem Samsung Galaxy S4 mit CyanogenMod 11 (Android 4.4.2) derzeit folgendermaßen aus (ruhig mal auf die Screens hier klicken, die sind im Original alle 1920 mal 1080 Pixel groß):

Besims Android-Ansicht Widgets Seite 1Das spannende an Android ist, dass die Android-Benutzeroberfläche zwar von Android mitgeliefert ist (der so genannte “Launcher”), aber nicht zwingend genutzt werden muss. Das merkt man am ehesten an den Android-Versionen vieler Gerätehersteller, die einen eigenen Launcher mitliefern. Bei Samsung heißt der z.B. “TouchWiz”, bei HTC “HTC Sense” und so weiter.

Zudem gibt es im Play Store eine Reihe von weiteren Launchern, die viele weitere Funktionen mitbringen, als der Android-Launcher. Einige Launcher glänzen dabei mit teilweise bizarrer Verspieltheit (und Akkuverbrauch), andere sind relativ “konservativ”. Ich verwende hier den Nova-Launcher, der meiner Meinung nach sehr am Android-Look-and-Feel bleibt und doch einige interessante Funktionen mitbringt. Darunter beispielsweise die Möglichkeit, den Raster für Widget- und App-Ansicht deutlich engmaschiger zu stricken.

Normalerweise ist der Raster bei den meisten Telefonen so um die 5 mal 5 Flächen. Also 5 Zeilen und 5 Spalten. In meiner Widget-Ansicht habe ich aktuell 9 x 6 und kann so deutlich mehr Inhalt auf die Seite packen, ohne dass es auf dem riesigen 5-Zoll-Bildschirm zu eng daherkommt. Experimentieren tue ich hier seit einigen Wochen vor allem mit dem Umstand, dass ich schlicht die Namen der Apps nicht mehr einblende, sondern nur noch die Piktogramme selbst. Das funktioniert übrigens ziemlich problemlos nach einer kurzen Eingewöhnungszeit, zumindest auf der Widget-Ansicht. Denn die Icons, die ich hier einblenden lasse, das ist der “harte Kern”. Übrigens habe ich witzigerweise einen Artikel hier im Blog, der meine Android-Seite-1 vom August 2011 beinhaltet.

Seit einigen Tagen experimentiere ich noch ein Stück weiter, nämlich auch mit einem engeren Raster in der App-Ansicht. Hier habe ich aktuell einen Raster von 10 mal 6 Flächen, kann also schlappe 60 Apps auf eine Seite unterbringen, anstatt vorher nur 30. Und weil es jetzt superkompakt dahergeht, habe ich derzeit auch nur zwei App-Seiten, obwohl ich zur Zeit 114 Icons unterzubringen habe:

Das ist jetzt schon ziemlich heftig. Das Problem hierbei sind wiederum nicht die fehlenden Namen der Apps, sondern die schiere Fülle. Alles zwar noch bequem mit dem Finger antippbar, aber man braucht anfangs einen Moment. Andererseits spart man sich in vielen Fällen das Blättern und nach einigen Tagen geht es dann doch erstaunlich gut. Was allerdings in so einer Übersicht unabdingbar ist, ist die alphabetische Sortierung bzw. überhaupt eine Richtlinie, nachdem Apps streng sortiert werden. Sonst geht das hier so gar nicht.

Ich habe spaßeshalber mit einem anderen Launcher auch mal mit kleineren Icons experimentiert, um noch mehr Apps auf eine Seite unterzubringen. Spätestens dann wird es aber blöd. Ich habe zwar keine Wurstfinger, aber dann macht es echt keinen Spaß mehr.

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Gerümpelkammer WordPress-Mediathek.

4. März 2014 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in SoftwareWelt

Kennt ihr die Szene im Bonusmaterial von Findet-Nemo-DVD, in der Nemo, Marlin, Dorie und der Haifisch Bruce herumalbern und der kleine Clownfisch Nemo, der sich mit Bruce angefreundet hat, in seinem Magen schwimmt und da so Sachen wie ein Surfbrett findet? So erging es mir heute bei der Datensicherung einer WordPress-Installation.

Mit einigen Kunden habe ich Wartungsverträge für ihre WordPress-Installationen. Updates zu installieren, ist eine Sache (die auch viel zu wenig WordPress-Nutzer machen), aber das Drumherum ist entscheident. Zum Werterhalt einer Software-Installation gehört nämlich auch eine Datensicherung, die ich in allen Wartungsverträgen beinhalte.

Also, per SFTP eingeloggt und das gesamte WordPress-Verzeichnis am Herunterkopieren. Und da schaut man so mit einem Augen, wie die Dateien im FTP-Log vorbeiflitzen, am spannensten natürlich die Upload-Verzeichnisse der Mediathek mit den vielen JPG-Bildern … moment … photoscape.exe? Und filezilla.exe? Hu? Surfbrett und so. Nachdem das Kopieren und Sichern beendet war, schaute ich mir das mal näher an: Tatsächlich hatte der Kunde in seiner WordPress-Mediathek ein Bildbearbeitungsprogramm und FileZilla hochgeladen, säuberlich als Setup-Dateien. Also tatsächlich die EXE-Dateien, mit denen auf einem Unix-Server und auch in einer WordPress-Installation so ziemlich gar nichts gemacht werden kann außer Speicherplatzwegfressen lassen.

Nach kurzer Rücksprache mit dem Kunden war die Rätsels Lösung sehr einfach: Er hatte wohl einen Satz von mehreren Bildern hochladen wollen und alles fein säuberlich auf dem Desktop zum Drag’n’Drop markiert – inklusive noch einigen “Kollateralschäden”, die natürlich auch alle brav hochgeladen wurden. Und dann aus dem Auge, aus dem Sinn und alles blieb schön über Monate auf dem Webserver.

Ein guter Ansporn, der Mediathek jetzt mal beizubringen, nur bestimmte Dateitypen zu akzeptieren und zukünftig sicherlich keine EXE-Dateien mehr.

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Buchhaltung, Level 2.

2. März 2014 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in GeschäftsWelt

Meine Selbstständigkeit jährt sich im Mai zum vierten Mal und jetzt mal Betriebsinterna: Ich habe tatsächlich diese vier Jahre Selbstständigkeit und auch die Jahre davor, in denen ich eine (von meinem damaligen Arbeitgeber genehmigte) Nebentätigkeit betrieb, meine Buchhaltung ausschließlich in Excel durchgeführt. Das war anfangs nicht wirklich hübsch, aber so eine Excel-Tabelle hat den Vorteil, dass man das ja immer weiter “veredeln” kann, wenn Zeit ist. Hier mal eine hübsche Übersicht, da ein immer aktueller Umsatzreport, dort eine Seite, die alle Angaben für die Steuererklärung auswirft und nicht zuletzt eine genaue Umsatzsteuerübersicht, um die Rücklagen für die Umsatzsteuer möglichst taggenau zu haben.

Und auch wenn meine Excel-Tabelle richtig rechnet – irgendwann geht das nicht mehr. Ich habe letztes Jahr die bisherige Hürde von 120 Buchungen im Jahr deutlich gerissen und da ist vor allem die andere Seite eine immer größere Last – die Fakturierung. Rechnungen habe ich nämlich ebenfalls bis dato mit Microsoft Office gestellt und hatte dazu eine Word-Vorlage. Das aber wird im Laufe der Zeit eine richtige Quälerei, wenn man irgendwann mehr als zehn Kunden hat, die regelmäßige Rechnungen bekommen sollen. Man macht vieles an Arbeit doppelt und dreifach und hat dennoch immer das dumpfe Gefühl in der Hirnrinde, irgendwo Dinge zu übersehen und zu vergessen.

Klar war auch für mich, dass die Zukunft von Buchhaltung bei mir nur im Zusammenspiel mit Faktura daherkommen kann und ich Standardware brauche. Wenn ich mit etwas nicht experimentieren kann, ist es Buchhaltung und Rechnungsstellung. Das muss sofort und nahtlos laufen und es muss vor allem so laufen, dass es sich an meine Bedürfnisse anpasst und nicht umgekehrt. Das gilt vor allem für die Rechnungen, die ich ausstelle, denn was ich wirklich abgrundtief hasse, sind vorgefertige Rechnungsformulare oder Standardansichten. Ich kann Leuten nicht erklären, wie man einfach im Web kommuniziert und mit einer unlesbaren Fabrikrechnung und Teilenummern daherkommen.

Nach einem kurzen Ausflug mit der Testversion von “WISO Mein Büro” landete ich bei “Lexware Büro Easy”. Erstere ist zwar deutlich hübscher in der Ansicht, allerdings ist der Vorlagenmanager ein echter Graus … so von wegen Karomuster und Objekte mit Anfassern zurechtfriemeln. Das ist 1990er Jahre. Lexware Büro Easy ist zwar von der Oberfläche her altbackener, bietet aber bei der Erstellung einer Rechnung die Möglichkeit, die Rechnungsobjekte in ein Word- oder LibreOffice-Dokument auszugeben. Hat man eine eigene Word-Vorlage, kann man diese mit den entsprechenden Variablen versehen und siehe da – die Rechnung kommt im Word-Dokument daher, lässt sich ausdrucken, mit E-Porto versehen oder als PDF-Dokument ausgeben. Der Arbeitsaufwand hierfür: Phänomenale zwei Stunden.

Was wiederum bei allen Produkten in der Preisklasse ätzend ist, ist die Anlage des Warenbestandes und die eigentliche Buchhaltung. Warenbestand? Den müssen sich viele Selbstständige erst einmal aus vergangenen Rechnungen zusammensuchen, ebenso die Arten und Kategorien für Buchhaltung und Belege. Und dann noch die Lernkurve, dass man in einer Excel-Tabelle auch nachträglich natürlich alles abändern kann, eine echte Buchhaltungssoftware aber nicht löscht, sondern korrigiert und das hübsch ins Logbuch verzeichnet … die ersten Stunden mit Nachbuchen eines bestehenden Buchungsbestandes sind unschön.

Jetzt aber, nun läuft es. In Sachen Umsatzberichte bin ich zwar immer noch so dumm oder klug wie bisher, aber immerhin funktioniert jetzt die Rechnungsstellung so, wie ich mir das vorstelle und die Buchhaltung macht sich zum großen Teil nebenher.

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Ein Wiki auf karadeniz.de.

3. Februar 2014 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in Interna

Das Thema Wikis gehört ja eigentlich ebenfalls zu einen meiner “Geschäftsbereichen”, wenn auch zu einem deutlich kleineren. Ich maße mir nicht an, ein Wiki-Gott zu sein, das sind andere. Mir geht es aber auch gar nicht darum, irgendwie Wiki-Weltmeister zu werden, sondern mir geht es beim Thema Wiki sehr konkret darum, kleine Wiki-Projekte anzustoßen. Dokumentationsgeschichten mit Etats, mit denen man gerade einmal einen Manntag eines “Sharepoint-Consultants” bezahlt bekommt.

Für kleine Wiki-Projekte verwende ich gern DokuWiki. Das kommt im Gegensatz zu seinen großen Brüdern ohne gesonderte Datenbankverbindung aus, hat aber weitgehend alles, was ein Wiki ausmacht: Versioning, Benutzerverwaltung, Namespaces, Plugins. Mit DokuWiki lässt sich sehr schnell ein Wiki aufbauen und auch sofort produktiv im Unternehmen einsetzen und antesten. Und: DokuWiki ist Wiki pur. Keine Blogs, keine Projektverwaltung, keine ToDos. Vieles kann man sicherlich nachrüsten, aber man muss nicht.

Drei DokuWiki-Projekte betreue ich derzeit, ein viertes ist gerade in der Angebotsphase. Hier im Office habe ich auch noch ein DokuWiki als Testlab und vorgestern stellte sich mir die Frage, warum ich eigentlich auf karadeniz.de kein DokuWiki einsetze. Dort fand sich nämlich seit dem Ende des BesimBlog nur eine hässliche HTTP-200-OK-Seite mit einigen Links auf Projekten, die nach wie vor auf karadeniz.de gehostet bleiben müssen, aber sonst eben nichts.

Also … say Hello to DokuWiki auf karadeniz.de. Schreiben dürfen Besucher da leider nichts, aber dafür werde ich da nach und nach mal alles das dokumentieren, was da so alles auf dem Server liegt und was noch kommen mag. Und ich habe jetzt endlich auch mal mein echtes, eigenes Wiki “draußen”, im Web.

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Neues von Golem. (Letzter Teil.)

30. Januar 2014 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in MedienWelt

Nach drei Tagen kam dann auf meine Mail doch noch eine Antwort des Golem.de-Redakteurs mit einem Versuch einer Art von Entschuldigung. Es gab “viele Neuerungen”, so dass sich viel geändert habe und man nicht hinterherkam mit dem Beantworten. Gut, so eine Art der Entschuldigung kann man versuchen. Man muss aber nicht, denn fast fünf Monate Antwortzeit kann man so eher nicht entschuldigen.

Das war dann aber auch schon egal, denn der zweite Absatz ist nochmal ein herbes Krönchen auf dem Krönchen:

Der Tamagotchi-Text müsste sehr aufwendig bearbeitet werden, deshalb
schlage ich vor, dass wir es dabei belassen. Es fehlt ein „roter
Faden“ und einige Informationen müssten durch neue ersetzt werden.
Wären Sie so lieb und würden mir noch einmal die anderen Vorschläge
zusenden?

Äh, nein. Ich bleibe dann lieber doch böse und habe mir, obwohl ich über diese Bitte sehr angewidert war, auch eine Rückantwort erspart. Es wird sich sicherlich ein anderer Blog-Depp finden lassen, der nach Ablehnung eines Textes, der eigentlich bestellt wurde, so bescheuert ist, einen weiteren Text auf Vorleistung einzusenden und dann vielleicht nochmal ein paar Monate darauf zu warten, dass er aus eher fadenscheinig wirkenden Gründen abgelehnt wird. Das kann mein Papierkorb besser und auch schneller, obwohl ich ihn nur alle drei Wochen leere.

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“Der Herr Lanz, der Herr Lanz … kann’s nicht.”

27. Januar 2014 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in MedienWelt

Allzu merkwürdiges geht gerade vor. Drei Beobachtungen:

Beobachtung 1: Guter Freund des Hauses teilt mit, dass seine Kinder – einst große Wetten-dass-Zuschauer – schon vor einigen Tagen angekündigt haben, dass sie Samstag zur Primetime nicht das ZDF schauen möchten, sondern einen Spielfilm.

Beobachtung 2: Meine Mutter, sonst immer eine treue Zuschauerin von Wetten dass, hat von Anfang an nicht zugeschaut, sondern ein Buch gelesen und den Apparat meinem Vater überlassen.

Beobachtung 3: Eine Online-Petition, die eine Absetzung von Markus Lanz aufgrund seines fragwürdigen Interviews mit der Politikern Sahra Wagenknecht fordert, hat es just am Samstag geschafft, 200.000 Unterzeichner zu versammeln – und die Petition geht zu diesem Zeitpunkt noch lange 51 Tage lang.

Was ist da eigentlich los?

Ich habe mal vor langer Zeit über die Causa Lanz gebloggt. Das war nicht sehr prophetisch, aber eines hatte ich erwähnt: Dass es ein hartes Stück Arbeit für alle Beteiligten sein dürfte, das Engagement von Markus Lanz für Wetten dass zu einem Erfolg zu machen. Man darf konstatieren: Das Engagement ist weitgehend gescheitert.

Denn wenn man sich alle Kritik und Beobachtungen genau anschaut, wird mal relativ bald entdecken, dass Lanz kein moderierendes Ausnahmetalent ist, sondern ein unspektakulärer Moderationskartenreiter, übervorbereitet, aufgesetzt und bei gestellten Fragen nicht auf die Antwort, sondern auf das Stellen der nächsten Frage wartend. Das ist auch der Grund gewesen, warum es im vielzitierten Interview mit Sahra Wagenknecht gehörig gekracht hat, denn natürlich ist Sahra Wagenknecht mindestens genauso gewieft und hat Markus Lanz einfach hübsch auflaufen lassen. In seinem Drang, seinen schon lange im voraus gedengelten Interview-Strang von seiner Interviewpartnerin nicht zerreden zu lassen, hat sie schlicht geblockt und Lanz ist gegen die Mauer gelatscht.

Nun könnte man es so tun, wie die ZDF-Verantwortlichen, die sagen: Alles halb so schlimm! Nach x angeblich erfolgreichen Sendungen kann auch mal in Interview in die Hose gehen, kein Problem! Doch, es ist ein Problem, denn die Lanz’sche Art des Interviews ist andauernd diesselbe. Der Unterschied zwischen Sahra Wagenknecht und den meisten anderen Interviewpartner ist lediglich der, dass Wagenknecht sich nicht so lenken, steuern und abmoderieren lässt, wie der Rest der Kundschaft, die sich tagtäglich auf einen der Talkshow-Plätze einkauft, um dort Bücher, Sendungen, Meinungen und allerlei anderen Krempel zu promoten.

Markus Lanz ist ein fast ideales Produkt des modernen ZDF geworden: Teuer, klinisch sauber, manisch lächelnd, über-gelb warm ausgeleuchtet, inhaltsleer, mutlos, phantasielos. Dazu die institutionellen Eigenschaften des ZDF: Festgesetzt auf einige wenige Formate, ziellos bei Neuem, dazu die allseits bekannte Arroganz und Schnäuzigkeit. Show ist dann ZDF, wenn sie so durchfällt wie Fastfood und sich eine eigentümliche, wohlige Benommenheit wie nach zwei Glas nicht ganz so schlechtem Rotwein (oder Einnahme von Diazepam) breitmacht. Untrüglich das Kennzeichen danach: Man kann sich zwar an alles erinnern, aber man bringt die Kraft nicht auf, das zu tun, weil der Rausch schöner war, als der Auslöser.

Das Dilemma: Das Moderieren von Sendungen zum Zwecke des in den Schlaf narkotisieren von Talkgästen und Zuschauern ist – außerhalb des ZDF – keine echte Kernkompetenz zur Fernsehunterhaltung. Alles natürlich nicht wahr, so die ZDF-Verantwortlichen. Der Zuschauer honoriere nach wie vor die Leistung des ZDF und von Markus Lanz und nur die Leute im Internet seien die Miesepeter. Das ist sehr einfach dahergeplappert, aber schon die schieren Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Und das sind nicht die aktuell über 220.000 Unterzeichner der Online-Petition für einen Rausschmiss von Markus Lanz, sondern das sind die nackten Einschaltquoten von Wetten dass. Mit 6,31 Millionen Zuschauern letzten Samstag hat man gleich mehrere Latten gerissen. Die zuschauerschwächste Wetten-dass-Folge überhaupt und das erste Mal mit einem Marktanteil unter 20 %. Und eine weitere Schmach: Die ab 22:15 Uhr einsteigende Trashshow “Ich bin ein Star – holt mir hier raus!” auf RTL brachte schlappe zwei Millionen mehr Zuschauer vor den Schirm.

Man könnte noch viele Argumente zur Entschuldigung voranschieben … der Zeitgeist hat sich geändert, die klassische Familienunterhaltung funktioniere in Zeiten des Internets, Spielekonsolen, Pay-TV nicht mehr und was weiß ich noch alles. Das ändert jedoch alles nichts daran, dass Markus Lanz nur mittelmäßig aufregend moderiert und als Showmaster heillos überfordert wirkt. Und deshalb ist die Kritik am besagten Interview-Verschnitt mit Sahra Wagenknecht, an seiner eher seichten Talkshow und am gräßlichen Niedergang am einstigen Unterhaltungsflagschiff Wetten dass berechtigt.

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Feedback zur Geburtstagsaktion.

22. Januar 2014 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in Interna

Da mein Vater mit einer deftigen Erkältung aus der Türkei zurückgekehrt ist, gab es das große Hallo mit seiner Mailbox erst heute Abend. Schlappe 31 Geburtstagsgrüße haben sich seit meinem Aufruf dort gesammelt und das auch durchaus von Menschen, die meinem Aufruf gefolgt sind, ich die Menschen aber gar nicht kenne, noch nicht mal vom Namen her. :-)

Jedenfalls, jede Mail wurde aufmerksam und freudig gelesen und wir werden auch angemessen antworten. Nur heute nicht mehr …

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