Archiv der Kategorie ‘SonstigeWelt‘

1. Mai nachträglich.

Freitag, den 2. Mai 2008

Ja, ich weiß, ich habe gestern die Kette unterbrochen und habe nun einen fehlenden Tag im Blog. Sorry dafür. Wie immer war der 1. Mai und wie immer ist unser SPD-Ortsverein traditionell der Futterlieferant für die örtliche DGB-Maikundgebung. Ich bin zwar ungefähr 10 Lichtjahre davon entfernt, in eine Gewerkschaft einzutreten, allerdings ist das eine derart traditionelle Verpflichtung, dass ich als OV-Vorsitzender vermutlich einen Anschiss vom Parteivorsitzenden bekommen würde, wenn ich diese Traditionsbezeugung in Pforzheim tatsächlich einmal vermasseln würde - heute mindestens so deutlich, wie zu August Bebels Zeiten.

Allerdings ist Organisation die halbe Miete. Es hat wieder alles gepasst und selbst das wechselhafte Wetter wollte uns nicht so recht ein Strich durch die Rechnung machen.

Bookmarken:

Altlasten im Wertpapierdepot.

Samstag, den 26. April 2008

Eine wirklich lästige Altlast hat mir mein Vater überschrieben. Ursprünglich einmal ein kleines Vermögen wert, sind sie inzwischen regelrechte Rohrkrepierer, bei denen man gar nicht mehr so recht weiß, wohin es nun gehen soll. Eigentlich ist ja die Deutsche Telekom einer der solidesten Läden, den das Land überhaupt hat und wenn man den Geschäftsbericht anschaut, wird man staunend feststellen, dass der magentafarbene Konzern in den letzten Jahren fast 10 Milliarden Euro Schulden abgebaut hat. Freilich warten da noch weitere 50 Milliarden auf Tilgung, aber Hallo.. da sind schon ganz andere Unternehmen ganz anders rosig abgebildet worden und hätten es vermutlich noch nicht mal auf eine Eigenkapitalquote gebracht, dessen Äquivalent die Telekom vermutlich in der Handkasse für Parkquittungsauslagen aufbewahrt.

Wie dem auch sei, die Teile sind nun 11 Euro pro Stück wert und kosten meinen Vater nun immerhin wenigstens keine Depotgebühren mehr. Und ich schaue mal zu, dass ich die Dinger in einem günstigen Moment kurzfristig um die Ecke bringe. Das ist quasi monetäres Heimlich-Altölentsorgen im Wald.

Bookmarken:

Spargel.

Samstag, den 26. April 2008

Um alle Gerüchte und Vermutungen auszuräumen - es gibt nur eine wirklich adäquate und ausgesprochen wohlschmeckende Weise, wie man Spargel isst:

Man nehme ein Eieromelette, lege es aus. Darauf eine Scheibe Schinken, gerne Putenschinken. Darauf dann zwei Stangen Spargel, der wiederum in einer Sauce Hollandaise auf Temperatur und in Saft gekommen ist. Darauf noch ein Löffel Sauce extra und dann wird diese Komposition vorsichtig in das Eieromelette eingewickelt, so dass das Ding aussieht wie ein Gemüse-Yufka. Und dann wird es genossen.

Die badische Variante kommt etwas legerer daher, da wird das Eieromelette nämlich zu Flädle verarbeitet (in dem sie einfach in dünne, längliche Stücke zerschnitten werden) und als Beilage serviert. Die Eieromelette-Variante ist aber einfach sinnlicher.

Bookmarken:

Scoring-Effekte.

Mittwoch, den 23. April 2008

Ich habe jetzt mal vorsorglich meinen T-Mobile-Vertrag gekündigt und was passiert? Die magentafarbenen Mädels und Jungs schicken eine superfreundliche Kündigung, in der sie etwas über meine Intention erfahren wollen und versuchen mich seit Tagen, an die Strippe zu bekommen.

Kann ich mir vorstellen, dass die es dringend haben. Seit dem ich in eine Straße gezogen bin, die sich im Gegensatz zur vorherigen Adresse nicht rasend schnell zum Prekariat entwickelt, passieren die merkwürdigsten Dinge. Ein bestimmtes Versandhaus versucht händeringend, mich zu einer Bestellung zu bewegen, ich erhalte Werbung von mir fremden Weinhändlern und mein “Lieblingsverlagshaus” findet es völlig unverständlich, dass ich als Antwort auf eine weitere Zeitschrift schlicht sage, dass ich inzwischen so viel Zeitschriften habe, dass ich unmöglich alle durchlesen kann, bevor die nächsten kommen.

Bookmarken:

Duplo Zartbitter.

Sonntag, den 20. April 2008

Nicht nur interessant für denjenigen, der in Pforzheim akut für Duplo-Mangel sorgen könnte, sondern allgemein: Duplo gibt es anscheinend neuerdings auch mit Zartbitterschokolade. Und obwohl ich nun wirklich kein Verfechter von Zartbitterschokolade bin, bin ich von dieser Duplo-Sorte sehr angetan, weil nun endlich dem süßen, keksigen Kern eine anständig bittere Schokolade Paroli bietet.

Ein kleiner Wermutstropfen ist jedoch die relativ harte Schokolade, die etwas bröselig abzubeißen ist. Könnte man sicherlich noch optimieren.

Bookmarken:

Moderatorgrüße.

Donnerstag, den 27. März 2008

Wir machens mal wie im Radio: Ein Gruß geht an Lisa S., die seit gestern zu Hause sitzt und ihre Kiste nach einem Ungezieferbefall wieder neu aufsetzt.

Immerhin gehört sie damit zu zwei Typen von inzwischen gar nicht mehr so weit verbreiteten Frauen: a) Hat kein Macbook und b) installiert Windows selbst. Und ich bin mir sicher, den Keilriemen bekommt sie im Zweifelsfall am Auto auch ausgewechselt. ;-)

Bookmarken:

Wie man einen etwas großmäuligen Großvater zu Bette bekommt?

Samstag, den 23. Februar 2008

Das ist sehr einfach. Man nehme Google Earth und zeige ihm die Städte und Straßenzüge, die einen bedeutenden Teil seines Lebens seine Lebensmittelpunkte waren. Schafft es sonst mein extrem rüstiger und geistig voll aktivierter Großvater locker, uns abends mit Belanglosigkeiten komplett in die Schläfrigkeit zu reden, war nach einem kurzen Google-Earth-Besuch schon um halb neun Schluss und er musste mit glasigen Augen dringend ins Bett.

Okay, das sei gewährt. Er hätte wissen müssen, dass bei mit Internetindustriellen es nicht einfach nur bei der Suche nach Telefonnummern im Internet bleiben kann, sondern dass es bei solchen Dingen gleich die volle Packung gibt.

Sehr interessant auch, wie meine Verwandtschaft in der Türkei mit dem Internet umgeht. Betrachtete ich das Haus einer meiner Großonkels seit Anfang an von der Luft, so sah ich es heute zufällig mit einem Panoramio-Fotosymbol. Ein Klick darauf und ich stand relativ verblüfft vor dem Foto des Hauses meines Großonkels, das offenkundig laut Bildunterschrift sein Neffe Ogün eingestellt hat:

bakirezer.jpg

Ob sein Opa weiß, dass seine Hütte nun nicht nur in der Einöde von Haracci bei Istanbul einsam prangt, sondern auch in Google Earth?

Mann, mann, mann. Als Zehnjähriger fühlte ich mich von meinen Eltern ziemlich abgestellt, als ich für eine Woche bei meinem Großonkel in eben diesem Haus, ungefähr 50 Kilometer von Istanbul leben musste. War zwar tolle Luft und viel Himmel über dem Haus, allerdings war das Fernsehbild verrauscht, es gab nur ein einziges Programm und von deutschen Zeitungen war ich ungefähr eben auch 50 Kilometer entfernt. Und heute haben die dort 1.500 Fernsehprogramme und surfen per DSL.

Bookmarken:

*gähn*™

Mittwoch, den 13. Februar 2008

Ausgesuchte Unlust zur Produktivität prägt die heutige Episode meiner irdischen Existenz. Ich könnte auf der Stelle einschlafen, was vermutlich daran liegt, dass ich bis um halb zwei heute morgen für meine Mutter eine Schnittvorlage mit Adobe Illustrator gezeichnet habe, mit der sie nun 500 Sechsecke mit je einer Seitenlänge von 0,25 Inch ausschneiden kann. Habe ich schon mal erwähnt, dass mir das Handwerk des Patchworks grundsätzlich nebulös erscheint. Eventuell bin ich da einfach nur eine Banause, aber damit kann ich leben. ;-)

Erstaunlich finde ich, um mal kurz die Müdigkeit aus dem Kopf zu klopfen, wie ich Versicherungen die Änderung der Kontoverbindung übermitteln kann/muss. Während ich bei Signal-Iduna schlicht ein SSL-gesichertes Webformular ausfüllen muss, will HDI-Gerling, dass ich mich für den verschlüsselten Bereich registriere und das darüber erledige. Die Victoria ist da schon härter, denn da gibt es zwar auch einen gesonderten Kundenbereich, da gibt es aber nur ein PDF-Formular, bei dem man vorher auch noch herausfinden muss, welche Niederlassung für einen zuständig ist und an die man das Ding dann per Post hinschicken muss. Die Münchner LV 1871 ist da ganz direkt, denn dort gibt es weder einen Kundenbereich, noch ein Formular, noch überhaupt einen Hinweis auf der Homepage, wie man eigentlich die Kontoänderung wohin übermitteln soll. Ich mag sowas.

War sonst noch etwas? Nein, nichts, bitte nun einfach zum nächsten Blog springen.

Bookmarken:

Kleines Hong-Kong-Kai-Tak-Portfolio.

Montag, den 14. Januar 2008

Schön, dass YouTube noch ein paar Videos über Anflüge auf den Flughafen Kai Tak, dem alten Flughafen von Hong Kong, enthält. Ich denke, die Filme zeigen recht eindrucksvoll, was von einer Crew da gefordert war. Ohne Gottvertrauen lief da gar nichts:

Neben den Umständen, dass der Anflug mit der Biegung im letzten Moment und dem Überflug über dicht bewohntem Gebiet praktisch alle freute, die dort landen durften, das anschauen konnten oder schlicht unter den heulenden Triebwerken wohnten, waren vor allem die Seitenwinde sehr gefürchtet:

Dagegen ist der Anflug auf den neuen Flughafen heutzutage doch fast schon was für Zuhause:

Bookmarken:

Infrarot.

Samstag, den 12. Januar 2008

Ich bin doch recht erstaunt über das “Hausmittelchen” Infrarotlampe. Ich habe das olle Ding, das seit Jahren bei uns im Keller herumfährt, mal dazu genutzt, mein entzündetes Mittelöhrchen etwas aufzuheizen und es hilft. Die letzten Reste der etwas unappetittlichen Sosse kommen heraus und das Dröhnen wird deutlich erträglicher.

Die Lampe ist aber auch nicht von schlechten Eltern, denn die ballert immerhin mit einer 150-Watt-Birne Infrarotstrahlen in einem 120-Grad-Winkel. Näher als 40 Zentimeter kann man da keinen Körperteil hinhalten, ohne dass es wirklich heiß wird. Und hineinschauen sollte man da auch nicht unbedingt. Bei Osram gibt es übrigens eine Infrarotbirne mit 250 Watt. Da geht dann vermutlich richtig die Post ab.

Bookmarken: