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“Haselnüsse – Türkisch. Knackig. Ideal.”

5. Januar 2010 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in SonstigeWelt

Alle paar Monate steigt in meiner Statistik der Suchbegriffe, mit denen dieses bescheidene Weblog angesteuert wird, die Begrifflichkeit “Levantiner Haselnüsse”. Das offenbar deshalb, weil just zu diesen Momenten wieder ein Nahrungsmittelhersteller eine Kampagne für ein Produkt bewirbt, das Haselnüsse beinhaltet, für gewöhnlich ist das Ferrero mit “Ferrero Rocher” und Bahlsen mit “Ohne Gleichen”. Das, was nämlich hübsch mit “Levantiner Haselnüsse” bezeichnet wird, sind nichts anderes wie Haselnüsse, die von der Schwarzmeerküste der Türkei stammen, dem weltweiten Hauptanbaugebiet für Haselnüsse. Und dass die ursprüngliche Levante gut und gerne 500 Kilometer südlich ihre nördlichste Flanke hatte, findet sich in meinem früheren Artikel zu den “Levantiner Haselnüssen”.

Man kann es aber auch einfach so sagen, wie es ist: “Haselnüsse – Türkisch. Knackig. Ideal.” Und das ist nicht meine Erfindung, obwohl jeder Begriff hübsch mit einem Punkt beendet wird, sondern die des Schokoladenherstellers Ritter Sport, der das so auf einer erläuternden Seite zu den verwendeten Haselnüssen sagt. Zufällig gefunden durch einen Artikel im RabenZeit-Blog zum gleichen Thema der “Levantiner Haselnüsse”. Zwar sind die Haselnüsse auch bei Ritter Sport noch “levantiner”, aber immerhin sagen die Schokofreunde hier klipp und klar, woher die gute Haselnuss kommt beziehungsweise nur kommen kann: Nämlich aus der Türkei und nicht aus dem, was man früher einmal als Levante bezeichnete.

Vor der Website von Ritter Sport muss ich übrigens dringend warnen – man findet sich danach in einem undefinierbaren Zustand und wildert wahllos nach Schokolade. Es wird wieder einmal Zeit, nach Waldenbuch zu pilgern und den Schokoladenladen von Ritter Sport zu überfallen.

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Cactuscontent (8).

3. Januar 2010 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in SonstigeWelt

Was gibt es eigentlich von der Kakteenfront zu berichten, immerhin stammt der letzte Artikel zu diesem Thema aus dem August? Nun, nicht viel, deshalb gibt es auch keine Fotos. Die Kakteenschar überwintert, aufgrund der schieren Überzahl an verschiedenen Standorten im Haus: Im Arbeitszimmer, auf der Toilette, im Hausgang und im Keller. Alles Räume, die nicht stark geheizt sind und es geht den Kakteen soweit prächtig. Sie müssen praktisch nicht gegossen werden und sind offensichtlich auch geistig im Winterprogramm, denn das Wachstum ist quasi bei Null.

Interessanterweise hat der große Kavenzmann noch eine Blütenknospe an Bord, die sich noch im September angekündigt hatte. Offenkundig ist es aber so, dass Knospen, die einen gewissen Stand noch nicht erreicht haben, bei mäßigen, aber eben nicht mehr sommerlichen Temperaturen nicht einfach abgeworfen, sondern einfach mal “mitgenommen” werden, quasi nach dem Motto: Es könnte ja plötzlich der Sommer kommen und den muss man ja dann auch sofort begrüßen.

Testhalber haben wir im Herbst übrigens einen kleineren Kaktus im Garten gelassen und der sich jetzt bei aktuell minus fünf Grad Celsius den Hintern abfriert. Soll ihm aber laut Wikipedia nicht schaden. We will see. Die Tierwelt traut sich jedenfalls nicht an das Gewächs, noch nicht mal die herumstreunenden Nachbarskatzen, die sich sonst in alles hineinwerfen, was nicht niet- und nagelfest ist.

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Dresden.

31. Dezember 2009 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in SonstigeWelt

Zugegeben, von Sonntag bis Dienstag in Dresden zu verweilen, könnte man als etwas knapp bezeichnen. Allerdings dann auch wieder nicht, wenn man vor Ort am Montagmorgen lernt, dass an Montagen die Museen in Dresden geschlossen haben. Nun gut.

Die Idee hinter diesem Besuch war bestechend: Mein Vater hat lange Jahre bei der Erich Lacher Uhrenfabrik hier in Pforzheim gearbeitet. Diese Uhrenfabrik stellte lange Jahre bis heute die offizielle Frauenkirchen-Uhr her, bei der ein Teil des Erlöses dem Bau und Unterhalt der Frauenkirche zugute kommt. Und wenn mein Vater schon einige zehntausend Frauenkirchen-Uhren in den letzten Jahren zusammengebaut hat, war es dringend an der Zeit, dass er auch mal die Frauenkirche anschauen sollte. Dementsprechend drehte sich der Besuch auch weitgehend darum. Um Punkt 12 Uhr landeten wir am Montag auch pünktlich in der Mittagsandacht, an die nahtlos eine öffentliche Besucherführung folgte. Dem Pfarrer der Frauenkirche sah man seine Lust an der Arbeit wirklich an, ebenso dem ehrenamtlichen Besucherführer, der in rund einer halben Stunde alles Wissenswerte der Frauenkirche erklärte. Selten war ein Besuch einer Kirche so spannend, unterhaltsam und berührend zugleich. Interessant auch der Orgelspieler, den meine Schwester und ich beim Betreten zuerst für einen Anhänger der etwas härteren Musik a la Rammstein eingeschätzt haben – was schwarze Kleidung und ein Pferdeschwanz als Haarfrisur so alles an Klischees mit sich führt. Selbstverständlich findet sich nun auch ein Eintrag von mir im Buch zum alten Gipfelkreuz, sozusagen Twitter old-fashioned. Falls in einigen Jahren nochmal jemand nachschauen will – der Eintrag ist datiert, 28. Dezember 2009.

Dresden rocks. Eine überaus junge und offene Stadt, die wiederum nur wenig Klischees des “wilden Ostens” erfüllt. Man ist sich seiner Tradition bewusst, andererseits ist man auch der Moderne verpflichtet. Die Waldschlösschenbrücke sieht man übrigens vom Stadtzentrum kaum und ich kann mir nicht vorstellen, dass eine popelige Brücke, die auch noch gut einen Kilometer vom Stadtzentrum entfernt liegt, irgendetwas an der Geschichtsträchtigkeit dieser Stadt rütteln kann. Die City hat sich mächtig gemacht, es gibt ein Kaufhaus neben dem anderen, die sich von Kaufhäusern und Malls, wie wir sie kennen, nicht unterscheiden. Keine Marke, die man nicht kennt.

Was übrigens sehr half: QYPE. Mal eben ein Ort zum frühstücken/kaffeetrinken/mittagessen/dinieren suchen? War kein Problem. Mit den Bewertungen hat man allesamt etwas anfangen können und ich habe mir deshalb nicht nehmen lassen, gleich neun Beiträge beizusteuern. Selten hat sich mir Crowdsourcing so überzeugend dargestellt. Die iPhone-App könnte durchaus ein paar Features mehr vertragen, um weitergehende Informationen des Web-Angebotes anzuzeigen, aber im Zweifelsfall ging immer noch ein Besuch der “echten” Website. Meine “Mitbringsel” könnt ihr also alle nachlesen, wenn ihr rechts bei “Profiling” auf den QYPE-Button drückt.

Die Kurzreise hat vor allem eines bewirkt: Den Drang, unbedingt nochmal vorbeizuschauen. Und dann ggf. im Frühjahr oder Sommer, der kalte Ostwind war schon wirklich heftig.

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Pforzheimer Weihnachtschaos.

18. Dezember 2009 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in SonstigeWelt

Vorweihnachtszeit, Stadt, Auto, Paket, Post – uhh, alles so Buzzwords, die man in der Konstellation gar nicht brauchen kann. Und doch sorgt unter DHL-Paketbote derzeit andauernd dafür, dass wir nicht angenommene Pakete nicht, wie üblich, in der Nachbarschaft holen können, sondern bei der Post abholen müssen. Und die Hauptfiliale der Deutschen Post AG befindet sich in Pforzheim in einem Gebäude an einer der vielbefahrensten Kreuzung der Stadt und das Auto kann man praktisch nur in der etwas verwinkelten Tiefgarage parken. Und dann darf man sich auch noch sputen, denn nach 15 Minuten läuft das bis dahin kostenlose Parkticket aus und es werden 50 Cent fällig.

“Sputen” ist allerdings in der Vorweihnachtszeit so eine Sache. Als ich heute um die Mittagszeit herum in die Filiale eintrat, wunderte ich mich noch, was denn da am Eingang um den Geldautomaten los ist. Erst als ich dann dort stand, merkte ich, dass dort das Ende der Warteschlange war. Geschlagene 15 Minuten wälzten wir uns dann raupenartig in einer Vorweihnachtspolonaise durch die Hauptfiliale.

Es ist ausdrücklich nicht Schuld der Bediensteten dort, die taten wirklich alles und es waren auch praktisch alle Schalter offen. Warum es aber tatsächlich Menschen gibt, die um die Mittagszeit in der heißesten Vorweihnachtszeit eine Girokontenberatung brauchen oder was da jemand macht, der irgendwas mit Geld machen wollte und dessen Anliegen auch unter Zuhilfenahme zwei weiterer Mitarbeiter nicht eruiert werden konnte (könnte daran liegen, dass der Mitmensch weder deutsch, noch englisch sprach), das wird alles ein Rätsel bleiben.

Und dann erst der Straßenverkehr in Pforzheim, sowieso schon chronisch ein Problem, der freitagnachmittags noch verstärkt wird und in der Vorweihnachtszeit offenbar seinen feudalen Tiefpunkt erlebt. Nichts zu machen. was bin ich froh, dass mit diesem Paket nun der Einkaufsstress sein Ende gefunden hat. Ich werde bis Weihnachten das Haus nur noch in Notfällen verlassen.

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Gaaanz ruhig.

14. September 2009 | 8 Kommentare | Veröffentlicht in SonstigeWelt

Also wenn ich mir Rivva heute morgen so anschaue, muss ich fast den Eindruck bekommen, dass es bei der Großdemonstration am Samstag in Berlin zu tumultartigen Zuständen zwischen den zehntausenden Demonstranten und der Polizei gekommen sein muss. Ist es das?

Was haben wir eigentlich: Ein Polizist ist ausgerastet und hat um sich geschlagen. Das ist bedauerlich, das hat selbst die Polizei von sich aus bemerkt, man schreibt sogar eine Pressemitteilung und kündigt die Klärung des Sachverhaltes an. Immerhin. Das zeigt, dass man sich bei den Ordnungshütern der Situation bewusst ist, in der da ein Mensch in Uniform offensichtlich ausgetickt ist.

Bei vielen anderen Polizeieinsätzen, beispielsweise im Rahmen eines so manchen Fußballspiels, geht es ganz anders zur Sache und jeder Fußballfan kennt die goldene Regel, dass man eine Sache bei so Sondereinsätzen nicht tun sollte: Die große Diskussion mit dem Ordnungshüter anfangen. Wenn der Platzverweis kommt, ist er da und geht auch nicht mehr weg, wenn man darüber diskutieren möchte.

Auch wenn es hübsch aussieht und die Demo noch so friedlich ist: Die Ordnungshüter sind gestresst, sind vielleicht über viele hundert Kilometer zur Arbeit an einem Wochenende angekarrt worden, schwitzen sich das Hemd nass und dann kommt auch noch ein Held daher und möchte eine Grundsatzdiskussion anzetteln und gerät auch noch an einen Polizisten, dem die Hutschnur unglücklicherweise so platzt, dass es blutet.

Dass man sich darüber beklagen kann, dass da jemand die Hand ausgerutscht ist – kein Problem, muss man auch machen. Aber jetzt so Argumente herauszubauschen und das alles in einen Kontext zu schieben, der Staat hätte ein Problem mit der Freiheitsliebe des Bürgers, da frage ich mich dann schon, was da einige Leute zum Frühstück gegessen haben. Richtiger Ärger fängt dann an, wenn der Wasserwerfer anfängt, zu tropfen.

Wer sich wirkliche Ungerechtigkeiten anschauen möchte, sollte sich mal anschauen, wie die französische Gendarmerie mobile es pflegt, Demonstrationen in Schach zu halten. Wenn dir in Frankreich ein schwarzgekleideter Trupp Polizisten entgegengetrabt kommt, heißt es, die Beine in die Hand zu nehmen, egal was der Rechtsstaat sagt.

Ich finde, das Thema "Freiheit statt Angst" fängt an, sich in ungesunde Nebenäste zu entwickeln. Freiheit heißt, andere zu tolerieren, und anderem auch diejenigen, die ihren Job nach Regeln ausführen, die zwar gegen die Gedanken einiger Demonstranten stehen, allerdings nun mal derzeitige Rechtsordnung sind. Der Grat zwischen Recht und Unrecht ist gerade bei Demonstrationen von Hause aus unscharf, aber die Kirche im Dorf zu lassen, ist grundsätzlich auch da nicht falsch. Gilt auch grundsätzlich für beide Seiten.

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Cactuscontent (7).

7. August 2009 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in SonstigeWelt

Kleiner Unfall beim Versuch der zweiten Blüte dieses Jahr. Im zweiten Schub war nur eine Blüte soweit startklar, die dummerweise dann aufging, als in der Nacht ein Wolkenbruch mitsamt Sturm aufkam und die Blüte richtete. Das sieht dann dramatischer aus, als es ist, da die Blüten nur an einer sehr kleinen Stelle mit dem Kaktus verbunden sind und der Kaktus den Verlust der Blüte verschmerzen kann.

Kaktus mit abgebrochener Blüte

Die dritte Blütenwelle ist nun in den Startlöchern und vermutlich gegen Ende nächster Woche dran. Das sind die drei dickeren Knospen. Eigentlich waren es vier, letzte Woche hatten wir jedoch einen kleinen Hagelschauer, der eine Knospe forderte. Und eine vierte Blütenwelle macht sich mit zwei kleinen Knospen offenkundig auch schon bereit.

Neue Blüten

Interessanterweise sind alle Knospen nun auf der Schattenseite des Kaktus. Klares Zeichen dafür, dass der Kaktus schon erkannt hat, dass die Blüten auf der Sonnenseite zu viel Feuchtigkeit kosten. Die Effizienz, mit der der Kerl an das Thema Blüten herangeht, ist schon erstaunlich.

Und weil dann Blühen noch nicht genug ist, sind jetzt auch noch zwei Kaktuskinder auf dem Weg. Eines sieht man im obigen Bild ganz unten am Stamm hängen.

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Abends, auf dem Balkon.

27. Juli 2009 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in SonstigeWelt

Es hat schon etwas sehr spannendes, bei Ostwind auf unserem Westbalkon zu sitzen, das am besten nach Sonnenuntergang. Denn dann ist die beste Zeit, denn noch vor 23 Uhr eintrudelnden Flugzeugen, die noch ungefähr acht bis zehn Flugminuten bis zum Stuttgarter Flughafen haben.

Die Anflugroute über Pforzheim wird vor allem von Flugzeugen genommen, die aus Frankreich oder Benelux kommen. Die kommen dann schön aus Westen oder Nordwesten, machen über Pforzheim einen eleganten Schlenker nach Südost, schalten meist hier schon die Landescheinwerfer an und fliegen an unserem Balkon vorbei – mit einem Fernglas kann man dann ohne Probleme an der Heckflosse den Namen der Fluggesellschaft ablesen, eben dann gern eine Maschine der Air France mit einem Spätflug aus Paris. Nachdem sie dann ein paar Kilometer nach Südost fliegen, schwenken sie in Höhe von Böblingen nach Ost, direkt auf Kurs der Landebahn.

Ich will mal versuchen, das noch im Laufe des Sommers irgendwie foto- oder videografisch festzuhalten. Einfach eine spannende Sache, auch für Leute, die nicht unbedingt Flugfanatiker sind. :-)

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Vom Gewinnen und Verlieren.

24. Juli 2009 | 1 Kommentar | Veröffentlicht in SonstigeWelt

Ich habe noch nie etwas gewonnen, wenn man mal von einem Glücksradspiel in einem Pforzheimer Kaufhaus (das es inzwischen auch schon nicht mehr gibt) absieht, bei dem ich eine dicke Kerze gewonnen habe und über die sich immerhin meine Mutter so gefreut hat, das es mich heute nach über 25 Jahren rückblickend rührt. Mütter können sowas – ihren kleinen Dreikäsehoch auch die kleinen Sachen des Lebens zum Weltwunder erklären. :-)

Es haute mich deshalb auch nicht besonders aus der Bahn, als Joachim mich bat, mich auf einer seltsamen Website von T-Mobile zu registrieren, wo Big-T so genannte "Street-Gigs" mit kleineren Bands organisiert und jede dortige Mitgliederwerbung die Chance erhöht, zu einem solchen Platzkonzert eingeladen zu werden. Und da Herr Schröder Fan von Snow Patrol ist, diese Truppe letztes Wochenende zufällig auch die Vorgruppe des U2-Konzerts in Berlin war, der "Street-Gig" in Karlsruhe stattfinden sollte und ich Joachim einfach keinen Wunsch abschlagen kann, habe ich mich halt werben lassen und habe mich registriert.

Gewonnen hat Joachim nichts, dafür aber ich, nämlich eben zwei Tickets zu diesem besagten Konzert mit Snow Patrol, das nun am nächsten Dienstag auf der Kartbahn in Liedolsheim steigen soll. Und da sich Joachim so viel Mühen mit der Reiseleitung unseres ersten U2-Konzertes in Paris vor zwei Wochen gegeben hat und ich ihn da noch gar nicht richtig gewürdigt habe und er ein so großer Fan von Snow Patrol ist, fahren wir da jetzt nächsten Dienstag hin, obwohl ich ja eigentlich in Sachen Konzerte nun gerade bedient bin. Am Telefon hat er sich zumindest fast so gefreut wie meine Mutter damals, als ich die Kerze geschossen habe.

Und ich habe Joachim am Sonntag nach unserem Rückflug in Stuttgart noch spaßeshalber gefragt, was wir denn dieses Jahr noch für ein Highlight nach den zwei U2-Konzerten machen wollen. :-)

Ist das nicht eine innige Männerliebe? Ich will es hören!

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U2-Tour, die zweite.

20. Juli 2009 | 2 Kommentare | Veröffentlicht in SonstigeWelt

Und auch vorerst – zumindest dieses Jahr – die letzte. Zwei Wochenenden hintereinander Ausflug in Paris und Berlin zehren an den Kräften. Dementsprechend invalide kamen wir Teilnehmer aus gestern am Stuttgarter Flughafen wieder an. Mir schmerzt dank eingelaufener Blase der rechte Fuß, ich habe Muskelkater und eine leichte Erkältung, Jochen lief wie ein alter Mann die Treppen herunter, Thomas plagte das Knie und Joachim machte auch nicht mehr den ganze fittesten Eindruck.

Immerhin haben wir uns in Berlin das ganz harte Touri-Programm erspart. Am Samstag haben wir mit Timo einen kleinen Rundgang vom Alexanderplatz in Richtung Brandenburger Tor gemacht, von dort dann weiter am Reichstag bis zum Hauptbahnhof und wieder zurück. Jochen und Joachim haben nur die halbe Tour mitgemacht, weil am Hotel Adlon ein wahrer Menschenauflauf danach trachtete, U2 beim Herausgehen zu erwischen (was aber nicht gelang). Nach einem Besuch im Hotel, um die Taschen abzuladen, ging es von dort nach eine weiteren Fußmarsch zum Olympiastadion und zum U2-Konzert.

Bombastisch ist dabei der falsche Ausdruck – U2 kann es einfach immer noch und immer besser. Das Pariser Konzert letzte Woche war schon nicht schlecht, die Folks haben aber mit ihrem Berlin-Konzert die Messlatte noch ein Stückchen weiter nach oben geschoben. Joachim und ich hatten diesmal einen Stehplatz “unten” und haben uns links neben die Bühne gestellt, so dass man von hier aus sehr anschaulich Bono & Co. sehen konnte. Was wird nur, wenn die U2-Bandmitglieder es vielleicht irgendwann an der Hüfte bekommen? :-)

Der Sonntag war dann weitgehend ein Chill-Out-Tag, den Jochens Bruder Martin designte. Dazu gab es zwei Abstecher in den Mauerpark, in dem man sehr anschaulich erleben konnte, was es heißt, wenn man spontane Happenings veranstaltet. Sehr spannende Sache.

Und ich habe mir vorgenommen, nie wieder über den Baden-Airpark zu lachen. Der einzig wahre Provinzflughafen, der eigentlich eher in die Kategorie Flugplatz zählen könnte, ist Berlin-Schönefeld.

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Zum pissenden Hund.

14. Juli 2009 | Keine Kommentare | Veröffentlicht in SonstigeWelt

Keine Frage, es ist nicht sonderlich hübsch, wenn ein Hund (auch noch in der Größe einer Ratte) auf einer Terrasse eines Cafes in der Nordstadt nicht angeleint hinter seinem Herrchen herdackelt und dann nichts besseres zu tun hat, als an der Treppe zu den Innenräumen sein Bläschen zu entleeren. Das ist umso unangenehmer, wenn dieser Unfall vom Herrchen offensichtlich erkannt wird und die beiden dann nichts besseres zu tun haben, also sich fluchtartig wieder zu verdrücken.

Man kann aber als Barrista auch sehr übertrieben darauf reagieren, in dem man laut fluchend zunächst einmal zwei Tische und fünf Stühle vor der Treppe als Barriere aufstellt (“damit keiner die Pisse ins Cafe trägt”) und dann drei Eimer Wasser mit Seife dafür aufwendet, die wenigen Zentiliter Urin der Töle zu verdünnen. Und zu allem Unglück ist dem Barrista dann beim Herunterbeugen zu seinem roten Eimerchen dann auch noch seine moderne Hornbrille in die Pisse gefallen.

Danach sind wir gegangen. Es wurde Zeit.

Andererseits hat es auch etwas gebracht, denn die Pforzheimer Twittersphäre hat seit ungefähr 5 Uhr morgens mit @paparazzzo ein neues Mitglied. Welcome, Björn!

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