Eskalierende Post von O2.

Dass sich O2 völlig ohne Not vor allem administrativ und verbal gleich eine Reihe von Äxten ins eigene Knie hackt, war ja schon in meinem letzten Blog-Artikel zu meinen aktuellen Erfahrungen eines von mir vorab beendeten O2-MyHandy-Vertrages der Rückschluss. Und tatsächlich kann man das sogar noch weiter toppen und eskalieren lassen. Denn letzte Woche erhielt ich ein Schreiben von O2. Wohlgemerkt: Noch lief letzte Woche der Zeitraum, der in der SMS zur Zahlung der letzten, noch nicht beglichenen Rate aufforderte.

Dieses Schreiben, die „2. Mahnung“, war vom Ton dann schon so direkt, wie man sich O2 als an sich pünktlicher Zahler eher nicht vorstellt. Zu den 32,50 Euro noch zu zahlende Rate kamen noch 19 Euro „Rücklastschriftgebühr“ dazu – von einer Rücklastschrift, die nie stattgefunden haben konnte, da schon die dazu korrespondierende Lastschrift mangels der von O2 selbst aufgehobenen Einzugsermächtigung nicht ausgelöst werden konnte. Und abschließend die Drohung, dass dieser Vorfall, wenn er denn nicht zu lösen sei mit diesem Schreiben, an Schufa & Co. übermittelt würde.

Dass zum Zeitpunkt des Schreibens die fällige Rate nach dem vorherigen Anruf schon beglichen war – geschenkt, das kann der Automat, der diese 2. Mahnung ausspuckt, ja nicht wirklich wissen. Da aber nun der Rechnungsbetrag hier ein anderer ist und zudem in dieser Mahnung mit Meldung an Schufa & Co. gedroht wird, war ein weiterer Anruf von mir auf der O2-Hotline nötig.

Immerhin erkannte die erste Callcenter-Mitarbeiterin nach meinem Hinweis, dass hier etwas gewaltig schieflaufe, sofort, dass jetzt zugehört werden muss. So landete mein Anliegen auch gleich wieder in der Mahnabteilung. Trotz schneidigerem Ton, immerhin: Die Rate kam bei O2 an, das jetzige Schreiben ist demzufolge hinfällig. Ich musste allerdings meinen Unmut loswerden, dass es mich schon irritiert, wie O2 mit Einzugsermächtigungen umgeht, Kunden da faktisch ins Messer laufen lässt und in Mahnungen Sachverhalte behauptet, die definitiv falsch sind (eben die angebliche Rücklastschrift). Dass das Automatenpost ist, ist mir sehr wohl klar, aber auch bei Automatenpost kann man sicherlich mehrere Vorfallsoptionen abbilden.

Unumwunden sagte der Mitarbeiter der Mahnabteilung, dass ich vollkommen recht hätte, das sei mitunter schwer verständlich. Es wäre aber meine Pflicht… Achtung… bei der vorzeitigen Auflösung eines Vertrages darauf zu achten, alle bis dato angefallenen Raten auch sauber zu bezahlen. Damit hat er durchaus eine richtige Ansage gemacht, aber dass ich ja nicht die Einzugsermächtigung als aufgehoben betrachtet hatte, sondern O2, das kam bei ihm zwar an, führte aber nicht zur an sich logischen Überlegung, dass im Hause etwas nicht ganz richtig läuft.

Bemerkenswert. Und bedenkenswert. Ein Kreditgeber, der bei der deutlich beworbenen Flexibilität von Handyfinanzierungen und bei einer vorzeitigen Vertragsauflösung offensichtlich per System nicht aufpasst und vereinbarte Raten dann einfach, wider der ursprünglichen Vereinbarung, gar nicht mehr abholt, will den Kunden dafür in Haftung nehmen und dann auch noch Gebühren für angeblich geplatzte Lastschriften einkassieren. Könnte man besser machen, liebe Telefónica.

Zahlungsausfälle, selbst produziert. Hallo, O2?

Bei was ich wirklich immer hinterher bin, ist das Zahlen von Rechnungen. Nicht weil ich gern Rechnungen bezahle, sondern weil berechtigte Rechnungen eben bezahlt werden müssen, bevor irgendwann Leute vor der Türe stehen und mein Schufa-Score in Mitleidenschaft gezogen wird. So war die Idee von O2, ein Handy getrennt von der eigentlichen Telefonrechnung bequem auf 24 Monate abzuzahlen, eine nette Geschichte. Vor allem auch deshalb, weil jederzeit dieser Vertrag vorzeitig aufgelöst werden kann und der restliche Betrag abbezahlt wird.

So dachte ich, wie praktisch. Allerdings ist eine hübsche Falle eingebaut, die sich O2 vollkommen selbst einbaut und Ärger erzeugt.

Beim Vertragsabschluss wird Ratenzahlung vereinbart und dieser Rechnungsbetrag wird dann sinnvollerweise per Bankeinzug erledigt. So weit so gut. Das funktionierte auch prächtig, die ersten drei Raten wurden anstandslos von meinem Girokonto gezogen. Danach habe ich ordnungsgemäß um vorzeitige Vertragsauflösung gebeten, was O2 auch bestätigte und eine Rechnung über den restlichen Betrag zuschickte. Diesen Betrag überwies ich auch ordentlich.

Was dann aber ein Problem wurde, war die letzte fällige Rate. Die mahnte O2 nämlich nun bei mir per SMS an. Ein kurzer Anruf bei der Mahnabteilung ergab, dass zwar die ersten Raten abgebucht wurden und auch der restliche Betrag von der Vertragsauflösung, die letzte Rate von 32,50 Euro war jedoch noch fällig. Ich rechnete durch und tatsächlich ist das so. Nur: Warum holt sich O2 nicht einfach auch die letzte Rate, der Bankeinzug gilt doch noch? Eben nicht. Tatsächlich, so der Mitarbeiter der Mahnabteilung, kündigt O2 offensichtlich einseitig den Bankeinzug, wenn der Vertrag vorzeitig beendet wird und holt bis dato noch fällige Beträge nicht mehr vom Girokonto.

Und das ist eine Frechheit. Denn wer nicht genau aufpasst und diese Mahnungen einfach mal übersieht, weil er vielleicht glaubt, es sei doch schon alles bezahlt, hat dann irgendwann Ärger am Hals. Und den nur, weil O2 irgendwann einfach sein Geld nicht mehr vom Girokonto des Kunden holen mag.

O2-MultiSIM als Turbo-Sparbüchse.

Durch Zufall bin ich dahintergekommen, dass O2 eben seinen unschlagbar günstigen Preisen in Sachen mobiles Internet noch eine weitere Sparbüchse im Angebot hat und die nennt sich “O2-MultiSIM”. Denn die hat es in sich und das ist vor allem für all die Leute interessant, die neben einem Smartphone noch weitere Geräte per GSM bzw. 3G ins Netz bringen wollen/müssen. Geht bloß keine weiteren SIM-Karten kaufen, wenn ihr einen O2-Vertrag habt!

MultiSIM heißt, dass ein Vertrag nicht auf eine SIM-Karte beschränkt ist, sondern mehrere gleichzeitig eingesetzt werden können. Bei O2-Privatkundenverträgen sind das maximal 3 SIM-Karten pro Vertrag, die selektiv bei Bedarf hinzubestellt werden können. Allerdings ist es einmalig erforderlich, die bestehende SIM-Karte gegen einen Satz MultiSIM-Karten auszutauschen, wenn die ursprüngliche SIM-Karte eine Einzelkarte ist. Das kostet einmalig 25 Euro inkl. Mehrwertsteuer.

So, der Spaß beginnt im Detail, denn alle MultiSIM-Karten teilen sich zusammen die Vertragsbestandteile. Hat man also in seinem O2-Vertrag also als Zusatzpaket zum Telefonbasispaket noch ein Internet-Pack hinzugebucht, dann gilt dieses Pack für alle MultiSIM-Karten gemeinsam. In meinem Fall habe ich also ein Telefonbasispaket mit 60 Inklusivminuten (gibt es so glaube ich auch schon gar nicht mehr), das mich 5 Euro monatlich kostet. Dazu habe ich einen Internet-Pack-M hinzugebucht für 10 Euro zusätzlich, der mir eine Internet-Flat bietet, die bis 200 MB Datentransfer pro Monat UMTS-Geschwindigkeiten liefert und dann immer noch GPRS-Tempo liefert. Reicht für meine Zwecke vollkommen.

Mit meiner zweiten MultiSIM-Karte, die ich nun zur Verfügung habe, binde ich ein weiteres Smartphone, dass ich nicht zum Telefonieren brauche, nun einfach ebenfalls an und beide MultiSIM-Karten teilen sich den einen Internet-Pack. Und beide SIM-Karten können problemlos gleichzeitig eingebucht sein!

Die weit verbreitete Denke, dass bei mehreren MultiSIM-Karten nicht klar ist, welches eingebuchte Gerät dann klingelt, ist übrigens zumindest bei O2 kein Thema, da im Kundenbereich für jede Karte eingestellt werden kann, wo Telefongespräche hingehen. Dort lässt sich also problemlos einstellen, dass Telefongespräche immer nur auf die Erstkarte gehen und niemals auf die Zweitkarte, auch dann nicht, wenn die Erstkarte nicht eingebucht ist.

Sprich: Ich zahle nach wie vor jeden Monat 15 Euro, die 60 Anrufminuten reichen mir und die Internet-Flat nutze ich völlig legal mit mehreren Smartphones – oder mit einem Netbook – oder mit einem iPad – oder oder.

Einziger, kleiner Haken bei der Bestellung der MultiSIM: Wenn ihr ein iPad oder ein zukünftiges iPhone 4G (oder wie immer das auch heißen mag) mit einer SIM-Karte versorgen wollt, dann bestellt die O2-MultiSIM unbedingt an der Hotline oder in einem O2-Shop. Online lässt sich nämlich derzeit bei O2 die “Micro SIM” noch nicht bestellen, die Apple für seine neuen Gerätschaften braucht.

Das heißt im Klartext für alle die, die gerade ein iPad bestellen und O2-Vertragskunde sind: Spart euch die 2 Cent für die O2-SIM-Karte, die braucht ihr nicht. Bestellt bei O2 auf der Hotline eine MultiSIM für euren Vertrag und da gleich zwei SIM-Karten, wobei ihr ausdrücklich dazu sagt, dass die zweite Karte eine „Micro SIM“ sein soll und für ein iPad/iPhone 4G gedacht ist. Der Spaß kostet euch dann also einmalig 25 Euro und euer Zweitgerät geht faktisch kostenlos ins Netz.

O2 can do. In der Tat!

smsO2 nicht mehr im App-Store.

Leider gibt es offensichtlich die App „smsO2“ nicht mehr im App-Store und damit nicht mehr für diejenigen, die direkt auf dem iPhone die Frei-SMS nutzen möchten, die jeder Internet-Pack-Kunde von O2 zur Verfügung gestellt bekommt. Wer die App einst gekauft hat, hat sie zwar noch auf dem iPhone, was aber passiert, wenn man sein iPhone zurücksetzt oder die App nach einem manuellen Löschen wieder neu laden möchte, ist unbekannt und ich will das auch nicht unbedingt testen.

Ich habe dem Entwickler Simon Wehrli eine E-Mail mit der Bitte um Begründung der Entfernung aus dem App-Store geschickt und auch eine Antwort erhalten, die folgende Begründungen zur Einstellung der App enthält:

  • Die smsO2 App verwendet Produkt- und Markenrechte von Telefónica o2 Germany GmbH. Wir wurden diesbezüglich bereits von o2 kontaktiert.
  • Der Ursprung der smsO2 App liegt in einer privaten Entwicklung. Die App passt als solches nicht in unser Produktportfolio, welches wir als Firma zu pflegen versuchen.
  • Die internationale Distanz erschwert sowohl die Weiterentwicklung der App, als auch die aktive Betreuung der Benutzer.

Schade. Die App funktioniert zumindest auf meinem iPhone nach wie vor tadellos und sendet auch problemlos SMS. Wer die App hat, sollte gut auf sie aufpassen.

Auf dem iPhone: smsO2.

Es gibt sie, die kleinen App-Juwelen, man muss nur etwas suchen. Ein solches App-Juwel heißt “smsO2”, kostet 79 Cent und ist eine Geldsparmaschine, wenn man einen (deutschen) O2-Vertrag besitzt und für das Internet ein Internet-Pack-Zusatzpaket gebucht hat, meist das Internet-Pack-M, mit dem eine Handy-Flatrate daherkommt.

Was die meisten Nutzer eines solchen Internet-Pack nicht wissen, ist der Umstand, dass neben der Internet-Flatrate noch zusätzlich 50 kostenlose SMS pro Monat verbunden sind – wenn diese über das “O2 Communication Center” auf der O2-Homepage gesendet werden. Das mag jetzt nicht sonderlich viel sein, aber wenn man bedenkt, das zumindest bei meinem Vertrag jede herkömmliche SMS 19 Cent kostet, sind das schon bei kleineren SMS-Zahlen durchaus ein paar Euro.

“smsO2” umgeht den Weg über die Homepage und ermöglicht es, über die App direkt SMS zu schreiben, die dann eben nicht per GSM bzw. UMTS vom iPhone gesendet werden, sondern einen Umweg über die O2-Homepage machen. Und die ersten 50 SMS, die auf diese Weise monatlich versendet werden, kosten den Nutzer eines Internet-Pack dann eben keinen einzigen Cent.

[Update am 21. März 2010: Leider gibt es derzeit die App nicht mehr offiziell im App-Store. Die Begründung dazu findet sich hier: smsO2 nicht mehr im App-Store.]

Der Dukatenesel namens „iPhone-Benutzer bei T-Mobile“.

Eine andere Umschreibung als “Dukatenesel” fällt mir einfach nicht ein, wenn ich mir das anschaue, was T-Mobile da an Preisen für Zusatzdienste für iPhone-Nutzer aufstellt. Nachrechnen? Gern.

Das Tethering ist das Schlüsselwort. Tethering bedeutet, dass das iPhone quasi als Funkmodem für ein angeschlossenes Notebook fungiert. Das iPhone wird per Bluetooth oder USB an das Notebook angeschlossen, auf dem iPhone das Tethering aktiviert und dann kann das Notebook über das iPhone ganz normal ins Internet.

Diese vermeintliche Weltrevolution ist – uralt. Mit jedem gängigen Windows-Mobile-Smartphone ist diese Geschichte nach entsprechender Konfiguration ebenso möglich und zwar ohne zusätzlichen Kostenaufwand für den Mobilfunkvertrag. Das vor allem deswegen, weil der Mobilfunkprovider gar nicht sehen und messen kann, ob der Datenverkehr nun vom Smartphone selbst oder einem dahinter angeschlossenen Notebook stammt.

Das gilt prinzipiell auch für das iPhone. Und weil das so ist und man so ja irgendwie kein zusätzliches Geld verdienen kann, hat Apple für seine Mobilfunkprovider einen optionalen Tethering-Schalter eingerichtet, den die Mobilfunkprovider für die von ihnen vertriebenen Geräte ein- und ausschalten kann. Ausgeschaltet ist dann einfach immer und erst wenn der Kunde für das Tethering löhnt, wird das Pferdegeschirr abgemacht.

Und diese Freischaltung erkauft sich der Benutzer abartig teuer: Ganze 20 Euro zusätzlich möchte T-Mobile dafür sehen, dass sie ihre iPhones für das Tethering aktivieren. Und das kommt dann hübsch auf den bestehenden Monatspreis hinzu. Dafür gibt es zwar 3 Gigabyte Datenverkehr noch zusätzlich dazu, allerdings ist damit das Tethering als Notlösung dafür, dass man mit dem iPhone gelegentlich auch das Notebook ins Internet hievt, quasi tot.

Es geht aber auch noch eine Schippe heftiger, denn auch die Telefonie über das Internet, das so genannte Voice over IP, was ja jahrelang nicht gehen durfte, weil T-Mobile ach so große Angst hatte, dass dann deren Mobilfunknetz zusammenbricht und sich möglicherweise dann Erdspalten bilden, geht nun dann doch – wenn man zukünftig auch hier zusätzlich hinblättert, nämlich nochmal 15 Euro im Monat (außer bei den teuersten Tarifen Complete L und Complete 1200, da kostet es “nur” 10 Euro im Monat).

Also rechnen wir doch mal nach und schnüren ein kleines iPhone-T-Mobile-Paket im kleinsten T-Mobile-Tarif Complete XS:

iPhone 3G S (16 GB, subventioniert): 249,95 Euro
Bereitstellung: 24,95 Euro
Grundpreis: 24,95 Euro/Monat
Tethering-Option: 20 Euro/Monat
VoiP-Option: 15 Euro/Monat

Macht alles zusammen auf 24 Monate: 1.713,70 Euro. Und da ist noch keine Minute telefoniert und noch keine SMS verschickt.

Machen wir die Gegenbüchse auf mit einer Urlaubsfahrt nach Italien und einem Kauf eines “freien” iPhones mit standardmäßig aktiviertem Tethering, das dann mit einem O2-Vertrag mit zusätzlicher Internet-Option (O2 gestattet ausdrücklich Voice over IP.) betrieben wird:

iPhone 3G S (16 GB, unsubventioniert): 599 Euro
Bereitstellung O2 Inklusivpaket 100: 25 Euro
Grundpreis: 10 Euro/Monat (100 Minuten Fest- und Mobilfunknetz Deutschland inbegriffen)
Internet-Pack-M (Internet-Flatrate): 10 Euro/Monat

Das macht unter dem Balken auf 24 Monate hinaus: 1.104 Euro. Und da sind insgesamt 2.400 Minuten Telefonieren ins deutsche Telefonnetz auch noch dabei.

Muss ich mich noch wundern: Nein. Das hat alles schon lange nichts mehr mit Realität zu tun.

O2 has done.

Die lange erwartete O2-Rechnung habe ich heute online anschauen können und sie hat sich gewaschen. Die zwei Tage Online-Nutzung in Frankreich haben sich erwartungsgemäß mit je 15 Euro niedergeschlagen und damit meine monatliche Rechnung quasi verdoppelt. Dazu kommt aber noch ein ärgerlicher Rechnungsposten von fast 10 Euro für nach Minuten (!) abgerechnete Datennutzung an einem Tag im Juli.

Und warum das? Ich habe da den bisher gebuchten Online-Tarif “Internet-Pack-M” neu gebucht, da eine Buchung von “Internet-Pack-M” vor dem 5. Mai 2009 nicht automatisch auch die Flatrate beinhaltet. Behauptet die O2-Homepage. Wusste der Mensch, den ich an der Hotline darum bat, den “Internet-Pack-M” neu zu buchen, nicht wirklich. Dennoch nahm er das, was ich wollte, auf, kündigte meinen alten “Internet-Pack-M”. Das wurde dann auch brav per SMS bestätigt.

Was nicht bestätigt wurde, war die Buchung des neuen “Internet-Pack-M”. Am nächsten Tag ahnte ich schon (alte Supportler-Krankheit), was da vergessen wurde und buchte das eben online ein, was dann ebenfalls per SMS bestätigt wurde. Zwischen Kündigung und Neubuchung sind aber dann eben 120 Online-Minuten angefallen und dafür möchte man nun eben fast 10 Euro zusätzlich haben.

Darüber wird nochmal mit dem O2-Support zu sprechen sein.

Update am 20. August: Es wurde gesprochen und auch sofort verstanden, der Vorfall wird mit einer Gutschrift geklärt. Brav.

In die Zukunft mit Hürden.

Kollege Jochen kam vor einigen Monaten auf mich zu und klagte mir sein Handy-Leid. Telefonieren ginge zwar, E-Mail theoretisch auch, allerdings war alles so schrecklich langsam, obwohl er eigentlich ein UMTS-fähiges Telefon besitzt. Das konnte ich dann im Livetest auch so bestätigen, es ging schlicht nichts. Der Zugriff auf seinen eigenen Mailserver war über Mobilfunk praktisch unbrauchbar. Was mich etwas wunderte, denn eigentlich sollte das Internet über O2 zumindest funktionieren. Also gingen wir detektivisch diesem Problem mal an die Wurzel.

Bist du überhaupt UMTS?

Das war schon die zweite Frage, die zu beantworten war. Das Nokia-Handy zeigte nämlich zwar O2 an, allerdings keine Netzinformation, was mich zumindest mal wunderte. Moderne UMTS-Gerätschaften protzen nämlich in der Regel deutlich heraus, wenn sie auch in einem UMTS-Netz hängen. Verdacht war also, dass das Mobiltelefon nicht in einem UMTS-Netz hängte.

Das bestätigte sich auch, als ich spaßeshalber meine UMTS-fähige SIM-Karte einlegte, denn prompt wurde neben der O2-Kennung noch das Kürzel “3G” angezeigt. Beim testweisen Einbau meiner SIM-Karte offenbarte sich auch das Grundübel – es kam nämlich noch eine SIM-Karte von VIAG Interkom heraus. Und man muss wissen, dass alte GSM-SIM-Karten nicht automatisch auch UMTS-fähig sind, das sind sie nämlich nicht.

Also: Kartentausch im O2-Shop. Nachdem ich dann Jochen unter Androhung kriegerischer Handlungen zu einem O2-Shop geschleift bekommen habe und wir dann dort für alle seine 537 Mobiltelefonverträge aus seinem Hause die Karten haben auswechseln lassen, war zumindest dieses grundlegende Problem beiseite.

Darfst du überhaupt UMTS?

Was allerdings niemand sagt und auch die Hotline nicht so recht weiß (gut, wer kommt schon noch mit einer VIAG-Interkom-SIM daher…), ist der Umstand, dass man, wenn man eine reine GSM-Karte gegen eine GSM/UMTS-Karte austauscht, noch lange nicht sofort auch in ein UMTS-Netz einbuchen darf. Denn dazu muss man O2 nochmal gesondert bitten, was zumindest nichts extra kostet.

Dazu gibt es im Online-Bereich von O2, in dem man sich natürlich vorher registriert, um da überhaupt hineinzukommen, eine zusätzliche “UMTS-Option”. Die ist bei allen neuen O2-Verträgen automatisch aktiviert und ausgegraut, so dass ich die bei meinem Vertrag auch lange Zeit nicht beachtet habe. In Jochens Vertrag war aber genau diese Option nicht ausgegraut und auch nicht behakt. Aha!

Also Haken rein, bestätigt, die obligatorischen 24 Stunden bei O2 gewartet und ein Tag später erschien dann tatsächlich nach dem neuerlichen Einbuchen das “3G” hinter der O2-Kennung.

Arm-Surfen im Ausland.

Schrieb ich doch vor einigen Tagen über das Zuvorkommen von O2, mit dem Internet-Pack-M nun quasi eine mobile Deutschland-Flat anzubieten, so schreibe ich heute, wie schnell sich das ändern kann, wenn man mal eben außerhalb von Deutschland mit O2 bzw. deren Roaming-Partnern surfen will. Denn während die Telefon- und SMS-Kosten inzwischen europaweit gedeckelt sind, gilt diese Regulierung (noch) nicht für Datennutzung. Und das wird schamlos ausgenutzt.

Für 10 Kilobyte (wir reden tatsächlich von etwas mehr als 10.000 Bytes) Datennutzung im Ausland innerhalb Europas verlangt O2 schlappe 7 Cent. Das macht bei einem Megabyte also mal eben 7 Euro. Sieben Euro. Weil man offensichtlich weiß, dass das ziemlich frech ist, hat man mit einer Fußnote noch schnell hinzugefügt, dass es dankenswerterweise eine Deckelung auf 15 Euro pro Tag gibt. Die ersten 2 Megabyte sind also unglaublich teuer, bis man 15 Euro erreicht hat.

Wer nun glaubt, das sei es gewesen: Die Fußnote selbst hat noch eine Fußnote und die beinhaltet den Passus, dass die Deckelung dann schon wieder keine Deckelung mehr ist, wenn pro Tag und Land mehr als 50 Megabyte Datenverkehr anfällt. Hat man die 50 Megabyte durch, fallen für jede weitere 10 Kilobyte dann zusätzlich wieder 2 Cent – also pro Megabyte 2 Euro – an und der Gebührenticker läuft wieder munter weiter.

Was, so teuer ist O2? Die anderen sind besser? Von wegen! Nehmen wir als anderes Beispiel T-Mobile, immerhin der Hausprovider der meisten iPhone-Besitzer Deutschlands:

T-Mobile kommt im europäischen Ausland bei 100 Kilobyte zwar mit fast schon günstigen 19 Cent daher, dafür gibt es jedoch ohne zusätzlich gebuchte Option keine Deckelung. Und um die letzten Bytes wird man auch betrogen, denn das Kilobyte berechnet T-Mobile mit den echten 1.024 Bytes, rundet aber auf 1.100 Bytes auf, so dass das Megabyte 2,09 Euro kostet. Bei 50 Megabyte Traffic wandern also fast 100 Euro aus der Geldbörse. Bremsen kann man das, wenn man die Option “web’n’walk Roaming DayPass” hinzubucht, dann wird pro Tag ab der ersten Nutzung ein Pauschalpreis von 14,95 Euro fällig. Allerdings auch wieder nur inklusive 50 Megabyte Traffic pro Tag. Überschreitet man das, kostet jedes weitere Megabyte wieder zusätzliche 2,09 Euro.

Wohlgemerkt: Das kommt alles zu den normalen Grundgebühren, die man für seinen Vertrag eh schon abdrückt, dazu. Ergo: Man sollte im Ausland höllisch darauf aufpassen, wo man wie ins Internet gehen möchte und ggf. standardmäßig den Datenversand von Mobiltelefonen vorübergehend deaktivieren und das nur fallweise aktivieren.

O2-Internet-Pack M: Und es ist doch eine Flat.

Sich häufiger das Kleingedruckte anzuschauen, kann häufig erstaunliche Dinge zutage bringen. Das ist mir aufgefallen, als ich vorgestern die O2-Rechnung angeschaut habe.

Mein Telefonaufkommen ist eher bescheiden, weshalb ich von Anfang an ein Inklusivpaket gewählt habe. Das beinhaltet 60 Minuten Telefonieren für 5 Euro im Monat, jede weitere Telefonminute kosten ein paar Cent. War für mich nie wirklich von Belang, ich habe es geschafft, in den meisten Minuten tatsächlich unter den 60 Minuten zu bleiben. Wer was von mir will, ruft mich an.

Oder mailt mich an, weshalb ich zusätzlich das Internet-Pack-M für 10 Euro zusätzlich gebucht habe. Das beinhaltete 200 Megabyte Datenverkehr, jedes weitere Megabyte kostete dann ebenfalls ein paar Cent. Auch hier nicht von Belang, in 200 Megabyte kann man einige zehntausend Tweets verpacken. 😉

Dieses Internet-Pack-M ist aber nun gar nicht mehr gedeckelt, sondern zu einer Flatrate umgewandelt. Weiterhin gibt es 200 Megabyte Datenverkehr in voller UMTS-Geschwindigkeit, ab da wird auf GPRS-Geschwindigkeit umgestöpselt – deutlich langsamer, aber eben immer noch Flatrate. Und damit unterscheidet sich diese Kombination nicht mehr sehr stark von den Angeboten von T-Mobile, mit der Ausnahme, dass O2 gewaltig günstiger ist.