QYPE-Sucht, oder: Vorahnungen aus alten Zeiten.

Ich gebe zu, ich habe am Montagabend gesehen, dass es bei QYPE, dem Empfehlungsnetzwerk für “Events” und “Locations”, diversen Nippes fürs Schreiben gibt: Für 250 Punkte gibt es ein T-Shirt, für 500 Punkte einen USB-Stick und für 1.000 Punkte einen Apple iPod Shuffle. Ich habe zwar für alle drei Dinge keinen sonderlich deutlichen Bedarf, allerdings ist eine gut gefüllte Kiste mit Geschenken und Tauschwaren nicht nur bei den Ferengi ein gern betriebenes Hobby. Und in den jetzigen Zeiten können solche Werbegeschenke ja auch durchaus historisch wertvoll werden. *hüstel*

Interessant bei QYPE ist, dass man sehr schnell zu Punkten kommen kann, wenn man schreiben kann, in einer Stadt wohnt, in der es durchaus genügend Locations gibt, aber wenig QYPE-Teilnehmer und wenn man etwas Zeit mitbringt. Für Empfehlungen zu Restaurants & anderen Locations, zu denen noch keiner etwas geschrieben hat, gibt es 20 Punkte, für alle anderen Empfehlungen immerhin noch 8. Rein rechnerisch ist man also mit 50 Erstempfehlungen schon bei 1.000 Punkten. Ich habe dann knapp fünf Stunden und rund 70 Empfehlungen dazu gebraucht. Kein schlechter Tauschhandel, zumal ich Pforzheims Gastronomie und Dienstleistungssektor in QYPE gleich um mehrere Locations, die bisher noch fehlten, bereichert habe.

Während man da so vor sich hin tippt, ist mir mit einem durchaus leicht wehleidigem Gefühl leider sehr bewußt geworden, dass die Idee von QYPE auch durchaus die Idee von Timo und mir hätte gewesen sein können. Ich kann mich da noch dunkel an ein Gespräch anno 1999 erinnern, als ich damals während einem Kneipenbesuch die Daten der Kneipe in meinen damals brandneuen Palmpilot eingegeben habe. Wäre es nicht schick, so wir zwei Helden damals, wenn man solche Gastronomietipps nicht irgendwo zentral im Internet ablegen könnte und viele andere Menschen das auch tun könnten, um auf diese Weise eine große Gastronomiedatenbank zu bilden?

Schrecklich, wir waren ja durchaus innovativ. Das erinnert mich mit leichter Gänsehaut auch an meine ersten, handfesten Versuche mit Hypertext im Jahre 1990 auf meinem Amiga, als ich weder das Internet kannte, noch überhaupt die Idee, mit Hypertext nicht nur Information für mich aufzubereiten, sondern auch für andere.

Oder eine andere Geschichte im Jahre 1993, als ich an einem IBM-Wettbewerb im Zeichen von “Leonardo da Vinci” teilgenommen habe und man unter anderem einen Essay darüber schreiben sollte, wie man sich die Zukunft vorstellen würde. Da habe ich doch tatsächlich das TabletPC-Konzept in einem edukativen Umfeld entwickelt bzw. glatt die One-Laptop-per-Child-Idee ausgegoren. Jedem Schüler einen tragbaren, einfachen Rechner, das ihn dann als Buch- und Schulheftersatz durchs Schulleben begleitet. Schulbücher gibt es als Chips, die Hausaufgaben per Netzwerk. Und das, was mich am meisten im Nachhinein entsetzt: Ich habe die Dinger in meinem Essay als “Personal Digital Assistants” bezeichnet, ohne dass ich ahnen konnte, dass das später ein Name für eine ganze Gattung von Minicomputern wird.

Leider finde ich keine Version dieses Aufsatzes mehr in meinen Unterlagen. Einerseits bin ich unendlich traurig darüber, dass nicht mehr zu finden. Andererseits ist es vielleicht besser so.

TiddlyWiki 2.4.2.

Nach gut drei Monaten haben die TiddlyWiki-Entwickler wieder mal ein Update eingeschoben und präsentieren nun Version 2.4.2. Der Zeitraum von drei Monaten zwischen den letzten Updates macht sehr schön deutlich, dass TiddlyWiki nun wirklich erwachsen geworden ist, wenn man dabei berücksichtigt, dass es unter 1.x Zeiten gab, in denen teilweise mehrere Updates innerhalb eines Tages (!) veröffentlicht wurden.

TiddlyWiki 2.4.2 ist weitgehend Bugfixing und kleinere Erweiterungen in Syntax und „Hacking“. Bei „normaler“ Anwendung sicherlich kein weltbewegend wichtiges Update, aber sicherlich auch kein Fehler. Auf jeden Fall aktualisiert ist meine deutsche Übersetzung, die nun auf den Coderelease 8269 basiert. Aus diesem Grund heißt diese nun „GermanTranslation2.4c“.

Alles zum Herunterladen wie immer bei TiddlyWikiDeutsch nebenan.

Geistesblitze beim Übersetzen.

Ich habe heute mal die deutsche Übersetzungsdatei zu TiddlyWiki etwas überarbeitet. In den letzten Monaten ist zwar in der Codeverwaltung kaum etwas passiert, was die Sprachdatei betrifft, allerdings schiebe ich eine gründliche Revision schon seit einiger Zeit vor mir herum.

Beim vernünftigen Übersetzen muss man Konventionen beachten – übersetzt man ein Wort, muss man dieses übersetzte Wort auch konsequent in der gesamten Übersetzung nutzen, so dass es zu möglichst wenig Reibungsverlusten durch unterschiedliche Übersetzungen kommt. Das ist gerade bei Übersetzungen im EDV-Bereich grundlegend wichtig, weil man hier auch noch eingebürgerte konventionen berücksichtigen muss. Die übliche Übersetzung für einen Menüpunkt „View“ ist eben nicht „Anblick“, sondern immer „Ansicht“.

Man tut also gut daran, beim Übersetzen ständig höllisch auf Begrifflichkeiten aufzupassen, Konventionen zu beachten und all diese Dinge dann auch zu dokumentieren. Meine kleine, hübsche Wortdatenbank für die TiddlyWiki-Übersetzungen (selbstverständlich gepflegt in einem TiddlyWiki) enthält so immerhin schon rund 50 einheitliche Übersetzungen.

Bei einem Begriff, bei dem ich nun schon seit längerer Zeit am Grübeln bin, wie man das am sinnvollsten übersetzt, kam heute Abend der Geistesblitz, der ein so überraschend lapidares Ergebnis gebracht hat, dass ich mich regelrecht darüber ärgere.

Der zu übersetzende Begriff ist das Wort „Tag“.Damit ist nicht das gemeint, was 24 Stunden definiert, sondern das englische Wort. Und zwar nicht in der Definition für Auszeichnungen oder Markierungszeichen (wie beim „HTML-Tag“), sondern in das, was wir in der Web-2.0-Terminologie beispielsweise für „Tag-Wolken“ verwenden. Eine Übersetzung wäre das Stichwort, aber damit habe ich mich nun schon seit einer ganzen Weile nicht wohlgefühlt. „Stichwort“ ist einfach zu simpel, das unterscheidet sich begrifflich zu wenig von normalen Wörtern oder Überschriften.

Was konzeptionell auch nicht geht, ist die Kategorie. Kategorien sind eigentlich der umgekehrte Weg des Taggings, denn der übliche Weg zu Kategorien ist der, zuerst Kategorien zu definieren und dann die Inhalte. Beim Taggen geht es aber im Idealfall so, dass man den Inhalt erstellt und daraus dann Tags pickt.

Ergebnis meines heutigen Denkprozesses: Das Schlagwort. Das Verb wäre „verschlagworten“, was sich zugegebenermaßen ziemlich böse liest, aber dem „taggen“ am nächsten kommt. Kommentare hierzu?

Bugfixing in TiddlyWikiDeutsch.

Schon seit einer ganzen Weile habe ich mit meiner TiddlyWiki-Übersetzung das Problem, das diese zwar fast überall funktioniert, nur nicht richtig im Internet Explorer. Dort wird beim Aufruf einer TiddlyWiki-Datei mit ebendieser Übersetzung der Plugin-Manager aufgerufen, der rot-warnend auf Fehler hinweist. Da nun auch zwei Nutzer diesen Fehler in Mails beschrieben habe, habe ich dieses Problem mal näher analysiert und auch gefixt.

Das Problem ist das Komma ganz am Ende der Zeile 437 in der Übersetzungsdatei. Das darf dort nicht sein, weil nach dieser Zeile schon die endende, geschweifte Klammer kommt, die die Funktion abschließt.

Sprich: Entweder in dieser Zeile das Komma entfernen oder auf TiddlyWikiDeutsch gehen und die Version GermanTranslation2.4b ziehen und ins eigene TiddlyWiki installieren.

Positionierung von TiddlyWiki.

Letztes Wochenende hat mir jemand auf meinen TiddlyWiki-Artikel hin eine E-Mail geschrieben, über die ich eine Weile nachdenken musste. Darin war nämlich die Frage gestellt, warum denn TiddlyWiki seine Daseinsberechtigung hat. Ich wollte umgehend antworten, aber die Frage hat mich dann eine ganze Weile fasziniert beschäftigt.

TiddlyWiki steht als „Hosentaschenwiki“ zwischen einem „richtigen“ Wiki mit Serverbackend und einfachen Textdateien, also sozusagen zwischen einer gedruckten Buchreihe und einer Zettelwirtschaft aus gelben Klebezetteln. Nicht mehr und nicht weniger. Rein informationstechnisch gesehen ist TiddlyWiki damit der Hort für die Welt der Informationen, die nicht so groß und wichtig sind, aber auch nicht völlig unwichtig. Diese Art der Informationen ist zweifellos zahlenmäßig die größte und man kann sich das durchaus als Asteroidengürtel vorstellen, der in einer größeren Umlaufbahn um den Kopf herum schwebt. Einerseits alles ziemlich nah, aber finde mal einer in dem Steinhaufen den passenden Ziegel. 😉

Gern haben diese kleinen Informationen, obwohl sie unscheinbar aussehen, das Potential, das (Wieder)Auffinden Ihresgleichen zu einer langwierigen und vor allem sehr nervigen Tortur werden zu lassen. Andererseits ist man beim Sammeln dieser Informationen gern schlicht zu faul, sie irgendwo sinnvoll zu hinterlegen.

TiddlyWiki erfüllt daher zweierlei: Einerseits ist das Speichern von Informationen darin bestechend einfach, so dass die Faulheitshürde äußerst niedrig gehalten wird. Andererseits dient ein TiddlyWiki als „zentraler Hort“ für Informationen, verhindert also eine Zettelwirtschaft. Und ganz nebenbei ist es klein und handlich und passt auf jeden USB-Stick oder gar auf eine Diskette.

An sich ist es tatsächlich dann so, dass TiddlyWiki zwar den Begriff „Wiki“ im Namen trägt und auch ähnlich zu bedienen ist, die Ziele jedoch nicht unbedingt gleich sein. Collaboration ist mit TiddlyWiki (zumindest ohne Serverbackend) nur mäßig möglich, andererseits ist es eben näher.

TiddlyWiki in der Garde der "großen" Wikis.

Das ich das nochmal erleben darf: TiddlyWiki in einer Aufzählung etablierter Wiki-Systeme im t3n-Magazin und das ohne Häme und Degradierungen, die oft genug ohne jeglichen Background geschehen und keiner halbwegs neutralen Bewertung standhalten würden. Ja, sicherlich fehlt TiddlyWiki die Datenbankanbindung, aber genau das ist ja der Charme des Dinges. Es heißt ja nicht ohne Grund auch „Hosentaschenwiki“, weil es in einer HTML-Datei residiert und damit so ziemlich auf jedem javascript-fähigen Browser läuft, selbst auf Spielekonsolen oder mobilen Geräten, dank meiner Übersetzungsdatei komplett in Deutsch.

Ich kann von meiner Warte sagen, dass TiddlyWiki die Art, die ich meine Informationen organisiere, schlicht komplett auf den Kopf gestellt hat. Mein Arbeitsbuch pflege ich jetzt seit ziemlich genau einem Jahr auf Basis von TiddlyWiki und ich mag und kann es nicht mehr missen. Meine Kollegenschaft ist zwar davon nach wie vor nicht zu überzeugen, allerdings ist es ja auch die Organisation meiner Inhalte, nicht deren. Und oft genug brauchen sie dennoch Informationen, die dann genau aus meinem Arbeitsbuch kommt. 😉

TiddlyWiki hat weniger den kollaborativen Ansatz wie andere, „große“ Wiki-Systeme. Aber genau die Beschränkung auf den „nomadischen“ Ansatz, ohne die dringende Notwendigkeit eines Versioning, was TiddlyWiki nicht hat, macht es zu einem ungeheuer eleganten, flexiblen und schnell einsetzbaren Werkzeug. Wenn ich das Werkzeug benennen müsste, was in den letzten zehn Jahren meine Art der Verarbeitung von Informationsflüssen entscheident beeinflusst hat, dann ist es mit Sicherheit TiddlyWiki.

Online-Enzyklopädien auf dem Weg zurück zu den Wurzeln.

Auf den ersten Blick schüttelt man über die neue Online-Enzyklopädie Knol von Google den Kopf. Nicht nur über den Namen, der im Englischen ganz nett klingt, im Deutschen dafür relativ dümmlich, sondern auch über das gänzlich andere Funktionsprinzip im Gegensatz zur Wikipedia. Nicht jeder soll schreiben, sondern nur einige „echte“ Experten, während andere Willige maximal Hinweise geben dürfen, die dann redaktionell eingearbeitet werden oder nicht. Einen ähnlichen Weg mit medizinischen Themen will Medpedia gehen, das allerdings noch nicht online ist (es gibt aber ein paar Previews zu sehen).

Interessanterweise gehen diese beiden Enzyklopädien den Weg wieder zurück zu den Wurzeln der Wikipedia. Denn die Wikipedia selbst ist eigentlich ein Abfallprodukt eines Projektes namens Nupedia, das der Wikipedia-Gründer Jimmy Wales ursprünglich umsetzen wollte. Nupedia wollte ein Online-Lexikon werden, dass zwar ebenfalls kollaborierend geschrieben wird, allerdings von Anfang an von Experten zum jeweiligen Thema überwacht werden sollte. So begann man dann auch im Frühjahr 2000, entsprechend schleppend, weil der Redaktionsprozess eben dauert.

Ende 2000 bekam dann Wales und sein Kompagnion Larry Sanger Wind vom Wiki-Prinzip und sie setzten die Wikipedia ursprünglich als Nebenprojekt auf. Auf der Wikipedia sollte die Artikelentwicklung für Nupedia-Artikel ablaufen, weshalb dort auch eine Versionskontrolle über Artikelstadien eingebaut wurde. Und da der Mitarbeit in der Wikipedia deutlich niedrigere Hürden gesetzt wurden – man wollte ja Input haben und den dann eigentlich redigieren – überflügelte schon nach kurzer Zeit die Wikipedia die Nupedia und hinfort war das Redaktionsprinzip, zumindest für lange Zeit.

Jedenfalls, es scheint nun so, als ob die ursprüngliche Redaktionsidee wieder Freunde gewinnen könnte, gerade bei komplexeren Themen wie eben im medizinischen Bereich. Und da beispielsweise die Medpedia von Anfang an auf eine Werbefinanzierung setzt und damit Geld erwirtschaften dürfte, so bald sie starten, ergibt sich hier schon mal eine Einnahmequelle, mit der sich Dinge bezahlen lassen, die der Wikipedia weitgehend fehlen – professionelle Fotos und fachliche Schemata.

Wie einige der Wikipedia-Grundkonzepte verwirklicht werden sollen, dürfte spannend werden, beispielsweise Übersetzungen in andere Sprachen. Während bei der Wikipedia das so läuft, dass sich letztendlich irgendwann Autoren in anderen Sprachen finden, die über ein Thema schreiben, teilweise Informationen aus der englischen Wikipedia einarbeiten oder komplett eigene Texte herunterbrechen, ist das bei einer redaktionellen Enzyklopädie schon etwas anderes, wenn nur Experten schreiben dürfen.

Twitter-Spam.

Ich habe mich noch über einige „Follower“ gewundert, die selbst nur 5 Tweets geschrieben haben und selbst nur eine Handvoll Follower haben, aber gleich zehntausende von anderen Twitter-Schreibern folgen. Okay, dachte ich im ersten Moment, das Netz ist voll von Irren.

Meine optimistische Denkweise endete spätestens an dem Punkt, als ich mir mal die 5 Tweets des besagten Twitter-Schreiber näher anschaute, denn das war nur Werbung. Und genau hier wird angesetzt, denn wenn jemand so verrückt oder einfältig ist, den Spammer zu folgen, bekommt er eben irgendwann auch dessen Spam.

Plump, aber vermutlich wirksam.

TiddlyWiki 2.4.0.

Ich bin leider erst jetzt darüber informiert, dass Version 2.4.0 von TiddlyWiki bereits Anfang Mai veröffentlicht wurde. Da hat man nun den offiziellen Feed von http://www.tiddlywiki.com/ abonniert und dann wird diese Datei aus unverständlichen Gründen nicht aktualisiert, grrr.

Das Übersetzen für die deutschsprachige Version, die ich pflege, war allerdings nur noch Formsache, weil ich die einzelnen Schritte während der Entwicklung schon getan habe und nur noch das passende Release aus meinem Archiv heraussuchen musste. Bei der Gelegenheit habe ich auch einen Vorschlag von Oliver Sigrist aufgegriffen und die Download-Datei in ein Zip-Paket gepackt, was das Herunterladen deutlich erleichtern sollte. Thanks, Oli!

Here we go: TiddlyWikiDeutsch

TiddlyWiki im Unternehmenseinsatz.

Da sich unser SharePoint-Server weiterhin noch in einem „demilitarisierten“ Zustand befindet und nicht produktiv eingesetzt wird, musste ich vor einigen Wochen für mein persönliches Logbuch, also meinem Notizbuch über meine tägliche Arbeit, ein vorübergehend anderes Zuhause finden. Da ich schon vor der SharePoint-Zeit ein so genanntes Arbeitsbuch in einem TiddlyWiki angelegt hatte, in dem ich mir Tipps und Tricks der täglichen Arbeit notierte, habe ich kurzerhand mein Arbeitsbuch auch als vorübergehendes Zuhause für meine Logbücher umdeklariert. Ich blogge also quasi meinen Arbeitstag in mein TiddlyWiki-Arbeitsbuch.

Und das ist in der Zwischenzeit richtig viel geworden. Aktuell finden sich in meinem Arbeitsbuch die Logbücher von Ende Dezember an und das sind bis heute rund 120 Kilobyte Text, also über 120.000 Zeichen. Und das ist, ohne Übertreibung, eine Datenbasis, die es ohne die Idee dahinter nicht geben würde. Mit einer einfachen Stichwortsuche finde ich problemlos Dinge über Vorfälle und Anrufe wieder, die ich ohne so eine Aufzeichnung niemals wiederfinden würde. Vorgänge lassen sich zumindest rudimentär nachvollziehen und ich sehe die Logbücher immer mehr als größeren Index, die vortrefflich als Basis für Nacharbeiten dienen. Kunden, die in ihrer Not gern auf Verwirrung setzen und Dinge am Telefon behaupten, die ich mühselig nachprüfen müsste, finden sich per Knopfdruck. Ich bin sehr froh, die Idee mit den Logbüchern angefangen zu haben.

Aber um nochmal auf TiddlyWiki zurückzukommen: Es macht sich als Basis für meine Logbücher gar nicht so schlecht, denn auch wenn Collaboration mit TiddlyWiki nicht ganz optimal ist (ist ja immerhin keine servergestützte Lösung, sondern eine Lösung in einer einzigen HTML-Datei mit JavaScript) – es erzeugt einen gültigen RSS-Feed. Und diesen RSS-Feed kann ich über unseren lokalen Webserver hier im LAN per HTTP bereitstellen und Kollegen können sich diesen Feed beispielsweise in ihren Outlook (2007) abonnieren. Und schon sind sie im Bilde, was bei mir läuft. Zwar fehlt in dieser Lösung die Möglichkeit des Kommentierens, so wie das im SharePoint-Server möglich ist, allerdings kostet TiddlyWiki eben auch keinen Cent. Und kommentieren kann man im Ernstfall eben auch mit einer E-Mail an den Logbuchschreiber.