10 Jahre netplanet – Das Echo.

Um es kurz einzuleiten: Motivieren darf man sich bei kleinen, idealistischen Web-Projekten in erster Linie selbst und sollte hierfür gehörigen Bauchspeck mitbringen. Denn richtig viel Feedback gibt es selbst bei höheren Besucherzahlen in homöopathischen Dosen – wenn überhaupt.

Besucher gab es zu Beginn von netplanet herzlich wenige, ich konnte eigentlich jeden Besucher persönlich empfangen. Auch wenn man natürlich weiß, dass Besucher nicht von allein kommen und einem wegen ein paar Inhalte die Eingangstüre eintreten, hat man doch immer wieder auf die Besucher- und Seitenabrufzahlen gestarrt. Es war also notwendig, einigen „Leuten“ Bescheid zu geben. Das waren in erster Linie meine Online-Bekannten, die zu einem großen Teil im Admin-Leben standen und regelmäßig über die Fragestellungen gegenüber Mitarbeiter oder Kunden sinnieren durften, die ich auch bearbeitete. In universitären Umfeldern ging der Tipp zu netplanet deshalb relativ schnell herum, was sich in den Herkunftsorten der IP-Adressen zeigte; teilweise gab es Monate, in denen zwei Drittel aller Abfragen aus universitären Netzwerken stammten.

Den erste mediale Auftritt von netplanet gab es zwei Tage nach dem Launch auf dem Narrenschiff, heute würde man zum Narrenschiff „Webzine“ sagen, wenn es denn noch in See stechen würde: netplanet in der Schatzkiste des Narrenschiffs

Praktischerweise hatte ich schon damals angefangen, das Medienecho weitgehend zu archivieren und mitzuschreiben. Das ist schon allein deshalb interessant, weil es genügend Titel und Sendungen, die einst über netplanet berichtet haben, schon gar nicht mehr gibt. Man denke an so Namen wie „Online Today“, der Webzine „Webstation“ eines Telefonanbieters namens O-Tel-O, „Clickfish“ oder die frühere Inkarnation der Internet World. Der Auftritt in der Internet World war allein schon eine Sache, denn damals existierte dort eine Rubrik, in der Web-Auftritte von einem Redakteuren namens Lutz Schumacher zerlegt und filetiert wurden, wobei netplanet vor allem bei der grafischen Aufmachung Federn lassen musste (und es auch heute noch tut, aber davon hatten wir es ja letztens). Aber immerhin. Meine Kollegen gratulierten jedes Mal

200 Besucher am Tag waren nach rund einem halben Jahr nach dem Start das Höchstmaß der Gefühle, bei Nennungen in Linktipps auch mal höher. Ansonsten galt die ersten sechs Jahre die 20-Prozent-Regel – jedes Jahr ein Plus von 20 % in der Besucherzahl. Die letzten vier Jahre hat sich der Zuwachs auf 15 Prozent pro Jahr stabilisiert. In der Zwischenzeit allerdings Vitalwerte, die nur noch gelegentlich interessieren. Ein Web-Projekt kann herrlich entspannend sein, wenn man nichts wirklich tun muss, sondern experimentieren und über das schreiben darf, was einem beliebt.

10 Jahre netplanet – Das Aussehen.

Um es gleich zu sagen: Aller Anfang ist immer ein persönlicher Tanz mit HTML-Tags, ohne WYSIWYG und ohne Hilfsmittel, rein mit einem Editor. Ich hatte immerhin einen spezielleren Editor namens „SprachEditor“, den ein Autor namens Ferdinand Soethe geschrieben und mit seinem legendären HTML-Handbuch verteilt hatte. Der SprachEditor war relativ streng mit der HTML-Syntax – was war allerdings bei HTML 2.0 mit Frames-Erweiterungen schon wirklich streng?

Heraus kam ein Häufchen HTML-Seiten mit einem Bruchteil der heutigen Rubriken, schön geschachtelt mit damals noch topmodernen Frames, Seitenhintergrund in elegantem hässlichem Schwarz (klicken für die Großansicht):

Man beachte die damals schon erkennbare Verspieltheit, sich mit wirklichen Details zu beschäftigen und man beachte, dass das alles noch mit einem Grafikprogramm passierte, dass keine Ebenen beherrschte. Den blauen Globus in den Hintergrund zu pappen, war Ergebnis meiner blühenden Phantasie und meiner Virtuosität mit meinem Grafikprogramm, allerdings war alles immer weitgehend One-Way – von Protokollierung konnte nicht die Rede sein. Wenn ich überlege, dass das Protokoll von Grafiken, die ich heutzutage mit Photoshop oder Illustrator erstelle, locker aus mehreren Hundert Einzelschritten besteht, kann ich mir gar nicht mehr vorstellen, was das früher für ein Krampf gewesen sein muss.

Die einzelnen Seiten kamen hübsch mit HTML-Hintergrund daher, einem Feature, von dem ich mich erst nach Jahren trennen konnte, weil ich diese Funktion, eine Grafik als Endlostapete zu missbrauchen, einfach nur edel fand:

Im Buttondesign war ich schon damals unbrauchbar, wobei die Idee mit der „aufgeklappten“ Rubrik noch heute ansatzweise vorhanden ist. Die obige Implementierung funktionierte aber auch nur eine Weile gut, denn die Buttons flogen schon nach einigen Monaten wieder heraus, weil sie unglaublich viel Platz fraßen. Man bedenke, dass mein damaliger Monitor die grandiose Auflösung von 640 mal 480 Pixel auf einem 14-Zoll-Röhrenmonitor darstellte.

Das Schwarz als Hintergrundfarbe flog dann etwa ein halbes Jahr später ebenfalls heraus, nachdem ich mir einen 17-Zoll-Röhrenmonitor gekauft hatte und einfach viel mehr Platz auf dem Bildschirm vorhanden war. Ich hatte mich dann vom Bekanntenkreis schnell überzeugen lassen, dass Schwarz toll ist, wenn man eine Underground-Website pflegt, aber spätestens dann unbrauchbar wird, wenn man etwas ausdrucken möchte, denn weiße Schrift auf weißem Blatt Papier … 😉

10 Jahre netplanet – Die ursprüngliche Idee.

Nun, um die ursprüngliche Idee, die hinter netplanet steckt, zu ergründen, muss ich nochmal sehr weit zurückblättern, nämlich über ein Jahr zurück in den Sommer des Jahres 1997. Mein erster Sommer mit einem „richtigen“ Internet-Anschluss zu Hause, richtig mit einem 28,8-Modem und Netscape 3. Damit fing ich an und hatte als erstes, was ich im Netz anstellen wollte, meine obligatorische eigene Homepage im Sinn, die inzwischen mehr als legendäre „Besim-Karadeniz-Homepage“, die mittlerweile nur noch bei mir auf der Festplatte im Giftschrank existiert. Richtig mit grellem Hintergrund, einer etwas entsetzlichen Personenvorstellung, ein paar Texten über GSM, ein paar uralte Windows-Tipps und einem Webcounter mit zehn Stellen, davon sieben voranstehende Nullen.

Nach relativ kurzer Zeit merkt man als einfältiger Homepage-Bastler, dass es das irgendwie nicht ist. Da sitzt man vor der Kiste, fummelt hier an HTML-Tags herum und bearbeitet dort ein Foto, aber interessieren tut das letztendlich niemanden wirklich und selbst bringt es einen auch nicht wirklich voran. Ich spielte deshalb mit dem Gedanken,in meiner „Besim-Karadeniz-Homepage“ einen Bereich einzurichten, der sich mit der Idee des Internet beschäftigen sollte. Das interessierte mich und ich nahm mir dabei die Arbeitsweise eines gewissen Stefan Münz als Exempel, der seinerseits schon mit seiner HTML-Dokumentation namens SelfHTML eine Berühmtheit im beschaulichen Schuppen des deutschsprachigen World Wide Web war.

Überhaupt, Stefan Münz und SelfHTML: Das, was Stefan mit SelfHTML seit 1996 gebaut hatte, imponiert mir auch heute noch rückblickend zutiefst. Da setzt sich ein Kerl, ebenfalls Quereinsteiger, hin, lernt aus weitgehend englischen Quellen HTML und schreibt nebenher eine deutschsprachige Dokumentation, mit der er primär sein Erlerntes vertieft und durch das kostenlose Veröffentlichen im Web mehreren Generationen von Onlinern das Web erklärt und Web-Entwicklern das Leben erleichtert. Das hat mich damals im Frühjahr 1997, als mir jemand SelfHTML als Tipp mailte, vom Stuhl gehauen. Diese Arbeit!

Stefan Münz war deshalb auch jemand, dem ich schon sehr frühzeitig einen Stand von netplanet mailte, nämlich im Januar 1998. Seine Antwort vom 22. Januar 1998, die mich „Nobody“ damals unglaublich motivierte und heute erstaunlicherweise zutiefst berührt, habe ich immer noch:

Hallo Besim,

endlich bin ich einmal dazu gekommen, in Deinem Dokument ueber die Netzwelt zu lesen – das gefaellt mir super!!!

Da hast Du Dir natuerlich einiges an Stoff vorgenommen und musst sicher noch ziemlich viel redaktionelle Arbeit reinstecken. Aber das Layout ist sehr ansprechend und der Aufbau ist uebersichtlich. Ich hoffe, dass Dich dies ermuntert, weiterzumachen und die Netzgemeinde demnaechst dieses informative Werk zur Verfuegung gestellt bekommt – vor einem halben Jahr hab ich als Kundenauftrag auch mal eine Einfuehrung ins Internet, mit Diensten, TCP/IP, Zugang usw. schreiben muessen. Damals habe ich viel im Netz nach Information gesucht – das meiste war aber einfach nicht ausfuehrlich genug. Genau das ist Dein Plus.

Viele Gruesse,
Stefan Muenz

Ich fing also an, zu sammeln und für mich eine – recht bescheidene – Dokumentation des Erlernten zu schreiben. Ein gewisser Freund namens Timo Fuchs, mit dem ich es schaffte, vier Monate lang ausschließlich elektronisch zu kommunizieren, obwohl wir 1,5 Kilometer Luftlinie weit weg wohnten, war dann, ohne zu übertreiben, der Pate des Ganzen, der die Idee der Dokumentation weiter zu einer Homepage spinnen konnte, und zwar außerhalb meiner piefigen Homepage auf einer eigenen Domain.

Dazu kam dann der glückliche Umstand, dass der Provider eines anderen Gefährten namens Jochen Stahl, ebenfalls von meinen Plänen hörte und spontan etwas sehr bemerkenswertes tat: Er bot das Sponsern des Webhostings an, ohne eine Gegenleistung. Dieses Angebot des Providers, inzwischen seit dem Jahr 2000 mein Arbeitgeber, machte spätestens die Sache wirklich heiß, denn nun musste die Idee auch tatsächlich realisiert werden.

Ich schrieb und schrieb und schrieb, löcherte genügend Menschen mit Fragen und entwickelte nach und nach das, was heute netplanet heißt. Übrigens hieß das Ding ganz am Anfang „net-world“, dann „networld“ und dann erst – nachdem der Begriff „networld“ als Domain-Name unter keiner Top-Level-Domain mehr frei war – „netplanet“, da ich die Domain netplanet.org ergattern konnte. So sah übrigens mal das Logo aus, damals noch gezeichnet in CorelDraw:

Richtig hektisch wurde es dann im Juli 1998, als ich die Gelegenheit am Schopfe ergriffen hatte und einen beruflichen Wechsel avisierte. Bis dato arbeitete ich als freier Kameraassistent für das ZDF in Stuttgart und keine wirklich rosige Aussicht auf einen Zeitvertrag oder gar eine Festanstellung, allerdings mit 23 Jahren eben schon diverse finanziellen Verpflichtungen, die ein geregeltes Einkommen bedingten. Der Internet-Boom erfasste vorläufig auch Pforzheim und bei der damaligen Firma Seitz ergab sich ein freier Posten im Customer Support, der schon damals nur online angeboten wurde und auf den ich mich auch damals online bewarb. netplanet war da, wenn auch noch nicht online, ein Stückweit eine Referenz dafür, dass ich mich mit dem Thema sichtbar beschäftigte.

Den Job bekam ich, fing am 2. August 1998 um Punkt 9 Uhr an und rund 8 Stunden vorher ging netplanet online, wenn auch mit einem kurzfristig ziemlich heruntergestrippten „Notprogramm“. Vermutlich wird sich Timo noch ziemlich genau daran erinnern. 😉

10 Jahre netplanet.

Heute vor zehn Jahren, genau am 2. August 1998 um kurz nach 20 Uhr, hat netplanet das World Wide Web betreten. Die Domain netplanet.org war schon ein paar Monate vorher für schlappe 35 US-Dollar registriert worden und der Webspace bereit, so dass es jetzt endlich einmal fällig werden musste. Denn das deshalb, weil ich bis dato schon über ein halbes Jahr an netplanet arbeitete und nicht so recht zum Startpunkt kommen wollte. Das ist bei größeren Web-Projekten fatal, denn wenn man sich da nicht zusammenreißt, wird aus dem Projekt schnell ein Misthaufenfall und kommt gar nicht mehr von der Stelle.

Der 2. August 1998 war auch deshalb der Start von netplanet, weil es gleichzeitig auch der Beginn meines Anstellungsverhältnisses bei einer damals noch existierenden Firma namens Seitz war, bei der ich ab diesem Zeitpunkt im Customer Support arbeitete. Und da ich als Quereinsteiger nicht viel mehr als meinen Enthusiasmus für Computer und für das Internet mitbringen konnte, war netplanet schon während meinen damaligen Bewerbungen meine Referenz – allerdings eben noch auf Diskette und nicht online und das musste eben nach dem ersten Arbeitstag schnell noch geändert werden.

In der nächsten Zeit will ich noch ein paar Blog-Artikel über die damalige Zeit schreiben, ich muss da einfach noch etwas zurückblicken, weil es doch ziemlich spannend war, wie das alles entstanden ist.

Via Google habe ich übrigens noch das Posting zum Launch gefunden, das ich damals in meine Usenet-Westentaschengruppe de.comm.internet.misc losgelassen habe. Ich gebe zu, dass der Titel nicht sonderlich kreativ war und die ersten Rückmeldungen sich selbstverständlich gleich um technische Probleme mit der Website drehen: Techniker, checkt diese Seite

HTML-Editor.

Ich habe übrigens das etwas leidig gewordene Thema HTML-Editor nun gütlich geregelt und musste nicht sehr viel weiter schauen: Der Nachfolger des betagten Microsoft Frontpage XP und 2003 ist … tataaa … Microsoft Expression Web 2. Bei Microsoft auch der ideelle Nachfolger von Frontpage, da bekanntlicherweise Frontpage eingestampft wurde und im aktuellen Office auch kein expliziter HTML-Editor mehr beikommt.

Das war am Ende nicht schwierig, wenn auch eigentlich nicht geplant, aber ich habe wirklich einige WYSIWYG-Editoren ausprobiert. In Sachen Usability, HTML-Konformität und auch annehmbares Aussehen des Quellcodes schlug sich Expression Web 2 einfach besser, als die Konkurrenz. Bei Adobe Dreamweaver genügten 20 Minuten Probieren, um da sofort wieder die Finger wegzulassen und ansonsten wird die Luft bei WYSIWYG-Editoren sehr schnell sehr dünn.

Was mich von Expression Web lange Zeit abhielt, ist der katastrophale Preis von über 350 Euro. Das ist nicht nur übertrieben, das ist schlicht ein Wucherpreis für einen Editor, dessen Editorkomponente in vielen anderen Entwicklungswerkzeugen von Microsoft mit verwendet wird und sich damit schon an anderen Werkzeugen mehr als auszahlt. Allerdings lohnt sich durchaus das Lesen des Kleingedruckten, denn upgradeberechtigt sind nicht nur Besitzer von Frontpage und der früheren Version von Expression Web, sondern auch Besitzer vieler anderer Grafik- und HTML-Editorwerkzeuge. Und mit einem Preis von unter 100 Euro wird Expression Web 2 dann doch deutlich brauchbarer.

Fortschreiben der Internet-Geschichte.

Es wird Zeit, die Internet-Geschichte in netplanet wieder etwas zu ergänzen. Letztendlich führt die Geschichte von den Anfängen im ARPANet bis zum Ende des Dot-Com-Booms und alles, was dahinter kam und kommt, liegt im Artikel zur Gegenwart und Zukunft. Die Idee des Web 2.0 des „Graswurzeljournalismus“ ist Gegenwartsartikel nur angeschnitten, verdient aber eigentlich inzwischen eine Fortschreibung in einem eigenen, neuen Artikel nach dem Dot-Com-Boom.

Mir fallen da spontan folgende Stichworte ein, die ich mal zur Basis eines Brainstormings ansetze: Blogs, Wikis, Wikipedia, Social Networking, Google Earth, Google Map, eigene Identität im Netz, das „i“ …

Ich denke, das passt dann alles gut neben die Rubrik zum „Digitalen Leben“, an der ich schon eine Weile arbeite und die so langsam aus dem Brainstorming-Modus kommt. Die wird wirklich etwas größeres, ich taxiere schon jetzt vier Artikel und rechne eher, dass es am Ende sechs werden.

Sommerloch.

Bei den aktuellen Zugriffszahlen, die netplanet derzeit liefert, könnte es einem Angst und Bange werden, wenn nicht gerade Sommerpause wäre. Die Zugriffszahlen sind um 40 % herunter und die durchschnittliche Besuchsdauer ebenfalls stark verkürzt. Vermutlich haben die Leute zur Zeit besseres zu tun, als vor der Kiste zu sitzen und zu recherchieren. 😉

Besucher-Hotspots in netplanet.

Als Online-Publisher tut man gut daran, sich regelmäßig einmal anzuschauen, wo eigentlich der Bär im Angebot steppt. Denn grundsätzlich sehen die Besucherströme ein Web-Angebot immer anders, als der Autor selbst. Das kann man in mehreren Schritten tun und das geht vor allem ohne teure Analyse:

  1. Übersicht der Suchworte auswerten
    Jede vernünftige Web-Statistik bietet die Möglichkeit, die Referrer von Suchmaschinen auszuwerten. Sprich: Jemand hat in einer Suchmaschine nach einem Begriff gesucht, deine Website als Empfehlung bekommen und darauf geklickt. Da dieser Klick von einer anderen Web-Seite aus referenziert wurde, enthält die Anfrage an deinen Webserver auch diese Referenz und in dieser Referenz finden sich in der Regel die Suchworte, mit denen der Benutzer ursprünglich gesucht hat. Anhand dieser Suchwortverteilung, die man am besten in monatlichen Zusammenfassungen betrachtet, enthält man schon mal einen guten Überblick davon, mit welchen Schlüsselbegriffen die eigene Website in den Suchmaschinen steht.
  2. Statistik der meistaufgerufenen Seiten auf der Website
    Auch diese Werte finden sich in jeder gängigen Web-Statistik und sind quasi die Vitalwerte. Zu berücksichtigen ist bei diesen Zahlen, dass es hier klassische Verteilungen gibt: Am häufigsten wird vermutlich die Startseite aufgerufen, danach finden sich Übersichtsseiten in den höheren Rängen und dann erst einzelne Artikelseiten. Auch ausschlaggebend sind Positionierungen einzelner Rubriken oder Artikel in der hauseigenen Navigation. Alles, was aus der Statistik reißt, sollte man näher betrachten.
  3. Übersicht über externe Links auf das Web-Angebot
    Das ist vielleicht der wichtigste Punkt, denn eine Übersicht darüber zu haben, wo im Web die meisten Links auf die eigene Website zeigen, ist die halbe Miete für die eigene Bewertung. Das perfekte Werkzeug hierfür sind die Google Webmastertools. Einmal seine Website authentifiziert, kann man hier für alle im Google-Index indizierten Seiten nachschauen, von wo aus Links auf die jeweilige Seite zeigen, natürlich alles aus der Sicht des Google-Roboters. Interessant ist aber hier, dass in den Webmastertools weit mehr Links aufgeführt werden, als in der Suchmaschine recherchierbar sind.

So ergibt sich für netplanet, dass es drei große Hotspots gibt: Adressierung im Internet, die Geschichte des Internet und die Netiquette. Die letztere Rubrik wird vor allem häufig von Web-Foren aus verlinkt, während in der Geschichte des Internet vor allem speziell die Geschichte des Internet in Deutschland häufig gesucht wird.

So lässt sich mit etwas Arbeit ein gutes und vor allem sehr individuelles Profil darüber erstellen, woher die Besucher kommen, mit welchen Suchworten sie kommen und wohin sie gehen. Ziel muss nun sein, diese wertvollen Brückenköpfe auch zu nutzen. Mehrere Chancen:

  • Inhalte ausbauen und auf weitere Artikel verteilen, dabei jedoch darauf achten, dass beim Verteilen von Inhalten die eigentlich „starke“ Seite um möglichst wenig Inhalte beschnitten wird. Also nicht einfach die Inhalte der „starken“ Seite in drei Teile zerschnippeln und auf drei Seiten verteilen, denn dann hätte die „starke“ Seite ja nur noch ein Drittel des Inhaltes.
  • Themennahe Artikel vernetzen und damit die Macht der „starken“ Seite nutzen. Dabei ist wichtig, dass die vernetzen Artikel möglichst themennah sind und auch innerhalb der Website stehen. „Starke“ Seiten werden autoritativ anders bewertet, als einfache Seiten, deshalb sind interne Links ungemein wertvoller und sorgsamer zu setzen. Ich achte hier immer darauf, dass ich nicht alles einfach so verlinke, sondern beispielsweise da auf bestimmte Begriffe verweise, in denen das auch wirklich interessant sein könnte. In jedem Artikel beispielsweise den Begriff „Internet“ zu verlinken, ist kaum sinnvoll für den Leser. Ich bilde mir auch ein, dass eine Suchmaschine auch sehr wohl erkennen kann, ob interne Links automatisiert gesetzt werden oder nicht. Viel zu viele Automatismen sind beim Setzen von internen Links viel zu durchschaubar.
  • Den „starken“ Artikel aber auch intern verweben. Ich bin der Meinung, dass genau dies auch den anderen Seiten in der Website zugute kommt. Das sehe ich besonders in den Netiquette-Artikeln, denn da gehören einige Artikel zu den absoluten Spitzenreitern, gleichzeitig finden sich aber auch Artikel mit den niedrigsten Abrufzahlen überhaupt. Dennoch sind alle Artikel nahezu gleich stark im Ranking und ihrer Positionierung in Suchmaschinen. Es macht also meiner Meinung nach Sinn, sinnvoll zu vernetzen, egal in welche Richtung.

Kleiner Hänger im Projektmanagement.

Mir ist unangenehmerweise meine Projektverwaltung für netplanet in einen offenbar inkonsistenten Zustand geraten, jedenfalls kann die Datei mit der Projektverwaltung nicht mehr geöffnet werden, was vermutlich mit dem USB-Unglück letztens zusammenhängt. In der Problematik habe ich nun zumindest mal in der Form Sorge getragen, dass ich für 5 Euro ein USB-Verlängerungskabel gekauft und von der Rückseite des PC bis nach oben verlegt habe, so dass ich meinen USB-Stick nun direkt an den PC anschließen kann, ohne Umweg über einen USB-Hub.

Ergebnis ist, dass ich nun auch hier wieder mal ein Backup zu Rate ziehen muss und irgendwie in diesem Backup eine Reihe von Ideen fehlen, die ich mal hatte und in die originale Datei schrieb. Sehr unangenehm, mir tun solche Kreativverluste fast schon weh. Sehr nervig.

Die einfachen TCP/IP-Netzwerkdienste.

Auch noch schnell in netplanet eingeschenkt: Die einfachen TCP/IP-Netzwerkdienste. Praktischerweise hatte ich schon einen Artikel zu Tools zur Netzwerkanalyse, den ich einfach nur entsprechend zu ergänzen hatte. Sozusagen als Nachklapp zum TCP/IP-Artikel, bevor ich mich gestern abend dann dem Säubern des Kaminofens widmen musste. Hoffen wir mal, dass der nun fertig hat für die Saison. Also der Kaminofen.

Die einfachen TCP/IP-Netzwerkdienste sind übrigens recht witzig, vor allem „Quote of the day“. Das gibt es zum Nachinstallieren sogar für Windows, wenngleich es sicherheitshalber nicht empfehlenswert ist, das gleich nach außen hin zu öffnen..