Diskettenlocher, schnell!

Allein weil ich schon extrem selten Faxe auf meiner Faxnummer empfangen darf, fällt bei mir alles im Posteingang auf, was von meiner Fritzbox in Sachen Telefax aus dem Äther gefischt wird. Und so auch dieses hübsche Pamphlet:

Wäre ich wirklich locker drauf, hätte ich natürlich dankend geantwortet und um Vorabüberweisung eines Rechnungsbetrages von, sagen wir, unschlagbar günstigen 399,- Euro zuzügl. Mehrwertsteuer gebeten. Immerhin haben wir ja noch keine Geschäftsbeziehung und außerdem handelt es sich ja nicht um irgendeinen Diskettenlocher, sondern um meinen Diskettenlocher.

Aber nein, ich bin unlocker drauf, denn ich will meinen Diskettenlocher gar nicht hergeben. Der ist jetzt 25 Jahre alt und bleibt bei meinen Habseligkeiten. Sorry, Peter.

Nichts für Kinder.

Nachdem die Ministerpräsidenten der Bundesländer eine neue Fassung des Jugendmedienschutzstaatsvertrages unterzeichnet haben, in dem auf eine freiwillige Alterskennzeichnung gesetzt wird, um die Jugend dieses Landes vor den unglaublichen Dingen des bösen Internets zu retten und ich als gesetzestreuer Blogger da natürlich nicht einfach nur dastehen kann, wird dieses Weblog zukünftig nicht mehr jugendfrei sein. Es dürfen ab sofort nur noch Erwachsene mitlesen. Um ein automatisch auslesbares Rating werde ich mich kümmern, bis dahin gilt schon mal die Kennzeichnung rechts oben im Weblog.

Also, liebe Kinder, bitte beachten: Ab sofort ist hier Ende Gelände. Hier beginnt das böse Internet, hier dürft ihr nicht mehr sein. Ich verbiete es euch. Geht bitte. Sofort.

[Exclusive] Picture of the iSlate Mounting Kit.

Some news from the iSlate hardware saga … That’s it! Live, uncensored and exklusive – the iSlate Mounting Kit for fixing the iSlate onto tables, racks, walls et cetera. The picture was provided by some of my secret friends working at Thingamajig Heavy Industries near — CENSORED — in the solitude of the Great Zone. Isn’t it cool? I want to have this IMMEDIATELY!

(click for a bigger view)

The parts will be made of pure steel with some flavours of titanium forged by the hands of young virgins.

Neulich, da drüben im Web 2.0.

Ich mag so Dialoge in der Web-2.0-Welt. Das erinnert mich alles an meine Sturm- und Drangzeit im IRC. Hier mal der Ausschnitt in Twitter:

@besim: Zwei Stunden erfreuliche Telefonate geführt. Jetzt kann ich endlich mal aufs Klo und mich anziehen!

@moritzhomann: Krass. Ich zieh mich immer im Bad an…

@besim: Wie? Du ziehst dich an?

@moritzhomann: Habs mal nicht gemacht, da haben die Kollegen so komisch geguckt…seitdem mach ichs.

@besim: Ach was, so eine Borat-Badehose muss einfach reichen. Bei meinem Bäuchlein ist das halt ein Problem, die Träger rutschen ab.

Und hier der Thread in Facebook, in das ich (ja, ich weiß, eine Krankheit) meine Twitter-Beiträge syndiziere:

Besim Karadeniz: Zwei Stunden erfreuliche Telefonate geführt. Jetzt kann ich endlich mal aufs Klo und mich anziehen!

Lars Barteit: Nackt telefonieren? Interessant…

Katrin Schreiber: Hinzu kommt, dass es erfreuliche Telefonate waren und 2 Stunden gedauert hat.

Markus Hagge: Hmmm. Eindeutig Doppeldeutig *gg*

Besim Karadeniz: Die Doppeldeutigkeit fällt auf, korrekt. Ich kann aber versichern, dass es sich nicht um diese Form von Telefongesprächen, wie hier angenommen wird, handelte, sondern um rein geschäftliche. Das glaubt mir zwar doch keiner, allerdings war es tatsächlich so.

Markus Hagge: Ich glaub Dir das, geht mir doch manchmal ähnlich mit den geschäftlichen Telefonaten. Da bin ich dann ganz glücklich, das sich Bild-Telefon nie so richtig durchgesetzt hat *gg*

Ihr Nicht-Twitterer und Nicht-Facebookler, die ihr möglicherweise über sowas nicht lachen könnt – ihr versteht das nicht. 😉

Was ist Polka?

Das hier. Ihr dreht am besten mal eure Lautsprecher ordentlich auf, denn dieses Video der Gruppe Los Colorados aus der Ukraine ist fast besser, aber auf jeden Fall unterhaltsamer, als das Original. Ich habe Tränen gelacht:

(Ja, ich habe das mal vor Monaten getwittert, finde es aber nicht mehr. Deshalb wird es hiermit verbloggt.)

Probleme, die ich gern hätte.

Wenn es mal pressiert und ich nicht die Zeit für ein ausführlicheres Mittagessen habe (ja, gesundheitlich nicht gut, ich weiß), gehe ich gern mal zum Chinesen gegenüber. Der „Panda-Imbiss“ in der Nordstadt macht schnelles, glutamatüberflutetes und demnach nahrhaftes Essen, das mit der korrespondierenden Soße noch nicht mal zu wirklich schlimmem Sodbrennen führt.

Der Besitzer, den ich kenne, klagt mir heute zwischen Tür und Angel sein Leid. Nämlich genau über Tür und Angel. Er habe nun Anfang der Woche extra einen Handwerker kommen lassen, der sich die fast schon traditionell schwer bewegliche Tür einmal anschauen sollte. Diese Tür war schon zu Zeiten, als sich in den Räumen der einzige Wienerwald Pforzheims langsam in den Sonnenuntergang briet, eine Legende in Sachen Kundenverwirrung, den sie öffnete sich nach außen auf den Gehweg – was eigentlich nicht erlaubt ist – und war schon immer schwergängig.

Nun also ist sie leichtgängig. Sie fliegt quasi auf, denn jeder Besucher, der an die harten Zeiten gewohnt und auf einen unmittelbaren, massiven Krafteinsatz geeicht ist, gibt genau für die alten Verhältnisse dosiertes Schmackes in die Tür und schleudert sie auf. Zum Beispiel so stark, dass die Tür jetzt offenbar regelmäßiger nicht einfach nur öffnet, sondern die Tür passgenau in Gesichtern von just zu diesem Zeitpunkt vorbeilaufenden Passanten landet. Gestern hat eine Passantin bei einem terroristischen Türangriff spontan ihre Einkäufe auf den Gehweg verteilt und vorhin, als ich gerade im Imbiss war, traf es einen schick gekleideten Herrn mitten ins Gesicht, dem auch sogleich ein spektakuläres, blaues Hörnchen auf der Stirn wuchs.

Nun also muss der Handwerker heute kurzfristig wieder vorbeischauen und die Tür mit einer Türbremse wieder zähmen. 300 Euro soll ihn der Spaß nun kosten. Hätte er doch mal die Tür nicht reparieren lassen.

Einladung zum Seminar.

Der Anrufer hat es sicherlich redlich gemeint, als er mich zu einem Seminar für Internet Service Provider einladen wollte. Kein Thema, höre ich mir gern alles an und beziehe ich sogar in konstruktive Entscheidungen mit ein, eventuell zu so einer Veranstaltung hinzugehen. Allerdings eher weniger, wenn das besagte Seminar stattfindet in – Toronto.

Der Anrufer hat mein freundlich angesagtes Desinteresse gar nicht so recht kapieren wollen. Ob er verstanden hat, dass Pforzheim nicht in Toronto liegt und mein Chef eher nicht so amüsiert darüber ist, wenn ich mal eben schnell für ein Zweitagesseminar nach Toronto fliegen möchte?

Neues vom Karadeniz-Kaltenbach-Syndikat.

Wir zitieren aus einem Mini-Dialog zwischen Thomas Kaltenbach und mir aus dem Gesichtsbuch:

Thomas Kaltenbach wird heute noch Hand an seine Wohnungseinrichtung legen und fährt dann in den Schwarzwald, Ostereier suchen 🙂

Besim Karadeniz: Nene, du hast dich sicher verschrieben: Du wirst noch heute Hand an deine Ostereier legen und dann in den Schwarzwald fahren, deine Wohnungseinrichtung suchen… 🙂

Er ist dann offenbar doch noch gefahren. Was er nun wie macht, hat er leider nicht mehr gesagt. 😉

Paketbeschreibungen.

In der Postfiliale meines Vertrauens stand gestern Abend erstaunlicherweise nur eine Person vor mir. Normalerweise kann man sich nach 16 Uhr darauf gefasst machen, dass die halbe Nordstadt Pforzheims in der Schlange der Postfiliale steht, die selbst im Rewe an der Hohenzollernstraße stationiert ist, aber gestern ging es richtig.

Dafür fand man das Paket nicht, dass die Frau mit ihrer roten Paketmarke abholen wollte. Auflösung vorab: Laut Karte wäre das Paket erst am nächsten Tag abholbereit, aber darauf schaut man ja auch ganz zuletzt. Es ergab sich dennoch ein bemerkenswerter Dialog:

Mitarbeiterin (sucht in den Regalen): “Hm, ich kann Ihr Paket beim besten Willen nicht finden.”

Kundin: “Das ist aber komisch. Sollte doch eigentlich hier sein.”

Mitarbeiterin (schaut auf die Karte): “Ja, eigentlich schon, die angegebene Postfiliale ist richtig. Was ist denn im Paket drin?

Kundin (frohlockt und steigert die Lautstärke): “Ein WLAN-Router.

Mitarbeiterin: “Nö, ist noch nicht da.”

Ob es mit der Angabe des richtigen Paketinhaltes vielleicht doch noch etwas geworden wäre? Ob die Filialmitarbeiterin weiß, was ein WLAN-Router eigentlich ist? Und ob das Paket überhaupt nochmal ankommt? Hach ja.