Update-Funktion ab WordPress 3.0.

Einer der sichtbarsten Weiterentwicklungen, die in WordPress 3.0 eingeflossen sind, ist die nun deutlich präsentere Update-Funktion, mit der einheitlich auf einer Seite alle Komponenten einer WordPress-Installation – Core-Installation, Plugins und Theme – aktualisiert werden können. Und damit die neue Update-Funktion auch gut ins Auge sticht, ist sie gleich im Dashboard-Menü integriert:

Die Ziffer hinter „Aktualisierungen“ gibt hierbei an, wie viele Updates insgesamt zur Verfügung stehen. Klickt man auf „Aktualisierungen, geht es auf die Update-Seite, die von oben nach unten die Core-Installation behandelt (inklusive der Möglichkeit, eine vorhandene WordPress-Installation neu zu installieren), Plugins und Themes (klicken für Großansicht):

Hübscher geht es kaum noch, wobei ich den Textblock zum Updaten der WordPress-Core-Installation zu überfrachtet und zu unübersichtlich halte. Das hätte man ähnlich wie weiter unten bei „Plugins“ realisieren können. Aber immerhin.

WordPress 3.0 ist da!

Endlich, endlich, endlich, die finale Version von WordPress 3.0 mit dem Arbeitsnamen „Thelonious“ ist soeben veröffentlicht worden. Damit hat sich dieses Release – fast wie üblich – um einige Monate verspätet, aber da die letzte Version keine wirklich großen Sicherheitsprobleme hatte, war es zu verschmerzen.

Über die größten Änderungen, die WordPress 3.0 mitbringt, habe ich schon vor einer Weile, nämlich schon im März (!) gebloggt, daran hat sich im Prinzip nicht viel geändert. Was auffällt, sind vor allem Details im Dashboard, aber das muss ich alles erst noch entdecken. Zumindest ist jetzt aber die bisher getrennte Pflege von WordPress und WordPress MU („Multiuser“) endgültig Geschichte geworden – es gibt nur noch WordPress.

Wichtig für die Upgrader ist, dass das Upgrade wieder mal einfach funktioniert – völlig problemlos. Es sei aber wie immer stärkstens empfohlen, vor dem Upgrade eine Sicherung der WordPress-Datenbank und des WordPress-Verzeichnisses zu machen. Da man das eh nie macht, ist das immer eine gute Gelegenheit, wenigstens eine Art „Jahressicherung“ zu machen.

Die deutsche Übersetzung ist wie immer auch schon fertig. Man kann bedenkenlos schon die eingedeutschte Version der Folks von WordPress Deutschland nehmen, das dann beispielsweise in der WordPress-Anmeldung auch einen sichtbaren Hinweis auf die deutsche Version einblendet oder einfach die englische Version und danach die deutsche Sprachdatei installieren. Und der Vollständigkeit halber auch noch ein Verweis auf den Blog-Eintrag zu WordPress 3.0 von WordPress Deutschland – Ehre denen, denen Ehre gebührt.

Blogs aus der Region (27).

Das Mai-Update für die Blog-Liste aus Pforzheim & Enzkreis ist da, here we go. Zwei neue Blogs:

      Ich habe bei dieser Gelegenheit mal die Liste der privaten Weblogs überarbeitet und die Links herausgenommen, unter denen nichts mehr läuft bzw. nur noch Werbeseiten. Das muss ich ja nicht unnötig mit einem Link fördern. Die Zahl der Weblogs ist also im Fluss und derzeit bei 105.

      Eine Ode an das Weblog.

      Auf die immer häufiger gestellte Frage, welcher denn der beste Weg sei, in der Sphäre des Web 2.0 Boden zu beackern, habe ich immer die gleiche Antwort (wenn es erst mal nicht um Personal oder Etat geht): Macht ein Weblog.

      Weblogs sind für mich nach wie vor die Königsklasse des Web 2.0. Gründe? Gern:

      • Weblogs bieten die Möglichkeit des Erzählens von Geschichten. Im Businessumfeld muss das gut geplant und mitunter auch gut inszeniert werden, aber: Mit welchem anderen Medium geht das mit vergleichbarer Flexibilität, Geschwindigkeit und Kosteneffizienz?
      • Ein Weblog erzeugt, wenn es regelmäßig mit Inhalten befüllt wird, erstaunlich schnell eine Wirkung der Authentizität und der Wertigkeit und das – wenn man es richtig vermarktet – bei der Zielgruppe. Authentizität muss nicht wehtun, sondern kann ein Wettbewerbsvorteil und die Geheimwaffe sein.
      • Das Paradigma des Weblogs kommt von Hause aus mit der Idee daher, direkte Ansprachen zwischen Sender und Empfänger zu ermöglichen und auch einen Rückkanal in Form von Kommentaren mitzuliefern.
      • Weblogs sind (mit entsprechendem CMS) hochflexibel, was die Art der Inhalte und die Anbindung zu anderen Web-2.0-Diensten betrifft. In ein Weblog lässt sich YouTube integrieren, flickr, Social Networks und letztendlich jeder Dienst, der seine Inhalte per RSS-Feed exportieren lässt.
      • Inhalte von Weblogs lassen sich in Facebook exportieren und zur Not auch in Twitter – umgekehrt wird da nichts daraus.
      • Ein Weblog ist eine exklusive Angelegenheit, konkurriert also auf seiner Plattformebene nicht mit anderen Inhalte oder Benutzern. Bei einer Facebook-Seite oder einem Twitter-Stream sieht das schon erheblich anders aus, diese Dienste leben davon, dass die Plattform ein Diensteanbieter bereitstellt und man hier nur ein Kanal von vielen ist und mit diesen schon allein aus optischer Sicht unmittelbar konkurriert.
      • Echte Business-Blogs sind auch nach wie vor eher Mangelware und in genügend Branchen kann man mit nur wenig Pressearbeit ein neu gestartetes Weblog mit einem Bohei positionieren, das man vielleicht vor fünfzehn Jahren mit der ersten Unternehmens-Website erzielen konnte.

      Über was wir nicht diskutieren müssen, weil es so ist: Hinter einem professionellen Weblog steckt eine Menge Arbeit und da sehe ich maximal nur ein Drittel davon in der Technik. Zwei Drittel der Arbeit steckt in der redaktionellen Arbeit. Auf jeden, der sich da hin wagt und ein Weblog starten will, wartet eine große Portion Arbeit. Aber: Es lohnt sich. Ich bin so frei und sage, dass das für alle Bereiche gilt, in denen Menschen etwas tun, was andere interessieren könnte.

      Das Gerstelblog.

      Kleine Vorankündigung, womit ich das Versprechen halte, dass die geneigten Leser dieses bescheidenen Weblogs immer die ersten sind, die solche Dinge erfahren: Am Donnerstag, also morgen, startet das Gerstelblog, das Weblog des Pforzheimer Opel-Autohauses Heinrich Gerstel, das ich projektbegleitend betreue. An der Idee eines Corporate-Blogs für das Autohaus brüteten die beiden Geschäftsführer Timo und Andreas Gerstel und ich schon eine ganze Weile, in den letzten Wochen haben wir dann aber Nägel mit Köpfen gemacht und das Projekt ausgegoren, so dass das Autohaus Gerstel mit seinem Weblog mein erster großer Kunde werden wird.

      Herauskommen wird nun ein Weblog über ein Opel-Autohaus, das seit 1911 (!) als Familienbetrieb existiert und derzeit in der dritten und vierten Generation geführt wird. Die beiden Geschäftsführer, die auch in meinem Alter sind und „Benzin im Blut“ haben, sind hochmotiviert, es gibt vieles in so einem Familienbetrieb, über das man schreiben muss und die ausgearbeitete „Dramaturgie“ ist vielversprechend.

      Wir wollen mal sehen, ob wir es schaffen können, das Thema Mittelstand, Familienbetrieb, Tradition und Automobile adäquat in einem Weblog verarbeitet bekommen. Dass ein Weblog das richtige Kommunikationsmedium dafür ist, darüber müssen wir gar nicht diskutieren – es ist einfach so. Mit keinem anderen Medium lassen sich so viele Ideen und Ansätze verarbeiten, die jetzt im Hinterkopf stecken. Und ein Alleinstellungsmerkmal ist es allemal, zumal dieses Autohaus-Weblog das erste wirklich ernstzunehmende Weblog der Autohaus-Branche sein wird. So viel Vorschusslorbeeren seien erlaubt, mehr werden auch gar nicht eingefordert. 🙂

      Bitte also noch bis morgen Mittag warten, um 12 Uhr machen wir den Weblog-Laden virtuell auf. Bisweilen darf schon mal auf Facebook eine Fan-Bekundung für die Unternehmensseite des Autohaus Heinrich Gerstel getan werden.

      Was bringt eine Tag-Wolke?

      Vlad aus Peruns Weblog denkt laut über die Frage nach, wozu eigentlich eine Tag-Wolke gut sein könnte. Ich habe das jetzt absichtlich mit Bindestrich geschrieben, um einigermaßen deutlich zu machen, dass es nicht um eine “Tageswolke” geht, sondern der Begriff “Tag” im Sinne des englischsprachigen Wortes für “Schlagwort” gesehen werden sollte.

      Vlads Vermutung, dass eine Tag-Wolke wahrscheinlich vor allem aus Gründen des schnellen Themenüberblicks positioniert wird, ist einleuchtend und nachvollziehbar. Ich sehe eigentlich auch keine andere Nützlichkeit dafür. Als Werkzeug für SEO, für “Search Engine Optimization” taugt die Tag-Wolke kaum, denn will man Inhalt vernünftig unter Suchmaschinen bringen, nimmt man sich eher dem Werkzeug der Sitemap und einer sitemap.xml an und vergisst ganz schnell den Glauben, dass man die Relevanz von Seiten einer Suchmaschine mitteilen müsste. Das macht sie dann schon selbst.

      Das „Tagging“, also das verschlagworten von Artikeln, ist so eine Sache, auf die man sich einlassen muss, denn in erster Linie ist Tagging nichts anderes wie die Bildung von Kategorien, allerdings auf organischer Basis. „Organisch“ bedeutet, dass Inhalte durchaus auch gefühlsmäßig kategorisiert werden, sich Kategorien dadurch auf Basis von ob- und auch subjektiven Klassifizierungen bilden und so ein Gebilde ständig in Bewegung ist, auch wenn man dies nicht in jedem Einzelschritt sieht. Der Begriff „Zeitgeist“ ist vermutlich einer der wenigen Konstanten von Tag-Wolken. Und ja, ich bin mir der Bedeutung des Begriffes in diesem Zusammenhang durchaus bewusst.

      Worauf ich hinaus will: Sinnvoll ist Tagging dann, wenn man sich bei der Findung von Tags nicht so sehr über das große Bild Gedanken macht, sondern rein auf das Tagging des jeweiligen Artikels konzentriert. Das, was sich dann am Ende bildet, ist meist immer genau das, was man sich nicht vorgestellt hat und genau davon lebt das Tagging und auch eine Tag-Wolke.

      WordPress 3.0 – eine Vorschau.

      WordPress 3.0 steht schon mitten in der Entwicklung. Vorausgesetzt, dass alles so läuft, wie man sich das vorstellt, darf man mit dem Erscheinen im Mai rechnen, was auch nicht mehr ganz so weit ist. Es ist also nicht vermessen, sich schon mal anzuschauen, was alles zu erwarten ist. Weiterhin gilt, dass die Version 3.0 ein „normaler“ Schritt ist. Die WordPress-Entwickler gehen traditionell in Zehntelschritten durch das Versionsuniversum, so dass die Version eine Weiterentwicklung von 2.9 ist und nicht von 2.0. Wer also erwartet, dass WordPress 3.0 vollkommen neu daherkommt, wird sich enttäuscht fühlen und das ist durchaus gewollt.

      Denn WordPress ist weiterhin mit Riesenschritten dabei, sich zu einem echten Redaktionssystem zu entwickeln und dieser eingeschlagene Weg ist ausnahmslos gut. Dementsprechend kommen die meisten Erneuerungen wieder dem CMS-Paradigma zugute:

      • Die Installationsroutine wird erweitert, allerdings, um es gleich zu sagen, nicht komplizierter. Der Standard-Benutzer, der bisher immer „admin“ hieß, kann nun frei gewählt werden und das Passwort dazu ebenso. Es gibt also zukünftig absolut keinen Grund mehr, mit dem „admin“ zu bloggen.
      • Hinter den Kulissen kommt endlich zusammen, was zusammegehört. WordPress und WordPress MU, die Multi-User-Variante von WordPress. Zukünftig wird es schon mit dem normalen WordPress möglich sein, bei Bedarf weitere Website-Instanzen einzurichten. Für die Einzel-Website-Benutzer ein nicht wichtiges Feature, für die eingefleischten Folks, die WordPress MU einsetzten, endlich das Ziel.
      • Das bisherige Standard-Theme „Kubrik“ geht nun in Rente und wird durch das neue Theme „2010“ bzw. „twenty ten“ ersetzt. „2010“ bringt ein moderneres Design, ist rundum neu entwickelt und lässt sich von Nichtprogrammierern auch einfacher modifizieren. Beispielsweise wird sich die Header-Grafik direkt in den WordPress-Einstellungen ändern lassen, ebenso der Hintergrund und gar der grundsätzliche Aufbau. Sidebar gewünscht? Rein damit! Ich bin mir ziemlich sicher, dass allein schon dieses neue Theme WordPress um einiges attraktiver bei Anwendern machen wird, die mit WordPress möglichst einfach und schnell zu einer Website kommen wollen.
      • Für Updates von Themes, Plugins und WordPress selbst gibt es nun in der Navigation links unter „Dashboard“ einen eigenen Menüpunkt. Hier wird es dann erstmals möglich sein, auf einen Blick zu sehen, was alles im System aktualisiert werden kann.
      • Die Unterstützung für Kurz-URL (in WordPress werden sie „Shortlinks“ genannt) wird stark erweitert. Zukünftig sind Kurz-URL nicht mehr nur beim externen Dienst „wp.me“ möglich, sondern auf der eigenen Web-Adresse.
      • Eine WordPress-Website lässt sich nun sehr einfach für Suchmaschinen verstecken (bisher musste man dazu in die Einstellungen und dort unter „Privatsphäre“ die entsprechenden Optionen bearbeiten). Hierzu wird im Dashboard rechts neben dem Titel und dem Button „Zur Seite“ noch ein weiterer Button namens „Privacy On“ erscheinen, der auf einen Schlag die entsprechenden Metatags, die für die Kennzeichnung, ob eine Website von einer Suchmaschine indiziert werden darf oder nicht, sorgen.
      • Die neu hinzukommende „Custom Navigation“ wird in der Sidebar einer WordPress-Website eigene Navigationsmenüs ermöglichen, die mit Links zu internen und auch externen Websites gefüllt werden können. Das ist beispielsweise dann praktisch, wenn mit WordPress eine eigene Microsite einer Präsenz betrieben wird und man hier mit einem einheitlichen Theme eine übergreifende Navigation abbilden möchte, die genauso aussieht, wie auf der Haupt-Website. Die Idee der „Custom Navigation hat perun recht übersichtlich erklärt.

      Wie geht es weiter? Nach dem aktuellen Projektfahrplan beginnt in den nächsten Tagen die Beta-Phase, Mitte April soll dann der erste Release Candidate (RC) die Welt erblicken und, wenn alles gut läuft, dürfen wir dann im Mai WordPress 3.0 begrüßen. Anvisiert ist gleich der 1. Mai. Das wird spannend.

      Blogs aus der Region (25).

      Das März-Update der Liste von Weblogs aus Pforzheim & Enzkreis:

      • Weblog Nummer 100 in meiner Liste ist das Weblog „Buchhaltung live“ und wird von einem guten Bekannten von mir, nämlich von Sascha Rehm bestückt. Ist einsortiert in der Rubrik der Businessblogs.
      • Ein weiteres Businesblog nennt sich „Hammertext“ des Texters und Kommunikationsberaters Thomas Hammer aus Ötisheim.
      • Ein privates Weblog, das sich mit Linux und Open Source beschäftigt, nennt sich „Ubuntuxx“ und wird von Philipp Murmann betrieben.

      Wir sind nun bei 102 Weblogs und davon sind genau 50 private Weblogs.