15 Jahre netplanet.org.

Mit dem heutigen Tage ist die Domain „netplanet.org“, die Haupt-Domain für das Internet-Lexikon und auch für dieses Weblog, genau 15 Jahre alt. Tatsächlich im Jahre 1998 wirklich von Hand beim damaligen Monopolisten Network Solutions registriert und tatsächlich damals doch schlappe 70 US-Dollar per Kreditkarte bezahlt. Online. Das war damals auch der erste Einsatz meiner extra für diesen Zweck angeschafften Kreditkarte und meine damalige Hausbank fand diesen Online-Kauf mit meiner privaten Kreditkarte nicht sehr witzig, weil die Zahlung zu einer späteren Nachfrage und beinahe zu einer Kartensperrung führte. Mit privaten Kreditkarten zahlte man damals nicht im Internet.

Die Registrierungs lief übrigens nicht über ein Webformular o.ä. ab, sondern mit einer E-Mail und einem darin einkopierten Vorlagetext, den man dort auszufüllen hatte. Und zwar penibelst genau, selbstverständlich keinesfalls als HTML-Datei. Und als Ergebnis der Registrierung kam eine E-Mail-Bestätigung zurück (irgendwann morgens um vier Uhr) und einige Tage später ein Brief mit Rechnung.

Und siehe da: Ich habe in meinem Akten sogar noch die damalige Registrierungsbestätigung und Rechnung gefunden (und ein Klick macht alles groß):

Rechnung von Network Solutions für die Domain "netplanet.org" aus dem Jahre 1998.

Bezahlen konnte man dann eben per Kreditkarte oder auch per Scheck. Für letzteres lag sogar noch ein Rückumschlag bei. Und ich habe sogar noch den Briefumschlag aufgehoben, in dem all das einst zugeschickt wurde:

Briefumschlag von Network Solutions

Zweifellos inzwischen historische Stücke Papier, denn im geschäftlichen Umfeld sind rechnungsrelevante Unterlagen nach zehn Jahren nicht mehr archivpflichtig und solch Registrierungsgefledder ist bei den meisten Providern schon längst in den Schredder gewandert.

Berlin, geht doch.

Eigentlich wollte ich dieses Jahr ja nicht auf die Republica nach Berlin. Das vor allem deshalb, weil ich das mit dem rechtzeitigen Ticketing verpasst habe und ich das vollständig teure Ticket nicht bezahlen wollte. Vor ein paar Wochen twitterte mich aber meine Hausbank, die Comdirect Bank an und fragte, ob ich denn nicht auf die Republica wolle, man würde mir gern ein Ticket schenken. Na gut …

Berlin im Mai ist ja so ein Ding bei mir seit letztem Jahr. Ich bin ja jetzt wirklich niemand, der sich von einem wie auch immer gelagerten Aberglauben leiten lässt und „Prüfungen“ muss man manchmal eben angehen, ohne groß darüber nachzudenken. Und ich habe mir natürlich auch einen kleinen Schnupfen zugelegt, aber das sitze ich nun wirklich mit einer Pobacke aus.

Eine Berichterstattung über die Republica erspare ich mir, eigentlich ist mir das alles viel zu voll diesmal und es schreiben auch andere genügend darüber. Die meisten Panels kann man sich auch online anschaue, was muss ich da jetzt auch groß darüber quaken? Wichtig war mir gestern ein Gespräch mit Mitarbeitern der Comdirect Bank an ihrem Stand, zum einen um mich für das Ticket zu bedanken und zum anderem um sie auch für ihre inzwischen recht gut laufende Social-Media-Strategie zu beglückwünschen. Ich bin gern bei dieser Direktbank und natürlich habe ich auch meinen ultimativen Wunsch angebracht, dass sie irgendwann auch mal ein Unternehmensblog starten. Gutes Corporate Citizenship gebietet eine umfassende Unternehmenskommunikation und umgekehrt und die Comdirect Bank kann das sicherlich. Ich bin gespannt.

Premiere: Berlin per Fernbus.

Zwar gibt es im Rahmen der Republica auch dieses Jahr wieder Veranstaltungstickets der Deutschen Bahn, aber die Bahn hat es, zumindest dieses Jahr, bei mir leider vergurkt. Denn obwohl ich ein Ticket ohne Zugbindung haben wollte und auf zwei Züge reservieren wollte, in denen schon Oliver Gassner fuhr und wir das für eine gemeinsame Fahrt nutzen wollten, ging das nicht, wenn ich nicht nochmal 30 Euro zusätzlich drauflegen würde – wohlgemerkt: Plus Reservierung. Pardon: Knapp 140 Euro waren mir dann für diese Dreistigkeit zu viel, wenn es ursprünglich ja 99 Euro kosten sollte. So funktioniert Fairness nicht.

Also wurde es jetzt Zeit, mal mit dem Fernbus nach Berlin zu fahren. Als Kind bin ich ja ganz gern mit dem Fernbus gefahren und letztendlich schaffte es Meinfernbus.de dann einfach mit dem Fahrpreis: Hin und zurück für schlappe 60 Euro. Und zumindest schon mal die Hinfahrt war einfach normal. Gestartet wurde um 8:55 Uhr in Karlsruhe mit 10 Minuten Verspätung und geendet um 17:23 Uhr in Berlin mit schlappen drei Minuten Verspätung.

Ansonsten gibt es nichts zu meckern. Der Doppeldecker war überraschend bequem und die Busfahrt angenehm. Sicherlich ist eine Bahnfahrt kürzer und der Sitzabstand dort mit 92 Zentimetern (im Bus 70 Zentimeter) größer, allerdings stehen in meinem Fall eben 80 Euro Preisunterschied im Raum. Und wer im Fernbus einen Platz am Tisch ergattert, kann sogar komfortabel arbeiten und die Beine ausstrecken (sollte aber zuschauen, wenigstens nicht ganz so penetranten Fußgeruch zu haben …).

Erfahrung des Tages – MyTaxi.

Der heutige Dienstag lief nicht ganz so gut an. Ich hatte nämlich etwas verpennt und der Kopf war etwas dick und mir viel um kurz vor halb neun ein, dass ich ja eigentlich um neun Uhr einen Frühstückstermin mit Anne und Andreas hatte. Da fiel schon mal die Anfahrt per U-Bahn in Richtung Potsdamer Platz aus, denn das war nicht zu schaffen. Ein Taxi war die Notlösung. Also, MyTaxi auf das Smartphone installiert, nach fünf Minuten angemeldet gewesen und ein Taxi bestellt und nach weiteren Minuten war das Taxi auch da. Und natürlich, wie sollte es in Berlin auch anders sein, war es ein türkischer Taxifahrer, der den Auftrag annahm:

MyTaxi Screenshot

Und diese Taxifahrt wurde eine Fahrt mit Bestimmung. Da Mehmet aus meiner Online-Bestellung ja auch schon meinen Namen wusste, begann nach der Fahrtbestätigung ein Gespräch, das schnell mit seiner Frage umschwenkte, warum ich denn nicht Türkisch sprechen würde. Ich könne es nicht so gut, sagte ich. Das sei doch kein Grund, denn vermutlich könne ich nur so schlecht Türkisch wie er Deutsch und das sei ja auch kein Problem. Das ist richtig …

So wurde die Fahrt eine echte Gewissensangelegenheit. Wo die Eltern denn aus der Türkei kämen. Ob wir Geschwister hätten, was arbeitete ich, was mache ich so in Berlin. Ich eierte mich mit meinem Türkisch so durch und musste immer wieder Deutsch einbauen, aber letztendlich machte er es ja nicht anders. Das gibt mir alles ziemlich zu denken. Und das alles „nur“ durch eine online bestellte Taxifahrt! Ich habe Mehmet dann noch schnell die Adresse meines Blogs aufgeschrieben und ein Foto gemacht:

Mehmet, der Taxifahrer aus Berlin

Wann kommt man schon dazu, mit einem Taxifahrer sich so tiefsinnig unterhalten zu können und ein Foto zu machen?

Google Now und Googles Vermutung, warum ich in Berlin bin.

Auf den Screenshot von Google Now muss man gar nicht sonderlich tief eingehen. Google speichert ja seit Jahren all meine Suchanfragen und stellt daraus genügend Beziehungen her und so hat Google es wohl so verstanden, dass ich, wenn ich heute und wohl auch zukünftig nach Berlin komme, vermutlich das dringende Bedürfnis habe, in die Charité zu fahren, weshalb Google Now schon mal die Routenplanung zurechtlegt:

Google Know Karte Routenplanung

Echte Preisfrage: Wie bekomme ich das Google Now wieder ausgeschwatzt? Es nervt nämlich schon etwas.

Die gute, alte Terrorkom.

Dass der Deutschen Telekom das Thema Flatrates schon immer ein Dorn im Auge war, ist nun wahrlich nichts neues. Schon 1998 gab es eine bemerkenswerte Aktion, die am 1. November 1998 in einem „Internetstreik“ mündete und die Forderung hatte, dass die Deutsche Telekom für Internet-Anschlüsse auf Basis von ISDN (DSL steckte damals noch im Beta-Stadium) Flatrate-Angebote starten solle und diese nicht einfach auch nach Zeittakt abrechnet, wie es damals bei normalen Telefongesprächen üblich war. Von Seiten der Deutschen Telekom kamen auch da eine ganze Lawine von Argumenten, warum Flatrates das Telefonnetz schädigen würden und was auch immer und nichts davon war auch nur ansatzweise wahr.

Denn tatsächlich geht es bei der Deutschen Telekom nur um das Geschäft und sonst nichts. Und selbst das läuft nur bescheiden gut, denn die Unternehmensgeschichte der Deutschen Telekom ist voll mit Geschichten von Unternehmenslenkern, die von einem Weltkonzern träumten, ähnlich wie so Konzerne wie z.B. AOL Time Warner, von dem inzwischen nur noch Bruchteile des damaligen Wertes übriggeblieben sind.

Größenwahnsinnige Unternehmer, grotesk aufgeblasene Aktienkurse, machtgierige Politiker, unfähige Unternehmenslenker, defekte Businesspläne. Bezahlt mit gewaltigen Milliardenverlusten, die durch ein ehemals steuerfinanziertes und mehrfach vergoldetes Telefonnetz und einem Heer von kündigungsunwilligen Kunden getragen werden, die sich immer noch von einem durch und durch staatstragend organisierten Dienstleister schikanieren, ausbremsen und ausnehmen lassen. Der Begriff „Terrorkom“, der damals im Rahmen der Aktivitäten rund um den Internetstreik in der Netz-Community entstand, ist da gerade richtig.

Nein, an der Deutschen Telekom lasse ich kaum noch ein gutes Haar. Man hat in dem Unternehmen schon immer verstanden, sich das feinste Netz fremdfinanzieren zu lassen, gleichzeitig aber an entscheidenen Stellen darüber zu jammern, wie schlimm doch die bösen Anbieter im Internet das „gerade noch funktionierende“ Netz der Telekom missbrauchen und nichts dafür bezahlen. Nichts von dem Gejammer der Telekom-Lobbyisten war und ist wahr. Und das wirklich skandalöse daran ist, dass es schon seit mindestens 15 Jahren bekannt und nachvollziehbar ist.

Vor über drei Jahren habe ich einen Kommentar zu einem Artikel zur Netzneutralität im Netzpolitik-Blog geschrieben, wo ich mir mal die Mühen machte, auf die warme Luft eines Telekomsprechers zu antworten, der mit den üblichen Argumenten gegen die Netzneutralität wetterte. Ich wollte den Kommentar schon immer mal hier weiter ausführen und leider ist der Kommentar immer noch Eins zu Eins so aktuell, wie damals und wie auch schon vor 15 Jahren. Ich habe da noch ein paar Dinge ergänzt:

1. „Die Telekom verdient beim Kunden in Sachen Internet kein Geld.“

Dieses Argument stimmt höchstwahrscheinlich nicht, ist aber kaum prüfbar. Fakt ist, dass Datenverkehr im Internet kaum noch etwas kostet. Kostete ein Gigabyte Datenverkehr vor einigen Jahren noch messbare Beträge, so ist der Preis für ein Gigabyte inzwischen auf unter 2 Cent gefallen. Datenverkehr kostet im Internet quasi nichts mehr, weil es einfach viel davon gibt und die zentralen Netze und deren Hardware leistungsfähig genug ist, das alles wirtschaftlich handzuhaben. Dazu kommt ein inzwischen genügend existierender Wettbewerb, der hohe Großhandelspreise von Hause aus verhindert.

Fakt ist, dass Internet-Anbindungen schon immer ein Mischgeschäft für einen Provider sind. Alle bekommen weitgehend einheitliche Preise, der eine surft mehr, der andere weniger. Mein Nachbar bekommt kaum mehr als 2 Gigabyte im Monat über seinen DSL-Anschluss zustande, während ich 100 Gigabyte locker erreiche und alle zahlen wir den gleichen Preis. Die 100 Gigabyte kosten die Telekom letztendlich aber auch kaum mehr als zwei Euro.

2. „Die Telekom verdient bei den Anbietern kein Geld.“

Und das ist sogar richtig, zumindest bei sehr vielen Angeboten von Dienstleistern, die keine direkte Anbindung zur Deutschen Telekom haben. Allerdings ist die Sichtweise genau der Kernpunkt bei der Frage der Netzneutralität. Wer ist eigentlich der „Verschmutzer“ im Internet? Der Anbieter oder tatsächlich doch eher der Konsument, der das Angebot des Anbieters in Anspruch nimmt? Wohl doch eher letzteres! YouTube erzeugt ja nicht von allein gewaltigen Datenverkehr, sondern es sind die Konsumenten, die YouTube-Videos anschauen und sich zum eigenen Rechner schicken lassen. Also müssen die dafür zahlen und, huch, das tun sie ja auch schon, nämlich mit ihrem Internet-Anschluss.

Die Telekom (und andere Anbieter) hätten aber eben durch die Aufweichung der Netzneutralität es aber auch gern, dass sie auch noch eine Rechnung an Google dafür schicken könnten. Und genau das ist falsch und gar nicht berechtigt.

Rein technisch gesehen ist Internet für Carrier (das ist die Deutsche Telekom vor allem) ein Einkaufsgeschäft, d.h. man nimmt vorne beim Kunden das Geld ein und schaut zu, sich das Internet von anderen Carriern möglichst günstig einzukaufen bzw. mit denen günstig zu peeren. Das macht die Telekom in der Enterprise-Klasse, die Deutsche Telekom gehört weltweit zu den Global Playern.

Aber, zugegeben … damit ist eben nur auf einer Seite Geld zu verdienen und das macht genügend Leute, die möglichst einfache Geschäftsmodelle für ihre Netze suchen, richtiggehend krank.

3. „Google zum Beispiel missbraucht aber so Anbieter die die Telekom und überschwemmt sie mit Traffic.“

Richtig: Google sorgt für viel Datenverkehr, den Kunden mit der Nutzung seiner Dienste auslösen. Und dieser Datenverkehr kommt bei Telekomkunden tatsächlich auch in das Netz der Deutschen Telekom und ist fremd. Falsch: Google missbraucht die Deutsche Telekom.

Auf Google schimpfen, ist herzlich einfach, dabei ist Google jemand, der schon lange erkannt hat, dass man als Inhaltslieferant den qualitativen Traffic zu den Kunden bringen muss. Darum betreibt Google weltweit einer der größten eigenen Business-Netzwerke und peert mit vielen Carriern quasi direkt vor Ort. Auch mit der Deutschen Telekom. Google legt also quasi den Datenverkehr, den seine Nutzer auslösen, der Deutschen Telekom direkt vor die Türe. Und an diesem „Private Peering“ verdient vor allem der Netzinhaber, der das vor die Türe gestellt bekommt, also auch die Deutsche Telekom.

Die Deutsche Telekom hat dieses Private Peering schon immer als Maxime angesehen und hält sich, zumindest im deutschen Raum, von zentralen Peering Points, an denen Provider ihren Datenverkehr untereinander weitgehend neutral austauschen, zurück. Bei ihr gilt das Motto: Wenn ihr in unser Netz wollt, müsst ihr eine eigene, dedizierte Leitung zu uns bauen und die müsst ihr natürlich auch schön bei uns anmieten.

4. „Die vielen Filme verstopfen das Netz der Deutschen Telekom und machen es unbrauchbar für die restlichen Kunden.“

Dass viele Entertainment-Angebote viel Datenverkehr auslösen, ist richtig. Dass solche Angebote kommen, war absehbar und das hat die Deutsche Telekom auch schon in ihrem allerersten Prospekt zur Einführung der T-Aktie ja auch so vorhergesehen. Das Problem dabei: Eigentlich wollte die Telekom das große Geld damit verdienen, hat dabei aber lange Jahre übersehen, dass sie für diese Art von Geschäftsmodell keine vernünftigen Angebote präsentieren konnte und dass die Hersteller von Medien das alles eben auch selbst oder mit anderen Dienstleistern machen konnten, die das Geschäft eher zustande brachten.

Sprich: Es gibt eben jetzt auch Telekom-Kunden, die sich Filme nicht mit den Entertain-Angeboten der Deutschen Telekom anschauen, sondern zum Beispiel über Maxdome oder Lovefilm. Und das nervt die Telekom ganz gewaltig und darum macht sie in ihrer offensichtlichen Verzweiflung einen großen Fehler: Sie will nämlich eigentlich Flatrates abschaffen, aber eben nicht für ihre eigenen Entertain-Angebote. Und das ist ein klarer Fall von Verletzung der Netzneutralität und gleichzeitig die Bestätigung, dass es bei der Abschaffung der Flatrate keineswegs darum geht, die ach so geschundenen Netze zu schützen, sondern vor allem die eigenen Angebote für zusätzliche Dienste.

5. „Die anderen Anbieter sind nicht besser, sie missbrauchen ja auch die Telekom auf der Letzten Meile.“

Ein früher häufig angewendetes Argument, dass in der Zwischenzeit von der Telekom jedoch nicht mehr so sonderlich gern verwendet wird, weil an dem Thema aufgrund des Wettbewerbzwanges nicht mehr zu rütteln ist. Und darüber hinaus auch gut und vor allem konkurrenzlos verdient wird.

Denn tatsächlich ist die Letzte Meile ein richtig gutes Geschäft für die Telekom. Und das selbst dann, wenn man die letzte Meile an die Konkurrenz vermieten muss. Denn die zahlt dafür einen monatlichen Fixbetrag und dafür muss die Deutsche Telekom dann machen: Fast nix. Was über die Leitung passiert, ist im Verantwortungsbereich des Wettbewerbers und wenn die Leitung mal kaputt ist, muss der Wettbewerber die Servicedienstleistung in der Regel bei der Deutschen Telekom einkaufen. Der Service ist vergleichsweise langsam und das überaus praktische dabei ist, dass der Kunde dann in der Regel auf seinen Anbieter schimpft, obwohl mitunter das Problem im Netz der Deutschen Telekom liegt.

6. „Ja, aber den Netzausbau muss die Deutsche Telekom stemmen, die Wettbewerber nutzen sie da nur aus.“

Das hört sich zwar plausibel an, denn tatsächlich muss nach der Privatisierung der Deutschen Telekom das Telefonnetz vor allem privatwirtschaftlich unterhalten und ausgebaut werden und nicht mehr aus Steuergeldern. Zumindest theoretisch. Die Praxis ist eine ganz andere.

Denn praktisch gesehen lässt sich die Deutsche Telekom den Ausbau ihres Telefonnetzes auf dem Land immer wieder doch ganz gern von Menschen bezahlen, die sich zu Interessensgemeinschaften organisieren lassen und gemeinsam einen Netzausbau dadurch finanzieren, dass sie längerfristige Verträge mit der Deutschen Telekom eingehen. Fast okay, aber wenn diese Bildung von Interessensgemeinschaften dann auch noch mit politischen Aktivitäten einhergehen, Aufrufen von Bürgermeistern und Absprachen über Leerrohre und Flächen für Verteiler, die Kommunen kostenlos oder vergünstigt zur Verfügung stellen sollen, dann sind das plötzlich keine Gefälligkeiten mehr, sondern Subventionen. Geredet wird darüber mitunter dann nicht mehr sonderlich viel, denn letztendlich müssen auch Kommunalpolitiker die nächste Wahl wieder gewinnen und das Mitwirken an vernünftigen Internet-Anschlüssen ist immer ein Gewinnerthema. Nur eben unterm Strich nicht immer für den Steuerzahler.

Und das führt dann zu so absurden Entwicklungen, dass bei Internet-Projekten auf dem weiten Land regelmäßig die Telekom Wettbewerber ausbremst. Die letzte Meile und die Zuführungswege gehören sowieso der Telekom und in Sachen Ausbau bringt die Telekom in der Regel immer mehr Erfahrung mit, als jeder große oder kleine Wettbewerber. Der Rest ist dann letztendlich nur Verhandlungsgeschick und im Notfall gut gesteuertes Hinhalten, denn, wie gesagt, spätestens die nächste Kommunalwahl entscheidet, ob das Thema Internet im Dorf ein Gewinner- oder ein Verliererthema für Amtsträger ist.

Star Wars per DNS.

Das Intro des allerersten Star-Wars-Film – in der inzwischen mehr als verkorksten Folgenflut des ausgelutschten Franchise die Folge 4 – hat Kultstatus. In einem leinwandbreiten Rolltext wird die Geschichte eingeleitet, umrahmt vom Star-Wars-Sound in ohrenbetäubender Lautstärke. Die Einblendung dieses oder ähnlich gelagerter Texte hat schon popart-artige Züge angenommen und man kann sich auch heute noch sehr viele Freunde machen, wenn man diesen Text an unerwarteten Orten platziert. Zum Beispiel im DNS.

Wer in einer Shell oder einer DOS-Box (unter Windows die „Eingabeaufforderung“ bzw. cmd.exe) auf eine bestimmte IP-Adresse im Internet traceroutet, erhält einen erstaunlichen Auszug:

C:\Users\besim>tracert -h 60 216.81.59.173

Routenverfolgung zu FIN [216.81.59.173] über maximal 30 Abschnitte:

1 3 ms 3 ms 3 ms besimbox [192.168.221.1]
2 32 ms 26 ms 24 ms 217.0.118.47
3 13 ms 17 ms 11 ms 87.186.241.38
4 17 ms 13 ms 13 ms f-ed5-i.F.DE.NET.DTAG.DE [217.5.95.2]
5 13 ms 14 ms 12 ms 62.157.249.50
6 120 ms 153 ms 132 ms xe-0-0-0.atl11.ip4.tinet.net [89.149.183.141]
7 122 ms 121 ms 120 ms epik-networks-gw.ip4.tinet.net [77.67.69.158]
8 120 ms 121 ms 120 ms po0-3.dsr2.atl.epikip.net [216.81.59.2]
9 * * * Zeitüberschreitung der Anforderung.
10 156 ms 160 ms 158 ms Episode.IV [206.214.251.1]
11 162 ms 162 ms 156 ms A.NEW.HOPE [206.214.251.6]
12 159 ms 159 ms 159 ms It.is.a.period.of.civil.war [206.214.251.9]
13 156 ms 158 ms 157 ms Rebel.spaceships [206.214.251.14]
14 156 ms 157 ms 157 ms striking.from.a.hidden.base [206.214.251.17]
15 164 ms 159 ms 159 ms have.won.their.first.victory [206.214.251.22]
16 159 ms 159 ms 159 ms against.the.evil.Galactic.Empire [206.214.251.25]
17 163 ms 161 ms 158 ms During.the.battle [206.214.251.30]
18 163 ms 159 ms 161 ms Rebel.spies.managed [206.214.251.33]
19 158 ms 156 ms 154 ms to.steal.secret.plans [206.214.251.38]
20 167 ms 160 ms 157 ms to.the.Empires.ultimate.weapon [206.214.251.41]
21 164 ms 158 ms 163 ms the.DEATH.STAR [206.214.251.46]
22 158 ms 159 ms 172 ms an.armored.space.station [206.214.251.49]
23 158 ms 165 ms 172 ms with.enough.power.to [206.214.251.54]
24 162 ms 159 ms 160 ms destroy.an.entire.planet [206.214.251.57]
25 161 ms 158 ms 162 ms Pursued.by.the.Empires [206.214.251.62]
26 158 ms 159 ms 160 ms sinister.agents [206.214.251.65]
27 159 ms 157 ms 156 ms Princess.Leia.races.home [206.214.251.70]
28 161 ms 157 ms 159 ms aboard.her.starship [206.214.251.73]
29 158 ms 162 ms 156 ms custodian.of.the.stolen.plans [206.214.251.78]
30 160 ms 156 ms 160 ms that.can.save.her [206.214.251.81]
31 161 ms 160 ms 159 ms people.and.restore [206.214.251.86]
32 154 ms 165 ms 156 ms freedom.to.the.galaxy [206.214.251.89]
33 157 ms 157 ms 155 ms 0-------------------0 [206.214.251.94]
34 162 ms 159 ms 161 ms 0------------------0 [206.214.251.97]
35 156 ms 158 ms 158 ms 0-----------------0 [206.214.251.102]
36 160 ms 157 ms 162 ms 0----------------0 [206.214.251.105]
37 164 ms 161 ms 158 ms 0---------------0 [206.214.251.110]
38 184 ms 176 ms 175 ms 0--------------0 [206.214.251.113]
39 183 ms 192 ms 179 ms 0-------------0 [206.214.251.118]
40 174 ms 171 ms 177 ms 0------------0 [206.214.251.121]
41 181 ms 178 ms 187 ms 0-----------0 [206.214.251.126]
42 175 ms 180 ms 182 ms 0----------0 [206.214.251.129]
43 178 ms 191 ms 177 ms 0---------0 [206.214.251.134]
44 174 ms 179 ms 185 ms 0--------0 [206.214.251.137]
45 189 ms 179 ms 179 ms 0-------0 [206.214.251.142]
46 180 ms 169 ms 182 ms 0------0 [206.214.251.145]
47 176 ms 181 ms 188 ms 0-----0 [206.214.251.150]
48 158 ms 160 ms 167 ms 0----0 [206.214.251.153]
49 160 ms 162 ms 163 ms 0---0 [206.214.251.158]
50 162 ms 160 ms 159 ms 0--0 [206.214.251.161]
51 162 ms 161 ms 164 ms 0-0 [206.214.251.166]
52 163 ms 162 ms 156 ms 00 [206.214.251.169]
53 159 ms 160 ms 158 ms I [206.214.251.174]
54 161 ms 161 ms 164 ms By.Ryan.Werber [206.214.251.177]
55 163 ms 160 ms 162 ms When.CCIEs.Get.Bored [206.214.251.182]
56 160 ms 164 ms 163 ms read.more.at.beaglenetworks.net [206.214.251.185]
57 158 ms 162 ms 165 ms FIN [216.81.59.173]

Ablaufverfolgung beendet.

Da hat sich doch tatsächlich jemand die Mühen gemacht, die IP-Adresse 216.81.59.173 über eine ganze Reihe von Rechnern bzw. Netzwerkschnittstellen zu routen und jede IP-Adresse hat einen Schnipsel der Geschichte als Hostnamen bekommen. Wer dann einen vollständigen Traceroute auf die obige IP-Adresse durchführt, bekommt sie zeilenweise bzw. hop-weise angezeigt. Niedlich. 🙂

Wer sich mit dem Thema Domain Name System näher beschäftigt, könnte hier auf eine sehr naheliegende Frage kommen: Wie hat der Mensch, der dies gemacht, denn das DNS so umgebogen, dass er Hostnamen verwenden konnte, die es so im DNS gar nicht geben kann? Denn trotz der Bemühungen für neue Top-Level-Domains gibt es aktuell keine Top-Level-Domain beispielsweise namens „.starship“ und ist auch aktuell nicht geplant. So ein nslookup-Ergebnis ist daher zumindest einmal paradox:

C:\Users\besim>nslookup 206.214.251.73
Server: besimbox
Address: 192.168.221.1

Name: aboard.her.starship
Address: 206.214.251.73

Die Lösung ist relativ einfach: Im Falle von Traceroute wird rückwärtsaufgelöst (Reverse-DNS). Normalerweise wird im DNS ja „vorwärtsaufgelöst“: Man hat einen Hostnamen, möchte mit dem Zielrechner Kontakt aufnehmen und im DNS wird dazu dann die IP-Adresse des Zielrechners ermittelt. Die Rückwärtsauflösung läuft genau andersherum: Wir haben die IP-Adresse und wollen herausbekommen, welcher Hostnamen dahintersteckt.

Die Abfragestruktur ist dabei ähnlich, nur dass die Informationen für die Rückwärtsauflösung nicht bei den Registrierungsstellen für Top-Level-Domains stehen, sondern auf Nameservern der Provider, die damit ihre IP-Adressblöcke benennen können. Was man hier hinterlegt, sollte mit der Vorwärtsauflösung zwar stimmen, tut es aber in vielen Fällen nicht. Wenn zum Beispiel ein Webhoster auf einer IP-Adresse auf einem Server mehrere tausend Webkunden betreut, zeigen sehr viele Hostadressen auf eine IP-Adresse, umgekehrt ist aber im Reverse-DNS regelgerecht nur ein Hostname hinterlegt.

Den Spaß kann man natürlich, wie in diesem Fall, auch einfach mal komplett umdefinieren und Hostnamen für IP-Adressen hinterlegen, die es gar nicht gibt. Ordentliche Provider werden solche Späße aus „Hygienegründen“ nicht zulassen, aber sei’s drum. 🙂

Das Dilemma mit dem korrekten definiten Artikel des Begriffes „Blog“.

Beim Konzeptionieren eines Kundenblogs habe ich vor drei Jahren explizit den definiten Artikel zum Wort „Blog“ im Namen des Weblogs eingesetzt. So hieß das Weblog des Autohaus Gerstel eben nicht „Gerstelblog“, sondern „Das Gerstelblog„. Das hatte vor allem seine Gründe im Branding des Blogs. Ein Corporate Weblog (also ein ein Weblog eines Unternehmens) hatte damals und hat auch heute noch einen Seltenheitswert und da es darüber hinaus wichtig war, das Weblog auch schnell und vor allem markant zu bewerben, gab es eben den definiten Artikel davor.

Im Guideline des Blogs (ja, sowas gibt es tatsächlich) gab es dazu auch einige Hinweise dazu, wann der definite Artikel im Namen einzusetzen war und wann nicht. Kurzum: Es hat eigentlich immer „Das Gerstelblog“ zu heißen, außer wenn der vollständige Einsatz des Namens grammatikalisch zu unsinnigen Konstruktionen führt. Also wenn es z.B. heißen soll: „Die Funktion des Gerstelblog ist funktional“, dann hat der eigentlich im Genus geschriebene Artikel wegzubleiben, weil hier der Artikel im Kasus daherkommt. Brandbuilding hin oder her.

Und dann kam die Diskussion über den richtigen definiten Artikel des Begriffes „Weblog“.

Bei allen Begrifflichkeiten, die aus der englischen Sprache kommen und ins Deutsche importiert werden, stellt sich früher oder später die Frage des „Geschlechts“. Ist es nun „das“, „der“ oder gar „die“ Blog? Mit diesen Diskussionen beschäftige ich mich schon seit einer halben Ewigkeit, denn schon beim allerersten Artikel, den ich 1997 drüben in netplanet verfasst habe und in dem es über die E-Mail ging, kam diese Fragestellung gleich mehrfach auf.

Im Schnelldurchlauf: Bei unklarem Geschlecht arbeitet man sich bedacht anhand der Übersetzung vor. Die „E-Mail“ muss auch im Deutschen „E-Mail“ heißen, weil die Begrifflichkeit auch in der deutschen Sprache so übernommen wurde. Die gängigsten Übersetzungen für „Mail“ sind „Nachricht“ oder „Post“, beides feminim und damit empfiehlt sich der feminine Artikel auch für den Begriff „Mail“ – es ist „die“ Mail.

Bei „Blog“ wird es differenzierter, weil „Blog“ ein Kunstwort aus dem Kunstwort „Weblog“ ist. Noch weiter aufgedröselt besteht das Wort „Weblog“ aus dem Web und dem Log, beides Wörter, die neutral sind. Bei Wortkombinationen gilt die Regel, dass der letzte Wortbestandteil entscheidet, welches Geschlecht das Wort hat. Eigentlich ist es daher beim Begriff „Weblog“ verhältnismäßig extrem einfach, denn das Log (ein frühes Gerät zur Geschwindigkeitsmessung auf Segelschiffen) ist, wie schon gesagt, maskulin, eine deutsche Übersetzung wäre es demnach naheliegenderweise auch.

Und dann kommt bei solchen Diskussionen immer noch die gesellschaftliche Akzeptanz.

Ein Beispiel hierfür: Die URL. „URL“ steht für „Uniform Resource Locator“. Das ist schon in der englischen Sprache ein Wortungetüm mit fast schon künstlerischem Wert, erfunden von einem Wissenschaftler namens Tim Berners-Lee im Rahmen seines Web-Projekts. „Locator“ übersetzt man in dem Zusammenhang am ehesten mit „Beschreiber“. „Beschreiber“ ist ein Verbalsubstantiv des Begriffes „schreiben“ und Verbalsubstantive sind für gewöhnlich maskulin (könnten aber theoretisch mit der Suffix „-in“ auch feminim eingesetzt werden).

Wie auch immer: Die URL ist eigentlich am saubersten „der URL“. Und nur weil es einst keine Klarheit darüber gab, welches Geschlecht man der Abkürzung „URL“ bzw. der Übersetzung der englischen Wortgruppe geben sollte, entwickelte die Sprech der Gesellschaft ihre eigene Interpretation und definierte „die“ URL. Wohl auch deshalb, weil URL fälschlicherweise als „Internet-Adresse“ angesehen werden. Das ist leider sehr falsch, weil URL eigentlich noch viel mehr beinhaltet, als eine einfache Adresse im Sinne von „wo geht’s hin“.

Alles Sonderfälle, die es vor allem auch deshalb andauernd gibt, weil sich moderner Slang immer schneller bildet. Der Begriff „URL“ zum Beispiel ist gerade einmal 20 Jahre alt, im populären Wortschatz maximal 15 Jahre. Das Internet hat uns in kürzester Zeit eine Flut von Wörtern beschert, von denen nur die allerwenigsten den Luxus haben, dass man sich bei ihrem Einsatz in der deutschen Sprache beim Einsatz des passenden Artikels absolut sicher sein kann.

„Das“ Blog auf dem Weg zur Geschlechterumwandlung

„Das“ Blog geht seit einigen Jahren fast denselben Weg, wie einst „der“ URL. Nämlich in die Geschlechterumwandlung. Zwar nicht ganz so schlimm wie eben beim URL, der mal eben so vom Männchen zum Weibchen gemacht wird, sondern „nur“ vom Neutrum ins Maskulinum. Da hat man noch Glück im Unglück, denn z.B. im Genitiv-Singular ist der Artikel für maskuline und neutrale Artikel derselbe („des Autos“, „des Fahrers“).

Auch aus diesem Grund tun sich die „Götter“ schwer. Die Duden-Redaktion verweist bei diesem Thema zwar auf „das“, schreibt aber zusätzlich „auch der“ dazu. Das Neutrum ist also eigentlich korrekt, aber man kann es auch maskulin nehmen. Und so eine schwammige Ansage ausgerechnet vom Duden …

Im Populärwortschatz scheint das Maskulinum zu gewinnen. Schon heute kennt Google mit dem Begriff „der blog“ über 2,5 Millionen Seiten, mit „das blog“ nur 1,9 Millionen. Beim Suchtrend, visualisierbar bei Google Trends, scheint die neutrale Variante noch zu führen, allerdings kommt da die Kurve von oben runter. Das schaut nicht sehr gut aus.

Wie geht es weiter?

Im Falle von netplanet und bestehenden Einsätzen gilt bei mir folgendes:

  • Der Duden ist bei mir das sprachliche Maß der Dinge.
  • Schreibt der Duden „das, seltener auch der“ zu einem Wort, dann ist „das“ das Maß der Dinge.
  • Schreibt der Duden irgendwann mal stattdessen „der, seltener auch das“ (also umgekehrt), dann werden neue Worteinsätze mit der neuen Schreibweise geführt, bestehende Formulierungen bleiben.

Ausnahmen bestätigen bei solchen Sachen allerdings immer die Regel. Möchte der Kunde „der Blog“, wird es eben „der Blog“. Und genau hier ist eigentlich immer noch das Dilemma zu Hause.

Heuschrecken-Methoden zum CD-Kauf.

Für den Aufbau von Musiksammlungen mit vornehmlich alten Alben empfiehlt sich der Marketplace eines großen Online-Händlers mit dem beginnenden Buchstaben „A“, also der Gebrauchtwarenmarkt des Anbieters. Auf den kommt man, wenn man bei Angeboten rechts in der kleinen Box „Alle Angebote“ auf die alternativen Angebote schaut. Hier gibt es für hinreichend gut gelaufenen Alben teilweise Angebote von läppischen 1 Cent, auf die dann nur noch 3 Euro Bearbeitungspauschale aufzuaddieren sind und schon hat man ein gebrauchtes, vielleicht lange gesuchtes Album, meist immer noch deutlich günstiger, als wenn man sich das Album als Download bei irgendeinem Online-Musikhändler kauft.

Robotik als Geschäftskiller.

Früher einmal war der Marketplace auch eine Supersache, wenn es darum ging, die eigene CD-Sammlung zu versilbern. Im Marketplace – jetzt heißt es „Sellers Central“ – einfach den Barcode der CD eingeben, den Zustand der CD, Hülle und Booklet beschreiben, einen Preis festlegen und einstellen. Ein deutlich günstigerer Preis als der Originalpreis und ein möglichst günstigerer Preis als alle anderen Verkaufswettbewerber für das jeweilige Album und schon konnte man nach kurzer Zeit sein CD-Album loswerden.

Dass man als Privatmensch auf diese Weise seine CD-Sammlung vernünftig loswerden konnte, ist inzwischen Geschichte. Denn wer sich die Mühen macht, ein paar Medien in Sellers Central einzustellen und vielleicht darauf zielt, das Angebot dadurch attraktiv zu machen, in dem man einfach den günstigsten Verkaufspreis von allen wählt, wundert sich oft schon nach wenigen Minuten darüber, dass man unterboten wird. Und zwar zu jeder Tageszeit und auch immer gleich bei einer ganzen Reihe von Angeboten, wenn nicht sogar bei allen.

Den Verkaufskampf, den man da führt, ist ein sehr ungleicher und praktisch nicht zu gewinnen, denn hier spielt man als Mensch gegen einen Computer. Die großen Verkäufer im Marketplace, die es schon längst gibt, beherrschen den Gebrauchtwarenmarkt in den drei wichtigsten Segmenten Musik, Video/DVD/Bluray und Büchern durchweg und diktieren hier die Preise. Und zwar ständig. Stellt also jemand z.B. eine gebrauchte CD ein, für das ein Anbieter bereits das günstigste Angebot hat, wird das von seinem System registriert und flux darauf wird das Angebot so angepasst, dass es 1 Cent billiger ist. Und wer sich dann die Mühen macht, sein eigenes Angebot wieder zum billigsten Angebot zu machen, erlebt das Phänomen nach wenigen Minuten schon wieder und wieder und wieder.

Das funktioniert bei einigen Produkten bis zu einer gewissen Verkaufsschwelle, die wohl bei den großen Verkäufern als Verkaufsuntergrenze hinterlegt ist. Bei Musik-CDs geht es aber in der Regel runter bis zum buchstäblich letzten Cent, so dass der gelegentlich direkte Verkauf im Marketplace für Massenware noch nicht mal mehr rentabel ist. Es funktioniert einfach nicht mehr, weil man es kaum noch schafft, sein eigenes Verkaufsangebot als das günstigste Angebot positionieren zu können.

Lernen von den großen Gaunern.

Zugegeben, eine offensive Absatzüberschrift, aber moderner Finanzhandel ist mitunter ein Gaunergeschäft. Und von Gaunern lässt sich vortrefflich lernen, wo es sträflich große Löcher in Denkmodellen gibt.

Vorweg: Die folgende Vorgehensweise ist laut den Marketplace-Bestimmungen beim implizierten Anbieter und bei allen anderen Verkaufsplattformen, die ich kenne, nicht erlaubt und versteht sich als theoretisches Denkmodell. Ich habe gewarnt …

Hat man es auf einer Verkaufsplattform als menschlicher Verkäufer mit einem Wettbewerber zu tun, der ein Roboter ist, hat man keine Chance. Wohl aber als Käufer, der sich als Verkäufer tarnt und die Preise manipuliert. Das Geheimnis dazu nennt sich Leerverkauf. Also so wie bei den großen Finanzjongleuren. Im Prinzip geht es darum, für ein bestimmtes Produkt ein fingiertes Angebot einzustellen, das zum Zeitpunkt des Angebotsstarts nicht existent ist.

Also, Beispiel:

  • Eine CD kostet neu 30 Euro, es existiert ein Angebot einer gebrauchten CD im Marketplace für 25 Euro. Du hättest diese CD gern, der Neupreis und auch der Preis für die gebrauchte CD ist dir aber zu teuer.
  • Also stellst du in Sellers Central ein fingiertes Angebot für genau diese CD ein, mit dem Verkaufspreis 20 Euro.
  • Ist dein Wettbewerber ein Roboter, wird er sich höchstwahrscheinlich auf dein Angebot stürzen und es unterbieten. Das Spiel kannst du nun entweder eine Weile weiterbetreiben oder …
  • … zuschlagen und das Angebot des Wettbewerbers, dessen Preis du heruntermanipuliert hast, dann letztendlich kaufen und dein eigenes, fingiertes Angebot daraufhin wieder löschen.

Das Modell hat natürlich ein paar Haken, aber auch hier liefern Finanzjongleure die passenden Strategien:

  • Natürlich schaut man zu, dass man für die Identität des fingierten Verkäufers eine andere verwendet, als für die Identität des Käufers. Gängige Verkaufsplattformen sind so „intelligent“, zu bemerken, dass ein Benutzer da möglicherweise versucht, eine gleiche Ware gleichzeitig verkaufen und kaufen zu wollen.
  • Man arbeitet immer mit dem Risiko, dass jemand dazwischenfunkt und ein Dritter das Angebot des Wettbewerbers oder – und das ist dann wirklich dumm – das eigene (ja nicht vorhandene) Angebot kauft. Das passiert auch Finanzjongleuren, die sich verrechnen und zum Beispiel Optionsscheine im Leerverkauf handeln und sie bis zum Fälligkeitsdatum des Optionsscheines halten, weil vielleicht noch kurzfristig Profit hereingeholt werden könnte. Ist die Deadline um, zahlt der Finanzjongleur die Zeche und muss für die Ware sorgen und hat noch nicht mal etwas davon, weil er sie gleich wieder durchreichen muss.

Und sicherheitshalber nochmal: Das ist alles bei den gängigen Verkaufsplattformen nicht erlaubt, es darf nichts verkauft werden, was der Verkäufer zum Zeitpunkt des Anbietens nicht besitzt. Und da zudem die Provision des Plattformanbieters am Verkaufspreis gekoppelt ist, schadet man bei Preismanipulationen auch den Betreiber der Handelsplattform. Das ist zwar – auch hier gibt es die Analogie zum gewieften Finanzjongleur – nur dann wirklich beweisbar, wenn es sich um einen besonders deppischen Jongleur handelt, aber es ist nun einmal nicht erlaubt.

Rückblick auf das CarCamp Mannheim.

Am Freitag, 12. Oktober 2012 fand in Mannheim das erste CarCamp statt, ein Barcamp für die Automobilwirtschaft, organisiert vom Deutschen Kraftfahrzeuggewerbe und hauptgesponsert von einem Unternehmen namens Fuchs Schmierstoffe, dessen Hauptsitz in Mannheim ist. Da ich kundenbedingt mit der Automobilwirtschaft zu tun habe und zwar direkt an der Basis mit einem Autohaus und dessen Blog, war es nur eine kurze Überlegung, ob ich daran teilnehme oder nicht. Muss.

Und auch wenn ich in Sachen Barcamps sicher nicht unzufrieden bin, wenn es die x-te Auflage ist und eine gewisse Routine daherkommt – das CarCamp war es wert und hat einen spüren lassen, wie es in der Anfangszeit der BarCamp-Szene gewesen sein muss. Professionelle Organisation durch Claudia Weiler vom Kraftfahrzeuggewerbe, ein engagierter Hauptsponsor, der sehr schöne Konferenzräume zur Verfügung stellte, ein Ansprechpartner des Sponsors, der freimütig zugab, dass er eigentlich gar nicht so richtig weiß, was ein Barcamp ist, aber sehr gespannt darauf ist und etwas über 40 Teilnehmer, die zu einem großen Teil „barcamp-unverdächtig“ sind und durchweg nur sehr wenig Zeit dazu hatten, sich über eine „Unkonferenz“ zu wundern. Demzufolge war auch das Sessionpanel am Ende zu 80 % gefüllt, was für ein erstmalig organisiertes Themen-Barcamp gar nicht so schlecht ist.

„Facebook – Freunde werden, Freunde bleiben“ von Thorsten Bastian

Dieses Panel von Thorsten Bastian beschäftigte sich vor allem damit, wie man die Fans einer Facebook-Seite am Ball hält und dafür sorgt, dass mit regelmäßigen Nachrichten und Inhalten der gewünschte Dialog zwischen Unternehmen und Fan entsteht. Das meiste im Vortrag war jetzt zwar nicht völlig neu für mich, allerdings schätze ich bei diesem Thema sehr den Erfahrungsaustausch und die Sicht Anderer. Da Thorstens Agentur Basta Media auch sehr große Facebook-Seiten anderer Unternehmen betreut, ist seine Sicht sicherlich nicht die falscheste.

„Online Marketing“ von Marcus Kaluschke

Marcus‘ Session war echte Standup-Comedy und das sind die Sessions, die ich auf Barcamps so sehr mag. Es wird zu Beginn am Pinboard zu Sessions aufgerufen und es melden sich dann Teilnehmer, die womöglich gar nicht vorhatten, eine Session abzuhalten, starten ihre Session dann einfach mal und so entstehen Sessions, die unglaublich hochkonzentriert sind, weil man von Anfang an den Kopf anstrengen und sich nicht an eine Powerpoint-Foliensammlung festhalten kann.

So eben auch oder gerade hier: Marcus hat als Head des Online-Marketings der webauto.de GmbH einen flotten, gewaltigen und kompetenten Überflug über das Thema SEO und SEM auf’s Panel gelegt, von dem man sich dann die Informationen herauspicken konnte, die man eben hat. Für Anfänger sind solche Veranstaltungen nicht ganz einfach (ich spreche aus Erfahrung), aber es gibt nun mal auf Barcamps verschiedene Ansprüche an entsprechendem Vorwissen. Kann man nicht ändern. Will man allerdings auch nicht wirklich, sonst ist es keine Unkonferenz mehr.

Mittagessen

Auch hier ein Volltreffer, nämlich Fingerfood, powered by Fuchs Schmierstoffe (und nicht schmierig!). 😉

„Location Based Services“ von mir

Auch diese Session von mir war als Standup-Comedy gedacht und ich habe mir dazu sogar noch schön artig einige Notizen in der letzten Session und in der Mittagspause gemacht. Diesen Flugplan für den gar nicht so unschönen Überflug über die Welt der Location Based Services hätte ich mir allerdings auch sparen können, weil wir diese Session genau zu zweit abgehalten haben. Dafür war aber auch diese Session wieder so eine Session, wie ich sie liebe, denn mit Thorsten Podlech entwickelte sich diese Session zu einer ziemlich interessanten „Frage-und-Antwort-Stunde“ zu vielen Social-Media-Themen und besonders spannend fand ich dabei, wie Thorsten als Geschäftsführer eines Autohauses seine Mitarbeiter dazu bewegen will, am gemeinsamen Facebook-Auftritt des Unternehmens mitzuarbeiten und diese Ideen führten Thorsten dazu, einfach auch eine Session abzuhalten …

„Einladung der Mitarbeiter in die Social-Media-Aktivitäten des Unternehmens“ von Thorsten Podlech

Diese Session wurde dann explorativ – eine echte Forschungs-Session. Die Einführung zur Thematik war schon sehr spannend, denn Thorsten macht in seinem Unternehmen das, wovon viele Berater mit Tränen in den Augen nur träumen können – das Unternehmen fit machen für Social Media und letztendlich für echte Online-Kommunikation. Er motiviert seine Mitarbeiter aktiv, über das Unternehmen in Facebook zu schreiben und stellte die Frage in den Raum, wie man diese Motivation weiter steigern könne.

Das führte dann zum erarbeiteten Ergebnis, dass dies am ehesten und nachhaltigsten gelingen könnte, wenn die Wertschätzung des Unternehmens direkt und sofort erfolgt, also z.B. durch das Teilen einer unternehmensspezifischen Nachricht eines Mitarbeiters direkt auf der Facebook-Seite des Unternehmens. Oder durch die Ausgabe von Smartphones zur dienstlichen Facebook-Nutzung. Oder einfach auch die direkte Mitarbeit an der Facebook-Seite und entsprechend zeitlichem Freiraum vom normalen Tagesgeschäft.

„Königsklasse Bloggen“ von mir

Das war eigentlich meine vorbereitete Session, zu der die darunterliegende Powerpoint-Präsentation in dem Kundenblog zu finden ist, das auch Hauptdarsteller der Präsentation war. Zum Thema Corporate Blogging muss ich nicht viel sagen, dazu gibt es in diesem Blog genügend Argumentationshilfen. Die von mir dargestellten Hauptargumente sind die, dass ein Corporate Blog auch einem kleinen Unternehmen eine nicht zu unterschätzende Bedeutung im Web geben kann und es im Spannungsfeld zwischen großen Herstellern und Vertretern einen Raum gibt. Autohäuser stecken in diesem Dilemma am stärksten und noch viel zu stark ist das Autohausmarketing zu sehr auf Print- und Lokalmedien fixiert. Eine Online-Strategie lässt sich daher vortrefflich und vor allem kostengünstig mit einem Corporate Blog starten.

Interessant fand ich, dass ich in meiner Session quasi nahtlos in die obigen Sessions von Marcus und Thorsten verweisen konnte. Das ist dann echtes Barcamping, wenn sich Meinungen und Inhalte irgendwo kreuzen und noch greifbarer werden.

Fazit: Phantastisch!

Auf die abschließende Frage von Claudia Weiler, ob das CarCamp gelungen war, gab es durchweg nur eine Antwort: Ja. Die Mischung hat es in allen Bereichen ausgemacht: Traditionelle Sponsoren und Organisatoren probieren sich erfolgreich mit einer Unkonferenz, viele Teilnehmer hatten noch nie ein Barcamp besucht und landeten (meiner Meinung nach) weich in der Materie, von der man nur profitieren kann und der Inhalt dieses sehr speziell im Autohausmarketing positionierten Barcamps war hochkarätig und vor allem wie von magischer Hand gesteuert session-übergreifend stimmig. So muss es laufen.

Leider hatte ich keine Zeit, an eine der zwei Unternehmensführungen durch die Fuchs Schmierstoffe GmbH teilzunehmen. Aber auch das fand ich sehr wegweisend: Der Hauptsponsor legt nicht einfach nur die üblichen Prospekte aus, sondern zeigt sein Unternehmen einfach mal und zwar sehr direkt und sehr authentisch.

Seltsames auf dem Webserver.

Eigentlich sind wir von einem Webserver und der darauf stationierten Website eines Kunden folgende Besucherdimensionen gewohnt. Ein wunderbar gezeichnetes, EKG-artiges Diagramm – zumindest bis auf die letzten beiden Tage:

Eine fast verdreifachte Besucherzahl ist selbst für einen Montag eine höchst seltsame Geschichte. Es wurde bei näherer Analyse aber noch viel merkwürdiger. Denn rund 600 Besuche (und damit ziemlich genau das, was an diesem Montag zusätzlich als Besucher kam) waren nahezu identisch: Sie kamen von einem MacOS-Rechner und einem dort installierten Firefox 3.6 und jeder Aufruf bestand aus dem Abruf einer einzigen Seite. Und das dann auch ziemlich genau im 30-Sekunden-Takt, den halben Tag lang. Gut, denke ich, das wird wohl ein Rechner sein, auf dem ein Firefox etwas Amok läuft, beispielsweise mit einem Addon zum automatischen Refresh einer aufgerufenen Seite.

Was allerdings merkwürdig war, war der Absender: Es war nämlich nicht eine einzige IP-Adresse, sondern tatsächlich genau so viele IP-Adressen, wie zusätzliche Aufrufe, also über 600 verschiedene IP-Adressen. Und, damit nicht genug: Alle diese IP-Adressen stammen aus dem IP-Adresspool von Alice/Telefonica.

Kurzum: Wir haben das Rätsels Lösung nicht gefunden. Ich vermute jedoch, dass da eine Firefox-Installation Und/oder der MacOS-Rechner und/oder der DSL-Anschluss Amok läuft und der Rechner ziemlich genau alle 30 Sekunden einen Seitenabruf über eine PPPoE-Verbindung initiiert, die jedes Mal neu verbunden wird.

Was kann man dagegen tun? Sehr gute Frage – eigentlich nichts sinnvolles. Einzelne IP-Adressen sperren, macht keinen Sinn, dazu sind es schlicht zu viele und dazu gibt es auch noch keine Systematik, schließlich kommen die IP-Adressen aus einem riesigen IP-Adresspool. Übrig bliebe nur auf dem Webserver die Sperrung des gesamten, betroffenen IP-Adressblocks, das wäre jedoch unverhältnismäßig gewesen. Einzig eine Beschwerde an den ISP wäre naheliegend, wenn auch sehr aufwendig. Bis der ISP das Problem gelöst bekommt …

Wir hatten Glück, das Problem verschwand Dienstagmittag genauso schnell, wie es gekommen war. Dienstagvormittag fing es zwar wieder an, irgendwann hörte es dann aber von allein wieder auf.

Post vom Pentagon.

Als jemand, der schon sehr lange seine E-Mail-Adresse besitzt – nun immerhin 15 Jahre – habe ich schon immer mit viel Spam zu kämpfen gehabt. In der Zwischenzeit übernimmt das der Mailfilter meines Providers und das macht er erstaunlich gut und zuverlässig, obwohl ich mitunter auch recht exotischen Spam bekomme, beispielsweise seit Jahren aus Brasilien.

Seit einigen Wochen habe ich auch wieder einmal den Hauptpreis in der Spam-Szene gewonnen: Ein Spammer verwendet für seinen Müll meine E-Mail-Adresse als Absender. Das machen diese hosenscheißenden Kastraten ja grundsätzlich immer, um nicht selbst von den Rückläufern und Unzustellbarkeitsnachrichten beworfen zu werden und genau diese Unzustellbarkeitsnachrichten sind das eigentliche Übel der E-Mail-Welt.

Eigentlich waren und sind Unzustellbarkeitsnachrichten gut, denn sie weisen den Absender darauf hin, dass er beispielsweise eine E-Mail-Adresse angegeben hat, die auf dem Zielserver beispielsweise nicht vorhanden sind. Das ist im Zeitalter der Freemailer zwar nicht mehr sonderlich informativ, weil es zehntausende von Herr Müller geben wird, die ähnlichlautende E-Mail-Adressen haben, aber immerhin. Man hat es ja einst gut gemeint.

Wer es immer wieder nicht gut meint, sind Administratoren von Mailservern, die nicht begriffen haben, dass man zwar gern Unzustellbarkeitsnachrichten versenden darf, aber bitteschön keinesfalls und niemals auf offensichtlichen und höchstwahrscheinlich auch erkannten Spam. Denn die Absenderangaben bei Spam stimmen meist eh nicht und wenn dem angegebenen Absender dann tausendfach Unzustellbarkeitsnachrichten aus aller Welt erreichen, dann nervt das.

Das haben in der Zwischenzeit auch überwältigend viele Administratoren begriffen. Allerdings noch nicht alle. Dazu gehören offensichtlich auch die Administratoren des Pentagon, dem US-amerikanischen Verteidigungsministeriums. Von deren Mailserver habe ich nämlich heute eine Unzustellbarkeitsnachricht erhalten:

Das wirklich spannende an dieser Unzustellbarkeitsnachricht ist, dass nicht nur die Mailadministratoren für den obigen Konfigurationsfehler getrost als Vollidioten bezeichnet werden dürfen, sondern auch der Empfänger der Spam-Nachricht. Denn dieser hat die Spam nicht auf seine dienstliche Adresse bekommen, sondern auf seine Hotmail-Mailadresse namens „hot4umarriedlatino@hotmail.com“.

So, und wie kommt nun der Pentagon-Mailserver ins Spiel? Offensichtlich dadurch, dass der durchgeknallte Mitarbeiter so furchtbar intelligent ist, seine Hotmail-Post auf seine dienstliche Mailadresse weiterzuleiten, die wiederum aus welchen Gründen auch immer die Spam-Nachricht nicht annehmen mag und das natürlich dann dem Absender der Spam-Nachricht mitteilen muss. Also mir.

Rechtsfahrgebot in Pusemuckel.

Da mache ich doch glatt mal mit, wenn die werten Herren Gassner und Theofel mit dem „Rechtsfahrgebot in Pusemuckel“, das dort ausdrücklich nicht gilt, weil es kein Pusemuckel gibt, zeigen wollen, wie unsinnig SEO ist und wie einfach man mit echtem Blog-Content Begrifflichkeiten in Google ganz, ganz nach oben bekommt. Einen weiteren Artikel gibt es auch im Weblog meines Kunden, dem Autohaus Gerstel, nebenban. Und da ist es ein Heimspiel, denn das ist ein Automobilblog. 😉

Wer Pusemuckel übrigens findet, darf es gern behalten.