Twitter und das zukünftige Geschäftsmodell.

Glaubt man einem Beitrag des englischsprachigen Weblogs SocialBeat, dann hört das Zeitalter des unbeschwerten Twitterns im August auf. Angeblich testet Twitter ein „Feature“, bei dem Twitter-Nutzern in ihren Timelines so genannte „promoted Tweets“ eingeblendet werden. Sprich: Werbung. So richtig überraschen tut diese Feststellung niemanden wirklich, weder den Autoren des Blog-Artikels, noch mich, noch viele andere Twitter-Nutzer.

Ich glaube, dass Twitter sich langsam aber sicher überlebt. Und das nicht deshalb, weil die Idee dumm wäre, sondern weil Twitter es jahrelang erfolgreich geschafft hat, sich nicht vernünftig zu entwickeln. Beispiele? Aber gern doch:

  • Eigene Timelines lassen sich auch heute noch nicht sinnvoll auf Serverseite filtern. Entweder man bekommt den gesamten Strom aller der Nutzer, denen man folgt, oder eben gar nichts.
  • Die Listenfunktion von Twitter ist eine Funktion, die überhaupt nicht dazu taugt, Information zu kanalisieren, sondern lediglich eine (halbwegs funktionale) Sache ist, anderen Leuten Themenkreise zu definieren (Liste „Fernsehen“ etc.).
  • Was Twitter ebenfalls nie geschafft hat, ist das Filtern von Applikationen. Was nervt es doch, wenn andere Nutzer ihre Beiträge in allen möglichen Social Networks in Twitter featuren und es für andere Leser keine Möglichkeit gibt, diese Kommentare beispielsweise dadurch sperren zu können, in dem die Quelle, also das entsprechende Twitter-Gateway des Dienstes, für sich sperren zu können.
  • Viel dramatischer ist meiner Meinung nach jedoch das, was früher oder später dann passiert, wenn man vielen Nutzern folgt, die untereinander viel via Replies twittern. Denn Replies bekommen alle die mit, die sowohl dem Absender, als auch dem Empfänger einer Reply ebenfalls folgen. Und das nervt sehr schnell und sehr massiv.
  • Fast schon marginal ist das Thema, dass man eine Direct Message nur Leuten schicken kann, die einem selbst folgen. Diese Funktion, die eigentlich hervorragend dazu dienen könnte, den halbprivaten Quatsch abzufangen, den sich viele Nutzer tagtäglich zutwittern, wird also durch diese künstliche Beschneidung so degradiert, dass viele Nutzer sie gar nicht kennen.

Tatsächlich ist viel von Twitter inzwischen in Facebook aufgegangen. Dass Twitter zu Facebook noch nicht gänzlich alle Nutzer verloren hat, mag daran liegen, dass Facebook sich scheinbar grundsätzlich dämlich anstellt, wenn es darum geht, Information auch Leuten zur Verfügung zu stellen, die nicht bei Facebook angemeldet sind, denn das ist (noch) das große Plus von Twitter. Ich muss mit niemandem Freund sein, um ihn bei Twitter lesen zu können und (noch) muss ich mich noch nicht mal bei Twitter anmelden, um den Inhalt der meisten Twitter-Nutzer mitlesen zu können. Und das, was Twitter mit Direct Messages einst einführte, das fangen heutzutage so Dienste wie WhatsApp ab und zukünftig auf der iPhone/iPad-Plattform der zukünftige hauseigene Apple-Dienst. Und für das, was am Ende in Sachen Social-Network-Bedarf übrigbleibt, gibt es ja dann noch Goole+.

Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Unglücklicherweise fürchte ich, dass die Monetarisierungsversuche von Twitter versanden werden und Twitter – immerhin erstaunlich spät – irgendwann in den nächsten Monaten aufgekauft und endgelagert wird. Die Web-2.0-Blase hat in einigen Details (Groupon, Facebook) gewaltige Größen angenommen und selbst wenn diese Blase nicht platzt sondern langsam und halbwegs kontrolliert Luft verlieren wird – für gänzlich neue Finanzierungsrunden für Dienste, die seit Jahren nach der richtigen Finanzierung suchen, wird es eng werden. Und wie man die „promoted Tweets“ den Nutzern erklären will, die seit Jahren twittern, viel twittern, auf vielen Diensten schreiben und von Twitter erstaunlich wenig abhängig sind, das wird ein spannendes Thema.

Google+ und das Ausgesperrtsein von Google-Apps-Nutzern.

Quasi stündlich trudeln in meinem Googlemail-Postfach Nachrichten darüber ein, dass ich bei irgendwelchen Leuten in ihrem Google+, dem neuen Social Network von Google, in ihre Kreise aufgenommen worden sei. Ich möchte kurz erklären, warum ich auf keine dieser Nachrichten reagiere:

Das Problem: Mein bisheriges Google-Konto ist eigentlich ein Auslaufmodell, weil ich seit einiger Zeit mein Hauptkonto innerhalb von Google Apps mit meiner eigenen Domain nutze. Und jetzt wird es etwas obskur: Für die Nutzung von Google+ braucht es den Dienst Google Profile, in dem der Kontoinhaber sein eigenes Profil erstellt und pflegt. Und genau dieses Google Profile gibt es immer noch nicht für Nutzer, die ein Google-Apps-Konto nutzen.

Das hat wohl inzwischen auch das Google-Apps-Team mitbekommen, das nach eigenen Aussagen schwer schuftet, Google Profiles auch für Apps-Nutzer anzubieten – übrigens eine Geschichte, die schon seit Februar 2010 (!) angekündigt wird. Und ironischerweise ist das Profiling ja eigentlich genau eine Killerfunktion innerhalb eines Netzwerkes. Google Profiles wäre also im Apps-Umfeld tatsächlich mehr als zu Hause – wenn es denn eben schon funktionieren würde.

So nutze ich also zur Zeit weder Google Profiles, noch Google+ und erstaunlicherweise ist bei mir körperlich und geistig immer noch alles in Ordnung. Es braucht mich also derzeit niemand einzuladen. So bald ich mit meinem Apps-Account Google+ nutzen kann, kümmere ich mich darum.

 

E-Mail 2.0.

(Gleich eine Vorwarnung an den geneigten Leser: Ein technischer, spezieller Artikel zu Google Apps und E-Mail-Migration. Darf man gern bis zum Ende lesen, wenn man sich dafür interessiert, muss man aber nicht, wenn nicht. ;-))

Nachdem ich nach RSS-Reader, Kalender und Kontaktedatenbank alle mir wichtigen Organisationsdinge in die „Cloud“ bei Google eingebracht habe und das alles sogar zuverlässig mit dem iPhone synchronisiert, war es nun mehr als notwendig, dass das älteste Relikt meiner Online-Identität diesen Weg ebenfalls geht – die gute, alte E-Mail.

Bis dato habe ich E-Mails per IMAP abgerufen, sowohl auf dem PC, als auch auf dem Notebook und dem iPhone. Das ist insofern praktisch und brauchbar, weil ich E-Mails nicht überall herunterladen muss, sondern quasi in die Mailbox hineinschauen kann. Wirklich heruntergeladen habe ich E-Mails traditionell immer nur am heimischen PC, auf dem ich dann alle ein- und ausgehenden E-Mails nach Jahrgängen archiviert. Technisch also alles kein Problem. Allerdings organisationstechnisch.Das Problem ist nämlich immer wieder, dass ich am Notebook auf ältere E-Mails zurückgreifen müsste, das aber nicht kann, weil die eben auf dem PC liegen. Sicherlich, ich kann den PC per Wake-on-LAN hochfahren, mich remote einloggen und das tun, was getan werden muss, aber es ist umständlich.

Ein zusätzliches Thema bei einer Migration: Der Umfang meiner Mailarchive. Die gehen zurück bis 1997, enthalten rund 45.000 E-Mails und belegen knapp einen Gigabyte an Speicherplatz. Früher einmal war das eine Herausforderung, heute ist das eher eine Bürde. Denn 1 Gigabyte lässt sich in jeder modernen Festplatte bequem einbunkern, allerdings hat das Archivieren solcher E-Mail-Berge ganz andere Anforderungen: Lesbarkeit der Archive, Durchsuchbarkeit und vor allem Datensicherung. Ich schlenkere Mailarchive auf meiner normalen Festplatte herum, auf meiner NAS und sicherheitshalber nochmal auf einem externen Datenträger. Das ist alles schön und gut, aber im Cloud-Zeitalter einfach Käse.

Google Apps als Lösung.

Der Einsatz von Google Apps war schon seit langem eine Überlegung und wurde jetzt einfach dringend notwendig. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Google ist zuverlässig, Google ist flott, Google hat alle notwendigen Dienste und Google Apps kostet mich für meinen Bedarf nichts. Tatsächlich: Nichts. Denn Google Apps ist in der Basisfassung mit 10 (bis Ende der ersten Maiwoche noch 50) User-Accounts und jeweils 7 GB (anwachsendem) Speicherplatz kostenlos. Also: Tun!

Die zentrale Entscheidung ist erst einmal, zwischen dem kostenpflichtigen „Google Apps for Business“ und dem einfachen „Google Apps“ zu unterscheiden. Der Link hier führt zur kostenlosen Version. Dort geht es dann mit einem Klick auf den Erste-Schritte-Buttons sogleich los.

Neben den Kontaktdaten (das kann eine Firma sein, aber eben auch eine Einzelperson) sind vor allem zwei Dinge wichtig. Die Domain, unter der man später Mailadressen einrichten möchte und die Anlage eines neuen Google-Accounts. Es ist dabei tatsächlich ein neuer Google-Account notwendig, bestehende Google-Accounts können aus administrativen Gründen nicht benutzt werden. Und hier gibt es in vielen Fällen auch schon ein Problem, wenn nämlich die gewünschte Adresse für diesen neu einzurichtenden Google-Account schon für den bisherigen genutzt wird. Ist das der Fall, muss tatsächlich für den bisherigen Google Account eine andere Mailadresse gewählt werden, um die entsprechende Adresse dann für den neu einzurichtenden Google-Account zu nutzen.

Exkurs: Ein Google-Account oder lieber zwei?

Auch eine Sache, die man sich vorher überlegen muss: Nutzt man bereits Google-Dienste und möchte diese aus bestimmten Gründen weiterhin auf dem bisherigen Google-Account beibehalten (was Sinn machen kann, wenn man z.B. den Google-Apps-Account geschäftlich nutzen möchte), gibt es die Möglichkeit, sich mehrfach einloggen zu können. Aktiviert man diese Möglichkeit im bisherigen Google-Account, kann man sich demzufolge mit einem weiteren Google-Account einloggen und hat dann rechts oben im Browserfenster, dort wo die Mailadresse steht, mit der man aktuell eingeloggt ist, die Möglichkeit, schnell per Auswahl den anderen Account auszuwählen. Funktioniert nach meinem Test in vielen Google-Diensten, aber leider nicht in allen. Es macht also Sinn, sich ggf. tatsächlich über eine vollständige Migration der wichtigsten Dienste Gedanken zu machen, ganz unten gibt es einige Gedanken dazu.

Das Dashboard.

Zugegeben – wer es bisher gewohnt ist, dass Google-Dienste absolut einfach sind und ohne Denken funktionieren, der könnte bei Google Apps enttäuscht werden, denn es ist Mitarbeit gefragt. Benutzer müssen angelegt werden (natürlich nur, wenn man mehr als einen Benutzer einrichten möchte), und später muss für die Domain, die man für Mails nutzen möchte, auch die MX-Einträge geändert werden. Das ist nicht jedermanns Sache und die Google-Hilfe ist, sagen wir mal so, ausbaufähig. Der Hilfe-Assistent ist soweit brauchbar, allerdings muss man wissen, was man tut und das DNS sollte man auch kennen. Und leider muss man bei vielen Hilfe-Themen auf englischsprachige Artikel zurückgreifen, weil es an vielen Stellen keine deutsche Übersetzungen gibt.

Ansonsten, wenn es um einen einzigen Benutzer geht, sind die Einstellungen soweit schon mal brauchbar.

In Sachen Migration übrigens eine Empfehlung: Ruhig mal anfangen, sich in Google Apps umzuschauen, ohne gleich die eigene Domain auf Google Apps zu drehen. Das ist erst dann erforderlich, wenn man auch tatsächlich E-Mails dort live empfangen möchte. Zum Umschauen ist das noch nicht notwendig und auch noch nicht dann, wenn man Mailarchive importieren möchte. Und wer unbedingt schon mal den Empfang testen möchte, kann auf die segensreiche Möglichkeit der Test-Domain zurückgreifen, die Google Apps bei der Einrichtung automatisch anlegt (ist dann im Dashboard genau beschrieben).

Mail in Google Apps.

Wer bisher schon Google Mail genutzt hat, wird den Mail-Client kennen, denn es ist das Google-Mail-Frontend. Und Google Mail besitzt bekanntlicherweise auch eine Möglichkeit, per IMAP-Protokoll kontaktiert zu werden, so dass über diesen Weg auch bestehende Mailarchive importiert werden können (IMAP-Einstellungen gibt es in der Hilfe). Für die Outlook-Benutzer gibt es übrigens den angenehmen Nebeneffekt, dass es hier einen eigenen Importer gibt und auch der Import von PST-Postfachdateien funktioniert. Alle anderen Mailbenutzer müssen, wenn sie Mailarchive importieren möchten, den Weg über IMAP gehen.

Der IMAP-Transfer funktioniert, ist allerdings langsam. Sehr langsam. Für rund 75 % meiner Mails – das sind bis jetzt rund 35.000 E-Mails – habe ich rund 10 Stunden gebraucht und es sei angemerkt, dass das nur rund 250 MB Datentransfer war! Der Import größere Mailarchive ist also eine sehr zeitintensive Geschichte und es macht Sinn, durchaus zu überlegen, ob man wirklich alle E-Mails importiert haben möchte.

Ansonsten bietet IMAP alle Annehmlichkeiten, die man beim Archivieren haben kann, vor allem nämlich die Anlage von Unterordnern. Ich habe dazu im Archiv meines Postfaches einfach Unterordner mit der entsprechenden Jahreszahl angelegt und darin jeweils einen Ordner für Posteingang, Postausgang und jeweils für Mailinglisten. In die habe ich dann die entsprechenden Mails aus meinen Mailarchiven kopiert.

Im Google-Mail-Frontend, das bekanntlicherweise nicht mit Ordnern, sondern mit so genannten Labels arbeitet, erscheinen diese Unterordner dann alle im Format „Archiv/(Jahreszahl)/Eingang“ und sind in der Label-Ansicht auch nicht verschachtelt, da Labels nicht verschachtelt werden können. Aus der Navigationsansicht bekommt man die vielen Labels übrigens problemlos ausgeblendet, dazu einfach den Link „Labels verwalten“ anklicken und ausblenden.

Und noch eine Eigenart, die das Labeling mitbringt: Vorsicht mit der Möglichkeit, Mails mit mehreren Labeln zu versehen. Die erscheinen dann nämlich in der IMAP-Ansicht tatsächlich in den entsprechenden Ordnern mehrfach. Und auch Vorsicht mit E-Mails, die gar kein Label besitzen, wie sie normalerweise im Posteingang nach dem Empfang erscheinen. Die kann man zwar problemlos mit Labels versehen – nur wenn man das nicht macht, wird man sie, wenn man sie wegsortiert, kaum mehr finden, da Google Mail zwar eine Suchfunktion für Mails mit Labels bietet, dummerweise aber kein Suchkriterium kennt, um Mails zu finden, die kein Label tragen.

Empfehlung meinerseits, von einem alten Backup-Hasen: Do not delete your Backup. Auch wenn der Import der Mailarchive funktioniert, sollte man seine lokalen Mailarchive nicht löschen. Vielleicht gefällt einem Google Apps nicht, vielleicht geht etwas beim Import schief, vielleicht löscht man aus Versehen ein Verzeichnis in der Cloud (was wirklich Datenverlust bedeutet) und da ist ein lokales Backup die beste und einzige Lebensversicherung. Ich habe es hiermit gesagt!

Migration des Google Reader, Google Calendar und Google Contacts

Bei der Migration von Google Diensten ist leider Handarbeit gefragt. Bei all diesen drei Diensten, die ich bisher einsetze, müssen die Inhalte jeweils im bisherigen Google-Account exportiert und im neuen Google-Account wieder importiert werden. Das ist insofern problemlos, allerdings gehen beim Google Reader die Trend-Informationen, die während der Nutzung des Google Readers entstehen, verloren, da diese nicht ex- bzw. importiert werden. Ärgerliches, kleines Manko.

Beim Google Calendar gibt es zudem noch Pflegeaufwand, wenn in einem Konto noch zusätzliche Kalender abonniert sind oder gemeinsame Kalender mit anderen Benutzern geführt wird. Hier macht es Sinn, im alten Google-Account zunächst die Mailadresse des neuen Google-Accounts hinzuzufügen und sich dann mit dem neuen Google-Account einzuloggen, um die gemeinsamen Kalender auch dort verfügbar zu haben.

Migration und externe Clients

Was man bei der Anlage eines neuen Google-Accounts und einer eventuellen Migration von Diensten auch berücksichtigen muss: Überall, wo man Google-Dienste bisher verwendet hat, müssen nun die neuen Google-Account-Daten hinterlegt werden, also z.B. auf Smartphone, iPad etc. und dort dann auch in eventuelle Apps, die Google-Dienste nutzen. Funktioniert hier zwar alles weitgehend reibungslos, ist aber auch Zeitaufwand.

Werbeform „Twitter-Stream“.

Wenn ich nicht ganz genau hingeschaut hätte, wäre es mir gar nicht aufgefallen. Hier wirbt tatsächlich jemand für seinen Twitter-Stream via Google AdWords. Das Ding ist hierbei ein Flash-Applet, das via Google AdWords verteilt wird und das bei der Anzeige dann den aktuellen Inhalt des Twitter-Streams nachlädt und die letzten Tweets dann rotieren lässt (hier nur der Screenshot):

Gar nicht so dumm. Es hängt natürlich sehr von der Zielgruppe ab, ob verstanden wird, dass man hier einen Twitter-Stream abonnieren kann. Aber das ist bei Google AdWords nun wirklich kein Problem, denn die entsprechende Zielgruppe lässt sich per Keyword ja genau definieren. Und so stieß ich auf diese Anzeige dann auch bei TwitPic.

„SEO“ versus echtem Content.

In den vergangenen Tagen und Wochen haben Oliver und ich eine Menge darüber reden müssen, was eigentlich „richtiges“ Search Engine Optimizing ist. Damit verbunden sind, wie es bei uns üblich ist, teilweise sehr intensive Diskussionen darüber, was wir eigentlich gut finden und was nicht. Bei einigen Themen unserer gemeinsamen Arbeit in Sachen Web und Web 2.0 pflegen wir durchaus einen gesunden Diskurs zwischen unterschiedlichen Haltungen. Dafür schämen wir uns nicht und wenn ein Kunde uns zu speziellen Themen fragt, sagen wir auch ganz offen, dass wir dazu unterschiedliche Ansichten haben. Wir sind der festen Überzeugung, dass dies kein Wettbewerbsnachteil ist und gerade in der Web-2.0-Thematik gibt es sehr viele offene Punkte, zu denen man teilweise diametral unterschiedliche Ansichten haben kann.

In einem Punkt besteht jedoch weder bei Oliver noch bei mir eine Abweichung, nämlich der Haltung dazu, wie echtes Suchmaschinenmarketing auszusehen hat. Zusammengefasst passt es in einen Leitsatz, der quasi ein Untertitel unserer Unternehmung sein kann:

Content rules!

Eigentlich doch sehr einfach. Je mehr sich Oliver und ich an diesem Leitsatz abarbeiten – und das tun wir immer wieder als eine Art Sparring – desto mehr manifestiert er sich. Und dafür hat es eine Reihe von schwergewichtigen Gründen.

Die Relevanz von echtem Content kommt langsam, dann aber gewaltig.

Mein großes Hobby, das Erfinden von Analogien, kommt beim Themenfeld „Content“ voll auf seine Kosten. Ich vergleiche SEO und Content-Building da gern so:

Eine dicke Welle macht den Strand nass, korrekt. Content-Building kann nie eine große Welle sein, kommt aber meist als viele kleine Wellen daher. Auch die machen den Strand nass. Und im Gegensatz zur einen großen Welle, die vielleicht die extremen Surfer anzieht, haben die vielen kleinen Wellen einen anderen Vorteil: Sie erfrischen und sind ungefährlich, so dass an so einen Strand eher die Familien mit ihren Kindern kommen.

Eigentlich ist hier schon alles gesagt. Das Herumfummeln mit Keywords ist für die allermeisten Themenfelder keine wirkliche Kunst, sondern in meinen Augen ein teures Verkaufen einer an sich völlig normalen Vorgehensweise. Der überwältigende Teil des Informationsraumes wird gebildet aus Schlüsselwörtern, die belanglos sind und in Kombinationen eine völlig irrelevante Relevanz haben. Das heißt, dass es in den allermeisten Optimierungssituationen gar keine wirkliche Optimierung notwendig ist, sondern einfach das Nennen von Keywords. Daraus kann man natürlich erheblichen Hokuspokus machen und auch gigantisch Geld herausschlagen, wenn man es mit weitgehend unbedarften Kunden zu tun hat.

Tatsächlich ist aber eine große Welle eine sehr zweischneidige Sache. Es muss nur der nächste kommen, der ebenfalls die gleiche Methode anwendet und schon gibt es zwei dicke Wellen, die um die Vorherrschaft kämpfen. Und verlieren tut hier spätestens der, der nicht flexibel reagiert, also mit Inhaltsveränderungen Paroli bietet.

Ist das nicht ein Drecksjob, weil ohne Substanz?

Ist es. Weil es zu nichts führt. Außer zum Zeitschinden. Wer aber ausschließlich mit Voodoo und Zeitschinden sein Geld verdient, der macht einen schweren Job, bei dem gar nicht so sicher ist, ob er den lange machen wird.

Echter Content ist der gewünschte Humanfaktor, den eine Suchmaschine sucht.

Weil es vom mathematischen Standpunkt aus gedacht ist und damit rechnet, dass ein Herr Google sich von einer bestimmten Anzahl von Keywords, Backlinks und Alter einer Domain beeindrucken lässt, kann bisheriges Suchmaschinenoptimieren nicht mehr funktionieren. Aus dem Zeitalter sind, ebenfalls meiner Meinung nach, alle großen Suchmaschinen längst heraus oder sind zumindest dabei, sich daraus zu verabschieden.

Wenn man sich Google über Jahre hinweg anschaut, wird man erkennen können, dass man dort alles tut, der Suchmaschine „Menschlichkeit“ einzupflanzen. Das passiert meiner Meinung nach immer weniger mit dem kaum zu bewerkstelligenden Versuch, einen Algorithmus zu finden, der möglichst nahe an der Art und Weise rechnet, wie der Mensch denkt, sondern mit dem Ansatz, einfach alle Beteiligten im Web (also Anbieter und Suchender) für sich einzuspannen.

Glaubt der geneigte Leser nicht? Dann aber müsste der geneigte Leser glauben, dass Google tatsächlich nicht am „fundamentalen“ Index arbeitet, sondern viele Dinge macht und sie nicht miteinander verwebt, obwohl man alle Stränge in einer Hand hat. Glaube ich so nicht.

Für jeden, der im Web etwas tut, hat Google eine Möglichkeit, sich aus dessen Web-Arbeit das herauszunehmen, was für einen perfekten Index benötigt wird. Suchende können mit einem Google-Account kostenlose und sehr gute Collaboration-Dienste nutzen und sind im Gegenzug ständig bei Google angemeldet, damit auch bei der Nutzung der Suchmaschine. Google weiß, was wer sucht und auf welchen Ergebnislink am Ende geklickt wird. Web-Anbieter können sich Google Analytics einbinden, um genaue Statistiken ihrer Website zu erhalten, Google AdSense zum Erlösen von Werbebannereinnahmen, Google Reader zum Lesen von RSS-Feeds, Google Groups für die Nutzung des Usenet, Google Maps für Lokationsdienste, Google Mail als einfaches Postfach, YouTube zur Unterhaltung, Picasa zur Bereitstellung und Beschreibung von Bildern.

Alle diese Dienste sind zum einen angenehm für deren Nutzer, weil sie gut funktionieren, nützlich sind und darüber hinaus kostenlos, zum anderen ungemein notwendig für Google, weil Google dadurch lernen kann, wie der Mensch Information sucht, wie er sie selbst interpretiert und wie er vor allem eigene Information beschreibt, die wiederum gesucht wird. Ich habe das mal vor eine ganzen Weile in einem erheblich düsteren Unterton gebloggt („Von der so genannten Anonymität von Suchmaschinen„), sehe das aber inzwischen gar nicht mehr so. Wenn Google mir für meine menschliche Arbeitsleistung einen vernünftigen Gegenwert liefert und meine gesammelten Daten schützt, soll es mir recht sein.

Gar nicht mehr so steile These von mir: Google ist zwar eine Maschine, hat aber schon heute einen unübersehbaren Humanfaktor im Index. Und der kann zukünftig nur noch größer werden. Hochindividuelle Suchergebnisse für jeden einzelnen Suchenden können da nur das Ergebnis sein und spätestens da knallt das „klassische SEO“ dank fehlender Abfragemethodik schmerzhaft gegen den Prellbock.

Wer schreibt, der bleibt.

Die Kunst liegt darin, Content zu liefern und zwar in vielen kleinen Schritten, so wie es eben auch der Mensch in seiner Kommunikation tut. Wer auf diese Weise um ein bestimmtes Themenfeld ständigen Content bildet, bildet auf diese Weise in diesem Themenfeld nach und nach eine Autorität aus, die er ungleich schwerer wieder verlieren wird und die er auch umso stärker verteidigen kann, je länger er schon Content bildet.

Es geht also im modernen Suchmaschinenoptimieren von Websites nicht mehr darum, einfach nur die relevanten Keywords herauszusuchen, einen kopierten Metatag-Block damit zu bestücken und auf die uralte Webseite einzukleben, sondern es geht um viel mehr. Es geht darum, ob eine Website syntaktisch korrekt ist, ob sie Platz für dynamischen Content bietet, ob sie XML-Sitemaps und RSS-Feeds produzieren kann – und ob letztendlich sich auch jemand hinsetzt, Content zu schreiben.

Ich sehe deshalb das, was heute als „SEO“ bezeichnet wird, zukünftig in einer redaktionellen Arbeit. Content bilden, Content redigieren, Content „online-fähig“ machen. Aber eben echten Content, nicht einfach nur das plumpe Sammeln von Keywords im Metatag, die jeder ungebildete Affe mit schlechter Orthografie zusammengetragen bekommt.

„Was sollen wir denn regelmäßig schreiben? Wir haben doch nix!“

Wer das als Unternehmer so sagt und der Meinung ist, er könne seine Website nicht regelmäßig mit frischem Content befüllen, der macht etwas grundlegend falsch: Entweder hat er keine Lust oder Zeit, darüber zu schreiben, was tatsächlich in seinem Unternehmen passiert oder er hat ein totes Unternehmen, das tatsächlich keine Neuigkeiten produziert. Dann muss aber auch nichts mehr optimiert werden.

Es gibt de facto kein Unternehmen, das Information erzeugt bzw. erzeugen könnte. So Analogien wie „Im Gespräch bleiben“, „Wer nicht wirbt, stirbt“, „Tue gutes und rede darüber“ haben alle einen sehr tiefen Sinn in der Kommunikation und genau das liegt auch schon der Maßstab. Es muss geschrieben werden, was man tut, denn ein einfacher Telefonbucheintrag bringt nur in sehr kleinen Nischenmärkten Kundschaft und selbst da könnte es sicherlich mehr sein, wenn man sich nicht nur auf diesen Telefonbucheintrag verlässt.

Wer sich online an kommunikative Grundsätzlichkeiten hält, also in erster Linie schon mal versucht, menschlich und kommunikativ zu sein, tut den ersten Schritt und kann ab diesem Zeitpunkt nur noch gewinnen. Wir sind dann nur noch einen Schritt davon entfernt, tatsächlich loszulegen.

Technologie ist für die Kommunikation da, nicht die Kommunikation für die Technologie.

Wer das Web bereits geentert hat, ist schon mittendrin. Webhosting kostet heute selbst in einer professionellen „Enterprise-Klasse“ einen Bruchteil dessen, was eine vernünftige Broschürenauflage kostet. Dazu gibt es eine Reihe von Redaktionssystemen, die als Open Source daherkommen, also nur noch von einem Fachkundigen angepasst werden müssen. Und wer ein modernes Redaktionssystem mit einem gesonderten Neuigkeitenbereich einsetzt, dessen neue Artikel dann vielleicht netterweise auch noch in einem RSS-Feed propagiert werden, hat seine Rakete schon startklar.

Was danach kommt, ist Handarbeit und der Teil der Arbeit, den leider kaum ein Web-Dienstleister liefert: Nämlich einen Fahrplan dazu, wie man Content erzeugt, ein helfendes Händchen dafür, den ersten Content zu erstellen und später eine Beratungsdienstleistung dafür, wenn Fragen auftauchen oder Content von externer Seite erstellt werden soll. Das funktioniert.

Mein Paradepferd ist hier immer noch das Gerstelblog, das seit Ende Mai läuft und das Weblog des Autohaus Heinrich Gerstel in Pforzheim ist. Das, was ich schon nach einem Monat Gerstelblog zwischenbilanziert hatte, verfestigt sich immer weiter. Dass durch das Bloggen aber vor allem auch der Schlüsselwortraum beeinflusst wird, zeigt sehr schön das Schlüsselwort „Holzsitzbank“ bei Google, das lediglich in einem Artikel erwähnt wurde.

Selbstverständlich ist der eher exotische Begriff „Holzsitzbank“ nicht unter den hauptsächlichen Schlüsselwörtern eines Opel-Autohauses, allerdings zeigt es sehr deutlich, wie Google Relevanz einschätzt. Wenn man dann noch weiß, dass Google keine zwei Stunden nach Erscheinen des betreffenden Holzsitzbank-Artikels die Seite schon im Index hatte und nach einem Tag der Artikel auf die jetzige Position kam, kann man sich ausmalen, was hier für Möglichkeiten stecken im Gegensatz zum simplen Zusammenklopfen von Metatags.

Reisen wir anders mit Google StreetView?

In letzter Zeit lasse ich häufiger mal das Auto stehen, wenn ich in die Stadt muss. Zwar ist es von meinem Wohnort bis in die Innenstadt nur etwa einen Kilometer Luftlinie weit, allerdings ist Pforzheim in einer Berg-und-Tal-Landschaft situiert und die motorisierte Fortbewegung ist somit die bequemere. Allerdings ist es mit dem Bus mindestens genauso schnell, wie mit dem Auto und erheblich günstiger.

Bei der heutigen Rückfahrt aus der Stadt habe ich an einer  interessanten These geknabbert in Sachen Google StreetView und Reisen geknabbert und das so intensiv, dass ich drei Stationen zu spät ausgestiegen bin. Die These:

Ist Google StreetView eine neue Form des Reisens?

Auslöser war ein mittägliches Gespräch mit Joachim, in dem wir aus irgendeine Anlass zum gleichen Ergebnis kamen, dass es doch eigentlich ein Wahnsinn ist, viele Orte nur wegen der dort gemachten Fotos zu besuchen. Eine zuerst einmal weitgehend unspannende These. Die jedoch spannender wird, wenn man mit dem Bus nach Hause fährt. Was macht es eigentlich aus, einen Ort zu besuchen? Das dortige Flanieren? Das Sprechen mit dortigen Menschen? Das Essen dort? Oder einfach die Gewissheit, dort gewesen zu sein und ein paar Fotos mitgebracht zu haben, wie die meisten von uns?

Diese Frage wird richtig aufregend, wenn man sich dabei vorstellt, mit einem Bus zu reisen und genau zu diesem Gedankengang hat mich die heutige Busfahrt animiert. Ich war beispielsweise 1993 während eines Landschulheimaufenthaltes im britischen Cambridge. Dort unternahmen wir für einen Tag eine Reise nach London, die weitgehend aus einer zweistündigen Stadtrundfahrt mit unserem Bus, einem Besuch bei McDonald’s am Tower und aus einem Besuch des Wachsfigurenkabinetts von Madame Tussaud’s bestand.

Zweifellos war ich, faktisch gesehen, somit in London. Nur: Ich habe London aus dem Bus heraus gesehen. Mit Einheimischen habe ich gesprochen: Bei McDonald’s und an der Kasse von Madame Tussaud’s. Wir haben keinen Kaffee/Tee dort getrunken, ich bin keine 1.000 Schritte auf einem Londoner Bürgersteig gelaufen, habe keinen Fotoapparat dabei gehabt und war, ein etwas unappetitlicher Aspekt, in den ca. sechs Stunden, in denen wir uns innerhalb des Londoner Stadtgebietes aufhielten, nicht ein einziges Mal auf einer Londoner Toilette.

Wenn ich ehrlich sein soll: Ich war nicht wirklich jemals in London.

Unser wahres Leben in Erinnerungen

Anderes Beispiel, und jetzt wird es matrix-like: Ich habe drei Jahre für das ZDF gearbeitet, vom Herbst 1995 bis Herbst 1998. Drei Jahre, in denen ich einige hundert Einsätze als Kameraassistent absolviert habe. Seit dem Ende meiner Mitarbeit beim ZDF habe ich das Sendezentrum in Mainz danach genau zwei Mal betreten. Ich lebe also faktisch, wenn ich an das ZDF in seiner existentiellen Form als Gebäudegebilde denke, in einer Mischung aus Erinnerungen, eigentümlichen Gerüchen, die man damals in Fluren und Studios eingesogen hat und aktuellen Bildern, die ich im Fernsehen oder in Zeitschriften sehe. Dennoch weiß ich genau, wo das neue Nachrichtenstudio liegt und kann mich auch nach über zehn Jahren weitgehend gut orientieren, obwohl ich gar nicht dort bin und ich noch nicht mal wissen kann, ob die jeweiligen Redaktionen, deren Sendungen ich schaue, tatsächlich noch an der Stelle sind, wie sie das vor zehn, fünfzehn Jahren einmal waren.

Im Grunde genommen ist das jedoch, und damit kommen wir zu meiner These, völlig irrelevant, was ich in meiner Erinnerung habe und was ich denke, wo etwas sein könnte, wie etwas riecht und wie es aussieht. Es reduziert sich letztendlich alles auf die Frage herunter, ob ich mir tatsächlich die Mühe machen will, an einen bestimmten Ort zu reisen, um dort eine gewisse Zeit zu leben, ob nun für ein paar Stunden im Urlaub, ein paar Tage, Wochen, Monate oder Jahre. Den Ort interessiert das nicht, die meisten dort lebenden Menschen auch nicht, aber ausgerechnet ich?

Simulacra and Simulations

Noch ein Beispiel und jetzt wird computersimuliert: Ich bin begeisterter Hobbypilot von Flug- und Rennsimulationen. Im der Gran-Turismo-Spieleserie gibt es in früheren Ausgaben beispielsweise eine Streckensimulation des Nürburgringes. Wohlgemerkt, der alten Strecke, also der „Grünen Hölle“. Die ist, so kann ich sagen, recht realistisch, weil ich diese Strecke zu meiner ZDF-Zeit einmal zu dienstlichen Zwecken gefahren bin. Wie sehe ich also die Simulation? Ich vergleiche sie mit der Realität. Und in Wirklichkeit war ich um ein Vielfaches öfter auf der Strecke in einer Simulation, als real auf der echten Strecke. Sicherlich spürt man erst echt vor Ort, wie uneben die Straße wirklich ist und vor Ort habe ich mehr Angst um mein Leben gehabt, als an der Playstation. Aber die Überlegung, extra dorthin zu fahren, um für nicht wenig Geld eine echte Runde zu drehen, wenn ich an der Playstation effektiv für weniger Geld und unbegrenzt haben kann, ist nicht mehr so einfach wegzuwischen, wenn man berücksichtigt, dass die Simulation verdammt nah an der Realität ist und ich eine unbewusste Abwägung treffe, ob es mir wert ist, tatsächlich an den Ort zu fahren oder nicht.

Ich bin tatsächlich in meinem bisherigen 35jährigen Leben noch erstaunlich wenig im Ausland gereist, kann aber trotzdem sagen, dass ich einiges auf diesem Planeten gesehen habe. Eben aus Bildern, Fotos, Filmen, Videos, Satellitenaufnahmen, Simulationen. Die jahrhundertealte These, dass man reisen muss, um etwas zu sehen, die ist tatsächlich so gar nicht mehr haltbar. Man muss eher sagen, dass man eben reisen muss, wenn es gar nicht anders geht und man sich oder anderen etwas beweisen will. (Diese These ist an dieser Stelle ausbaufähig, Ideen bitte in die Kommentare.)

Google StreetView

Google StreetView ist nicht einfach nur eine Ansammlung vieler Bilder von Straßenzügen. Google StreetView ist ein unglaublich ausgestatteter Bildband über fremde Städte und Länder, garniert mit Millionen Hinweisen auf Geschäften und Sehenswürdigkeiten. Davon haben wir, wenn wir einmal sehr genau, sehr offen und sehr tief in unserer eigenen Seelenwelt nachschauen, geträumt. Und viele andere Generationen vor uns, die sich in ein Fahrzeug gesetzt und in ein anderes Land gefahren sind, „um dort die Ferne zu sehen“, ebenso. Und: Die schier unglaubliche Datenmenge, die heute dafür zur Verfügung steht, war vor nicht vielen Jahren schlicht unfassbar.

Dass es heute so viele Menschen gibt, die Probleme mit Google und der Insbesonderheit Google StreetView haben, ist in meinen Augen deshalb vor allem eine Sache, die mit unbewusster Angst davor zu tun hat, dass jetzt etwas geschieht und möglich wird, was so unfassbar ist und vor wenigen Jahren völlig unglaublich schien. Nichts anderes. Der vermeintliche Datenschutz ist ein vorgeschobenes Alibi der Angsthasen und der Betonköpfe und Günstlinge, die sich um die Stimmen und Gelder der Angsthasen reißen. Das ist eine harte Beschuldigung, aber bitte einmal den Kopf freimachen und darüber nachdenken, ob es nicht wirklich genau so ist! Ich finde nämlich kein anderes Argument und ich strenge mich seit zwei Tagen an.

Der moderne Mensch wird zukünftig viele Reiseziele anders bewerten und besuchen, in etwa so:

  • Freund war in Paris, in einem verwinkelten Stadtteil und hat dort ein bezauberndes Café gefunden.
  • Hervorragender Kaffee mit wunderbaren Croissants, der Kellner freundlich und ein Kavalier der Alten Schule.
  • Unbedingt wert, einmal dorthin zu fahren.
  • Ich: Keine Zeit, kein Geld und auch keine Lust. Aber anschauen kann man es ja mal.
  • Ich: Okay, schauen wir uns das Viertelchen wenigstens mal in Google StreetView an und tauchen etwas ein.
  • Ich: Gefällt mir. Oder gefällt mir nicht. Besuche ich vielleicht mal. Oder auch nicht.
  • Gesehen habe ich es aber.

Kommentieren? Eigene Gedanken dazu? Gern. Ich glaube, die Diskussion ist sehr, sehr offen und ich bin wirklich an jeder Art von Gedankengang interessiert, die uns weiterbringt.

Adieu, Google Wave.

Dass Google nun Wave einstellt, kam nicht ganz so überraschend, wenn man Google und seine Arbeitsweise bei Beta-Projekten kennt. Da werden neue Funktionen über Nacht eingespielt, gerne mal die UI ohne Vorankündigung geändert und eine vernünftige Dokumentation sucht man für Beta-Projekte auch oft genug. Das war bei Google Wave schon seit längerem nicht mehr der Fall und das war durchaus als eine Vorankündigung zu verstehen. Dass es nun vorerst nur noch bis Ende des Jahres weitergeht, ist schade. Immerhin ist die Begründung von Google so auffallend wischi-waschi, dass man davon ausgehen kann, dass die Idee woanders eingebaut wird oder zumindest nicht einfach wegstirbt.

Google Wave ist so ein Werkzeug (ich sage mit Bedacht nicht, dass es das Werkzeug ist), mit dem Collaboration, also die Idee der gleichberechtigten Zusammenarbeit, funktioniert. Und das völlig unabhängig vom Zeitrahmen. Ob nun zeitversetzt oder in Echtzeit – die Kommunikation funktioniert und jeder Beteiligte sieht, was gerade passiert. Google hat mit der Veröffentlichung von Wave einfach nur ein paar bestehende Werkzeuge wie z.B. Instant Messaging und Rich Mail zusammengeworfen und daraus ein Ding gemacht, dass jede teure Groupware, die quasi alle mit dem Buzzword Collaboration angepreist werden, quasi nackt stehen lassen und entlarvt.

Google Wave ist von der Idee her einfach, macht sich aber logisch erst dann, wenn man es mit mehreren Leuten benutzt. Immerhin ging das Verständnis für Google Wave schneller, als das Telefonieren, denn da verstehe ich den häufig praktizierten Medienbruch immer noch nicht. Warum muss man telefonieren und dabei Dinge vorlesen, die der Empfänger dann wieder aufschreiben muss? Ich bin mir sicher, dass viele Missverständnisse auf dieser Welt deshalb entstehen, weil bei diesem Medienbruch je nach Teilnehmer eine Menge an Information verfälscht oder schlicht verloren geht.

Die E-Mail ist für schnelle, konzentrierte und projektbezogene Konversation wiederum gar nicht zu gebrauchen – ich hasse E-Mail dahingehend abgöttisch. Ein Unternehmen ohne sinnvolle Dokumentation missbraucht gern E-Mail dazu, über den großen Rundverteiler einfach alle verfügbaren Dokumentationsfragmente (es dokumentieren ohne Dokumentationspflicht ja eh nur dir wenigsten) und einzelne Fragmente sind so alleinstehend, dass man es praktisch auch gleich lassen kann. Funktionieren tut das aber am Ende nur dank der Volltextsuche und das ist immer nur ein Notnagel. Und vor allem nur ein kurzes Intermezzo, denn die Blindfahrt in Richtung Mauer geht trotzdem immer weiter.

Ich mag die Begrifflichkeit des „Informationsjunkies“ nicht sonderlich, aber nichts anderes ist das, was ich tue. Ich lese Nachrichten (also offizielle), ich muss Informationen anderer Leute aufnehmen und ich muss Informationen so kanalisieren, damit ich daraus wieder andere Informationen erstellen kann. Mit einer simplen ToDo-Liste funktioniert das schon lange nicht mehr. ToDo-Listen sind Relikte aus einer Zeit, in der Informationen von Hand verschoben wurden und ohne größeren Aufwand nicht mehr wiedergefunden werden konnten. Da ist es praktisch, wenn man Aufgaben abhaken kann.

Ich merke das sehr stark beim Bloggen mit verschiedenen Weblogs und verschiedenster, mir eigentlich fremder Thematik. Ich sammle Themen on the fly als Laie und muss später dann Wissen aufbauen, um die Fragestellung als „Pseudo-Gelehrter“ beantworten zu können. Schnell (!) Wissen beizubringen, funktioniert nicht, in dem ich in die Bücherei gehe, sondern dass muss aus möglichst mehreren Quellen beigebracht und zu einem Artikel geschrieben werden. Mit To-Do und Tasks abhaken hat das alles nichts mehr zu tun. Wir stehen nicht mehr am Bahnsteig und warten auf einen Zug, sondern wir sind schon längst in der Notwendigkeit, einen veritablen Rangierbahnhof an Informationen bedienen zu müssen. Wer den Zettel hervorkramt oder den Telefonhörer als primäre Informationsbasis einsetzen will, verliert, weil er sich „verzettelt“. „Verquatscht“. Ihr kennt die Begriffe. Erst jetzt bekommen sie ihre wahre Bedeutung.

Deshalb: Schade, Google Wave war sicherlich nicht „fertig“ und verstanden haben es vielleicht auch nur die wenigsten Menschen. Aber es ist ein nahezu perfektes Werkzeug für das zeitlose Vermitteln von Information, für die Zusammenarbeit von verteilten Teams. Und es steht am Anfang dessen, was es einmal wirklich wird, da bin ich mir ziemlich sicher. Die Zeit von Wave ist eigentlich da – die Akzeptanz der Methodik wird schon noch kommen.

Synchronisation von Kontakten zwischen iPhone und Google Contacts.

Nach den vorhergehenden Artikeln zur Synchronisierung von Terminen zwischen iPhone und Google Calendar kommen wir nun zum nächsten Punkt, dem Synchronisieren von Kontakten. Auch hier gibt es einen eher weniger bekannten Dienst bei Google namens Google Contacts. So unbekannt, dass er in den meisten Auflistungen von Google-Diensten schlicht nicht aufgeführt ist.

Das hat allerdings einen Grund, denn zu Google Contacts muss man vorwegschicken: Es gehört zu den Google-Diensten, die noch sehr „beta“ sind. Zwar funktioniert Google Contacts zuverlässig und synchronisiert fehlerfrei, allerdings ist es von Benutzerfreundlichkeit noch weit entfernt und man sollte die Schwächen genau kennen, um seinen Adressbestand nicht zu ruinieren. Aus diesem Grund fange ich mit den potentiellen Fußfallen von Google Contacts an. Testet es ausführlich, wenn ihr es einsetzen wollt, denn man kann sich wirklich einen größeren Adressbestand ordentlich verhunzen, wenn man nicht aufpasst.

Die Fußfallen von Google Contacts

Das zentrale Problem zwischen der Synchronisation zwischen dem iPhone und Google Contacts sind die üblichen zwischen Synchronisationen verschiedener PIM-Anwendungen – nicht einheitliche Felder. Zwar kann man auch mit Google Contacts mehrere Telefonnummern einem Kontakt zuordnen, beispielsweise gibt es aber beim iPhone die Möglichkeit, zu einem Kontakt eine Telefonnummer unter der Rubrik „iPhone“ abzulegen. So eine Rubrik kennt Google Contacts nicht und synchronisiert die entsprechende Telefonnummer nicht. Weiterentwickelte Kontakteverwaltungen bieten hier zusätzliche Felder und zur Not auch frei definierbare Feldnamen an, Google Contacts ist hier aber nicht so weit.

Ein anderes, erheblich gefährlicheres Beispiel ist der Aufbau des Namens. Das iPhone kennt (wenn man alle Felder, die mit dem Namen zusammenhängen, hinzufügt): Titel, Vorname, Zweiter Vorname, Nachname, Namenszusatz, Spitzname. Google Contacts kennt allerdings nur Name und Titel, wobei „Titel“ auch noch unterschiedliche Bedeutungen haben; beim iPhone ist damit „Herr“ bzw. „Frau“ gemeint, bei Google Contacts die Position, also beispielsweise „Geschäftsführer“. Zwar ist Google Contacts nicht dumm und setzt im Namensfeld beim Synchronisieren bzw. Importieren von Kontakten den Namen aus einzelnen Namensfeldern selbstständig zusammen, das funktioniert jedoch mitunter nicht fehlerfrei. Meine Outlook-Kontakte im Aufbauschema „Herr Otto Mustermann“ importierte Google Contacts zwar augenscheinlich korrekt, synchronisierte aber „Herr“ als Vornamen, „Otto“ als zweiten Vornamen und „Mustermann“ als Nachnamen auf das iPhone.

Vorabüberlegungen zur Kontaktepflege

Es gibt daher ein paar Dinge zu beachten, wenn man Google Contacts dafür einsetzen möchte, die Kontakte auf dem iPhone zu synchronisieren:

  • Unbedingt mit einem Backup der zu importierenden Datensätze arbeiten. Wenn die Kontaktdaten aus einer Adressverwaltung kommen, den dortigen Adressbestand noch einige Zeit gesichert halten.
  • Google Contacts kann zwar Kontakte aus CSV-Dateien importieren, es macht jedoch Sinn, beim Exportieren von Adressen aus der alten Adressverwaltung nicht synchronisierbaren Ballast gleich wegzulassen. Dazu gehört das „Frau“ und „Herr“, also der Titel. Empfehlenswert ist es, zunächst eine kleine Auswahl an Kontakte testweise in Google Contacts zu importieren, auf das iPhone zu synchronisieren und zu prüfen.
  • Wer Kontakte aus einer Adressverwaltung exportiert, die frei definierbare Felder für Telefonnummernbezeichnungen ermöglicht, sollte sehr vorsichtig sein, denn hier wird es mit ziemlicher Sicherheit Probleme geben, die vornehmlich damit enden, dass die entsprechenden Telefonnummern nicht synchronisiert werden.
  • Vorsicht auch bei der Verwaltung von Anschriften. Google Contacts tut sich schwer mit der Verwaltung von Postleitzahlen und ordnet diese nicht korrekt zu, da offensichtlich das amerikanische System angewendet wird, bei dem die Postleitzahlen hinter dem Ortsnamen stehen. Auch hier ist die Adresspflege auf dem iPhone sicherer, da die dort hinterlegten Felder von Google Contacts anstandslos übernommen werden.
  • Notizen zu Kontakten werden übernommen, allerdings gehen jegliche Formatierungen verloren, also Fettdruck, Unterstreichungen etc.

Noch nicht abgeschreckt? Gut, ich bin es nach wie vor auch noch nicht und setze Google Contacts neben Google Calendar ein und synchronisiere damit auch auch regelmäßig iPhone und iPad. Denn die Kontaktesynchronisation hat einen gewaltigen Vorteil: Synchronisiert man bereits einen Google-Kalender via Active Sync (bzw. „Google Sync“), dann ist der Weg zum Synchronisieren von Kontakten nur noch ein Schalter weit entfernt:

Ihr seht den Schalter für „Kontakte“? Den einfach antippen und aktivieren und schon werden Kontakte mit Google Contacts synchronisiert. (Die genaue Anleitung von Google Sync findet sich im Artikel zur Einrichtung der Synchronisation zwischen iPhone und Google Calendar.)

Auch bei der Synchronisation von Kontakten gilt: Bestehende Kontakte auf dem iPhone bleiben weiterhin autonom und werden zumindest nicht auf dem iPhone automatisch zu Google Contacts verschoben. Der Weg muss hier über iTunes und eine externe Kontaktverwaltung laufen

Kontaktebestand importieren

Der Import von bestehenden Adressen zu Google Contacts ist relativ einfach. Importiert werden können CSV-Dateien und auch einzelne vCards. Mit dem Weg über CSV-Dateien werden alle gängigen Adressverwaltungen – inklusive Thunderbird, Outlook und Outlook Express – bequem abgedeckt. Wenn die alte Adressverwaltung Sortierungen in Kategorien ermöglicht hat (Outlook macht das beispielsweise sehr schön), dann werden diese Informationen übernommen, allerdings später nicht auf das iPhone synchronisiert, da das iPhone solche Kategorien nicht kennt. Die Kategorienverwaltung ist jedoch in Google Contacts unabhängig davon problemlos möglich.

Geburtstagsverwaltung

Schon in meinen Artikeln zu Google Calendar habe ich erwähnt, dass eine Geburtstagsverwaltung nicht mehr mit wiederholenden Terminen gemacht werden sollte, sondern dass Geburtstage sinnvollerweise mit einer Kontakteverwaltung in einen Kalender importiert werden sollten. Erfreulicherweise macht das Google Contacts sehr schön, es gibt für jeden Kontakt die Möglichkeit, dessen Geburtstag hinzuzufügen. Und wer sich dann in Google Calendar bei „Weitere Kalender“ den zusätzlich angebotenen Kalender für Geburtstage seiner Kontakte abonniert, bekommt die Geburtstage, die auf dem iPhone bzw. in Google Contacts hinzugefügt und gepflegt werden, frei Haus in seinen Google Calendar.

Mehrere Adressbücher?

Kurzum: No way. Erstens unterstützt das iPhone immer nur ein Adressbuch. Zweitens unterstützt auch Google Contacts nur ein Adressbuch. Und drittens kann Active Sync alias „Google Sync“ ebenfalls nur ein Adressbuch synchronisieren. Abhilfe könnte es vielleicht einmal mit einem Protokoll namens „CardDAV“ geben, mit der die Synchronisation von Adressbüchern unabhängig von Active Sync funktionieren soll. CardDAV wird vom iPhone ab iOS 4 unterstützt, allerdings kennt Google Contacts CardDAV noch gar nicht. Da aber Google Contacts eben noch beta ist, besteht hier berechtigte Hoffnung, dass das einmal funktionieren könnte.

Terminsynchronisation zwischen iPhone und Google Calendar via CalDAV.

Neben der Kalendersynchronisation zwischen iPhone und Google Calender via ActiveSync (alias „Google Sync“ bzw. im iPhone bekannt unter „Microsoft Exchange“), gibt es noch die Möglichkeit mit dem CalDAV-Protokoll. CalDAV ist im Gegensatz zu ActiveSync, das aus dem Hause Microsoft kommt, einer herstellerübergreifende Implementierung zur Kalendersynchronisation, hat aber durchaus gewichtige Vor- und Nachteile. Beginnen wir mit den Vorteilen von CalDAV:

  • Es ist, wie bereits geschrieben, herstellerübergreifend und eine freie Technologie zur Kalendersynchronisation.
  • Im Gegensatz zu ActiveSync können auch mehrere Kalender synchronisiert werden.

Allerdings gibt es auch gewichtige Nachteile:

  • CalDAV ist verhältnismäßig komplex und daher auch nicht ganz einfach zu implementieren (was uns als Anwender freilich bedingt stört).
  • Die Synchronisation ist mitunter langsamer, als bei ActiveSync.
  • Es werden mehr Daten als bei ActiveSync übermittelt (das ist vor allem ein Thema bei vielen Kalendern, vielen Terminen und Auslandseinsatz via Mobilfunk).

Dennoch bleibt den meisten Nutzern von iPhone/iPad und einem normalen Google-Konto nicht viel anderes übrig außer der Kalendersynchronisation per CalDAV. Seit dem 30. Januar 2013 hat Google die Unterstützung für Google Sync für alle Google-Konten eingestellt, die bis dato nicht mindestens einmal Google Sync genutzt haben.

Sprich: Haben Sie bisher mit einem normalen Google-Konto noch nie einen Kalender oder ein Adressbuch auf ein Smartphone synchronisiert oder das erste Mal so eine Synchronisation nach dem 30. Januar 2013 getan, ist in Sachen Kalendersynchronisation dies hier die korrekte Anleitung für iPhone und iPad. In Sachen Adressbuchsynchronisation zwischen iOS und Google Contacts gibt es einen weiteren Artikel von mir hier: Synchronisation von Kontakten zwischen iPhone und Google Contacts via CardDAV

Vorbereitung zum Synchronisieren von mehreren Kalendern

Wenn tatsächlich nicht nur der Hauptkalender, sondern mehrere Kalender eines Google Accounts synchronisiert werden sollen, muss man dies Google Calendar mitteilen. Dazu gibt es eine eigene Seite mit den iPhone Sync Settings (vorher natürlich mit dem Google Account angemeldet sein), auf der man die gewünschten Kalender, die man synchronisieren möchte, anhaken kann.

Änderungen an diesen Einstellungen funktionieren selbstverständlich auch nach der erstmaligen Synchronisation, diese werden dann einfach beim nächsten Synchronisationslauf vorgenommen. Zu beachten – ich erwähne es hier zur Sicherheit noch einmal – ist, dass die Synchronisierung umso länger dauert, je mehr Kalender synchronisiert werden müssen.

CalDAV auf dem iPhone einrichten.

Ich gehe jetzt mal generöserweise an dieser Stelle davon aus, dass bereits einen Google Account vorhanden und auch Google Calender schon im Einsatz ist. Falls das noch nicht so ist, dann ist in meinem vorherigen Artikel die Einrichtung von Google Calender beschrieben (dort dann natürlich die folgende Einrichtung von ActivSync weglassen).

Der Startpunkt auf dem iPhone sind wieder die Einstellungen und dort der Punkt „Mail, Kontakte, Kalender“. Hier geht es wieder auf „Account hinzufügen …“. Der nächste Schirm zeigt wieder die möglichen Technologien dazu an:

Hier wählen wir „Andere“ und springen nach dem Antippen dieses Punktes auf die nächste Seite:

Uns interessiert der vorletzte Punkt, nämlich „CalDAV-Account hinzufügen“. Ein Tippser darauf führt uns auf die nächste Seite, in der die Zugangsdaten des Google Accounts eingegeben werden müssen:

Auch hier die notwendigen Eintragungen im Klartext:

  • Server: www.google.com
  • Benutzername: Die Mailadresse des Google Acoounts
  • Kennwort: Das Passwort des Google Accounts
  • Beschreibung: (frei wählbare Beschreibung)
  • Erweiterte Einstellungen: (so lassen, nicht abändern)

Mit „Sichern“ werden die Angaben vom iPhone sogleich geprüft und im Erfolgsfall abgespeichert. Ich habe in meinem Fall übrigens zwei Anläufe gebraucht, bis die Synchronisation funktionierte, weiß der Geier, warum das so war.

Beim nächsten Aufruf der Kalender-App wird dann eine erstmalige Synchronisation mit dem Google Account vorgenommen, das kann durchaus, je nach Fülle der Termine, ein paar Minuten dauern Und hübscherweise werden verschiedene Kalender dann tatsächlich auch farblich unterschiedlich markiert.

Feintuning

Auch bei den CalDAV-Einstellungen gelten die gleichen Feintuning-Überlegungen, wie bei ActiveSync. Überlegen, ob das Pushen von Terminen notwendig ist und ggf. auf manuell stellen und den Einladungsmodus aktivieren. Zusätzlich gibt es noch in den Kalendereinstellungen die Option des Standardkalenders, hier wählt man sinnigerweise den Hauptkalender aus, so dass neue Termine, die auf dem iPhone angelegt werden, standardmäßig auch im Hauptkalender in Google Calendar abgelegt werden. Bei jedem neu anzulegenden Termin hat der Benutzer jedoch die Möglichkeit, den anzulegenden Termin in einen anderen Kalender abzulegen.

That’s it. Have Fun!

Terminsynchronisation zwischen iPhone und Google Calendar.

Update vom 23.04.2013: Die Synchronisierung zwischen iOS und Google Calender ist hier mit dem Google-Dienst „Google Sync“ beschrieben, das auf dem ActiveSync-Protokoll von Microsoft basiert und auf dem iPhone mit der Synchronisationstechnik „Microsoft Exchange“ konfiguriert wird. Es ist zu beachten, dass Google Sync mit normalen Google-Konten nur noch dann eingesetzt werden kann, wenn diese Synchronisation vor dem 30. Januar 2013 eingerichtet und mindestens einmal auch genutzt wurde. Für alle anderen Google-Konten ist die Kalendersynchronisation zu Google Calendar per Google Sync nicht mehr möglich. Als (bessere) Alternativ empfiehlt sich hier die Terminsynchronisation zwischen iPhone und Google Calender per CalDAV (auch hier im Blog beschrieben). Google-Apps-Konten können auch weiterhin mit Google Sync arbeiten.

Bisher habe ich mein iPhone in Sachen Terminverwaltung lokal via iTunes mit meinem Terminkalender in Outlook synchronisiert. Das lief mehr schlecht als recht, denn offensichtlich gibt es zwischen Outlook und iTunes immer wieder größere Differenzen bei Terminen, die mit Zeitzoneninformationen hinterlegt sind. Das ist etwas schwierig zu erklären, ich habe das jedenfalls immer mit jährlich wiederholenden, ganztägigen Terminen gemerkt (ergo: Geburtstage), die, je nach dem, ob in Sommer- oder Winterzeit angelegt, um eine Stunde vor- oder nachgeschoben erscheinen. Richtig dringend wurde eine Echtzeitsynchronisation spätestens nach dem Kauf des iPad, denn das habe ich quasi nie in Synchronisation am PC.

Da ich keinen eigenen Server für Termin- und Adresssynchronisation im Einsatz habe, muss also ein externer Dienst heran. Da gibt es den apple-eigenen Dienst “Mobile Me”, der jedoch aufgrund des unverschämten Preises inakzeptabel ist. Oder es wird einfach mit einem Google-Account synchronisiert. Dazu kann man Google Calendar einsetzen und für die Adresssynchronisation auch den weniger bekannten Dienst namens Google Contacts.

Termine mit Google Calendar

Google Calendar muss man nicht sonderlich erklären, denn der Kalenderdienst ist wirklich weitgehend intuitiv zu bedienen, wenn man sich jemals näher mit Terminverwaltung beschäftigt hat. Zwar besitzt Google Calendar nicht ganz so ausgefeilte Features wie Outlook oder Lotus Notes, allerdings macht es Google Calendar mit seiner Plattformunabhängigkeit komplett wett – es funktioniert einfach überall.

Import von Terminen aus einer Kalendersoftware zu Google Calendar

Wer bisher ausschließlich nur mit Google Calendar gearbeitet hat, ist schon auf der richtigen Seite. Wer bisher eine andere Terminverwaltung eingesetzt hat, kann zumindest seine bisherigen Termine mitbringen, wenn die bisher eingesetzte Kalendersoftware den Export der Termine als CSV-Datenbank ermöglicht. Solche Terminarchive importiert Google Calendar anstandslos, wenngleich dieser Vorgang durchaus eine Weile dauert – für 10 Jahre Termine brauchte Google Calendar ca. eine Viertelstunde nach dem eigentlichen Hochladen der CSV-Datei, bis diese auch in Google Calendar erscheinten.

Ein wichtiger Punkt vorab: Vorsicht bei sorgsam gepflegten wiederholenden Terminen wie Geburtstagen, hier gibt es viel Krawallpotential. Wiederholende Termine werden nämlich logisch gesehen als ein fixen Termin angelegt, der sich jährlich wiederholt. Das bedeutet, dass wenn man zum 1. Januar 2001 einen Termin mit jährlicher Wiederholung angelegt hat, dieser tatsächlich nur einmal existiert und dann jährlich wiederholt angezeigt wird. Viele Kalenderprogramme exportieren solche Termine allerdings tatsächlich als Einzeltermine, so dass ich bei meinem ersten Exportversuch aus Outlook tausende einzelner Geburtstagstermine hatte.

Bevor man sich diesem Ärger hergibt, hier eine ganz pragmatische Lösung: Gesonderte Geburtstagstermine löschen und Geburtstage lieber in der Adressverwaltung hinterlegen. Die meisten Kalenderprogramme ermöglichen dies, Google Calendar kann dies auch und ab der iPhone-Software iOS 4 zeigt die iPhone-Kalendersoftware solche Geburtstagstermine aus der Adressverwaltung auch in einer gesonderten Kalenderkategorie an und man versaut sich den eigentlichen Kalender nicht mehr mit Geburtstagsterminen.

Mehrere Kalender mit Google Calendar

Was Google Calendar einst mit einer unerhörten Einfachheit revolutioniert hat, ist der Einsatz von verschiedenen Kalendern, die beliebig mit anderen Benutzern gemeinsam genutzt oder auch einfach veröffentlicht werden können. Hier gibt es ein paar Dinge vor einem eventuellen Import von Terminen zu beachten:

  • Viele Kalenderprogramme arbeiten zur Terminunterscheidung nicht mit unterschiedlichen Kalendern, sondern mit Terminkategorien. Google Calendar aber kennt keine Kategorien. Wenn man nun aber Termine getrennt verwalten möchte (beispielsweise private und dienstliche Termine), kann man sich damit behelfen, dass in Google Calendar in der linken Spalte unter “Meine Kalender” ein weiterer Kalender hinzugefügt wird. Nun muss man nur noch in der bisherigen Kalendersoftware die Termine nach Kategorien getrennt in unterschiedliche CSV-Dateien exportieren und beim Import in Google Calendar den gewünschten Zielkalender auswählen.
  • Bei der Neuanlage von weiteren Kalender in Google Calendar ist zu beachten, dass für jeden weiteren Kalender später auf dem iPhone eine gesonderte Synchronisation eingerichtet werden muss. Das ist zwar kein Hexenwerk, aber den Einrichtungs- und späteren Synchronisationaufwand sollte man berücksichtigen, wenn beabsichtigt wird, einige Dutzend Kalender anzulegen.
  • Bei Kalendern, die gemeinsam mit anderen Benutzern verwaltet werden, sollte man zudem einen Punkt beachten: Wenn jemand einen Eintrag in einem gemeinsam genutzten Kalender tut, sollte er die Teilnehmer mit der integrierten Einladungsfunktion zu diesem Termin einladen. Tut man das nicht, erscheint ein so gespeicherter Termin einfach bei den anderen Teilnehmern in deren Kalender, sie werden aber in der Standardeinstellung von Google Calendar nicht informiert. Das ist vor allem für mobile Benutzer ein nicht zu unterschätzendes Problem, da sie aufgrund der Bildschirmgröße oft nicht die Wochen- oder Monatsübersicht ihres Gerätes nutzen und keinen weiten Terminüberblick haben.

Google Calendar mit dem iPhone synchronisieren

Kurz eingeleitet: Mit der Einrichtung von Google Calendar ist die größte Arbeit schon geleistet, denn das Einrichten der iPhone-Synchronisation ist einfach. Und das ist nicht zuletzt einer Ironie der Großkonzerne zu verdanken, denn damit das Apple iPhone mit Google Calendar funktioniert, braucht es eine Technologie namens ActiveSync und die müssen sowohl Apple, als auch Google bei Microsoft lizenzieren. So schließt sich der Kreis. 🙂

Um die Synchronisation auf dem iPhone einzurichten, geht es auf dem Springboard in die “Einstellungen”-App. Dort dann in die Option “Mail, Kontakte, Kalender” und dann auf der nächsten Seite unter “Accounts” auf den Punkt “Account hinzufügen …”. Es erscheint folgende Auswahl an Synchronisationsmöglichkeiten:

Im obigen Bildschirm also nicht den Fehler machen, „Google Mail“ auszuwählen (das synchronisiert nämlich tatsächlich eben nur Google Mail), sondern den ersten Punkt namens „Microsoft Exchange“. Das führt dann zum nächsten Bildschirm, in dem die Zugangsdaten einzugeben sind:

Die einzugebenden Felder im Klartext:

  • E-Mail: Die Mailadresse des Google Accounts
  • Server: m.google.com
  • Domain: (nichts eintragen)
  • Benutzername: Die Mailadresse des Google Accounts
  • Kennwort: Das Passwort des Google Accounts
  • Beschreibung: (frei wählbare Beschreibung)
  • SSL verwenden (erscheint erst später): aktivieren bzw. aktiviert lassen

Nach dem Eintragen der Daten wird rechts oben auf „Nächstes“ geklickt (mein Screenshot enthält die Ansicht bereits eingetragener Zugangsdaten, deshalb steht dort „Fertig“) und das iPhone testet den Zugriff mit den hinterlegten Daten. Wenn die Zugangsdaten korrekt sein sollten, erscheint ein Bildschirm mit den Angaben darüber, was genau synchronisiert werden soll. Wir wollen den Kalender (dazu in einem nächsten Blog-Artikel) synchronisieren und aktivieren den Punkt, daraufhin wird sofort eine Warnung (Bild rechts) erscheinen:

Was will das iPhone hier? Die Meldung erscheint dann, wenn auf dem iPhone schon ein lokaler Kalender existiert und genau um den geht es hier – soll er behalten werden oder darf er gelöscht werden? Wird letzteres gedrückt, wird er sofort gelöscht und das ist dann ein Problem, wenn dieser lokale Kalender nicht mit einer externen Kalendersoftware synchronisiert wurde, denn passierte das nicht, ist der Kalender futsch. Hat man also einen bisher lokal auf dem iPhone gepflegten Kalender und möchte diesen nicht löschen, sollte er beibehalten werden.

Das iPhone trennt übrigens lokale und extern synchronisierte Kalender von Hause aus strikt und bietet keine Bordlösung an, solche Kalender miteinander zu migrieren. Es bleiben also im Zweifelsfall nur drei Wege zur Lösung:

  1. Den lokalen Kalender auf dem iPhone behalten und auf „Auf iPhone behalten“ tippen. Eine halbherzige Lösung, denn der lokale Kalender wird nicht zu Google Calendar synchronisiert und verbleibt damit als Kalender auf dem iPhone.
  2. Wenn die lokalen Termine in Google Calendar übernommen werden sollen, hier abbrechen und zunächst zuschauen, über iTunes das iPhone mit einer externen Kalendersoftware zu synchronisieren, um die Termine zu exportieren und später manuell in Google Calendar zu importieren.
  3. Wenn alles klar ist und die eventuell vorhandenen lokalen Kalenderdaten bereits in Google Calendar sind, beherzt auf „Löschen“ tippen und bestätigen, dann werden die lokal vorhandenen Termine gelöscht.

Wenn nun alles eingerichtet ist, erfolgt eine Synchronisation zwischen Google Calendar und der Kalenderanwendung des iPhone beim nächsten Start des Kalenders. Dies kann bei vielen zu synchronisierenden Terminen durchaus einen Moment dauern, ist aber dank ActiveSync-Technologie mobilfunkoptimiert, funktioniert also auch über Mobilfunk verhältnismäßig flott.

Weitere Kalender synchronisieren

Oben schon mal kurz eingeführtes Problem bei der Synchronisation zwischen dem Google Calendar und dem iPhone: Es wird nur der Hauptkalender synchronisiert. Wer in Google Calendar weitere Kalender führt und mehrere Kalender mit dem iPhone synchronisieren will, kommt mit ActiveSync nicht weiter und muss einen anderen Weg beschreiten, nämlich den mit CalDAV. Das habe ich hier beschrieben: Synchronisation mehrerer Kalender zwischen iPhone und Google Calendar.

Standardmäßig wird per Google Sync nur der Hauptkalender synchronisiert. Hat man in Google Calendar nur einen Kalender am Start, ist das auch kein Problem. Hat man mehrere Kalender, die man gern zum iPhone synchronisiert haben möchte, muss dies Google mitgeteilt werden. Hierzu gibt es eine eigene Website, die mit dem Mobile Safari (also dem eigebauten iPhone-Webbrowser) aufgerufen werden muss, genau unter der Adresse (selbstverständlich ist nun eine Anmeldung mit dem eigenen Google-Konto fällig): http://m.google.com/sync

Nach Aufruf der Adresse wird man, sofern man mit einem Nicht-auf-Englisch-eingestellten-iPhone dorthin surft, mit der Meldung begrüßt, dass das Gerät nicht unterstützt werde. Doch das ist tatsächlich ein Bug, weshalb wir weiter unten unter dem Link „Sprache“ als Sprache „Englisch (US)“ auswählen. Danach verschwindet die Geht-nicht-Meldung und es erscheint/erscheinen das/die Gerät(e), mit denen aktuell synchronisiert wird:

In meinem Fall ist dies mein iPhone und mein iPad, die beide per Google Sync zu Google-Diensten synchronisieren. Wählen wir nun ein Gerät mit einem Tappser aus und schon wird es logisch, was hier eingestellt werden kann:

Hier wird also Google Calendar mitgeteilt, welche Kalender es über Google Sync mit dem ausgewählten Gerät synchronisieren soll. Hat man praktischerweise neben seinem Hauptkalender und den eingerichteten Nebenkalendern noch von Google angebotene Kalender im Einsatz, kann man sich hier auch noch hübsch beispielsweise die deutschen Feiertage rübersynchronisieren. Für iPhones und iPads mit einem iOS 3.x macht auch das Synchronisieren von Geburtstagen Sinn, da dies erst ab iOS 4.0 vom iPhone selbst anhand der lokalen Kontaktdatenbank getan wird.

Abspeichern und gut ist.

Der letzte Schritt ist jetzt nur noch auf dem iPhone zu tun, nämlich in der Kalender-App selbst: Dort gibt es nämlich links oben den Button „Kalender“ und nach dem nächsten Synchronisieren erscheinen dort alle zu synchronisierenden Kalender. Hier kann auch nochmal Fall für Fall entschieden werden, ob die nun hinzugefügten Kalender auch tatsächlich angezeigt werden sollen oder nicht, ein Haken hinter dem jeweiligen Kalender zeigt das dann an. Was hier leider nicht geht, ist das Ändern der Kalenderfarben, das regelt iPhone/iPad leider komplett mit sich selbst. Ärgerlicher, kleiner Designfehler von Apple.

Feintuning der Synchronisation

Zwei Dinge sollten wir noch feintunen: Spezielle Kalenderoptionen und eventuellen Push-Service. Die Kalenderoptionen finden sich auf dem iPhone in den Einstellungen wieder unter „Mail, Kontakte Kalender“ und sehen folgendermaßen aus:

Auch hier kurz die Optionen im Klartext:

  • Einladungsmeldungen: Standardmäßig aktiviert, ermöglicht diese Funktion es, dass Einladungsmeldungen angezeigt und beantwortet werden können. Ist vor allem sinnvoll bei gemeinsam genutzten Kalendern, aber auch dann, wenn jemand eine Kalenderanfrage an den Google-Account mailt.
  • Sync: Hier wird angegeben, welche Ereignisse der Vergangenheit synchronisiert werden sollen. Die Option „unbegrenzt“ ist in meinen Augen etwas übertrieben, wenn man sehr viele historische Termine hat, denn je mehr Termine das iPhone zu verwalten hat, desto langsamer wird die Kalenderanwendung leider auch. Sechs Monate in die Vergangenheit sind bei mir völlig in Ordnung.
  • Zeitzonen-Support: In meinem Fall eben „Berlin“. Zu beachten ist unbedingt, dass auch in den Einstellungen des Google Calendar unbedingt die gleiche Zeitzone eingestellt ist.

Zum Thema Push-Service, den man ebenfalls unter „Mail, Kontakte, Kalender“ einstellen kann… meine Meinung ist da die: „Wer’s braucht, aktiviert’s.“ Das Pushen von Kalendern und Kontakten funktioniert dank ActiveSync problemlos, kostet jedoch Akkustrom des iPhone. Und da sollte man eben bedenken, ob es das Wert ist. In meinem Fall ist es das nicht, denn so viele Änderungen gibt es in meinen Kalendern und Kontakten nicht, als dass ich ständig mein iPhone nachschauen lassen müsste, ob es etwas neues gibt. Der Push-Service ist deshalb bei mir ausgeschaltet. Hat man den Push-Service eingeschaltet (weil man beispielsweise einen Mailaccount per Push überwacht), kann man in den Push-Einstellungen den Push-Service für jeden Account einzeln steuern. Wird dort auf „Manuell“ geschaltet, erfolgt keine Push-Synchronisation und eine manuelle Synchronisation nur dann, wenn die Kalender- bzw. Kontakte-Anwendung gestartet wird. Für meinen Fall völlig ausreichend.