Archiv der Kategorie ‘Netztechnik‘

Huch, ein paar IP-Adressen!

Montag, den 11. Februar 2008

ICANN hat heute gestern in einer Pressemeldung verkündet, dass, wie der Zufall es will, doch noch ein großer IP-Adressblock für die IP-Adressvergabe zur Verfügung steht. Genau handelt es sich um 14.0.0.0/8, also ein “Class-A”-Netzwerk. Dieses Net-14 war bislang reserviert für andere Netzwerke, die mit dem Internet verbunden werden sollten. Sprich: Uralte Historie und schon seit Jahren schlicht ein geparkter Netzblock - wie übrigens noch weitere 43 (!) Netzblöcke in der gleichen Größe, die zu Urzeiten Firmen wie IBM und Daimler-Benz (inzwischen durch ständige Weitergabe der IT-Sparte gehörig zu T-Systems) vergeben wurden und die damit weitgehend nichts anfangen.

Keine Frage: Der Umstieg auf IPv6 ist sinnvoll. Je früher der Wechsel stattfindet, desto besser für das Internet und die zukünftige Adressvergabe. Das plötzliche Finden von Net-14 aber mit dem Spruch zu kommentieren, “man habe nun wieder etwas Luft zu atmen”, ist angesichts der noch riesigen Netzblöcke, die brachliegen, etwas seltsam. Wenn jetzt jede zukünftige Pressemeldung so geschrieben wird, wenn wieder plötzlich ein neues, altes Netzwerk aus der Schublade springt, macht das die Angelegenheit sicherlich nicht wenig prekärer.

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Home-Networking.

Freitag, den 24. August 2007

Ich habe relativ schnell gemerkt, dass mein kleiner WLAN-fähiger DSL-Router mit den gestiegenen Anforderungen eines Hausnetzwerkes so langsam überfordert ist. Am Sonntag habe ich vergeblich versucht, 3,5 Gigabyte Videorohdaten vom Notebook zum PC zu übertragen, denn der DSL-Router, der mit seinem eingebauten Switch genau dazwischensteht, stürzte nach 2 Gigabyte irgendwann einmal ab. Ich muß also zuschauen, Switching, Routing und WLAN-Bridging voneinander zu trennen. Das allein schon deshalb, weil die notwendigen Übertragungsbandbreiten im LAN eher nicht weniger werden, wenn z.B. nicht nur mir im Haushalt der flexible Zugriff auf meine Musikbibliothek gefällt.

Ich werde also zuschauen, den DSL-Splitter im Keller zu installieren und dort einen einfachen DSL-Router anzuschließen. Von dort aus geht es per Powerline-Adapter ins Wohnzimmer auf einen dortigen Switch mit WLAN-AP. Am Switch ist die Playstation und ggf. fernsehtechnisches Gedöhns angeschlossen, per WLAN-AP wird dann das Wohnzimmer WLAN-technisch versorgt und ggf. Mediengerätschaften der drahtlose Zugriff ins LAN ermöglicht. Ein weiterer Powerline-Adapter steht dann in meinem Arbeitszimmer und hinter dem zusätzlich dort installierten Switch hängt dann der PC und die Docking-Station für das Notebook.

Das könnte so gefallen, denn so habe ich als größten Vorteil den DSL-Router nicht mehr in der Mitte, weil ich ihn nicht mehr als Switch mißbrauchen muss.

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WLAN und Wasser.

Mittwoch, den 18. Juli 2007

Zur Zeit habe ich im Büro mit einer Internet-Anbindung eines Kunden und buchstäblich mit den Elementen zu kämpfen.

Die Anbindung ist schon von Anfang an rekordverdächtig gewesen. Hauptsächlich basiert diese Strecke nämlich auf eine G.SHDSL-Strecke mit 15 Kilometern Länge, auf der wir am Ende noch eine symmetrische Bandbreite von rund 800 Kilobit pro Sekunde haben. Allein das sind schon Werte, bei der andere Firmen und anfänglich auch der Hersteller der G.SHDSL-Gerätschaften ziemlich ins Stutzen kamen. Dennoch, das läuft.

Das größere Problem ist, dass die Leitung aus bestimmten Gründen nicht direkt beim Kunden terminieren kann und quasi die letzte Meile per Funk überbrückt werden muss. Da das rund ein Kilometer ist, machen wir das per WLAN und stark gerichteten Antennen. Auch das funktioniert soweit gut - wenn nicht gerade starker Schnefall ist oder Gemüse dazwischenwächst.

Das hat relativ naturelle Gründe: WLAN (zumindest das ältere 802.11b) sendet auf dem ISM-Band zwischen 2,4 und 2,5 Gigahertz. Dieses Band ist lizenzfrei. Und das nicht einfach so, denn hier liegt der Resonanzbereich von Wasser, weshalb beispielsweise Mikrowellenherde auch Strahlungen in genau diesen Frequenzen dazu nutzen, die tiefgefrorene Schweinehälfte warmzumachen - in dem das darinliegende Wasser in Bewegung versetzt wird. Bei WLAN möchte ich das natürlich nicht unbedingt, weshalb dazwischen liegende Bäume und alle anderen Dinge, die hauptsächlich aus Wasser bestehen, teilweise schwere Funkstörungen auslösen können.

Dazu kommt dann leider auch noch, dass die Sendeleistung eines WLAN-Senders mit 0,1 Watt (!) verschwindend gering ist, mehr Sendeleistung verstößt leider gegen Lizenzbedingungen. Der effektivste Weg wäre vermutlich, einfach einen Mikrowellenherd umzubauen und auf den Mast zu schnallen, der dann einfach alles Gemüse auf der Strecke nebenbei noch wegbrät, aber ich glaube, dagegen könnten Leute sein. Spätestens irgendwelche Straßenbauarbeiter, die in der Nähe mit dem Steiger auf Laternenmasten steigen und Birnen auswechseln wollen und nebenbei einfach so weggekocht werden.

So muss dann leider ein Ahornbaum, der ziemlich genau in der Funkstrecke wächst, demnächst kontrolliert einen Ast entbehren. (Darum wird sich natürlich ein fachlich versierter Gärtner kümmern!) Die Blätter allein sind es wohl nicht, aber nach einem Regen dauert es einige Stunden, bis die Funkstrecke merklich besser wird. Das liegt wohl daran, dass die Feuchtigkeit, die noch auf den Blättern liegt, erst verdunsten muss, bis es dann wieder läuft.

Schade irgendwie, die Lösung mit dem Mikrowellenherd hat seinen Charme…

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HomePlug

Mittwoch, den 11. Juli 2007

Seit einigen Wochen habe ich der bisher eher lästigen und vor allem teuren Inhouse-Verkabelung im Privathaus mit Ethernet den Kampf angesagt und setze Powerline-Adapter nach dem HomePlug-Standard ein, die ein Netzwerk über das normale Stromnetz bilden. Und ich muss sagen: Es funktioniert absolut idiotensicher. In meinem Fall sind es zwei Powerline-Adapter von Zyxel, genau die Modelle PL-100, die noch mit einem frühen HomePlug-Standard etwa 80 Megabit/Sekunde übertragen können.

Das Installieren ist ein Einfachheit nicht zu überbieten. Auspacken und Stecker rein. Das erste Gerät im Stromnetz bildet den “Server” im Netzwerk sendet ein elektronisches Leuchtfeuer aus. So bald ein weiteres Gerät ins Netz dazukommt, empfängt es dieses Leuchtfeuer und beide bilden sofort ein Netzwerk. Die Netzwerkstruktur ist busförmig, das heißt, dass alle Geräte logisch hintereinander geschaltet sind. Die Datenübertragung selbst erfolgt durch Modulation der Information auf die Netzfrequenz, die jedoch (theoretisch) nur bis zum Stromzähler reichen soll und nicht in das öffentliche Stromnetz übergeht.

So bald mindestens zwei Powerline-Adapter ein Netzwerk gebildet haben, können an beide jeweils Netzwerkgeräte angeschlossen werden. An einem Adapter hängt mein DSL-Router, der per DHCP IP-Adressen vergibt. Am anderen mein PC, der sogleich über die Strecke auch artig seine IP-Adresse bezieht und funktioniert.

Die Bandbreite wird mit dem herkömmlichen HomePlug-Standard mit 80 Megabit pro Sekunde angegeben, das sind natürlich Laborwerte. Bei mir zu Hause mit einem nagelneuen Stromnetz ist der Durchsatz jedoch bei über 70 Megabit/Sekunde. Im Vergleich zu anderen Übertragungstechniken wie z.B. WLAN ist das ein phänomenal geringer Verlust. Eine Stufe weiter geht “HomePlug AV” mit einer theoretischen Bandbreite von 200 Megabit pro Sekunde.

Alles in allem ist HomePlug eine zuverlässige Technologie, die einem viel Verkabelungsarbeit erspart und genau die Flexibilität des normalen Stromnetzes eines Hauses liefert. Sie ersetzt durch die busförmige Topologie zwar keinesfalls ein industrielles LAN, ist aber für Netzstrukturen im privaten Umfeld eine bestechend gute Lösung.

Was mich aber wirklich überrascht, ist die absolute

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