Warum haben Notebook-Akkus keinen Ladestecker?

Das ist wirklich mal so eine Frage, auf die ich keine Antwort finde, wie ich gerade in einem längeren Telefon festgestellt habe. Gut, bei Handy-Akkus könnte ich mich noch auf die Argumentation einlassen, dass für einen Stecker kein Platz ist und bei modernen Smartphones in der Regel der Akku-Ausbau – wenn überhaupt möglich – nur sehr umständlich möglich ist und zudem die wenigsten Menschen tatsächlich auch einen Ersatzakku dabeihätten. Aber bei Notebook-Akkus ist das nun wirklich so eine Frage. Zumal es bei vielen Notebooks inzwischen üblich ist, dass zwei Akkus mitgeliefert werden und mit einem Ladegerät logischerweise auch nur ein Notebook geladen werden kann. Mit zwei Ladegeräten übrigens dann eben auch nur, denn zum Laden brauche ich ja, mangels eigenem Ladestecker des Akkus, eben immer das Notebook dazwischen.

An der Ladeelektronik kann es kaum, die ist bei Lithium-Ion-Akkus entweder direkt im Akku mit verbaut oder extern im Notebook, kann aber nicht so teuer sein, dass man sie nicht auch in einem Netzteil, eben im Akku oder mindestens in einem dazwischenschaltbaren Adapter integrieren könnte.

No idea. Keine Ahnung, warum Notebook-Akkus keinen eigenen Ladestecker haben.

Entstörung in Sachen Bluetooth-Maus.

Dass ich jemals außerhalb der Telefonwelt mal den Begriff „Entstörung“ verwende… 🙂

Anyway… ich habe mir vor einer Weile eine Bluetooth-Maus für mein Notebook gekauft. Anforderung dabei war, dass die Maus ohne Bluetooth-Dongle zu kommen hat, immerhin hat mein HP Elitebook einen eingebauten Bluetooth-Empfänger und wegen eigenwilliger Produktpolitik eines Mausherstellers baue ich hier keine zusätzlichen Bluetooth-Netzwerke auf. Die Wahl fiel daher auf eine Microsoft-Maus, nämlich eine „Microsoft Bluetooth Notebook Mouse 5000 v1.0“, die ich stolz für schlappe 5 Euro bei eBay ersteigert habe. Dort verkauft mit dem Hinweis, dass sie Spirenzien machen würde und deshalb als kaputt verkauft wird.

Die Maus selbst war dann tatsächlich nagelneu und unbenutzt und funktioniert seitdem auch einwandfrei. Das Problem war auch sehr einfach einzugrenzen und dürfte so vermutlich häufig auftreten. Es hat nämlich etwas mit Stand-By, Hibernation und der Energieverwaltung zu tun, also dem Wiederauferstehen einer schlafengelegten Windows-Sitzung.

Das Problem macht sich folgendermaßen bemerkbar: Hat man eine Windows-Sitzung frisch gestartet, funktioniert die Maus ohne Probleme. Die Probleme tauchen erst auf, wenn eine Windows-Sitzung mit Stand-By oder Hibernation eingefroren und wieder gestartet wurde. Da funktionieren Mäuse ohne Dongles nicht mehr so zuverlässig und verlieren gern einmal die Verbindung. Das kann man dann akut nur noch dadurch beheben, in dem man die Bluetooth-Schnittstelle in der Windows-Sitzung hardware-seitig und dann auch noch die Bluetooth-Maus neu startet. Und selbst dann dauert es meist nicht lange, bis die Maus schon wieder nicht funktioniert.

Das Rätsels Lösung ist ein rein notebook-technisches, nämlich das Energiesparen. Standardmäßig sind auch die Netzwerkschnittstellen in die Energiesparpläne von Windows eingebunden und werden beispielsweise bei Nichtnutzung – je nach Energiesparplan – vorübergehend deaktiviert. Das mag mitunter nicht jede Bluetooth-Maus, weshalb übrigens einige Maushersteller gern eigene Dongles liefern, um genau hier nicht in solche Schwierigkeiten zu tappen.

Dabei ist die Lösung eigentlich sehr, sehr einfach. Im Geräte-Manager lässt sich für jedes Peripheriegerät die Berechtigung für Windows in Sachen Energieverwaltung separat konfigurieren. Und erfahrungsgemäß ist die Bluetooth-Schnittstelle kein wirklicher Energiefresser, zumal sich bei allen gängigen Notebooks die Funkschnittstelle nochmal gesondert deaktivieren lässt und das auch für die Bluetooth-Schnittstelle gilt, unabhängig davon, ob sie aus der windowsschen Energieverwaltung genommen wurde oder nicht.

Aber nun eine Kurzanleitung für Windows Vista und 7, wie man die Bluetooth-Schnittstelle aus der Windows-Energieverwaltung nimmt:

  1. Klick auf den Start-Button.
  2. Im Startmenü rechte Maustaste auf „Computer“.
  3. Dort „Eigenschaften“ auswählen, es öffnet sich das „Basisinformationsfenster“.
  4. In diesem Fenster dann links auf „Geräte-Manager“, es öffnet sich derselbige.
  5. Im Geräte-Manager gibt es dann eine Gruppe namens „Bluetooth-Funkgerät, die mit einem Klick auf das vorangehende Pluszeichen aufklappen.
  6. Das Bluetooth-Gerät des Notebooks mit der rechten Maustaste anklicken, „Eigenschaften“ auswählen.
  7. Im Eigenschaftsfenster ganz rechts den Reiter „Energieverwaltung“ auswählen.
  8. Dort gib es dann den Punkt „Computer kann das Gerät ausschalten, um Energie zu sparen“. Hier den Haken raus, alles mit OK bestätigen, Geräte-Manager wieder schließen.
  9. Glücklich sein.

 

Mehr RAM – und deine Kiste steht!

Ich war gerade doch nicht wenig verblüfft. Da sitzt man munter am Tisch mit Leuten, dröhnt herum, dass mein Notebook jetzt 4 Gigabyte Arbeitsspeicher hat, will das Ding anwerfen und dann dauert es und dauert es und dauert es. Das Hochfahren dauert wirklich unangenehm lange. Und das hat einen sehr einfachen Grund: Hibernation. Oder wie wir in der deutschen Sprache sagen: Ruhezustand.

Im Gegensatz zum Standby-Modus, bei dem ein Notebook nicht gänzlich heruntergefahren wird, sondern der Arbeitsspeicher weiter mit Strom versorgt wird und damit das Herunter- und Hochfahren sehr schnell geht, wird im Hibernation-Modus das Notebook tatsächlich heruntergefahren. Damit dann beim Hochfahren nicht ein komplett neuer Windows-Start fällig wird, wird der Inhalt des Arbeitsspeichers auf die Festplatte geschrieben und beim Starten wieder in denselbigen eingelesen. Das waren bis heute Nachmittag eben noch zwei Gigabyte und das sind nun vier. Und das ist nur bedingt witzig, weil es den Ruhezustand wirklich massiv ausbremst.

Sprich: So geht das ja mal gar nicht – ohne Hibernation stehe ich mir so die Füße in den Bauch. Und deswegen werde ich die vier Gigabyte morgen wieder ausbauen und gegen zwei Gigabyte austauschen. Zumindest so lange, bis ich so reich bin wie Göksi-Man und der Kiste wohl oder übel etwas vorgezogen eine Solid State Disk anstatt der bisherigen Festplatte gönne. Rein faktisch gesehen wäre dieses Tuning dann aber wirklich die absolute Oberlatte, denn die Preise für Solid State Disks sind sowas von hochexplosiv, das ist der regelrechte „Ober-Burner“, um mal in der Sprache meiner Cousinen zu sprechen.

Who cares about RAM limits?

Kurzum, ich liebe mein HP tx1000. Ein kleines, feines Notebook mit einem AMD Turion x2 (demnach ein Dual Core), der mit 1,8 GHz Taktgeschwindigkeit befeuert wird. Der Grafikchip basiert auf einem GeForce Go 6150, was nicht unbedingt das Beste, allerdings für ein 12-Zoll-Notebook ein guter Kompromiss ist. Mit einem Vista Ultimate x64 ist das Ding einfach mein Notebook. Nicht zu groß, auch nicht zu klein, aber im Gegensatz zur Netbook-Klasse läuft auf meinem Notebook problemlos auch rechenintensivere Software.

Nur ein Manko gibt es: Laut HP-Dokumentation lässt sich der Arbeitsspeicher nur auf 2 Gigabyte aufrüsten, aufgeteilt in zwei SODIMM-Riegel zu je einem Gigabyte. Eigentlich. Denn mein Chef meinte, ich solle doch einfach mal spaßeshalber zwei Riegel mit je 2 Gigabyte Arbeitsspeicher einbauen und schauen, ob die Kiste hochfährt. Sie fährt problemlos und hat dann tatsächlich 4 Gigabyte Arbeitsspeicher. So einfach ist das. Und ich bedaure seit Monaten leise vor mich hin, dass es angeblich nicht mehr als 2 Gigabyte sein können…