*bork*

Da liege ich so im Wohnzimmer auf dem Teppich vor dem Notebook (so denkt es sich am besten und deshalb liebe ich auch die Arbeit am Notebook so). Und dann höre ich ein leises Geräusch. Das stellt man sich am besten so vor wie eine leise vor sich hinklickernde 2,5-Zoll-Festplatte, also den Teilen, die in Notebooks oder in kleinen mobilen Festplatten verbaut werden. Nur: Es ist gar nicht die Festplatte meines Notebooks, die dieses Geräusch erzeugt, denn die Festplatte macht dieses Geräusch deutlich lauter. Und vor allem – Totschlagargument – ist das Geräusch auch dann noch präsent, nachdem ich im Laufe der Geräuschanalyse das Notebook testweise herunterfahre.

Also, die Suche wird nun intensiviert, diesmal mit zugespitzten Ohren. Und das Geräusch kommt aus  der Richtung des Kaminofens. Genauer: Des Holzhaufens, das neben dem Kamin gestapelt ist. Ein genüssliches, zufriedenes Geknuspere. Da lebt etwas. Und zwar eine Horde Borkenkäfer. Die sich jetzt vorläufig draußen auf der Terrasse weiter um das Holz kümmern dürfen.

Holz für die Welt.

Heute gab es wieder ein inzwischen immer häufiger werdendes Schauspiel bei uns: Ein Bekannter klingelt, fährt einen Anhänger voll mit Brennholz an und ladet es bei uns ab. Seit dem sich herumgesprochen hat, dass mein Vater stolzer Besitzer eines Kaminofens sind und Leute entdeckt haben, dass man damit wunderbar um die obligatorische Zweitwährung, der Rotweinflasche, herumkommt, türmen sich bei uns die Brennholzberge. Und leider fehlt meinem Vater da immer noch das Gefühl dafür, wieviel Brennholz genug ist.

Denn nach einer kleine Hochrechnung, die ich anhand des bisher in dieser Saison verheizten Holz gemacht habe, reichen die jetzigen Vorräte mindestens noch drei weitere Saisons. Der ganze Garten steht voll mit abgepackten Holzhaufen und mein Vater ist zum ersten Holzhacker des Herrn geworden.

Ein Kaminofen kühlt.

Ja, richtig gelesen. Und wir reden hier nicht von einem nicht angeheiztem Kaminofen, sondern von einem Kaminofen, der richtig auf Betriebstemperatur ist. Wie geht das? Sehr einfach: Im Zusammenspiel mit einer Zentralheizung.

Wir haben im Haus zwei Stockwerke. Beide Stockwerke werden mit einer Zentralheizung und dort fest installierten Heizkörpern von einer Gastherme im Keller versorgt. Die Gastherme selbst ist ein neueres Modell, die die Außentemperatur und die Wasserrücklauftemperatur auswertet und anhand einer einstellbaren Heizkurve den Brenner steuert. Die Gastherme kann also bei kühler Witterung dies über den Außensensor ermitteln und die notwendige Heizleistung zusätzlich über die Wasserrücklauftemperatur, die, wenn das Haus zu gering beheizt ist, kühler ist, als wenn es beheizt wäre. Und schon geht der Brenner auf Touren oder eher nicht. So weit, so gut.

Wenn nun ein Kaminofen im ersten Stock angeworfen wird, dann heizt natürlich der Kaminofen den Raum mit und damit auch das Wasser in den Heizkörpern. Das hat zur Folge, dass die Wasserrücklauftemperatur zur Gastherme hin höher ist, die Gastherme deshalb einen Gang herunterschaltet. Für den ersten Stock ist das ja dann auch in Ordnung, für den zweiten Stock aber nicht. Und schon wird es dort merklich kühler. Zusätzlich unangenehm dabei ist, dass dieser Effekt nachlaufend ist. Feuer in Kaminöfen gehen nämlich in der Regel nicht schlagartig aus und darüberhinaus verlieren Kaminöfen auch nicht sofort ihre Temperatur, so dass sich die Normaltemperatur im Haus erst nach einigen Stunden wieder regelt.

Ergo: Ich muss eine Thermostat-Lösung kaufen, die vor dem Beheizen mit dem Kaminofen die Möglichkeit bietet, die Heizkörper im ersten Stock herunterzuregeln, damit die Raumtemperatur nicht die Gastherme durcheinander bringt. Und ich dachte, wir sind im 21. Jahrhundert angekommen…

Reinigen von Kaminofenscheiben.

Potzblitz, entfuhr es mir gedanklich, als ich ein altes Hausrezept zum Reinigen einer Kaminofenscheibe ausprobiert habe und das alles in den Schatten gestellt hat, was ich bisher ausprobiert habe. Aber fangen wir von vorn an:

Kaminöfen mit einer Frontscheibe haben das regelmäßig auftauchende Problem, dass die Scheibe nach und nach verrußt und unansehnlich wird. Zwar haben bessere Kaminöfen eine Scheibenbelüftung, die zwischen Glut und Scheibe von oben und unten Luft einbläst und damit verhindert, dass die Scheibe noch schneller verrußt, dennoch ist das Verrußen kaum zu verhindern. Eher das Gegenteil tritt auf, denn durch nasses Holz oder durch dauerhaft zu viel Luft während der Verbrennung entsteht eine Menge Ruß, die sich nach und nach eben auch auf der Scheibe verewigt.

Das Reinigen dieser Scheibe ist ein hartes Stück Arbeit, wenn man keinen Plan hat. Kratzen ist aufgrund der Scheibe verboten und mit klassischen Reinigern fährt man schnell gegen die Wand und bekommt einen lahmen Arm. Also habe ich es als nächstes mit Reiniger für Ceran-Kochfelder ausprobiert, mit bescheiden besserem Ergebnis: Der Arbeitsaufwand ist derselbe.

Was erstaunlich gut funktionierte, war handelsübliches Backofenspray. Damit die Scheibe einsprühen, ein, zwei Minuten warten und mit Küchenpapier abwischen. Funktioniert hervorragend, allerdings ist das Einschäumen nicht ganz sauerei-frei und da Backofenspray auch nicht ganz ohne ist, sind Handschuhe angeraten.

Einen ganz anderen Trick habe ich im Internet gefunden und dazu braucht man eine Seite Zeitung, Wasser und etwas (kalte!) Asche aus dem Kaminofen selbst. Zeitung verknüllen, diese dann kurz in das Wasser halten und den Knäuel in die Asche tauchen. Und dann damit die Scheibe behandeln. Was sich so seltsam anhört, funktioniert grandios, die Scheibe ist danach blitzblank.