iPhone-Gewinnspiele – will man das?

In Anbetracht dessen, dass das iPhone mit seinen 400 Euro ja praktisch geschenkt gegenüber den Telefongebühren ist, die im Laufe der zwei Jahre Vertragszeit dazukommen, frage ich mich, ob man wirklich an den vielen Gewinnspielen teilnehmen möchte, in denen ein iPhone verlost wird und ausdrücklich im Kleingedruckten steht, dass im Gewinn die Vertragskosten nicht inkludiert sind.

Ich stelle mir da sehr plastisch einen Berufsgewinnspieler vor, Rentenalter, der nichts anderes zu tun hat, außer an Gewinnspielen teilzunehmen und der so ein iPhone gewinnt und sich dann im RTL-Mittagsmagazin öffentlich über den Wolf im Schafspelz beschwert, der ihm nun die monatliche Rente wegfrisst.

Jaja, ich gebe zu, das gehört zum Thema Apple-Bashing. Macht aber auch wirklich Spaß, den Beitrag zu sehen, wie heute morgen in Köln eine Horde T-Punktler und eine weitere Horde Reporter das Häufchen iPhone-Käufer dabei bewundert bzw. bedauert haben, wie sie freiwillig und unter Zeugen einen Wuchervertrag unterschreiben. I love it. 😉

Tee-Houm.

Weil es ja offenbar gerade Mode ist, über persönliches Leid mit Telefonanbietern zu klagen, darf ich etwas Öl ins Feuer gießen. Ich habe heute nämlich eine Telefonrechnung der T-Com über 0,18 Euro erhalten. Die Geschichte ist folgende:

Ich hatte im Mai einen Anschlussumzug online gestartet. Der Zeitrahmen lag bei knackigen zehn Tagen, der allerdings aufgrund des wabernden Streiks nicht sonderlich anschmiegsam war. Das merkte ich, als ich fünf Tage vor dem geplanten Umschalttermin dann mal etwas sorgenvoll auf der telekomschen Hotline anrief und tatsächlich erfahren musste, dass man dort von meinem Auftrag gar nichts wusste.

Okay, sagte damals die Tante, wir hängen uns da jetzt mal rein und schauen zu, dass das Ding eben in fünf Tagen durchgeht. Unterm Strich dauerte es dann sieben Tage, allerdings war das erträglich, da im Rahmen der Umzugsarbeiten ein goldiger Handwerker beim Streichen kurzerhand den kompletten Telekom-Übergabepunkt sorgfältig herausgeschnitten hatte und ich am Anschalttermin den anrufenden Telekom-Techniker dazu überreden konnte, aus seiner Vermittlungsstelle herauszukriechen, 300 Meter mit dem Auto Richtung Süden zu fahren und die Telekom-Dose bei uns wieder an die Wand zu schrauben und zu verkabeln. Tat er anstandslos, ich war geplättet.

Allerdings bin ich in Sachen Geldgeschenken etwas pingelig, wenn man sie dann doch nicht schenkt. Denn eine Online-Umzugsbeauftragung gibt eine 60-Euro-Gutschrift, die wunderbar zur Umzugspauschale von 59,95 Euro passt und diese quasi eliminieren soll. Diese Gutschrift bekam ich nicht, weil ja genau genommen mein Auftrag manuell von der Hotline-Tante neu ins System gehackt wurde. Ich habe daraufhin noch freundlich, aber doch bestimmt reklamiert, man möge sich doch bitte daran erinnern, dass ich den Auftrag ursprünglich ja mal online aufgegeben habe.

Man hat. Nicht schlecht.

Warteschleifenmusik.

Ich höre mir ja von Berufs wegen relativ oft irgendwelche Warteschleifenmusik an. Im billigsten Fall ist das ein Für-Elise-Gepiepse von einem ultrabilligen Synthesizer-Chip, im besseren Fall dann doch ein paar vernünftige Samples, garniert mit Sprüchen. Wer als Firma etwas auf sich hält, spielt gar eine eigene Melodie ein und die kann sich dann am Ende vielleicht sogar schlau anhören.

Was aber 1&1 in der Warteschleife hat, ist an akustischer Grausamkeit nicht mehr zu überbieten. Eine am Rande des Erträglichen singende Tante jammert etwas von „Ferngespräch“ und „Heißem Draht“ in den Hörer und versucht irgendwie dem Telefonieren ein Denkmal zu setzen, umgarnt mit Popmusik aus der MIDI-Schleife. Und das ganze ist als Warteschleife montiert, die sich alle 30 Sekunden wiederholt. Eine harte Schule für hartgesottene Warteschleifenabsitzer. Das übertrifft an Terror selbst meine legendäre Warteschleifensitzung von geschlagenen 41 Minuten auf der Arcor-Hotline anno 2003.

Ich habe zwar nur knapp vier Minuten in der Warteschleife verbracht, allerdings war das mit dieser grässlicher Warteschleife wirklich kurz vor dem Auflegen. Schrecklich. Kann man niemand bei 1&1 diese Orginalität abschalten und meinetwegen einen Für-Elise-Chip einbauen?

DECT-Telefon MIT Schnur.

Ich komme mir vor, wie jemand, der einen alten Röhrenempfänger sucht.

Folgendes Problem: Ich habe eine DECT-Basisstation als kleine Telefonanlage und zwei schnurlose Mobilteile. Für einen weiteren Flur suche ich jetzt aber ein richtiges Telefon mit Hörer an der Schnur und richtiger Stromversorgung, allerdings eben ein Telefon, dass ebenfalls per DECT an die Basisstation gebunden wird. Und genau das scheint es nicht zu geben.

Was ich gefunden habe, ist das Siemens Gigaset 2000T, das schon länger nicht mehr gebaut wird und deshalb selbst in gebrauchtem Zustand noch über 50 bis 70 Euro kostet. Für den Preis bekomme ich einen Hasenstall voll DECT-Mobilteile!

Jemand eine Idee? Und nein, Antworten in Form von „Mach an das Mobilteil eine Kette!“ werden nicht angenommen.