Käse & Rhabarber gerade kostenlos im Kindle-Shop.

Der Titel hört sich gut an, nicht? Wo gibt es schon Käse und Rhabarber kostenlos? 😉

Ist aber zumindest mit meinem kleinen eBook gerade so, das ist nämlich im Rahmen einer Werbeaktion, die ich ausprobiere, kostenlos am heutigen 10. und morgigen 11. Januar 2012 erhältlich. Und zwar noch den gesamten Tag, allerdings nach amerikanischer Westküstenzeit. Zumindest bei uns also bis nach Mitternacht unserer Zeit. Das Einrichten von Werbeaktionen ist demnach herrlich einfach, allerdings doch etwas verbesserungswürdig, denn die amerikanische Westküstenzeit ist für mich als Mitteleuropäer für ein deutsches Buch eigentlich herzlich unwichtig.

Wie auch immer: Wer also das Büchlein kostenlos im Kindle-Shop abgreifen möchte, bedient sich genau jetzt. Bitte rechts auf den Button oder das Cover klicken, auf den Preis von „0,00 Euro“ achten und abholen.

Ach, und eine Bewertung darf übrigens auch mal geschrieben werden, bitteschön. Ich als Autor kann das unmöglich selbst tun.

Best of BesimBlog – „Käse & Rhabarber“.

Ich bin dann mal eben unter die Buchautoren gegangen und habe ein kleines Buch veröffentlicht. Da ich schon immer darüber nachdachte, die Inhalte meines ersten Weblogs namens „BesimBlog“ in irgendeiner Form als Archiv zur Verfügung zu stellen, habe ich das nun als Buch gemacht, genau genommen als eBook für die Kindle-Plattform. Der Titel lautet „Käse & Rhabarber„, weil das so ein Nonsens-Name ist, den so schnell niemand anderes klaut. Immerhin ist die Kombination Käse und Rhabarber mehr als entsetzlich.

Also, hier geht es los, das hier rechts ist der Link zur Produktseite bei Amazon.de. Zum Lesen braucht es entweder einen Amazon Kindle oder die Kindle-App für iPad/iPhone, Android, Windows Mobile, Mac oder Windows. Wer es kauft, kauft es nur einmal und kann es auch auf mehreren Geräten lesen, wenn diese alle im gleichen Amazon-Account registriert sind. Diejenigen, die das Buch erst mal anlesen wollen oder das Schicken eines eBooks zuerst einmal ausprobieren wollen, können das auch, denn auf der Amazon-Produktseite gibt es auch eine abgespeckte Leseprobe.

Der Preis des Machwerks liegt bei 1,53 Euro. Der etwas krumme Preis kommt dadurch zustande, dass ich beim Festlegen des Verkaufspreises nicht beachtet habe, dass da noch 3 % luxemburgische Mehrwertsteuer dazukommen. Nun gut, sei’s drum.

Im Buch selbst gibt es selbstverständlich nicht alle Artikel meines früheren Weblogs, denn sonst wäre das Buch glatt zehnmal so „dick“ und mindestens auch zehnmal so langweilig. Aus den über 800 Artikeln habe ich daher die meiner Meinung nach besten 80 herausgefiltert, teilweise überarbeitet, nochmal lektoriert (war ganz wichtig), ordentlich in HTML gesetzt und als eBook gegossen.

Über die technischen Arbeiten und das Veröffentlichen schreibe ich bei Gelegenheit noch einen oder mehrere Blog-Artikel. Jetzt dürft ihr es aber gern mal probelesen und auch gern kaufen, pro Buch verdiene ich immerhin den sagenhaften Betrag von etwas über 50 Cent und festige nebenbei noch meinen Status als Freiberufler beim Finanzamt. Und eine hübsche Autorenseite habe ich auf Amazon.de nun auch. 😉

Wie komme ich ins Fernsehen?

„Sei fleißig, mach‘ Einsdreißig!“ Nach diesem Motto müssen jeden Tag viele tausend Programmminuten in den verschiedensten Fernsehsendern mit unterschiedlichster Programmqualität gefüllt werden. Dazu sind in erster Linie Redakteure und Journalisten gefordert, die den Zuschauern mehr oder weniger relevante Geschichten erzählen, aber praktisch kein non-fiktionales Programmformat kommt ohne Statements von externen Experten aus. Und hier setzen die Autoren Henriette Schäffner und Stefan Frädrich mit ihrem Buch namens So kommen Sie als Experte ins Fernsehen: Wie Sie den Bildschirm erobern und sich als TV-Experte etablieren (Affiliate-Link), das im GABAL Verlag erschienen ist, an.

Sie kennen sich in einer bestimmten Thematik gut aus? Sie sind möglicherweise in dieser Thematik beruflich unterwegs und haben die Nerven, ihrer Karriere einen richtigen Nachbrenner-Schub zu verpassen, der jedes Zeitungsinterview in den Schatten stellt? Dann müssen Sie ins Fernsehen. Was da im Buch stellenweise fast schon als Zynismus herüberkommt und durchaus bei dem ein oder anderen Leser die Frage aufwirft, ob Fernsehen tatsächlich so oberflächlich sein kann und ob praktisch jeder, der sich Experte schimpfen mag, auch ins Fernsehen kommen kann, wenn er sich nicht gerade wie der komplette Idiot anstellt, ist so nicht abwegig, sondern Realität. Das Fernsehen lebt von Geschichten, von Meinungen, von Stimmen, von Gesichtern. Fernsehredakteure sind tagtäglich damit beschäftigt, zu ihren Themen Experten zu finden und „zu bekommen“. Und wer da hin möchte, findet in diesem Buch Informationen und Ratschläge, wie man das am besten bewerkstelligt bekommt.

Gut, könnte man sich dann sagen, was ist von Ratschlägen zu halten, die von einem ebensolchen Experten und einer Fernsehjournalistin geschrieben werden? Durchaus genügend Respekt, denn es finden sich nicht einfach nur ein paar Web-Adressen von Redaktionen und deren Programmformaten im Buch, sondern viele Vorschläge und Empfehlungen, wie man sich beispielsweise erst einmal als Experte definiert, wie man sich als Fachmann zunächst eine gewisse Reputation verschafft und wie man dann in Richtung Fernsehen geht. Die beiden Autoren erklären unter anderem, wie eine Redaktion „tickt“, wie man sein Expertentum pflegt und wie man mit Fernsehleuten umgeht. Und auch richtig persönliche Dinge werden nicht ausgeklammert: Bin ich im Fernsehen richtig? Habe ich verstanden, dass ich als Experte – mit wenigen Ausnahmen – nicht wirklich reich werde und Fernsehauftritte eher als Karrierebooster verstehe? Stefan Frädrich wehrt als Experte potentielle Wettbewerber im Experten-Business keineswegs ab und Henriette Schäffner betreibt als „Gegenpart“ auch keinen plumpen Kundenfang.

Ich habe in diesem Buch tatsächlich so manch Arbeitsablauf gefunden, den auch ich in meiner Zeit als Kameraassistent erleben bzw. ertragen musste. Erst einmal eine aufreibende Suche nach passenden Experten, dann Experten, die zwar gut aussahen, aber nicht reden konnten, umgekehrte Fälle und auch einfach Leute, die die seltene Gabe hatten, ein komplettes Fernsehteam innerhalb von zehn Minuten komplett zu vergrätzen. Muss alles nicht sein, denn Expertentum lebt im Fernsehen von beiden Seiten.

Für wen ist das Buch? Nun, für Menschen, die sich als Experte zu einer bestimmten Thematik sehen und gern „Fernsehluft“ schnuppern möchten, aber auch für Menschen, die sich schlicht für die Art und Weise interessieren, wie Redaktionen und Fernsehsender arbeiten. Mit 39,90 Euro kommt das Buch sicherlich nicht im Taschenbuch-Pricing daher, ist jedoch seinen Preis wert. Der Ratgeber- und Unterhaltungsfaktor ist gleichermaßen hoch.

Gelesen: „Lautlos“ von Frank Schätzing.

In meinen stetigen Bemühungen, in der heutigen Zeit wenigstens gelegentlich auch mal Belletristik zu lesen, habe ich endlich mal wieder einen größeren Wälzer durchgezogen. Der letzte große Wälzer war „Der Schwarm“ von Frank Schätzing, was meine Schwester dazu animierte, das Buch „Lautlos“ mir unter den letztjährigen Weihnachtsbaum zu legen.

„Lautlos“ stammt aus dem Jahre 2000 und spielt eine fiktive Geschichte im Rahmen des Kölner G8-Gipfels, der 1998 stattfand. Ein Physiker namens Liam O’Connor, ziemlich versoffener Typ, allerdings nebenbei ein genialer Wissenschaftler und Nobelpreisanwärter, kommt im Rahmen einer Lesung nach Köln und kommt dort, während er seine Verlagsagentin flachlegt, einer krassen Verschwörung auf die Spur, die auf höchstem, weltpolitischen Rang steht. Und so weiter und so fort.

Kurzum: 700 Seiten, viel warme Luft, eine zugegeben schön spannend aufbauende Geschichte mit einem atemberaubend lahmen Ende. Schon 170 Seiten vor dem Ende ist die Geschichte dramaturgisch eigentlich ausgebrannt und schleudert langsam vor sich hin. Die zentrale Terroristin wird am Ende gar als eine Art Seliggesprochene verkauft, was nun wirklich überhaupt nicht passt, außer wenn man Anhänger von so Schriftstellern wie Tom Clancy, Ken Follet oder Dan Brown ist, deren Bücher einzig und allein als Werbeverkaufsschau für die Drehbuchfassung dienen und die Buchverkaufszahlen die Verhandlungsbasis für den Verkauf an Hollywood-Studios darstellen.

Okay, ich tue Frank Schätzing an der Stelle Unrecht, denn seine nachfolgenden Bücher sind gehörig besser und ein Nachweis dafür, dass er schon wenige Jahre später auch dicke Bücher mit gutem Inhalt von vorn bis hinten schreiben konnte. „Der Schwarm“ gehört zu den spannensten Büchern im Science-Fiction-Bereich, die ich je gelesen habe. „Lautlos“ hingegen bleibt in meiner Lesehistorie genau das: Lautlos.

Ein TiddlyWikiRoman.

Eher durch Zufall bin ich auf eine ganz spannende Sache gestoßen, die man offensichtlich mit TiddlyWiki machen kann: Einen TiddlyWikiRoman. Dazu hat der schweizerische Schriftsteller Hartmut Abendschein für seinen Roman ein TiddlyWiki als Unterbau ausgewählt, mit einer Reihe von Plugins erweitert, das Design angepasst und die Kapitel als eigene Tiddler eingesetzt, getaggt und miteinander verlinkt.

Heraus gekommen ist die Bibliotheca Caelestis, in deren Handlung ein Autor versucht, sein zweites Machwerk unter das Volk zu bringen. Durchgelesen habe ich es logischerweise leider noch nicht, wenn ich es heute erst gefunden habe, aber schon mal heruntergeladen, was eben, weil es ein TiddlyWiki ist, sehr einfach über die Seitenspeicherfunktion eines jeden Browsers geht. Ein Buch, eine Datei, interaktiver als jedes PDF der Welt.

Mit den literarischen Möglichkeiten von TiddlyWiki als Basis von echten Hypertexten, die nicht gleich als Wust von zig HTML-Dateien daherkommen, habe ich mich beschämenderweise noch viel zu wenig beschäftigt. Hartmut Abendschein macht es allerdings auf eine wunderbar spannende Weise vor. Nach seiner Aussage ist er von der TiddlyWiki-Idee begeistert, was eine perfekte Grundlage für weitere Entwicklungen ist. 🙂

Lesetipp: Geo Epoche – Die Industrielle Revolution.

Ich schmökere mich jetzt schon seit zwei Tagen durch dieses Heft und muss wirklich sagen, dass es mit Abstand das beste Stück Magazin ist, was ich in den letzten Monaten in den Händen hielt. Thema ist, wie schon in der Überschrift angerissen – die Industrielle Revolution.

Beschrieben sind die Anfänge von Mitte des 18. Jahrhunderts in Mittelengland bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts. In wirklich fesselnden Artikeln kommt dabei wirklich alles vor: Die Anfänge der Baumwollspinnereien, die Dampfmaschine, die Weltwirtschaftskrise Mitte des 19. Jahrhunderts, der Stromkrieg, die industrielle Schlachtung. Umgarnt sind diese Artikel von wirklich atemberaubenden und berührenden Fotos aus der damaligen Zeit. Gewaltige, furchtbar große Maschinen, perfekt inszenierte Arbeiter, bestechend gut positioniertes Licht. Es ergreift einen wirklich eine Ehrfurcht, wenn man sich überlegt, mit was für gewaltigen, persönlichen Anstrengungen der Generationen vor uns erst unsere heutige Welt entstehen konnte – inklusive der Nachteile und tiefgründigen Lernprozesse.

Sehr bemerkenswert geschrieben ist der Artikel über die Krupp-Dynastie, den es auch bei SPIEGEL ONLINE kostenlos als „Nachdruck“ gibt. Mit vier SPIEGEL-ONLINE-Seiten ein sehr großer Artikel, ich kann aber wirklich das Sonderheft empfehlen. Mit etwas über 10 Euro zum Nachbestellen recht teuer, aber lohnenswert, wenn es wirklich jemanden interessiert, wie die Welt zu Zahnrädern und Dampfmaschinen kam.

Werde ich träumen, Dr. Clarke?

Muss man nach dem Tod von Arthur C. Clarke die übliche Schallplatte auflegen, seinen Tod bedauern, sein Lebenswerk loben und noch eine möglicherweise eher langweilige Geschichte erzählen, in der man mit einer Arbeit von Clarke in Berührung kam? Nein, muss man nicht. Ich bin mir bei relativ wenigen Menschen ziemlich sicher, dass sie für sowas überhaupt keine empfängliche Ader hätten und da zähle ich Arthur C. Clarke dazu.

So ist er halt gegangen, immerhin erst nach 90 Jahren. Und geärgert hat er sich tatsächlich eher nur darüber, dass der Mensch so unvollkommen ist. Das versteht man sicherlich alles auch erst, wenn man sich durch einige Bücher von ihm gewälzt hat, die oft genug alles andere als einfache Unterhaltungslektüre ist.

Oliver Gassner liest heute vor.

Ich darf nochmal recht herzlich auf die Lesung von Oliver Gassner und Olivia Adler verweisen, die heute Abend im Leseladen Pforzheim stattfinden wird. Laut gelesen wird aus ihrem Buch Second Life – Das Buch zum 2. Leben.

Über das ganz nette Buch habe ich vor einer Weile auch herumrezensiert und es für gut befunden, jedenfalls bekleidet es meine inzwischen doch ganz ansehnliche Internet-Bibliothek.

Ich werde heute Abend voraussichtlich nicht teilnehmen, weil ich mich dringend nachhaltig um meine Erkältung kümmern muss, bevor sie sich nachhaltig um mich kümmert. Falls jemand hingeht: Kümmert euch doch bitte darum, den beiden danach ein adäquates Restaurant zu empfehlen, wenn sie nicht ins Café Art wollen, was ja eigentlich wirklich um die Ecke wäre.

Angelesen: Die Elko-Fibeln.

In Insiderkreisen gehört die Online-Ausgabe des Elektronik-Kompendiums von Patrick Schnabel inzwischen zur „Enterprise-Klasse“ für deutschsprachige Online-Literatur zum Thema Elektronik im weitesten Sinne. Das, was Patrick im Jahre 1997 etwa zur gleichen Zeit wie ich mit netplanet begonnen hat und nun Patricks Vollzeitjob ist, ist ungefähr netplanet hoch fünf (wenn das mal reicht).

Um Fakten sprechen zu lassen: Das Elektronik-Kompendium ist ein tiefgründiges und ausdauerndes Lexikon über Elektronik. Wer also wissen will, was ein Widerstand ist und wie dieser arbeitet, wie man Widerstände misst und wie man vor allem an den Ringen erkennen kann, was ein Widerstand leisten kann, ist hier bestens aufgehoben. Eine Eingabe in das Suchen-Feld und schon gehts los.

Das „Elko“ geht jedoch in der Zwischenzeit weiter und hat neben der klassischen Elektronik auch verwandte Themen im Repertoire. Neben Begriffen aus der Elektronikwelt gibt es Fachbereiche zum Thema Computertechnik, Kommunikationstechnik und Netzwerktechnik. Und die haben es durchaus in sich, denn Patrick Schnabel hat eine bemerkenswerte Art, technische Inhalte auf die Essenzen einzudampfen, die für einen Laien verständlich sind und gleichermaßen Fachleute ansprechen, Dingen näher auf den Grund zu gehen. Eine mir nicht ganz unbekannte Art, die ihm bei „richtigen“ Fachleuten der Materie sicherlich nicht nur Freunde eingebracht hat. (Eine Insider-Vermutung. ;-))

Der Clou sind seine (leider wohl gerade nicht lieferbaren) Bücher, mit denen man zum einen den aktuellen Stand des jeweiligen Fachgebietes als Druckwerk einholen und zum anderen das Projekt unterstützen kann. Ganz nach Technikermanier gibt es das rote Buch für die Elektronik-Fibel, das grüne Buch für die Computertechnik-Fibel, das blaue Buch für die Kommunikationstechnik-Fibel und das gelbe Buch für die Netzwerktechnik-Fibel. Die letzten drei habe ich aus Neugier mal gekauft und sie gehören zu den wenigen Sachbüchern, die ich wirklich von vorne bis hinten durchgefressen habe.

Respekt, Herr Kollege. 🙂