Zehn Tipps für Vattenfall Deutschland.

Vattenfall Deutschland verliert Kunden und das offenbar im Tausenderpaket – allein im letzten Jahr 250.000 und schlappe 200.000 nach den Scharmützeln in den Kernkraftwerken Brunsbüttel und Krümmel. Dieses Kuriosum scheint wohl auch den Konzernvätern im fernen Schweden aufzufallen, weshalb nun die deutsche Tochter zwischen 2008 und 2010 insgesamt 100 Millionen Euro einsparen muss.

Hier zehn Tipps von mir, absolut kostenlos:

  1. Ikea-Möbel anschaffen (wir Schweden müssen zusammenhalten!)
  2. Namen des Chefs mit ablösbaren Buchstabenaufklebern an die Türe kleben
  3. Weiter die kleinere und günstigere Konkurrenz aufkaufen und Preise anziehen
  4. Pressereferat auflösen (braucht niemand, im Katastrophenfall übernehmen die Alarmierungen eh die Behörden)
  5. Billigere Dübel in Kernkraftwerken verwenden (erledigt, war schon)
  6. Computer in Kernkraftwerken zehn Jahre länger laufen lassen (funktionieren schon seit 20 Jahren, funktionieren bestimmt auch noch weitere 20)
  7. Betriebsfeuerwehren abschaffen (watt brennt, datt brennt)
  8. Den Russen wegen ihren chronisch überlasteten Stromnetzen Energiesparlampen verkaufen, die ausgetauschten Glühbirnen einsammeln und der deutschen Kundschaft schenken
  9. Mal wieder ein Grillfest mit E.ON, EnBW und RWE organisieren
  10. Namen auf „Vattensteig“ umbenennen, macht sich besser

Stromverbrauch eines “besseren” PC.

Die Befürchtung, dass mein neuer PC mit einem eventuell höheren Stromverbrauch ein Grund für mehr graue Haare werden könnte, scheinen sich in Luft aufzulösen. Das sind die aktuellen Werte, die ich vorhin mit einem Verbrauchszähler gemessen habe und die sehen an sich ganz gut aus:

Aktion Verbrauch
Ausgeschaltet (mit aktiviertem Wake-on-LAN) 3 Watt
Eingeschaltet im Leerlauf 73 Watt
Eingeschaltet im Stromsparmodus (ausgeschalteter Bildschirm) 69 Watt
Eingeschaltet und Prozessor auf Maximallast 125 Watt

Kann ich ganz gut mit leben, damit kommt die Kiste mit Dualcore Athlon X2 nicht über meinen alten PC, der allerdings immerhin zwei Festplatten an Bord hatte, dafür aber nur eine Single-Core-CPU.

Vor allem hat sich die Befürchtung, dass die größere Grafikkarte an den Leistungsgrenzen des 300-Watt-Netzteils kratzen könnte, nicht bewahrheitet. Auch ist die Wärmeentwicklung der Karte, die keinen aktiven Lüfter, sondern mit einem großen Kühlkörper daherkommt, bescheiden; ich habe sie selbst bei grafikintensiver Arbeit nicht über Handwärme bekommen. Im Sommer sieht das eventuell anders aus, aber so kann man es lassen.

Jetzt ist als nächstes, großes Projekt der Umbau der Fritzbox an der Reihe, um der Kiste einen Fernzugriff per SSH beizubringen, IPSec-VPN zu integrieren und von ihr aus den schlafenden PC via Wake-On-LAN hochzufahren. Als „No-Linux-Ma’am“ ist das eine Herausforderung, es gibt allerdings sehr gute Dokus im Netz.

Energiesparlampen versus Glühbirnen.

Ich denke, über was man wirklich einmal eindringlich ein paar Worte verlieren muss, ist der Austausch von normalen Glühbirnen gegen Energiesparlampen. Der Stromspareffekt ist derart gewaltig, das hat schon Dramatik pur.

Ich habe vor einigen Wochen meiner Ikea-Schreibtischlampe (ich sage nur: Tertial von Ikea für schlappe 7,50 Euro) eine Energiesparlampe spendiert, die die Leuchtkraft einer herkömmlichen 50-Watt-Glühbirne für 11 Watt erzeugt. Das ist eine Einsparung von 78 Prozent für genau die gleiche Leistung.

Dramatisch sind die reinen Einspareffekte im Energieverbrauch, wenn man das hochrechnet. Nehmen wir an, dass die Schreibtischlampe jeden Tag vier Stunden leuchtet. Macht in der Woche von Montag bis Freitag 20 Stunden. Bei der herkömmlichen Glühbirne wird 1 Kilowattstunde Energie verbraten, bei der Energiesparlampe 0,22. Nimmt man einen Energiepreis von 21 Cent pro Kilowattstunde an, kostet das bei der herkömmlichen Glühbirne pro Woche 21 Cent, bei der Energiesparlampe 4,5 Cent.

Richtig deutlich wird es, wenn wir uns die Jahresbilanz bzw. die 1.000-Brennstunden-Bilanz anschauen. In 1.000 Stunden verbrät die Glühbirne 50 Kilowattstunden oder 10,50 Euro. Die Energiesparlampe 2,31 Euro. 1.000 Brennstunden sind hierbei auch ein ansonsten interessanter Wert, denn 1.000 Stunden ist die durchschnittliche Brennleistung einer herkömmlichen Glühbirne, während die Energiesparlampe das fünf- bis zehnfache an Brennleistung schafft. Interessant ist aber, dass die Energiesparlampe mit einem Preis zwischen 4 und 6 Euro ihren höheren Anschaffungspreis schon nach einer „Glühlampenperiode“ wettmacht.

Ergo: Wirklich raus mit den alten Glühbirnen.

Die betörenden Düfte einer Zentralheizung.

Okay, es war ein Fehler, die Zentralheizung im Haus zu entlüften, während ich das Fenster geschlossen hielt. Ein großer Fehler.

Einführung: Eine Zentralheizung funktioniert mit einem eigenen, kleinen Kreislauf mit Wasser. Ein Heizgerät erwärmt dieses Wasser und eine kleine Pumpe jagt es durchs Rohrnetz. Hat man nun innerhalb dieses Netzes einen Heizkörper, der Luft enthält, wird diese Luft natürlich eine Weile mitgeführt und sammelt sich in den Heizkörpern, die in diesem Rohrnetz oben liegen. Und da muss man die Heizkörper entlüften, wenn der Heizkörper an einer Seite warm ist und an der anderen kalt.

Was technisch ein einfacher Vorgang ist – an der Seite eine Schraube lockern, darunter einen Becher halten und so lange die Luft ablassen, bis Wasser kommt – ist eigentlich eine ziemlich unleckere Sache, wenn man seinen Zinken in die Nähe der Flüssigkeit und der Dämpfe hält, die da herauskommen. Das riecht nämlich phantastisch nach Fäulnis und Toilette. Ich habe eine halbe Stunde gebraucht, die Wolke aus dem Zimmer zu bekommen und nochmal eine halbe Stunde, das Zimmer wieder auf bewohnbare Temperaturen zu bekommen. 🙁

Erschreckendes an der Stromverbrauchsfront.

Ich hatte mir vor einigen Monaten einen Stromverbrauchszähler gekauft, mit dem ich schon allerlei Bedenkliches in Sachen häuslichem Stromverbrauch gemessen habe. Das war alles soweit ganz gut, allerdings störte es mich, dass das vergleichsweise günstige Gerät eine Auflösung von 4 Watt hatte, also erst ab ungefähr 4 Watt anfing, überhaupt zu erkennen, dass ein Stromverbrauch vorliegt. Das ist bei Kleinverbrauchern und den wirklich interessanten Stromfressern natürlich etwas ungünstig.

Also habe ich etwas mehr Geld in ein besseres Gerät investiert und mich für die Conrad-Hausmarke Voltcraft mit dem Energy Monitor 3000 entschieden. Dessen Auflösung beginnt bei 1,5 Watt, seltsamerweise misst mein Gerät aber noch geringere Ströme.

So habe ich das Ladegerät unserer DECT-Mobilteile (Siemens S45) dabei ertappt, wie sie 0,7 Watt aus der Leitung ziehen. Wohlgemerkt – ohne dass ein Mobilteil darin steckt. Allein nur das eingesteckte Netzteil lässt sich also, wenn es das ganze Jahr über eingesteckt bleibt, mal schön schlappe 6 Kilowattstunden schmecken. Das sind zwar bei meinem Stromtarif nur etwas über 1,20 Euro, allerdings haben wir drei Ladeschalen und für insgesamt 18 Kilowattstunden bzw. 3,60 Euro kann ich mal eben 180 Mal Wasser für eine Tasse Kaffee aufkochen.

Nicht dass mir die 3,60 Euro pro Jahr wirklich ernsthaft weh tun.. mich stört es lediglich gewaltig, dass da völlig unnütz Strom gefressen wird, weil man keine richtigen Ausschalter mehr verbauen will. Der Kunde zahlt es ja. 🙁

Stromschlag.

Echt. Wirklich einen bekommen und das mit an sich modernen Gerätschaften. In diesem Fall ist es ein Reiseladegerät von Hama für mein altes SonyEricsson T610, da ich vorübergehend das originale Ladegerät verbummelt hatte.

Wenn dieses Reiseladegerät nämlich vom Stromnetz abgezogen wird, entlädt es seine Restströme offenbar nicht. Fasst man dann die beiden Zapfen versehentlich an, bekommt man diese Restströme als freundliche und zwickende Empfehlung des Gerätes. Das ist jetzt zwar vielleicht nicht unbedingt weltbewegend viel Strom, aber dennoch ist das für ein angeblich TÜV-geprüftes Gerät irgendwie nicht sonderlich überzeugend.

Naja, ich habe mal sicherheitshalber Hama angeschrieben, mal schauen, wie die Folks reagieren.