Opening netpla.net.

Die Website zu meiner beruflichen Tätigkeit hat nun lange genug auf sich warten lassen. Das ist insofern peinlich, weil ich ja Visitenkarten mit der Website-Adresse verteile und diese Adresse bisher auf das Internet-Lexikon führte. (Immerhin aber nicht auf ein Baustellensymbol.)

Nun aber ist es soweit, ich habe endlich mal ein Wochenende dazu genutzt, schnell ein WordPress-Template zu bauen und meine schon seit längerem geschriebenen Inhalte zu redigieren und darin dann zu veröffentlichen. Unterm Strich macht man als Selbstständiger ja eigentlich noch viel mehr der Dinge, die man auf die eigene Website schreibt, aber wenn man etwas sehr schnell lernt als Selbstständiger, dann ist es die Anpassung an Begebenheiten, Chancen und Neuentwicklungen. Aus der Warte betrachtet ist das also alles immer ein Anfang, aber eben nicht mit Baustellensymbol.

Da geht es lang: http://www.netpla.net

„Drüben“ gibt es ebenfalls ein Weblog, das ich jedoch bewusst und streng auf geschäftliche Inhalte beschränke. Kann und darf man auch abonnieren, aber der große Spaßbereich wird das sicherlich nicht. Dafür gibt es in der ToDo-Liste aber einige Themen zum Thema Social Media und Corporate Communication, die ich schon immer mal abhandeln wollte. Dazu ist dort nun die richtige Plattform.

Kritik und Anregungen werden gern angenommen.

Ein Wiki auf karadeniz.de.

Das Thema Wikis gehört ja eigentlich ebenfalls zu einen meiner „Geschäftsbereichen“, wenn auch zu einem deutlich kleineren. Ich maße mir nicht an, ein Wiki-Gott zu sein, das sind andere. Mir geht es aber auch gar nicht darum, irgendwie Wiki-Weltmeister zu werden, sondern mir geht es beim Thema Wiki sehr konkret darum, kleine Wiki-Projekte anzustoßen. Dokumentationsgeschichten mit Etats, mit denen man gerade einmal einen Manntag eines „Sharepoint-Consultants“ bezahlt bekommt.

Für kleine Wiki-Projekte verwende ich gern DokuWiki. Das kommt im Gegensatz zu seinen großen Brüdern ohne gesonderte Datenbankverbindung aus, hat aber weitgehend alles, was ein Wiki ausmacht: Versioning, Benutzerverwaltung, Namespaces, Plugins. Mit DokuWiki lässt sich sehr schnell ein Wiki aufbauen und auch sofort produktiv im Unternehmen einsetzen und antesten. Und: DokuWiki ist Wiki pur. Keine Blogs, keine Projektverwaltung, keine ToDos. Vieles kann man sicherlich nachrüsten, aber man muss nicht.

Drei DokuWiki-Projekte betreue ich derzeit, ein viertes ist gerade in der Angebotsphase. Hier im Office habe ich auch noch ein DokuWiki als Testlab und vorgestern stellte sich mir die Frage, warum ich eigentlich auf karadeniz.de kein DokuWiki einsetze. Dort fand sich nämlich seit dem Ende des BesimBlog nur eine hässliche HTTP-200-OK-Seite mit einigen Links auf Projekten, die nach wie vor auf karadeniz.de gehostet bleiben müssen, aber sonst eben nichts.

Also … say Hello to DokuWiki auf karadeniz.de. Schreiben dürfen Besucher da leider nichts, aber dafür werde ich da nach und nach mal alles das dokumentieren, was da so alles auf dem Server liegt und was noch kommen mag. Und ich habe jetzt endlich auch mal mein echtes, eigenes Wiki „draußen“, im Web.

Seltsames auf dem Webserver.

Eigentlich sind wir von einem Webserver und der darauf stationierten Website eines Kunden folgende Besucherdimensionen gewohnt. Ein wunderbar gezeichnetes, EKG-artiges Diagramm – zumindest bis auf die letzten beiden Tage:

Eine fast verdreifachte Besucherzahl ist selbst für einen Montag eine höchst seltsame Geschichte. Es wurde bei näherer Analyse aber noch viel merkwürdiger. Denn rund 600 Besuche (und damit ziemlich genau das, was an diesem Montag zusätzlich als Besucher kam) waren nahezu identisch: Sie kamen von einem MacOS-Rechner und einem dort installierten Firefox 3.6 und jeder Aufruf bestand aus dem Abruf einer einzigen Seite. Und das dann auch ziemlich genau im 30-Sekunden-Takt, den halben Tag lang. Gut, denke ich, das wird wohl ein Rechner sein, auf dem ein Firefox etwas Amok läuft, beispielsweise mit einem Addon zum automatischen Refresh einer aufgerufenen Seite.

Was allerdings merkwürdig war, war der Absender: Es war nämlich nicht eine einzige IP-Adresse, sondern tatsächlich genau so viele IP-Adressen, wie zusätzliche Aufrufe, also über 600 verschiedene IP-Adressen. Und, damit nicht genug: Alle diese IP-Adressen stammen aus dem IP-Adresspool von Alice/Telefonica.

Kurzum: Wir haben das Rätsels Lösung nicht gefunden. Ich vermute jedoch, dass da eine Firefox-Installation Und/oder der MacOS-Rechner und/oder der DSL-Anschluss Amok läuft und der Rechner ziemlich genau alle 30 Sekunden einen Seitenabruf über eine PPPoE-Verbindung initiiert, die jedes Mal neu verbunden wird.

Was kann man dagegen tun? Sehr gute Frage – eigentlich nichts sinnvolles. Einzelne IP-Adressen sperren, macht keinen Sinn, dazu sind es schlicht zu viele und dazu gibt es auch noch keine Systematik, schließlich kommen die IP-Adressen aus einem riesigen IP-Adresspool. Übrig bliebe nur auf dem Webserver die Sperrung des gesamten, betroffenen IP-Adressblocks, das wäre jedoch unverhältnismäßig gewesen. Einzig eine Beschwerde an den ISP wäre naheliegend, wenn auch sehr aufwendig. Bis der ISP das Problem gelöst bekommt …

Wir hatten Glück, das Problem verschwand Dienstagmittag genauso schnell, wie es gekommen war. Dienstagvormittag fing es zwar wieder an, irgendwann hörte es dann aber von allein wieder auf.

Eine Ode an das Weblog.

Auf die immer häufiger gestellte Frage, welcher denn der beste Weg sei, in der Sphäre des Web 2.0 Boden zu beackern, habe ich immer die gleiche Antwort (wenn es erst mal nicht um Personal oder Etat geht): Macht ein Weblog.

Weblogs sind für mich nach wie vor die Königsklasse des Web 2.0. Gründe? Gern:

  • Weblogs bieten die Möglichkeit des Erzählens von Geschichten. Im Businessumfeld muss das gut geplant und mitunter auch gut inszeniert werden, aber: Mit welchem anderen Medium geht das mit vergleichbarer Flexibilität, Geschwindigkeit und Kosteneffizienz?
  • Ein Weblog erzeugt, wenn es regelmäßig mit Inhalten befüllt wird, erstaunlich schnell eine Wirkung der Authentizität und der Wertigkeit und das – wenn man es richtig vermarktet – bei der Zielgruppe. Authentizität muss nicht wehtun, sondern kann ein Wettbewerbsvorteil und die Geheimwaffe sein.
  • Das Paradigma des Weblogs kommt von Hause aus mit der Idee daher, direkte Ansprachen zwischen Sender und Empfänger zu ermöglichen und auch einen Rückkanal in Form von Kommentaren mitzuliefern.
  • Weblogs sind (mit entsprechendem CMS) hochflexibel, was die Art der Inhalte und die Anbindung zu anderen Web-2.0-Diensten betrifft. In ein Weblog lässt sich YouTube integrieren, flickr, Social Networks und letztendlich jeder Dienst, der seine Inhalte per RSS-Feed exportieren lässt.
  • Inhalte von Weblogs lassen sich in Facebook exportieren und zur Not auch in Twitter – umgekehrt wird da nichts daraus.
  • Ein Weblog ist eine exklusive Angelegenheit, konkurriert also auf seiner Plattformebene nicht mit anderen Inhalte oder Benutzern. Bei einer Facebook-Seite oder einem Twitter-Stream sieht das schon erheblich anders aus, diese Dienste leben davon, dass die Plattform ein Diensteanbieter bereitstellt und man hier nur ein Kanal von vielen ist und mit diesen schon allein aus optischer Sicht unmittelbar konkurriert.
  • Echte Business-Blogs sind auch nach wie vor eher Mangelware und in genügend Branchen kann man mit nur wenig Pressearbeit ein neu gestartetes Weblog mit einem Bohei positionieren, das man vielleicht vor fünfzehn Jahren mit der ersten Unternehmens-Website erzielen konnte.

Über was wir nicht diskutieren müssen, weil es so ist: Hinter einem professionellen Weblog steckt eine Menge Arbeit und da sehe ich maximal nur ein Drittel davon in der Technik. Zwei Drittel der Arbeit steckt in der redaktionellen Arbeit. Auf jeden, der sich da hin wagt und ein Weblog starten will, wartet eine große Portion Arbeit. Aber: Es lohnt sich. Ich bin so frei und sage, dass das für alle Bereiche gilt, in denen Menschen etwas tun, was andere interessieren könnte.

Website archivieren.

Heute hatte das Wahlkampfteam um den neuen Pforzheimer Oberbürgermeister Gert Hager seinen letzten Auftritt als Wahlkampfteam, in dem wir zu viert einen Termin beim Pforzheimer Stadtarchiv hatten, um einen Haufen Wahlkampfmaterialien für die Pforzheimer Geschichtsschreibung abzugeben. In der Tat sind selbst in unserer modernen und augenscheinlich so dokumentierten Zeit gerade solche Sachen wie Wahlkampfmaterialien ein höchst zu archivierendes Gut, denn Wahlkampf spiegelt auch immer ein Stück Zeitgeist und gesellschaftlichen Diskurs.

Nun gut, in Sachen von Plakaten, Prospekten, Aufklebern, Flyern, Briefpapier und so weiter ist das alles kein Problem -man zweigt von Anfang Material ab, packt das in eine Kiste und trägt das ins Stadtarchiv. Bei klassischen analogen Fotos ist das auch kein Problem, sowas überdauert bei vernünftiger Archivierung seine Jahre und Jahrzehnte.

Anspruchsvoller wird es dann schon mit digitalen Fotos und digital vorliegenden Materialien, beispielsweise Druckvorlagen. Hier gilt die Maßgabe tatsächlich auf PDF-Dateien, gebrannt auf CD oder DVD.

Das alles beantwortete dann aber nicht meine Frage, was denn mit der Wahlkampfhomepage zu machen wäre zwecks Archivierung. Denn dahinter steckt eine WordPress-Installation und das ist alles andere als flach.

Hier haben wir uns dann darauf geeinigt, dass die Seiten und Artikel in Form von Monatsarchiven angezeigt und dann als PDF-Dateien ausgegeben werden sollten. Das lässt sich nämlich dann wieder elektronisch archivieren, aber auch ausdrucken und binden.

Und binden ist tatsächlich eine gute Idee, denn es wird viel. Nach den ersten Seiten habe ich einen Zielwert von 50 bis 80 Seiten hochgerechnet. Erstaunlich, was da alles an Content zusammengekommen ist in einem halben Jahr.

Es ist aber andererseits auch höchst interessant zu sehen, was an Wahlkampfberichterstattung schlicht wegfallen würde, wenn wir eben den schnellen Löschfinger machen und nicht daran denken, dass man in möglicherweise ferner Zukunft den Krempel nochmal anschauen oder zumindest nachvollziehen will.